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Fidschi: Mehr als nur ein Urlaubsparadies
Erfahre, warum Fidschi nicht nur ein Urlaubsparadies ist. Entdecke die einzigartige Flora und Fauna, das zweitgrößte Korallenriff der Welt, und die herzliche Kultur der Bewohner. Prominente wie Tom Cruise und Oprah Winfrey lieben diese Inselgruppe. Ideal zum Leben und für Sportveranstaltungen.
Zu Gast: Tony Freeman
Die Folge ist auch auf allen gängigen Podcast Plattformen zu finden:
Heute geht es bei uns um eine berühmte Inselgruppe im Südpazifik: Fidschi, auch Fiji genannt, beeindruckt mit einer einzigartigen Flora und Fauna und dem zweitgrößten Korallenriff der Welt. Prominente wie Tom Cruise, Nicole Kidman und Oprah Winfrey haben eine besondere Vorliebe für diese Region und besuchen die Inseln regelmäßig. Auch wenn Fidschi oft vor allem als Urlaubsparadies wahrgenommen wird, bieten die Herzlichkeit der Menschen, die traumhafte Natur und die gute Infrastruktur auch einen potenziellen Wohnort. Sportveranstaltungen wie Marathons und Triathlons ziehen Sportenthusiasten aus aller Welt an.
Um mehr über diese faszinierenden Inseln zu erfahren, haben wir Tony Freeman eingeladen, der Fidschi 1974 zum ersten Mal besuchte und sich sofort in die Inselwelt und die Gastfreundschaft der Einheimischen verliebte. Begeistert erzählt er von seinen Erlebnissen aus über vier Jahrzehnten, in denen er immer wieder nach Fidschi zurückgekehrt ist.
Key Takeaways
Fidschi bietet eine einzigartige Naturkulisse.
Sportveranstaltungen wie Marathons und Triathlons finden regelmäßig statt.
Die abgelegene Lage bietet einerseits Abgeschiedenheit und Sicherheit, andererseits ist Fidschi über internationale Flughäfen wie in der Hauptstadt Suva gut erreichbar.
Im Vergleich zu benachbarten Inseln wie Vanuatu, das für sein Citizenship by Investment-Programm bekannt ist, ist Fidschi mehr als Urlaubsparadies und weniger als Wohnort bekannt.
Besonderheiten und Fakten
Geographische Lage & Erreichbarkeit
Fidschi liegt im Südpazifik, etwa 3.000 Kilometer von Australien, 2.000 Kilometer von Neuseeland und 5.000 Kilometer von Hawaii entfernt. Es gibt über 300 Inseln, von denen etwa 120 bewohnt sind, wobei das Leben hauptsächlich auf den drei Hauptinseln stattfindet:
Viti Levu: Hauptinsel mit der Hauptstadt Suva und dem internationalen Flughafen in Nadi.Vanua Levu: Zweitgrößte Insel mit den Städten Savusavu und Labasa.
Taveuni: Die drittgrößte Insel vulkanischen Ursprungs, mit einzigartiger Vegetationund und besonderem Mikroklima, auch als „Garteninsel“ bekannt.
Auswanderer sollten sich darüber im Klaren sein, dass die große Entfernung zu anderen Ländern regelmäßige Reisen kompliziert macht.
Sprache
Fidschi ist eine ehemalige britische Kolonie, seit 1970 unabhängig vom Vereinigten Königreich und Mitglied des Commonwealth of Nations. Die offizielle Landessprache ist Englisch.Sportveranstaltungen
Berühmte Marathons und Triathlons ziehen jedes Jahr Athleten aus der ganzen Welt an. Diese Events sind bekannt für ihre anspruchsvollen Strecken und die einzigartige Naturkulisse:
Fiji International Triathlon: Diese Veranstaltung findet jährlich statt und zieht sowohl Profis als auch Amateure an. Die Strecke führt durch malerische Landschaften, was den Wettbewerb zu einem einmaligen Erlebnis macht.Suva Marathon: Der Marathon in der Hauptstadt Suva gilt als einer der härtesten Marathons der Welt und ist bekannt für seine atemberaubende Ausblicke auf die umliegende Natur.
Korallenriffe
Die Fidschi-Inseln beherbergen das zweitgrößte Korallenriff der Welt, ein Paradies für Taucher und Meeresforscher.Menschen und Kultur
Die Freundlichkeit der Einheimischen ist bemerkenswert. Besucher erleben oft einzigartige Momente der lokalen Musik und Lebensweise. Gastsprecher Tony Freeman erzählt, wie er sich in die Menschen und ihre Gelassenheit verliebte.Klima: Die Inselgruppe hat ein vielfältiges Mikroklima, insbesondere die “Garteninsel” Taveuni mit ihren für tropische Regionen ungewöhnlich kühlen Abendtemperaturen.
Bevölkerung: Fidschi hat etwa 920.000 Einwohner. Die Mehrheit lebt auf der Hauptinsel Viti Levu.
Kostenloses WLAN
Fidschi war das erste Land weltweit, das seinen Bürgern kostenloses WLAN zur Verfügung stellte.Lieblingsort von Prominenten
Berühmte Persönlichkeiten haben die Schönheit der Inseln für sich entdeckt. Zu den bekanntesten Fans gehören Tom Cruise, Nicole Kidman und Oprah Winfrey.
Fidschi als potenzieller Standort im globalen Kontext
Wirtschaftliche Stabilität und Sicherheit
Fidschi punktet mit politischer Stabilität, niedriger Kriminalitätsrate, guter Infrastruktur (laut Tony ist die medizinische Versorgung in den Krankenhäusern und Kliniken top)! Nur für kompliziertere Operationen fliegen die meisten nach Indien), und einer gewissen wirtschaftlichen Unabhängigkeit. Der Inselstaat ist bekannt für sein fruchtbares Land und kann sich komplett selbst versorgen, was sich auch in den niedrigen Lebenshaltungskosten widerspiegelt (50% günstiger als Europa oder Australien).
Fidschi zieht auch viele hochrangige Investoren an. Berühmte Persönlichkeiten wie Larry Page, Mitbegründer von Google, und der verstorbene Eigentümer von Red Bull haben hier ebenfalls Investitionen getätigt, darunter das teuerste Resort der Welt, und bewohnen Privatinseln. Fidschi könnte daher eine ernsthafte Option für Wohlhabende, Pensionisten, Sportbegeisterte und all jene sein, die nach einem alternativen Lebensort suchen.
Daueraufenthalt und Visum für Fidschi
Mit einem EU-Reisepass kann man sich als Tourist insgesamt bis zu 6 Monate in Fidschi aufhalten. Bei der Einreise ist zunächst ein Rückflugticket nach 4 Monaten erforderlich, der Aufenthalt kann aber auf weitere 2 Monate verlängert werden.
Für eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung in Fidschi (permanent residency) benötigen Rentner zunächst einen Einkommensnachweis von ca. 1.000 Fidschi-Dollar (ca. 400 Euro) pro Monat.
Es ist auch möglich, 100.000 Fidschi-Dollar (ca. 40.000 Euro) in eine Immobilie zu investieren oder auf ein lokales Bankkonto einzuzahlen.
Auch mit einem regelmäßigen Einkommensnachweis von 30.000 Fidschi-Dollar (ca. 12.000 Euro) pro Jahr kann man sich als Familie mit 2 Personen für 3 Jahre auf Fidschi aufhalten. Das Einkommen darf im Ausland erzielt werden. Dieser Aufenthalt kann dann um weitere 3 Jahre verlängert werden und nach 6 Jahren kann man die Fiji Citizenship beantragen, die ca. 5.000 Fidschi-Dollar (ca. 2.000 Euro) kostet.
Neugierig auf Fidschi geworden? Weitere Informationen zu Fidschi und anderen Ländern finden Sie auf unserem Podcast Perspektiveausland und unseren Websites Wohnsitz Ausland, Auslandsunternehmen, Stmatthew, und auf LinkedIn.
Kontaktdaten und Links
Tony Freeman
E-Mail: freemanmunich@gmail.com
Albanien: Ein Land der Möglichkeiten für Unternehmer und Investoren
Entdecken Sie Albanien, ein oft übersehenes europäisches Juwel zwischen Griechenland und Montenegro. Erfahren Sie mehr über die kulturellen Schätze, die atemberaubende Natur und die wirtschaftlichen Chancen, die dieses Mittelmeerland bietet. Lesen Sie unseren Artikel mit Kristi Vako.
Zu Gast: Kristi Vako
Die Folge ist auch auf allen gängigen Podcast Plattformen zu finden:
In unserem heutigen Artikel befassen wir uns mit einem europäischen Juwel, das oft übersehen wird: Albanien. Zwischen Griechenland und Montenegro gelegen, offenbart das Land eine reiche Palette an Kultur, natürlicher Schönheit und wirtschaftlichen Möglichkeiten. Albanien ist nicht nur durch seine Lage am Mittelmeer mit herrlichen Stränden und kristallklarem Wasser attraktiv, sondern auch durch seine Gastfreundlichkeit und den respektvollen Umgang mit Älteren – Werte, die in vielen Teilen Europas verloren gegangen sind.
Die beruflichen Perspektiven in Albanien sind vielfältig; dies bestätigt auch Kristi Vako, Anwalt bei der Kanzlei Oracle Solicitors, die in Albanien praktiziert. Kristi Vako hat Erfahrungen in Deutschland gesammelt und arbeitet nach seiner Rückkehr nach Albanien nun an der Spitze der internationalen Anwaltskanzlei.
Key Takeaways
Albanien ist ein attraktives Ziel für das Leben und die Geschäftsentwicklung, geschätzt für seine natürliche Schönheit und kulturellen Reichtum.
Die Gastfreundschaft der Menschen und der Respekt vor der älteren Generation sind markante Merkmale der albanischen Gesellschaft.
Ausländische Investitionen und der Tourismussektor zeigen eine positive Entwicklung und spiegeln die zunehmende Attraktivität des Landes wider.
Eine gute Infrastruktur und eine fortschrittliche Entwicklung im Bereich der Digitalisierung bietet Albanien gute Voraussetzungen für Unternehmer.
Albanien als Ziel für Auswanderer und Unternehmer
Albanien ist ein Land, das zunehmend ausländische Investitionen anzieht, was durch den stetigen Anstieg der Touristenzahlen und Direktinvestitionen deutlich wird. Die Erwartungen für das Jahr 2024 sind hoch, und es scheint, als würde sich das Land zu einem Modellfall für Fortschritt und Entwicklung in der Region entwickeln.
Angesichts dieser Entwicklung hat Albanien in den vergangenen Jahren auch zunehmend an Beliebtheit als Ziel für Auswanderer und Unternehmer gewonnen. Sie finden hier unter anderem die im Folgenden präsentierten Vorteile vor.
Gute Erreichbarkeit und optimierte Infrastruktur
Albanien, gelegen zwischen Montenegro und Griechenland, zeichnet sich durch eine gute Zugänglichkeit aus. Das Land kann sowohl mit dem Auto als auch per Flugzeug erreicht werden. Vereinfacht wird die Anfahrt durch die Qualität der Straßen, die sich in den vergangenen Jahren verbessert hat.
Darüber hinaus macht die schöne Küstenlage am Mittelmeer es möglich, Albanien per Schiff zu erreichen. Dank mehrerer Häfen, ebenso wie mehrerer Flughäfen im Land, ist Albanien also hinsichtlich seiner Infrastruktur für Auswanderer und Unternehmer gleichermaßen geeignet.
Eine hohe Rate an Mobilfunkverträgen deutet darauf hin, dass Albanien auch hinsichtlich seiner digitalen Infrastruktur gut aufgestellt ist. Das Telekommunikations- und Internetsystem ist hoch entwickelt und selbst die öffentliche Verwaltung ist auf dem Weg zur Digitalisierung. So bietet die Regierung Dienstleistungen digital über ein System namens 'e-Albania' an, was den administrativen Aufwand reduziert und in Zukunft auch auf die Gerichtsverfahren angewendet werden soll.
Wirtschaftliches Potenzial von Albanien
Albanien verfügt über natürliche Ressourcen wie Öl, Gas, Kohle sowie ausreichende Wasservorräte. Die Attraktivität des Landes für Unternehmer und Investoren zeigt sich aktuell an den stetig steigenden ausländischen Direktinvestitionen. Diese lagen im vergangenen Jahr bei 1,5 Milliarden Euro. Für dieses Jahr werden Ziffern von 1,7 bis 1,8 Milliarden Euro erwartet.
Einen Boom erlebt zudem der Tourismussektor. So ziehen die weißen Strände und das kristallklare Wasser Albaniens jährlich mehrere Millionen Touristen an. Allein für das Jahr 2024 werden 15 Millionen Besucher prognostiziert.
Die Bevölkerung Albaniens ist jung, ehrgeizig und bekannt für ihren Fleiß. Das Land erlebt daher aktuell eine Periode der Transformation, mit bedeutenden Fortschritten im Bereich der Digitalisierung, was sich in der Investitionsfreude aus dem Ausland und dem zunehmenden Besucherstrom widerspiegelt.
Albanien und seine gastfreundschaftliche Bevölkerung
Die albanischen Bewohner sind bekannt für ihre Gastfreundschaft und die tiefe familiäre Verbundenheit. In Albanien wird älteren Menschen großer Respekt entgegengebracht, ein Wert, der in vielen europäischen Ländern zunehmend vermisst wird.
Die Warmherzigkeit, die die Bewohner Albaniens den Besuchern entgegenbringen, machen das Leben im Land angenehm. Hinzu kommt, dass sich das Land deutlich sicherer und fortschrittlicher präsentiert als es die Vorurteile mitunter vermuten lassen. Auch das Auswärtige Amt bescheinigt Albanien eine ruhige aktuelle Lage. Gewalttätige Delikte seien selten, allerdings ist es in Touristenregionen ratsam die auch in anderen Ländern angebrachten Sicherheitsvorkehrungen zu beachten und Wertgegenstände sicher zu verwahren.
Insgesamt, so betont Kristi Vako, können Besucher aus dem Ausland ebenso wie Auswanderer sichere und positive Erfahrungen im Land sammeln, insbesondere in der Hauptstadt Tirana. Fortschritte in Bezug auf die Verringerung von Kriminalität und Korruption sowie die Entwicklung der Infrastruktur sind sichtbar und tragen zu einem angenehmen Lebensstandard bei.
Das Image von Albanien hat sich verändert und die albanische Regierung arbeitet kontinuierlich daran, das Geschäftsumfeld und die Lebensqualität im Land zu verbessern. Mit einer jungen, ehrgeizigen und fleißigen Bevölkerung sowie einer schrittweisen Verbesserung des Systems zeigt sich Albanien offen für Veränderungen und bereit, ausländische Einflüsse positiv zu integrieren. Damit wird Albanien auch für Auswanderer und Unternehmer sowie Investoren eine immer attraktivere Option.
Kontaktdaten
Kristi Vako
Homepage: Oracle Solicitors
E-Mail: info@oraclesolicitors.al
Telefon: +355 6969 37763
Kolumbien: Ein Land voller wirtschaftlicher Chancen
Entdecken Sie die wirtschaftlichen Potenziale Kolumbiens und die faszinierende Kultur des Landes. Frank Spitzer, CEO von Pelecanus, teilt seine Erfahrungen und Einblicke nach neun Jahren in Kolumbien.
Zu Gast: Frank Spitzer
Die Folge ist auch auf allen gängigen Podcast Plattformen zu finden:
“In Kolumbien steckt an jeder Ecke Geschäftspotenzial”, sagt Frank Spitzer, Gründer und CEO von Pelecanus, einem Reiseveranstalter, der tief in die authentische kolumbianische Kultur eintaucht. Spitzer lebt seit neun Jahren in Kolumbien und hat es sich zur Aufgabe gemacht, anderen die Schönheit und Vielfalt des Landes näher zu bringen und es als einzigartiges Reiseziel zu präsentieren.
Früher war Kolumbien von Drogenkriminalität geprägt, doch in den letzten Jahren hat sich das Land zu einer stabilen und prosperierenden Nation entwickelt. Diese Beobachtung und neue berufliche Ziele veranlassten Spitzer, sein Leben in der Schweiz hinter sich zu lassen und nach Kolumbien zu ziehen. Um den Markteintritt zu erleichtern und sein Netzwerk auszubauen, absolvierte er ein MBA-Studium an einer Universität in Bogotá. Seine Leidenschaft für das Land und die Erkenntnis des großen touristischen Potenzials führten ihn zur Gründung von Pelecanus. Trotz der Herausforderungen, die jeder unternehmerische Weg mit sich bringt, sieht Spitzer Kolumbien als ein Land mit enormem wirtschaftlichem Potenzial und Wachstumschancen.
Key Takeaways
Spitzer präsentiert Kolumbien als ein unglaublich vielfältiges und unvergessliches Land.
Dank stabiler ökonomischen Rahmenbedingungen und Wachstumsperspektiven hat sich Kolumbien in den letzten Jahren zur drittstärksten Wirtschaftsmacht Lateinamerikas entwickelt.
Spitzer identifiziert Kolumbien als attraktiven Standort für ausländische Unternehmer und Investoren.
Was macht Kolumbien so attraktiv?
Spitzer hat als Rucksacktourist bereits 70 Länder bereist, darunter auch Kolumbien. Kolumbien besuchte er erstmals 2011 und hat seitdem viele positive Entwicklungen beobachtet:
1. Sicherheitsentwicklung
Als Spitzer Kolumbien im Jahr 2011 als Rucksacktourist besuchte, war das Land von militärischen Kontrollpunkten und von politischer Instabilität geprägt. Doch trotz früherer Herausforderungen durch Drogenkriminalität, hat die neue Verfassung zu einer stabilen und aufwärtsgerichteten Entwicklung beigetragen. Als Spitzer nur 4 Jahre später zurückkehrte, war er beeindruckt von der positiven Veränderung der Sicherheitslage, der rasanten Entwicklung der Infrastruktur und der Möglichkeit, sicher und frei durch das Land zu reisen. Einige Regionen, wie die Grenzen zu Ecuador und Venezuela sowie die Pazifikküste, sollte man vielleicht nicht alleine bereisen, aber Städte wie Bogotá oder Cartagena sind heute absolut sicher.
2. Wirtschaftliches Potenzial
Die rasante Entwicklung der Sicherheitslage und die zunehmende politische und wirtschaftliche Stabilität machen Kolumbien zu einem attraktiven Ziel für Investoren. Als mittlerweile drittgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas ist Kolumbien heute ein attraktives Ziel für Investitionen und eine Heimat für diejenigen, die einen alternativen Lebensweg einschlagen wollen. Spitzer sieht an jeder Ecke Potenzial für Geschäftsmöglichkeiten.
Tourismus
Als Vielreisender erkannte Spitzer schnell das touristische Potenzial Kolumbiens und gründete Pelecanus, um authentische Reiseerlebnisse anzubieten. Kolumbien braucht noch mehr Hostels, Hotels Luxushotels, Reiseleiter und vieles mehr.
Landwirtschaft
Kolumbien ist ein sehr fruchtbares Land und ist reich an zahlreichen Rohstoffen wie Kaffee, Kakao, über 150 essbaren Früchten, Öl, Gold, und vielem mehr. Laut Spitzer könnte Kolumbien eines der reichsten Länder der Welt sein, aber durch den Export ohne Wertschöpfung geht viel Geld verloren. “Man verkauft den Kakao in die Schweiz, und die Schweizer werden mit der Schokolade reich”, sagt Spitzer.
Export
Dank unzähliger Freihandelsabkommen mit den USA, Mexiko und der EU gilt Kolumbien als attraktiver Handelspartner.
Unternehmen in Kolumbien
Unternehmensgründung:
Die Unternehmensgründung in Kolumbien ist einfach: Mit Hilfe eines Buchhalters wird das Unternehmen im Handelregister eingetragen und innerhalb einer Woche ist die Firma gegründet.
Mitarbeiter:
Um eine authentische kolumbianische Erfahrung zu präsentieren, arbeitet Spitzer als Gründer und CEO von Pelecanus ausschließlich mit lokalen Guides, die seinen Kunden das Land zeigen. Allerdings muss man wissen, dass die Unternehmenskultur in Kolumbien eine ganz andere ist als in Deutschland oder der Schweiz. Meistens bekommen die Mitarbeiter nicht einmal einen Arbeitsvertrag und können von einem auf den anderen Tag entlassen werden. Spitzer macht es anders, stellt nur Leute direkt nach der Uni ein, bildet sie aus und hat mittlerweile ein hervorragendes Team.
Interne Kommunikation:
Das Studium an der Universität in Bogotá zu studieren, erleichterte Spitzer den Markteintritt, indem er sein Netzwerk ausbaute und die Kultur und Sprache des Landes lernte. Auch die Kommunikation untereinander musste Spitzer erst lernen. Denn anders als in der Schweiz oder in Deutschland, wird in Kolumbien generell weniger Verantwortung übernommen und vieles schön geredet. Das sollte man unter anderem wissen und seine Mitarbeiter darauf aufmerksam machen, dass man aus einer anderen Kultur kommt und es bitte nicht persönlich nehmen soll.
Herausforderungen:
Etwas problematisch sind das Bankensystem und öffentliche Dienste, die im Allgemeinen Großunternehmer und Wohlhabende begünstigen. Die aktuelle links-liberale Politik sorgt jedoch für positive Veränderungen und unterstützt auch Kleinunternehmer.
Maßgeschneiderte Luxusreisen mit Pelecanus
Spitzer bietet maßgeschneiderte, hochwertige und authentische Reiseerlebnisse in Kolumbien an. Ob mit dem Auto quer durch Kolumbien oder Aktivitäten mit lokalen Guides, die Deutsch und Englisch sprechen - auf seiner Website und seinem Youtube-Kanal werden diese Reisen vorgestellt. Anschließend kann man sich mit Spitzer in Verbindung setzen und in einem persönlichen Gespräch die Wünsche und Vorstellungen besprechen.
Kontaktdaten
Frank Spitzer
E-mail: info@pelecanus.com.co
Telefon: +57 321 2146210
Youtube: @COLOMBIAFRANK
Website: https://pelecanus.com.co/de/
Weitere Informationen über Kolumbien und andere Auswanderungsländer finden Sie auf unseren Websites Wohnsitzausland, Auslandsunternehmen, Stmatthew, und auf Linkedin.
In Kolumbien leben und arbeiten - Ein Land im Aufbruch
Erfahren Sie von Alexander von Bila, warum Kolumbien trotz steuerlicher Herausforderungen ein attraktives Land zum Leben und Arbeiten ist. Entdecken Sie die unglaubliche Naturvielfalt, den weltberühmten Kaffee und die dynamische Wirtschaftsmacht Lateinamerikas.
Zu Gast: Alexander von Bila
Die Folge ist auch auf allen gängigen Podcast Plattformen zu finden:
An der Nordspitze Südamerikas liegt das wunderschöne Kolumbien. Umgeben vom Karibischen Meer, Regenwäldern und den Anden ist die Natur unglaublich vielfältig. Hier findet man sogar die größte Vogelvielfalt der Welt! Berühmt ist Kolumbien auch für seinen aromatischen Kaffee und die vielen Kaffeeplantagen. Die hochgelegene Hauptstadt Bogotá ist bekannt für ihre Musik- und kulinarischen Festivals sowie für einen der größten Karnevals Lateinamerikas. Und obwohl das Land auf den ersten Blick steuerlich weniger attraktiv erscheint, gibt es viele weitere Gründe, sich hier niederzulassen: Denn Kolumbien ist dank Freihandelsabkommen mit den USA, Mexiko und der EU nach Brasilien und Mexiko die drittgrößte Wirtschaftsmacht Lateinamerikas. Zudem ist man nur drei Flugstunden von Miami und fünf Flugstunden von New York entfernt und das Land bietet unzählige Geschäftsmöglichkeiten - ganz ohne Korruption. Drogenbarone gehören schon lange der Vergangenheit an.
Für unseren aktuellen Podcast haben wir den deutsch-kolumbianischen Rechtsanwalt und Vorstandsmitglied der Deutsch-Kolumbianischen Handelskammer Alexander von Bila eingeladen, der ein Experte für das Land ist und Unternehmen und Privatpersonen bei der Ansiedlung in Kolumbien unterstützt.
Kolumbien im Überblick
Landschaftliche und kulturelle Vielfalt
Kolumbien ist bekannt für seine atemberaubenden Landschaften, die von malerischen Stränden (mit kristallklarem Wasser zum Surfen, Tauchen und Schnorcheln!) über die Anden bis hin zum Amazonasbecken reichen. Hier findet man sogar die größte Vielfalt an Vogelarten der Welt! Es gibt auch verschiedene ethnische Gruppen, die ihre eigenen Traditionen und Bräuche haben. Touristen reisen vor allem nach Bogotá, Medellín und Cartagena: Die Hauptstadt Bogotá zieht viele Touristen in das Viertel Zona Rosa, das für seine Restaurants und Geschäfte bekannt ist. In der Stadt Cartagena an der Karibikküste kann man die koloniale Altstadt, eine Festung aus dem 16. Jahrhundert und die nahe gelegenen Korallenriffe besichtigen. Kurzum: Kolumbien ist ein Land voller Leben und Freude, das seine Besucher vor allem mit seiner einzigartigen Gastfreundschaft begeistert. Auf zahlreiche Musikfestivals, darunter einer der größten Karnevals in Lateinamerika, darf man sich auch freuen.
Vorteilhafte geografische Lage
Die Karibik (vor allem die Inseln Islas del Rosario und San Andrés) und der Pazifik sind von Kolumbien aus erreichbar, auch die USA sind in nur wenigen Flugstunden erreichbar.
Neu gewonnene Sicherheit
In den letzten 30 Jahren hat sich Kolumbien zu einem sicheren und attraktiven Reiseziel entwickelt. Städte wie Medellín, die früher als gefährlich galten, haben sich zu innovativen und sicheren Orten entwickelt und ziehen heute unzählige Hightech-Unternehmen an.
Deutsch-Kolumbianische Gemeinschaft
Natürlich ist es auch schön, Gleichgesinnte zu treffen: In Kolumbien gibt es vier deutsche Schulen, darunter die große Deutsche Schule in Bogotá mit rund 2000 Schülern. Obwohl Spanisch Amtssprache ist, gibt es Orte, an denen Deutsch gesprochen wird, das Goethe-Institut und die Deutsch-Kolumbianische Handelskammer, die ein wichtiger Treffpunkt für deutsch-kolumbianischen Beziehungen ist. Auch die evangelische und die katholische Kirche sind wichtige Institutionen, die zur deutsch-kolumbianischen Gemeinschaft beitragen.
Positiver Wandel und Sicherheit
Kolumbien hat in den letzten 30 Jahren positiv entwickelt. Obwohl es in der Vergangenheit Drogenkriege und bürgerkriegsähnliche Zustände gab und Drogenbosse wie Pablo Escobar herrschten, hat sich das Land heute zu einem sicheren und stabilen Lebensstandort entwickelt. Drogenhandel und -anbau sind im Süden des Landes zwar immer noch ein Problem, aber diese Gebiete lassen sich gut meiden. Kolumbien ist Mitglied der OECD und Kolumbianer können heute ohne Visum in den Schengen-Raum einreisen. Die positive Entwicklung des Landes ist den Bemühungen der Regierung zu verdanken, die den Friedensprozess vorantreibt. Auch die Deutsch-Kolumbianische Handelskammer und andere Organisationen haben dazu beigetragen, das Vertrauen in den Rechtsstaat zu stärken und die Zusammenarbeit zwischen den Ländern zu fördern.
Wirtschaftliches Wachstum
Das Bruttoinlandsprodukt lag 1990 bei ca. 250 Mrd. US-Dollar und ist bis 2023 auf fast 800 Mrd. US-Dollar angestiegen, bei einem erstaunlichen Wirtschaftswachstum von 7,5%. Kolumbien ist heute nach Brasilien und Mexiko die drittgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas. Einige Gründe: Eine neue Verfassung im Jahr 1991, eine von der Regerung unabhängige Zentralbank, eine Inflation von nur 3-3,5% und Freihandelsabkommen mit den USA, Mexiko und der EU. Medellín ist ein Vorzeigebeispiel für Stadtentwicklung und Innovation und ist heute ein wichtiger Standort für Hightech-Unternehmen.
Aufenthalt und Staatsbürgerschaft
Für Rentner ist es mit dem Rentner-Visum besonders einfach sich in Kolumbien niederzulassen, vor allem auch, weil man in Kolumbien als Ausländer zu 100% Eigentümer einer Immobilie (Wohnung, Finca, etc.) sein darf.
Eine weitere Möglichkeit, sich langfristig in Kolumbien aufzuhalten, ist durch das Geschäftsführervisum, bei dem man eine Gesellschaft mit einem Kapital von 25.000 Euro gründet.
Digitale Nomaden können mit dem Digital Nomad Visum in Kolumbien bleiben.
Früher gab es auch ein Investorenvisum und ein Selbstständigen-Visum, das heutzutage nicht mehr so einfach zu bekommen ist.
Interessant: In Kolumbien ist es möglich, nach nur einem Jahr Aufenthalt die kolumbianische Staatsbürgerschaft zu erhalten, wenn man bereits Staatsbürger eines karibischen Landes ist. Das kann vor allem für Personen interessant sein, die sich mit dem Thema Zweitpass beschäftigen.
Rechtliche Beratung in Kolumbien
Alexander von Bila und seine Kanzlei unterstützen Unternehmen und Privatpersonen insbesondere im Bereich des Wirtschaftsrechts. Das umfasst die Beratung zu Visa, Verträgen, Arbeitsverträgen, Mietverträgen, Kaufverträgen und anderen Rechtsangelegenheiten.
Kontaktdaten
Alexander von Bila
E-mail: vonbila@vonbilaw.com
Telefon : +57 (1) 6 29 19 04
Website: vonbilaw.com/de
Weitere Informationen über andere Auswanderungsländer finden Sie auf unseren Websites Wohnsitzausland, Auslandsunternehmen, Stmatthew, und auf Linkedin.
Whisky Investment: Das “flüssige Gold” als Geldanlage
Entdecken Sie Whisky als faszinierende Anlagealternative. Erfahren Sie von Peter Affenzeller, wie seltene Whiskys beeindruckende Preise erzielen und eine interessante Perspektive für Diversifikation und Wertsteigerung bieten.
Zu Gast: Peter Affenzeller
Die Folge ist auch auf allen gängigen Podcast Plattformen zu finden:
In der Welt der Vermögensanlage stehen Investoren verschiedenste Optionen zur Auswahl. Die Möglichkeiten reichen von traditionellen Anlageinstrumenten wie Aktien und Immobilien bis hin zu exotischeren Anlagen. Dazu zählen Kunst, Edelmetalle und Edelsteine, aber auch Whisky. Whisky hat sich in den vergangenen Jahren als faszinierende Anlagealternative entpuppt. Manche bezeichnen ihn sogar als flüssiges Gold, nicht zuletzt aufgrund der beeindruckenden Preise, die seltene Whiskys auf Auktionen erzielen. Die Investition in Whisky bietet somit eine interessante Perspektive für Diversifikation und Wertsteigerung.
Das globale Interesse an Whisky nimmt stetig zu, was sich in einem Marktvolumen widerspiegelt, das Analysten aktuell auf 84 Milliarden US-Dollar (2024) schätzen. Überraschender Marktführer ist dabei Indien mit einem Marktvolumen von 16 Milliarden US-Dollar, was auf neue, vielversprechende Märkte hindeutet. Experten wie Peter Affenzeller, Gründer der gleichnamigen Whiskybrennerei und Erlebniswelt in Österreich, tragen wesentlich zur internationalen Anerkennung des österreichischen Whiskys bei und beweisen, dass nicht nur schottischer Whisky als Wertanlage geschätzt wird.
Welche Möglichkeiten Whisky in Sachen Investment bietet und was Whisky als Wertanlage ausmacht, erklärt der Hersteller von preisgekröntem Qualitätswhisky Peter Affenzeller im Interview mit Perspektive Ausland.
Key Takeaways
Whisky wird als "flüssiges Gold" für die Vermögensdiversifikation und als lukrative Anlageform betrachtet.
Der globale Whiskymarkt expandiert und erreicht neue Höhen mit einem Volumen von 84 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024.
Österreichische Whiskys erhalten internationale Anerkennung und bieten eine wettbewerbsfähige Alternative zum schottischen Whisky.
Whisky als Geldanlage: Ist nur der schottische Whisky sein Geld wert?
Warum sich Whisky als Geldanlage lohnen kann, zeigt sich eindrucksvoll an einer einzigen Flasche. So erzielte ein 60 Jahre alter Macallan 1926 Single Malt im Jahr 2019 zum Beispiel einen Verkaufspreis von umgerechnet 1,7 Mio. Euro.
Für das Investment lohnen sich allerdings nur Qualitätsprodukte. Deren Potential erkannte Peter Affenzeller, dessen Brennerei sich im Mühlviertel in Oberösterreich und somit inmitten einer traumhaften Naturlandschaft befindet. Premium-Whisky stammt also schon längst nicht mehr nur aus Schottland, sondern aus der ganzen Welt. Die internationale Anerkennung des “Goldes des Mühlviertels” spiegelt sich beispielsweise in den Auszeichnungen wider, die Peter Affenzeller für seinen Whisky erhalten hat.
Die zwei möglichen Schreibweisen von Whisky (oder Whiskey) gehen übrigens auf die Iren zurück. Lange Zeit gab es ausschließlich die Schreibweise ohne “e”. Die irischen Destillerien entschieden sich dann aber für die Variante “Whiskey”, um sich von ihrer schottischen Konkurrenz abzugrenzen. Ihre neue Schreibweise exportierten sie dann auch nach Nordamerika.
Mit zunehmender Internationalisierung wird Whisky auch als Geldanlage immer attraktiver, denn der Markt wächst stetig und mit ihm steigt die Nachfrage nach Whisky als Investitionsgut. Obwohl Schottland als Ursprungsland des Whiskys anerkannt bleibt, zeigt sich bei Spitzenprodukten aus Ländern wie Österreich somit ein deutliches Potenzial für Anleger, die nach alternativen Anlageformen suchen.
Wie funktioniert das Investment in Whisky?
Wer sein Geld auf der Bank lagert, muss mit einem deutlichen Wertverlust rechnen, beispielsweise aufgrund von Negativzinsen und Inflation. Das Investment in Whisky trägt daher nicht nur zur Diversifikation des Vermögens bei. Es kann auch dem Wertverlust entgegensteuern. Dafür kommt es aber nicht nur auf die Qualität des Whiskys an, die sich unter anderem durch die Qualität des Getreides als Rohprodukt und das richtige Fass steuern lässt. Auch die Sicherheit des Investments muss gewährleistet sein.
Um diese garantieren zu können, hat Peter Affenzeller in seiner Destillerie einen eigenen “Whisky-Safe” installiert. Dabei handelt es sich um einen speziellen Keller, in dem die Fässer fachgerecht gelagert werden. Wer sich für ein Whisky-Investment entscheidet, kann damit sein Geld auch zielgerichtet anlegen. So ist es möglich, das entsprechende Fass für eine Auktion vorzusehen und damit Gewinne zu erzielen. Für Unternehmer interessant sind aber auch Optionen wie den Whisky in einigen Jahren als hochwertige Kundengeschenke abfüllen zu lassen.
Ein interessanter Aspekt ist zudem, dass das Whisky-Investment kein abstrakter Prozess bleiben muss. Vielmehr können Sie, angefangen bei der Destillation bis hin zur Fass-Übergabe, mit dabei sein und den Werdegang Ihres Fasses hautnah miterleben.
Für die Diversifizierung des Vermögens und den Vermögensschutz ist das Investment in Whisky also eine spannende Option, die sich nicht nur für Whisky-Liebhaber lohnt. Wer sich für österreichischen Whisky als Anlagegut entscheidet, setzt damit zudem auf einen Wachstumsmarkt, der international schon längst Anerkennung gefunden hat.
Kontaktdaten
Homepage: peter-affenzeller.at
E-Mail: office@peter-affenzeller.at
Telefon: +43 7235 70 444
Privatjet mieten für mehr Flexibilität und Komfort
Erfahren Sie von Philipp Schlüren, wie das Mieten eines Privatjets nicht nur Luxus, sondern vor allem enorme Zeitersparnis und Flexibilität bietet. Ideal für Geschäftsleute, digitale Nomaden und Vielreisende.
Zu Gast: Philipp Schlüren
Die Folge ist auch auf allen gängigen Podcast Plattformen zu finden:
Viele Menschen verbinden das Fliegen im Privatjet mit Luxus und Komfort. Einen Privatjet mieten ist allerdings nicht nur etwas für Stars und Sternchen, denn der Hauptvorteil ist tatsächlich die enorme Zeitersparnis. Hinzu kommt eine Flexibilität, wie sie Linienflüge nicht bieten können. Geschäftsleute, digitale Nomaden, Auswanderer und andere Vielreisende entdecken daher immer öfter das Mieten von Privatjets für sich.
Der Co-Gründer und CEO der Buchungsplattform JetApp Philipp Schlüren erklärt im Gespräch mit Perspektive Ausland, warum Flugreisende auf den Privatjet nicht mehr verzichten wollen, wenn sie das Fliegen im Privatflugzeug erst einmal für sich entdeckt haben.
Key-Takeaways:
Business-Jets sparen erheblich Zeit.
Sie genießen viel Flexibilität.
Sicherheit und modernste Ausstattung sind bei Business-Flügen standardmäßig gegeben.
Privatjets stellen eine Option dar, die weit über Luxus hinausgeht.
Privatjets sind ein modernes und sicheres Reisemittel.
Diese Vorteile hat das Reisen im Privatjet
Hartnäckig hält sich mitunter das Gerücht, nur Reiche und Superstars würden einen Privatjet mieten. Dabei sind es gerade Geschäftsleute, die beruflich viel unterwegs sind, die maximal von privaten Charterflügen profitieren. Diese bieten beispielsweise die folgenden Vorteile:
Zeitersparnis:
Statt wie bei einem Linienflug schon Stunden vorher am Flughafen eintreffen, müssen Sie lediglich zehn Minuten vor Abflug da sein, wenn Sie einen Privatjet mieten. Auch die Flugzeit an sich verkürzt sich mitunter erheblich, denn das Boarding geht deutlich schneller und es handelt sich um Direktflüge.Produktivität und qualitativer Zeitgewinn: Die Zeitersparnis beim Fliegen mit dem Privatflugzeug wirkt sich auch qualitativ auf die Arbeitszeit und das Privatleben aus. So haben Sie durch die eingesparten Stunden mehr Zeit, die Sie mit Ihrer Familie verbringen können. Reisen Sie geschäftlich, kommen Sie frisch und entspannt am Zielort an und können sich im Privatjet in Ruhe auf Ihren Geschäftstermin vorbereiten. Insgesamt erhalten Sie also einen deutlichen Gewinn an Lebensqualität.
Bequemlichkeit: Lange Warteschlangen am Flughafen gehören beim Reisen mit dem Privatjet der Vergangenheit an. Darüber hinaus haben Sie es im Innenraum deutlich komfortabler.
Haustiere dürfen mit: Beim Reisen im Privatjet müssen Haustiere nicht in den Frachtraum, sondern dürfen im Flieger selbst mitreisen. Selbst bei großen Hunden stellt dies kein Problem dar. Damit werden Privatjets schnell zum Reisemittel der ersten Wahl bei Tierliebhabern.
Flexibilität: Wenn Sie einen Privatjet mieten, reisen Sie zu einem von Ihnen selbst festgelegten Zeitraum. Doch nicht nur zeitlich haben Sie damit viel Gestaltungsfreiraum. Sie können auch Ziele anfliegen, die außerhalb der herkömmlichen Flugrouten vieler Linienflugzeuge liegen, da sie kompakter sind.
Privatsphäre: Im Privatflugzeug können Sie sich sicher sein, ungestört zu bleiben. Sie haben selbst Einfluss darauf, wer mit Ihnen mitfliegt und müssen sich den Platz nicht mit Fremden teilen.
Sicher reisen im Privatflugzeug
Flugzeuge gelten als das sicherste Verkehrsmittel. Aktuelle Statistiken der International Air Transport Association (IATA) belegen dies. Diesen zufolge ist das Fliegen im Jahr 2023 sogar noch sicherer geworden. So verbesserte sich die Gesamtunfallrate im europäischen Raum auf gerade einmal 0,48 Unfälle pro 1 Mio. (2022: 0,98 pro 1 Mio.).
Wie Philipp Schlüren erklärt, hat das Reisen im Privatjet gegenüber Linienflügen auch in puncto Sicherheit deutliche Vorteile. So liegt das Alter der über JetApp buchbaren Flugzeuge im Durchschnitt bei gerade einmal fünf Jahren. Im Vergleich hierzu sind die Flotten der Linienfluganbieter deutlich älter. Dort sind die Maschinen in der Regel 20 bis 40 Jahre alt.
Hinzu kommt, dass die Privat- und Businessjets nicht nur modern, sondern auch gut gewartet sind. Auch Familien profitieren in Sachen Sicherheit, denn eigene Kindersitze können Sie in der Regel im Privatflieger mitnehmen.
Einen Privatjet mieten bedeutet also keineswegs, sich einen maßlosen Luxus zu gönnen. Es bringt vielmehr eine effektive Zeitersparnis mit sich, die sich positiv auf das Privat- und Geschäftsleben auswirkt. Schon längst sind es nicht mehr nur Superreiche wie Elon Musk oder Taylor Swift, die auf Linienflüge verzichten. Zur Effektivität von privaten Charterflügen kommt der Sicherheitsaspekt hinzu. Diesen bringen nicht nur moderne Flugzeuge mit sich, sondern auch ein hohes Maß an Privatsphäre.
Kontaktdaten
Homepage: www.jetapp.de
E-Mail: booking@jetapp.de
Telefon: +49 (0) 711 650002
Vietnam: Hub für Hightech Unternehmen & Digitale Nomaden
Entdecken Sie, warum Vietnam ein aufstrebender Hotspot für Hightech-Unternehmen und digitale Nomaden ist. Lesen Sie unser exklusives Interview mit Wolfram Grünkorn und erfahren Sie mehr über die Chancen und Herausforderungen in diesem dynamischen Land.
Zu Gast: Wolfram Grünkorn
Die Folge ist auch auf allen gängigen Podcast Plattformen zu finden:
Intro:
Mit seiner faszinierenden Mischung aus pulsierenden Mega-Cities und unberührten Küstenlandschaften, ist Vietnam ein Land, das immer mehr Aufmerksamkeit auf sich zieht. Vor allem ausländische Unternehmen und digitale Nomaden haben Vietnams einzigartige Kombination aus kultureller Vielfalt, wirtschaftlicher Dynamik und dem rasant wachsenden High-Tech- und Start-up-Sektor für sich erkannt.
Vietnam punktet zudem mit einer modernen Kunstszene, Steuervorteilen, günstigen Lebenshaltungskosten und wirtschaftlichen Anreizen durch internationale Abkommen, die Teil der China-Plus-One-Strategie sind.
In unserem aktuellen Podcast sprechen wir mit dem Rechtsanwalt Wolfram Grünkorn, der 2009 seine Begeisterung für das südostasiatische Land entdeckte und 2012 eine Anwaltskanzlei in Ho Chinh Mi City übernahm. Heute unterstützt der langjährige Anwalt und Experte vor allem deutschsprachige Unternehmen bei der Unternehmensansiedlung und steuerlichen Fragen.
5 Gründe, die Vietnam zu einem attraktiven Standort machen
1. Vielfältige Kultur und Geschichte
Über 50 Ethnien leben in Vietnam friedlich zusammen, was zu einer enormen kulturellen Bereicherung beiträgt. Auch die Geschichte Vietnams ist äußerst interessant und hat etwas mit Deutschland gemeinsam: Beide Länder haben eine Teilung und eine Wiedervereinigung erlebt. Nord- und Südvietnam wurden nach dem Vietnamkrieg im Jahr 1976 endgültig wiedervereinigt. Basierend auf dem Vertrauensverhältnis, das zwischen der DDR und Vietnam bestand, entwickelten sich starke dimplomatische Beziehungen, die bis heute aktuell sind. Viele Vietnamesen kamen vor 1990 zum studieren nach Deutschland und auch Deutsche sind in Vietnam sehr willkommen. Deutschland ist außerdem Vietnams größter Handelspartner innerhalb der EU.
2. Aufstrebende moderne Kunstszene
Die moderne Kunstszene in Vietnam floriert und spiegelt nicht nur die traditionelle Kultur wider, sondern fördert auch neue kreative Dialoge, die immer mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Es gibt immer mehr Galerien und Veranstaltungen.
3. Wirtschaftliche Perspektiven
Wachsende IT-Branche
Vietnam etabliert sich als Hub für Hightech-Start-Ups und bietet hochqualifizierte IT-Fachkräfte. Immer mehr internationale Unternehmen siedeln ihre IT-Planungsabteilungen in Vietnam an, nicht nur wegen der niedrigen Kosten, sondern auch wegen des Mangels an Fachkräften in Europa. Immer mehr Unternehmen errichten auch Software- und Entwicklungszentren in Vietnam.China-Plus-One-Strategie: Attraktiv für Produktion
Die China-Plus-One-Strategie, die die Produktion außerhalb Chinas fördert, macht Vietnam für internationale Geschäfte besonders attraktiv.Zahlreiche Freihandelsabkommen
Vietnam hat zahlreiche Freihandelsabkommen unterzeichnet, die den Warenaustausch mit anderen Ländern erleichtern (Zollbefreiungen). Vietnam ist auch eines der wenigen Länder, das ein Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union hat.
4. Einzigartige Kaffeekultur
Vietnam gehört zu den größten Kaffeeproduzenten der Welt. Der vietnamesische Kaffee, der für seinen stark gerösteten und bitteren Geschmack bekannt ist, wird traditionell mit süßer Kondensmilch und Eis konsumiert. Der in Vietnam produzierter Kaffee ist auch ein wichtiger Exportartikel. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Kaffeekultur in Vietnam eine tiefgreifende Bedeutung hat und Teil einer breiteren wirtschaftlichen und kulturellen Landschaft ist, die sich durch Innovation und Vielfalt auszeichnet.
5. Städte und Natur
Von glitzernden Mega-Cities wie Ho-Chi-Minh-Stadt bis hin zu unberührten Stränden, bietet Vietnam unterschiedliche Lebensräume für alle Bedürfnisse.
Wie attraktiv ist Vietnam für Unternehmen?
Vietnam ist nicht nur für die ansässige Bevölkerung wirtschaftlich äußerst interessant, sondern auch ein attraktiver Standort für ausländische Unternehmer und Investoren.
Business- und Standortvorteile:
Freihandelsabkommen: Vietnam hat zahlreiche Freihandelsabkommen unterzeichnet, die günstige Bedingungen für die Produktion und den zollfreien Export in viele Länder der Welt ermöglichen, darunter Abkommen mit der Europäischen Union, Abkommen innerhalb der ASEAN-Region und weitere Abkommen mit verschiedeneninternationalen Partnern.
China-Plus-One-Strategie: Um die Risiken einer alleinigen Abhängigkeit von chinesischen Produktionsstätten zu minimieren, eröffnen Unternehmen aus aller Welt, zusätzliche Produktionsstätten in Vietnam.
Hightech-Bewegung: Vietnam ist ein neben den Nachbarländern Malaysia und Thailand ein Hub für Hightech-Startups.
Qualifizierte Fachkräfte: In Europa herrscht ein Mangel an qualifizierten Fachkräften, während Vietnam eine gute technische Ausbildung bietet.
Personalkosten: Die im Vergleich zu Europa niedrigeren Personalkosten sind ein wichtiger Faktor für Unternehmen.
IT- und Software-Entwicklungsunternehmen: Einige der weltweit größten Unternehmen haben ihre IT-Planungsabteilungen in Vietnam angesiedelt.
Bildungssystem: Das Bildungssystem in Vietnam ist vor allem in den Bereichen Naturwissenschaft und Technik erstklassig, allerdings gibt es Herausforderungen in der beruflichen Bildung.
Aufenthaltsgenehmigung, Visa für Vietnam
Um als Ausländer legal in Vietnam leben und arbeiten zu können, braucht man zunächst eine Arbeitserlaubnis. Dabei wird das Investitionsvorhaben geprüft und genehmigt, damit man ein Unternehmen (in der Regel eine GmbH) gründen kann. Anschließend kann man eine Aufenthaltserlaubnis beantragen, die ca. 2 Jahre gültig ist. Der gesamte Prozess dauert zwischen 5 und 6 Monaten und erfordert keine physische Answesenheit. Erst dann kann ein Bankkonto bei einer vietnamesischen Bank eröffnet werden.
Digital Nomaden in Vietnam, obwohl es kein Visum für Digitale Nomaden gibt?
Wer kein Unternehmen gründen, sondern als Freelancer oder Digitaler Nomade in Vietnam arbeiten und leben will, befindet sich in einer rechtlichen Grauzone. Auch wenn es nicht wirklich legal ist, gibt es dennoch viele Ausländer, die in Vietnam leben und online arbeiten, ohne sich um die legalen Bestimmungen zu kümmern. Das wird von der Regierung toleriert, aber wer wirklich wirtschaftlich in Vietnam arbeiten will, braucht eine Genehmigung und muss eine Firma gründen.
Das E-Visum ist einfach zu bekommen und 3 Monate gültig, dann kann man einen “Borderrun” machen und das Visum sofort verlängern lassen. Wer nur 45 Tage in Vietnam bleiben will, kann auch ohne Visum aus Deutschland einreisen.
Steuern in Vietnam
Vietnam bietet eine Reihe von steuerlichen Anreizen für Unternehmen, insbesondere für solche, die im Rahmen der China-Plus-One-Strategie ihre Produktion diversifizieren wollen. Aufgrund zahlreicher Freihandelsabkommen können Unternehmen, die in Vietnam produzieren, mit Zollbefreiungen in fast allen Ländern der Welt rechnen. Diese Aspekte machen das Geschäfts- und Steuerumfeld in Vietnam für ausländische Investoren attraktiv.
Wichtige steuerliche Aspekte für Unternehmen:
Körperschaftssteuer: 20% auf Gewinne und 5% auf Dividenden/Gewinnausschüttungen von Körperschaften, Unternehmen dürfen keine Gehälter von Körperschaften beziehen.
Möglichkeiten für ausländische Unternehmen: Wer nicht zu 100% an einer GmbH beteiligt ist, sondern z.B. nur 99% (oder einen anderen Anteil als 100%) hält, muss die Gewinnausschüttung mit 5% versteuern, wird in Deutschland nicht noch einmal besteuert und kann ein Gehalt beziehen, was steuerlich sehr günstig ist.
Wichtige steuerliche Aspekte für Privatpersonen:
Einkommensteuer: Die progressive Einkommenssteuer in Vietnam variiert je nach Höhe und Art des Einkommens und beträgt max. 35% für alle, die ihren steuerlichen Wohnsitz in Vietnam haben. Privatpersonen, die keinen Steuerwohnsitz in Vietnam haben, zahlen einen Pauschalsatz von 20% auf ihr Einkommen.
Mehr zum Leben in Vietnam und anderen Ländern erfahren Sie auf unserem Podcast Perspektive Ausland und unseren Websites Wohnsitzausland, Auslandsunternehmen, St Matthew, und LinkedIn.
Kontaktdaten
Homepage: lawyer-vietnam.com/de/
E-Mail: info@lawyer-vietnam.com
Telefon: +84 (0) 28 7302 5772
Reisen & Leben im Wohnmobil: Ideal für Digitale Nomaden
Entdecken Sie das Leben im Wohnmobil mit Nadine Wohlkönig und Vinzenz Eder. Erfahren Sie, ob Vanlife wirklich so viel Freiheit und Komfort bietet, wie es auf Social Media dargestellt wird.
Zu Gast: Nadine Wohlkönig und Vinzenz Eder
Die Folge ist auch auf allen gängigen Podcast Plattformen zu finden:
Auf Social Media und Blogs berichten Menschen über ihr Leben im Wohnmobil, dem sogenannten Vanlife. Wir fragen uns, ob dieser Lebensstil im Camper wirklich so viel Freiheit verspricht und so gemütlich ist, wie es auf den Fotos aussieht?
In unserem heutigen Podcast sprechen wir mit Nadine Wohlkönig und Vinzenz Eder von MyVanture, die seit fünf Jahren Wohnmobile zum Wohnen und Reisen vermieten. Die beiden Camper-Profis erzählen von den Freuden und Herausforderungen des mobilen Camper-Lebens und geben Tipps für alle, die eine kürzere oder längere Zeit im Wohnmobil verbringen möchten – sei es nur für ein Wochenende oder ein halbes Jahr.
Von minimalistisch bis zu luxuriös - bei MyVanture findet jeder seinen passenden Camper. Egal, ob Sie einen Kurzurlaub planen oder als Digitaler Nomader für einige Monate mobil aus der Ferne arbeiten möchten: Hier erhalten Sie, wie Sie sich auf bewusstes und unabhängiges Leben im Wohnmobil einstellen können.
Ist das Reisen / Leben im Wohnmobil etwas für mich?
Sie lieben Unabhängigkeit, Abwechslung und Abenteuer? Dann ist das Camper-Leben, ob kurz oder lang, genau das Richtige für Sie!
Die Campingbranche und insbesondere die Vermietung von Wohnmobilen hat in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung durchgemacht. Früher war Camping eine preisgünstige Urlaubsform, aber heute ist es für viele ein Lifestyle, bei dem Unabhängigkeit und Flexibilität im Vordergrund stehen. Die unterschiedlichsten Leute entscheiden sich für eine Reise oder sogar für ein Leben im Wohnmobil:
Rentner: Menschen, die Zeit haben und sich längere Reisen leisten können.
Digitale Nomaden: Junge Leute, die mit ihrem Laptop von überall aus arbeiten können.
Aussteiger: Menschen, die einen bewussten Lebensstil abseits des Alltags suchen.
Reisende: Alle, die sich einen abwechslungsreichen Urlaub wünschen.
Budget: Nicht mehr nur für den kleinen Geldbeutel! Mittlerweile gibt es Wohmobile mit toller Ausstattung bis in den Millionenbereich.
Ausstattung: Größere Modellauswahl, angepasst an die unterschiedlichsten Bedürfnisse.
Langzeitmiete: Angebot für Mieten über mehrere Monate bis zu einem halben Jahr. Natürlich kann man ein Wohnmobil auch kaufen.
Was sind die Vorteile vom Leben / Reisen im Wohnmobil?
Der Fokus liegt auf dem Genuss der Freiheit und der Möglichkeit, neue Orte zu entdecken und das Leben entschleunigt zu genießen.
Selbstbestimmung und Mobilität: Die Freiheit, den eigenen Standort zu wählen, ist ein wesentliches Motiv: Unabhängig von Hotels oder Airbnb kann man flexibel reisen, ohne eine feste Route zu haben. Wer sich für ein längeres Leben im Wohnmobil entscheidet, kann jederzeit den Standort wechseln, sei es, um Steuervorteile zu nutzen, günstigere Lebensbedingungen zu finden oder einfach dem Stadtleben zu entfliehen.
Abwechslung: Reisen im Wohnmobil richtet sich an alle, die bewusst einen Hotelurlaub gegen das Abenteuer im Camper eintauschen möchten. Mit strategischen Stopps wird es nie langweilig und man ist ständig im “Flow”.
Bewusstsein: Der Wunsch, dem stressigen Alltag zu entfliehen und bewusster zu leben.
Komfort: Das Interesse am komfortablen Reisen im Camper wächst und das Angebot passt sich an - es gibt eine große Auswahl an verschiedenen Wohnmobilen, die unglaublich gemütlich und sogar luxuriös sind!
Was muss ich wissen, wenn ich im Wohnmobil unterwegs bin?
Sei es ein Familienurlaub oder eine monatelange Reise mit dem Camper, man muss einiges im Voraus planen: Die Wahl des richtigen Fahrzeugs, die Reiseroute, Zwischenstopps und Campingplätze, usw. Fragen, die man sich stellen sollte, sind…
Wie lange werde ich unterwegs sein? Plane ich einen Wochenendausflug, einen mehrwöchigen Urlaub mit der Familie oder eine monatelange Reise im Camper?
Wie viel Platz und welche Ausstattung brauche ich? Will ich nur einen Schlafplatz oder ein kleines Eigenheim mit großem Wohnbereich und Bad für mich oder eine Familie? Es gibt die unterschiedlichsten Modelle, die individuellen Vorstellungen und Bedürfnissen angepasst werden können.
Wann plane ich zu verreisen? Je nach Wetter und Jahreszeit braucht man eine Heizung oder eine Klimaanlage. Tipp: Im Winter braucht man Frostschutz und sollte immer heizen, damit die Wasserleitungen nicht einfrieren. Hochsaison ist von Juni bis September, aber es gibt immer mehr Campingplätze in Skigebieten, die auch im Winter geöffnet sind.
Wie viel Strom brauche ich und will ich autark sein? Wer länger unterwegs ist und eine gute Stromversorgung braucht, sollte sich ein mobiles Solarpanel zulegen, das MyVanture auch anbietet. In einem sonnigen Land kann man damit fast 2 Wochen ohne zusätzliche Stromversorgung auskommen.
Welche Art von Internet brauche ich? Werde ich im Camper arbeiten und wie viele Personen kommen mit? Man sollte wissen, dass in einigen europäischen Ländern wie z.B. Montenegro oder Andorra kein EU-Roaming gilt, das Internet extra bezahlen muss und sich vorher darum kümmern sollte. Ob via Hotspots vom Smartphone oder über mobiles WLAN oder Satelliteninternet. Teilweise gibt es Tarife von 60 bis 100 Euro pro Monat.
Welches Fahrzeug darf ich mit meinem Führerschein fahren? Derzeit darf man in Europa mit dem klassischen B-Führerschein 3,5 Tonnen fahren, das Limit soll aber bald auf 4,2 Tonnen werden.
Welche Technik wird in meinem Camper angeboten? Sind die Marken europaweit vertreten, sodass ich keine Probleme habe, wenn etwas kaputt geht? MyVanture bietet nur Marken an, die in ganz Europa leicht austauschbar sind, just in case.
In welches Land oder in welche Länder will ich mit dem Camper reisen? Es ist wichtig, dass Sie sich über die individuellen Bestimmungen der Länder informieren, in die Sie reisen möchten. Denn die Gesetze können nicht nur von Land zu Land, sondern auch von Region zu Region unterschiedlich sein. In skandinavischen Ländern wie z.B. Schweden sind die Gesetze lockerer und man darf sein Wohnmobil überall abstellen und campen. In Österreich hingegen darf man nicht in der freien Natur campen, es gibt Grauzonen, wo man vielleicht 24 Stunden auf dem Parkplatz stehen darf, aber keinen Stuhl aufstellen darf. Besonders streng ist die Schweiz, wo man ausschließlich auf dem Campingplatz stehen darf. Camping Hotspots in Europa: Spanien, Portugal, Südfrankreich, Italien. MyVanture hat bereits Reisepläne und vorgefertigte Routen.
Welche Versicherungen benötige ich? Je nach Land sind unterschiedliche Versicherungen notwendig. In Albanien z.B. greift die Haftpflichtversicherung nicht und man braucht eine Zusatzversicherung. Deshalb sollte man sich unbedingt vor der Reise über die Rechtslage informieren. Es gibt hilfreiche Apps und in Österreich gibt auch der ÖAMTC Auskunft. MyVanture bietet auch Versicherungspakete an.
Kann man in manchen Ländern im Wohnmobil wohnen? Ich will auswandern und in einem Camper durch die Welt reisen, geht das? Sie können Ihren Wohnsitz bei Freunden oder Verwandten anmelden oder eine virtuelle Adresse oder ein Postfach mieten. In diesem Fall ist die Rechtslage in dem Land zu beachten, in dem das Wohnmobil angemeldet ist, sowie die Dauer der Aufenthalts im jeweiligen Land. Wir empfehlen einen Steuerberater zu konsultieren.
Wichtig: Eine Probefahrt mit dem Wohnmobil wird ans Herz gelegt!
Welches Wohnmobil ist das Richtige für mich?
Wer in einem Camper reist oder lebt, muss nicht auf Komfort verzichten. Vielmehr geht es darum, die eigenen Bedürfnisse zu erkennen und den Wohnraum entsprechend anzupassen. Moderne Camper bieten ein kleines Bad, Unterhaltungsmöglichkeiten und vieles mehr.
MyVanture bietet eine Auswahl von minimalistischen Modellen über familienfreundlichen Campervarianten bis hin zu luxuriösen Wohnmobilen mit umfangreicher Ausstattung.
Minimalistische Modelle: Ideal für Kurztrips und einfache Übernachtungen, z.B. VW California Beach.
Familien-Camper: Bieten mehr Platz und Komfort mit umfangreichem Entertainment-System für längere Aufenthalte, z.B. KUS Van Wave.
Mehr Modelle von MyVanture finden Sie hier.
Unterwegs mit MyVanture
MyVanture hat sich auf die Vermietung von Wohnmobilen in Deutschland, Österreich und Italien spezialisiert, um das Leben im Camper für jeden zugänglich zu machen und auf individuelle Reisepläne, ob kurz oder lang, abzustimmen. Ob nur für ein entspanntes Wochenende zu zweit, einen Abenteuerurlaub mit der Familie, oder eine längere Auszeit im Camper - MyVanture hat ein flexibles Angebot für Rentner, Digitale Nomaden, Abenteurer und Familien.
Kontaktdaten
Homepage: www.myvanture.com
E-Mail: https://www.myvanture.com/kontakt/
Telefon: +43 5 0173700
Serbien: Geheimtipp für Auswanderer auf dem Balken
Entdecken Sie Serbien als Geheimtipp für Auswanderer. Đorđe Jeftić zeigt die Schönheit der Donau, reizvolle Berge und die reiche Kultur und Geschichte dieses zentralbalkanischen Staates.
Zu Gast: Đorđe Jeftić
Die Folge ist auch auf allen gängigen Podcast Plattformen zu finden:
Die Schönheit der Donau, reizvolle Berge, eine interessante Kultur und Geschichte: Dies sind nur einige Vorteile, die Serbien Auswanderern bietet. Auch wenn das Land zum Auswandern recht unbekannt ist, sprechen noch einige weitere Aspekte für einen Wohnsitz in dem zentralbalkanischen Staat.
Unter anderem bietet Serbien steuerliche Vorteile, wie uns der serbische Rechtsanwalt Đorđe Jeftić erklärt. Er lebt und arbeitet in der Stadt Novi Sad, die zur ersten “Europäischen Kulturhauptstadt” außerhalb der EU wurde. Hier berät er unter anderem deutsche Auswanderer, die rechtlichen Beistand bei Angelegenheiten wie Firmengründung oder Immobilienkauf wünschen.
Key Takeaways
Serbien ist kulturell reich und geschäftlich reizvoll.
Das Land bietet günstige Lebenshaltungskosten.
Serbien bietet die Nähe zur EU, ohne Mitglied der Europäischen Union zu sein.
Günstige Steuern und vorteilhafte Bedingungen für die Firmengründung machen Serbien zu einem attraktiven Land für Unternehmer.
Eine gute Küche und ein freiheitlicher Lebensstil sind Aspekte, die das Leben in Serbien prägen.
Das Steuersystem in Serbien
Serbien hat ein progressives Einkommensteuersystem mit einem Freibetrag von 32.000 Euro pro Jahr. Ab diesem Jahreseinkommen beträgt der Einkommensteuersatz 10 % und steigt progressiv auf maximal 20 % an. Zudem liegen Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland, Österreich und der Schweiz vor, die eine doppelte Steuerlast vermeiden.
Die Unternehmenssteuer beträgt in Serbien aktuell 15 %. Allerdings gibt es für bestimmte Branchen Steuererleichterungen, die zu einer Senkung der Körperschaftsteuer auf bis zu 3 % führen können.
Die Kapitalertragsteuer ist auf 15 % festgelegt. Sie wird nicht nur auf Gewinne aus Aktien und dem Verkauf anderweitiger Anlagegüter erhoben, sondern gilt auch für das Krypto-Trading.
Visa, Aufenthalt und Arbeitserlaubnis in Serbien
Wenn Sie Interesse an einem Umzug nach Serbien haben, sei es aus privaten Gründen oder um Ihre geschäftlichen Tätigkeiten zu erweitern, benötigen Sie eine Aufenthaltsgenehmigung.
Grundsätzlich dürfen Sie sich als österreichischer, Schweizer oder deutscher Staatsbürger ohne Visum bis zu 90 Tage lang in Serbien aufhalten. Möchten Sie das Land also erst einmal näher kennenlernen, bevor Sie sich entscheiden, Ihren Wohnsitz dorthin zu verlegen, dürfen Sie bis zu drei Monate lang bleiben. Danach ist die Beantragung einer Aufenthaltsgenehmigung erforderlich. Zu dieser führen vorrangig diese Wege:
Arbeitserlaubnis: Gehen Sie ein Arbeitsverhältnis mit einem Unternehmen in Serbien ein, erhalten Sie eine Arbeitserlaubnis und mit dieser verbunden eine Aufenthaltsgenehmigung.
Unternehmensgründung: Sind Sie selbständig tätig oder gründen Sie ein Unternehmen in Serbien, können Sie sich ebenfalls um die Erteilung der Aufenthaltserlaubnis bewerben. Dabei ist die Firmengründung in Serbien schnell und einfach möglich. Eine GmbH beispielsweise können Sie innerhalb von nur fünf Tagen gründen. Das Mindeststammkapital beträgt dabei 1 Euro.
Immobilieninvestition: Eine weitere Möglichkeit zum Erwerb der Aufenthaltserlaubnis bietet die Immobilieninvestition. Kaufen Sie ein Haus oder eine Wohnung in Serbien, können Sie also auch die Aufenthaltsgenehmigung beantragen.
Ausgenommen von der Immobilieninvestition ist der Kauf von Ackerland, der für Ausländer nicht gestattet ist. Dies gilt allerdings nur für Privatpersonen. Ein in Serbien gegründetes Unternehmen ist zum Kauf von Ackerland berechtigt, was insbesondere auch im Sinne des Vermögensschutzes interessant ist.Familienzusammenführung: Unternehmer oder Angestellte, die eine Aufenthaltsgenehmigung für Serbien erhalten haben, können für ihre Familie im Sinne der Familienzusammenführung eine Aufenthaltserlaubnis beantragen.
Diese Vorteile bietet Serbien Unternehmern, Investoren und Privatleuten
Serbien ist ein Land, das Menschen in verschiedenen Lebenssituationen und mit verschiedenen Plänen Vorzüge bietet. Unternehmer können beispielsweise von der Nähe zur EU profitieren, denn Serbien ist, ebenso wie Montenegro, von Deutschland, Österreich und der Schweiz sogar mit dem Auto erreichbar. Serbien ist allerdings nicht Mitgliedstaat der EU, weshalb Sie deren recht strengen Regulierungen dort nicht unterliegen.
Interessante Chancen für Freiberufler
Besondere Vorteile bietet das Land zudem Freiberuflern. Bei einem Jahresverdienst von bis zu 50.000 Euro zahlen diese lediglich rund 250 Euro Steuern und Sozialabgaben. Vond er Buchhaltungspflicht sind sie befreit.
Angenehmer Lebensstil
Privatpersonen genießen in Serbien ebenso einen freiheitlichen Lebensstil und können sich in ihrer Freizeit vielfältig betätigen. Sei es das Skifahren oder Wandern in den Bergen, ein ausgedehnter Spaziergang in den Donauauen oder das Erkunden kultureller Reichtümer, wie sie die Stadt Novi Sad bietet - Serbien hat viel zu bieten. Zieht es Sie ans Meer? Dann sind Sie von Serbien aus aber auch innerhalb von recht kurzer Zeit in Montenegro und können hier die Freizeit am Strand genießen.
Spannende Investitionsmöglichkeiten
Interessant ist für Investoren darüber hinaus der Immobiliensektor in Serbien. Es handelt sich dabei um einen dynamischen Markt, der im Wachstum begriffen ist und aktuell noch ein großes und attraktives Angebot bereithält. Damit ist Serbien auch dann interessant, wenn Sie Ihr Vermögen durch Investitionen diversifizieren möchten oder im Rahmen des Vermögensschutzes in Immobilien außerhalb von Deutschland, Österreich und der Schweiz investieren möchten.
Auswandern bietet das Land, das Wein und Berge, Kultur und Natur, ein Gefühl von Freiheit und günstige Voraussetzungen für die Unternehmensgründung miteinander verbindet, also interessante Chancen.
Interessieren Sie sich nicht nur für das Auswandern in ein Land außerhalb der EU, sondern möchten Sie sich gern persönlich darüber informieren, wie Ihr Vermögensschutz aussehen kann? Dann werfen Sie auch einen Blick auf unsere Events und ergreifen Sie die Möglichkeit, sich bei einer Veranstaltung genauer zu informieren.
Kontaktdaten und Links:
Đorđe Jeftić
Webseite: www.jeftic.rs/de/
E-Mail-Adresse: office@jeftic.rs
Warum Vermögende in Kunst investieren sollten: Experten-Tipps
Erfahren Sie, wie Kunstinvestitionen helfen können, Ihr Vermögen vor Steuern, Inflation und niedrigen Zinsen zu schützen. Experten-Tipps von Nikolaus Leskovar zur Sicherung Ihres privaten Vermögens in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit.
Zu Gast: Nikolaus Leskovar
Die Folge ist auch auf allen gängigen Podcast Plattformen zu finden:
Der Schutz und die Sicherung des privaten Vermögens werden in der heutigen Zeit immer wichtiger: Steuern, Inflation und niedrige Zinsen stellen Risiken dar, die ohne aktive Gegenmaßnahmen zu einer Schrumpfung des Vermögens führen können. Hinzu kommen neue Gesetzesänderungen in der EU und speziell in Deutschland, die zusätzliche Lasten für Vermögensinhaber bedeuten könnten, etwa durch mögliche Vermögenssteuern, einen Lastenausgleich oder andere Abgaben.
Wir möchten Ihnen heute eine Vermögensdiversifikations- und Anlagestrategie vorstellen, die so vielversprechend ist, wie kaum keine andere: Kunstinvestments. Wir freuen uns, in unserem aktuellen Podcast den leidenschaftlichen Kunstsammler, -händler und -experten Nikolaus Leskovar aus Wien als Gast begrüßen zu dürfen, der mit seinem Unternehmen Leskovar Fine Art seit Jahrzehnten mit den größten Künstlern und Kunstwerken der Welt arbeitet und bereits Werke von Pablo Picasso, Roy Lichtenstein, Andy Warhol, Jean-Michel Basquiat und vielen andern erfolgreich vermittelt hat. Seine Begeisterung für die Kunst ist, zu seiner eigenen Überraschung, auch eine einmalige Investmentmöglichkeit geworden und Leskovar nutzt seine Expertise, um Interessenten nicht nur in Sachen Kunst, sondern auch hinsichtlich einer ausgewogenen Anlagestrategie zu beraten und zu unterstützen, die nicht nur eine monetäre Rendite verspricht, sondern auch eine persönliche Bereicherung darstellen kann.
Für diejenigen, die mehr über Vermögensschutz erfahren möchten, bieten wir auf unserer Website perspektiveausland.com Informationsveranstaltungen an. Dort können Sie auch Experten persönlich treffen und sich austauschen. Nikolaus Leskovar wird im April dieses Jahres bei unserem Event in London mit dabei sein!
Key Takeaways
Vermögensschutz ist angesichts neuer Steuergesetze und wirtschaftlicher Unsicherheiten wichtiger denn je.
Kunst ist eine der besten Investitionsmöglichkeiten, da die Diversifikation durch Investitionen in Kunst eine innovative Strategie zur Vermögenssicherung bietet.
Interessieren Sie sich dafür in Kunst zu investieren? Nikolaus Leskovar teilt sein Expertenwissen und arbeitet gerne mit Ihnen zusammen!
Was macht Kunst zu einem so sicheren Investment?
Kunst verliert nie an Bedeutung
Kunst ist der älteste von Menschen geschaffene Sachwert und verliert laut dem Experten Nikolaus Leskovar nie an Bedeutung. Für den Spezialisten für Pop Art, Modern Art, und Contemporary Art (Andy Warhol ist sein Lieblingskünstler) stellt auch Künstliche Intelligenz (KI) keine Bedrohung dar. Denn Leskovar arbeitet ausschließlich mit den bedeutendsten Kunstwerken und Künstlern der Welt, die eine Wertsteigerung garantieren: Keith Haring, Marc Chagall, Pablo Picasso, Andy Warhol, Jean-Michel Basquiat, Roy Lichtenstein, Marc Quinn – die Liste ist lang und KI kann den Stellenwert dieser großen Meister niemals ersetzen. Dank seiner jahrzehntelangen Erfahrung und seiner weltweiten Kontakte, garantiert Leskovar, dass es sich ausschließlich um authentische Kunstwerke handelt.Garantierte Werststeigerung mit Vervielfachungsmöglichkeit
Ursprünglich hatte Leskovar gar nicht vor, seine Kunstsammlung als alternative Form der Vermögenssicherung zu nutzen. Doch durch die hohe Nachfrage von Kunstliebhabern ergab sich automatisch eine garantierte Wertsteigerung, die überraschenderweise oft sogar mit einer Vervielfachung des Wertes einherging, wie sie bei keiner anderen Anlagen zu beobachten ist.Mobile Vermögensanlage
Kunst ist eine mobile Vermögensanlage, die auch für Menschen im Ausland oder Auswanderer durchaus interessant ist.
Neben seiner Begeisterung und seinem Fachwissen bietet Leskovar Investoren nun auch die Möglichkeit, gemeinsam mit ihm in die Welt der Kunst einzutauchen und so eine alternative Form der Vermögenssicherung zu erkunden.
Wie kann ich mit Nikolaus Leskovar zusammenarbeiten?
Nikolaus Leskovar hat durch seine jahrzehntelange Erfahrung im internationalen Kunsthandel ein exklusives Netzwerk von hochprofessionellen Partnern aufgebaut und bereits mehrere tausend Kunstwerke erfolgreich vermittelt und dabei mehrere Millionen umgesetzt. Da er aber nur mit weltweit bekannten Künstlern zusammenarbeitet, sollten Sie mit einem Mindestinvestment von 150.000 Euro rechnen, damit es überhaupt Sinn macht in Kunstinvestments einzusteigen.
Wenn Sie daran interessiert sind, mit Nikolaus Leskovar zusammenzuarbeiten, läuft das in etwa so ab:
Zunächst können Sie telefonisch oder per E-Mail in Kontakt treten und man trifft sich entweder in seiner Heimat oder im schönen Wien zum Essen. Dabei werden Sie beraten und es wird ein Plan besprochen.
Im nächsten Schritt präsentiert Ihnen Nikolaus Leskovar je nach Budget entsprechend Kunstwerke (Einzelstücke), die er entweder bereits im Lager hat oder schlägt Ihnen die Beteiligung an großen Werken vor, die gerade verfügbar sind. Auf seiner Website sind zwar einige, aber nicht alle Kunstwerke zu finden: Denn Nikolaus Leskovar betreut auch viele institutionelle Investoren und darf deren Kunstwerke aufgrund der Verschwiegenheitspflicht nicht aus seinem kontrollierbaren Bereich herausgeben, d.h. nicht offiziell bewerben. Deshalb findet man manche Werke, mit denen er handelt, auch nicht im Internet, sondern nur offmarket, kann sie sich aber im persönlichen Gespräch zeigen lassen.
Ein persönliches Gespräch mit Leskovar ist daher unerlässlich. Der Kunstexperte empfiehlt außerdem, nur mit einem guten Gefühl in Kunst zu investieren. Seine Tipps dazu finden Sie weiter unten.
Leskovar bietet nur Kunstwerke an, die “worldwide recognition” haben, d.h. die weltweit anerkannt sind und eine stetige Wertsteigerung garantieren. Kein Kunstwerk, mit dem Nikolaus Leskovar je gehandelt hat, hat an Wert verloren, die Wertsteigerung ist also garantiert, die Wertvermehrung eine positive Überraschung.
Haben Sie sich für ein Kunstwerk entschieden, in das Sie investieren möchten, begleitet Sie Nikolaus Leskovar nicht nur beim Kauf, sondern begleitet Sie von Anfang an bis zum Ende (Wiederverkauf) und steht Ihnen mit fachkundigem Rat zur Seite.
Wichtig zu wissen ist, dass die Haltedauer eines Kunstwerkes mindestens 2 Jahre beträgt.
Während dieser Zeit können Sie das Kunstwerk entweder bei sich zu Hause oder in einem Kunstlager aufbewahren.
Die Wertsteigerung der Kunstwerke findet auch weiterhin im Kunstlager oder bei Ihnen zu Hause statt, da die Kunstwerke bereits von Bedeutung sind und oft eine weltweite Nachfrage besteht. Um die Wertsteigerung weiter zu erhöhen, bietet Nikolaus Leskovar auch Ausstellungen auf internationalen Kunstmessen in Seoul, Basel, oder Miami an, wo sich Kunstsammler und Kunstliebhaber aus der ganzen Welt treffen. Aber wie gesagt, manchmal ist das Kunstwerk erst nach 2 Jahren überhaupt zum Verkauf verfügbar und Interessenten müssen sich für den Kauf registrieren lassen, was die Nachfrage zusätzlich erhöht.
Sollten Sie während der Zeit, in der Sie das Kunstwerk besitzen, ins Ausland verreisen, steht Ihnen Nikolaus Leskovar auch bei diesem Prozess zur Seite.
Auch beim Wiederverkauf steht Ihnen Nikolaus Leskovar ebenso zur Seite.
Welche Kunden investieren in Kunst?
Wir haben uns gefragt, welche Kunden Nikolaus Leskovar bei ihrem Kunstinvestment begleitet. Sind es Kunstliebhaber oder auch um Menschen, die sich noch nie mit Kunst beschäftigt haben?
Nikolaus Leskovar bestätigt, dass die meisten seiner Kunden Kunstliebhaber sind, was aber nicht bedeutet, dass er nicht auch Kunden betreut, die in erster Linie an einem mobilen Vermögen interessiert sind.
Aber da sein Herz für die Kunst schlägt, empfiehlt er, in Kunst zu investieren, um sich an ihr zu erfreuen und sie nicht nur als Vermögenswert zu betrachten. Seine Kunden sind, wie bereits erwähnt, Kunstliebhaber, die ihn kennenlernen und mit denen sich oft auch Freundschaften entwickeln. Mittlerweile betreut er Familien aus drei Generationen.
Tipps für Anleger, die in Kunst investieren wollen
Nikolaus Leskovar gibt folgende Tipps:
Kaufen Sie Kunst, die Sie anspricht, die Ihnen gefällt und die Sie vielleicht auch zu Hause aufhängen möchten – denn Kunst sollte seiner Meinung nach nicht nur eine Investition, sondern auch eine emotionale Rendite sein.
Ganz wichtig ist es auch, nur mit einem Kunstexperten zusammenzuarbeiten, der über jahrelange Erfahrung und Erfolge nachweisen kann, dass er bereits hohe Gewinne erzielt hat und der Sie (ganz wichtig) langfristig bis zum und beim Wiederverkauf begleiten kann.
Denken Sie daran, sich vor jeder Investition genau zu informieren und sich mit Experten auf dem Gebiet auszutauschen. Wenn Sie sich für Kunst als Investition interessieren und auf der Suche nach weiteren Informationen und Veranstaltungen sind, lohnt sich ein Blick auf relevante Online-Plattformen und Events in diesem Bereich (siehe unsere Event-Seite).
Kontaktdaten und Links:
Nikolaus Leskovar
Website: leskovarfineart.at
Kontakt: https://leskovarfineart.at/kontakt/
Auswandern nach Andorra - Steuerparadies mit hoher Lebensqualität
Entdecken Sie Andorra als Steuerparadies mit hoher Lebensqualität. Erfahren Sie von Patrick Mueller, warum das Fürstentum in den Pyrenäen mit niedrigen Steuern und attraktiven Regelungen ein idealer Standort für Unternehmer und Auswanderer ist.
Zu Gast: Patrick Mueller
Die Folge ist auch auf allen gängigen Podcast Plattformen zu finden:
In der Welt der kleinen Staaten nimmt Andorra eine besondere Position ein. Gelegen in den Pyrenäen, mag es zwar geografisch begrenzt sein, verfügt aber über große steuerliche Vorteile für Unternehmer, Freiberufler und jene, die ihren Wohnsitz verlagern wollen. Eine niedrige Mehrwertsteuer von bis zu maximal 4,5% und andere attraktive steuerliche Regelungen machen das Fürstentum zu einem interessanten Standort für Unternehmer und zu einem begehrten Ziel für Auswanderer.
Die Beliebtheit von Andorra ist in den vergangenen zwei bis drei Jahren deutlich gestiegen, wie der Rechtsanwalt Patrick Mueller, der bereits seit über zwölf Jahren in Andorra wohnt und Mandanten bei der Wohnsitzverlagerung in das Land unterstützt, erklärt. Dabei spielen nicht nur steuerliche Anreize eine Rolle. Je nach Lebenssituation und persönlichen Prioritäten spielen für viele Auswanderer auch die hohe Sicherheit, die ausgezeichneten Lebensbedingungen und die Entscheidung Andorras, nicht EU-Land zu werden, eine große Rolle.
Key Takeaways
Andorra bietet steuerliche Anreize mit niedriger Mehrwertsteuer.
Neuerungen verstärkten die Attraktivität für Wohnsitzverlagerungen.
Ein anstehendes Referendum entscheidet über einen Assoziierungsvertrag mit der EU, Andorra wird jedoch kein EU-Mitglied.
Andorra - der größte der sechs Zwergstaaten in Europa
Auf der Landkarte wirkt Andorra winzig, doch es ist der größte der sechs europäischen Zwergstaaten. Eingebettet in den Pyrenäen, zwischen Frankreich und Spanien gelegen, bietet Andorra die Nähe zu vielen weiteren europäischen Ländern, ohne selbst EU-Mitglied zu sein. Gleichwohl ist der Euro gesetzliche Währung, was den Zahlungsverkehr vereinfacht.
Künftig soll in Andorra darüber hinaus über einen Assoziierungsvertrag mit der EU entschieden werden. Während die Verhandlungen mit der EU diesbezüglich bereits seit zwei Jahren laufen, ist ein entsprechendes Referendum für Anfang 2025 geplant. Die Zustimmung der Bevölkerung zum Assoziierungsvertrag gilt allerdings als gering und derzeit scheint eine Ablehnung im Rahmen des Referendums als wahrscheinlich.
Der Assoziierungsvertrag sieht keineswegs den Beitritt Andorras zur EU vor, sondern vielmehr die Akzeptanz bestimmter Regeln der EU mit klaren Grenzen seitens Andorras. Zu den Abdeckungen zählen unter anderem:
EZB-Anbindung: Das Bankensystem erhält Zugang zur EZB.
Zollunion: Der Ausbau der Zollunion wird fortgesetzt.
Roaming: Binnen zwei Jahren sollen Roaming-Gebühren abgeschafft werden
Immigration und Einwanderung: Andorra behält das Recht auf Anwendung bestimmter Quoten.
Niederlassungsfreiheit: Hier gibt es weiterhin gewisse Beschränkungen.
Mit Abschluss des Assoziierungsvertrages würde Andorra also kein EU-Mitglied werden und die Einzigartigkeit des Landes bleibt auch im Fall einer positiven Entscheidung beim geplanten Referendum gewahrt.
Steuerliche Vorzüge als Wohnsitz oder Unternehmenssitz
Ein Pluspunkt in Andorra ist für Auswanderer nach wie vor das attraktive Steuersystem. Dahingehend haben sich die Rahmenbedingungen innerhalb der vergangenen zwei Jahre nur wenig geändert, wie Steuerfachanwalt Patrick Müller betont.
Geringe Mehrwertsteuer und günstige Unternehmens- und Einkommenssteuern
Allein schon die Mehrwertsteuersätze in dem Land sind beeindruckend niedrig. Hier finden Sie einen regulären Mehrwertsteuersatz von 4,5%. Darüber hinaus gilt auf bestimmte Produkte und Dienstleistungen, beispielsweise im Gesundheitssektor, ein gesenkter Steuersatz von nur 1%.
Die Unternehmensbesteuerung liegt bei einer Höhe von maximal 10 %. Dies ist auch das Maximum für die Einkommensbesteuerung. Für diese gelten darüber hinaus die folgenden Grenzen:
Einkommen in Höhe von bis zu 24.000 Euro pro Jahr gelten als Freibetrag und werden nicht besteuert.
Für 24.000 Euro bis 40.000 Euro jährlich fallen Steuern in Höhe von 5 % an.
Einkommen ab 40.000 Euro wird mit 10 % besteuert.
Darüber hinaus sind Doppelbesteuerungsabkommen mit zahlreichen Ländern vorhanden und ihre Anzahl wächst stetig. Aktuell verfügt Andorra über 16 Doppelbesteuerungsabkommen, wobei Deutschland sich noch nicht darunter befindet.
Im Bereich der Immobilienveräußerung wurden Anpassungen vorgenommen. Beim Verkauf von Immobilien greift jetzt ein Koeffizient, der es Ihnen ermöglicht, Gewinne noch interessanter zu gestalten. Dies stellt eine positive Entwicklung dar, die Ihre Entscheidung für den Immobilienmarkt in Andorra beeinflussen könnte.
Wohnsitzverlagerung nach Andorra
In den vergangenen Jahren hat es einen deutlichen Anstieg an neuen Residenten in Andorra gegeben, bedingt durch die Pandemie und die wachsende Bekanntheit des Landes als Wohnsitz.
Wer sich hier niederlassen möchte, hat verschiedene Möglichkeiten hinsichtlich einer Aufenthaltsgenehmigung.
Unternehmensgründung in Andorra
Ein Weg zur sogenannten “aktiven Residenz” führt über eine Firmengründung in Andorra. Hierbei gab es in der jüngeren Vergangenheit eine Änderung. Früher war in diesem Fall eine Kaution in Höhe von 15.000 Euro fällig. Dieser Betrag wurde auf nunmehr 50.000 Euro angehoben.
Weitere Voraussetzung für den Erhalt der Aufenthaltsgenehmigung im Fall einer Unternehmensgründung ist, dass der Resident mindestens 35 % am betreffenden Unternehmen hält. Darüber hinaus werden Beiträge zur Sozialversicherung in Höhe von derzeit 502 Euro fällig. Abgedeckt ist damit unter anderem die Krankenversicherung.
Unerlässlich für die Residenz ist der physische Aufenthalt in Andorra an über 183 Tagen im Jahr. Dieser wird von der Einwanderungsbehörde streng geprüft. Daher eignet sich Andorra nur für Auswanderer, die tatsächlich ihren Lebensmittelpunkt dorthin verlagern möchten.
Investition in Andorra
Eine weitere Möglichkeit, die Residenz in Andorra zu erhalten, bietet eine Investition. Auch diesbezüglich gab es in der jüngsten Vergangenheit Änderungen. So beträgt die Mindestsumme, die hierfür erforderlich ist, nunmehr 600.000 Euro (vormals 400.000 Euro).
Sie haben dabei die Wahl, ob Sie in Ihr eigenes Portfolio investieren oder sich für lokale Anlagen entscheiden.
Hohe Sicherheit und Lebensqualität
Nicht nur für Unternehmer und Investoren ist Andorra ein Land, das Vorzüge bietet. Besonders gut ist es auch für Familien geeignet. Zu den Vorteilen, die Auswanderer hier vorfinden, gehören:
eine hohe Sicherheit,
ein ausgezeichnetes Bildungssystem mit andorranische, internationalen, spanische, englischen und britischen Schulen,
eine gute Gesundheitsversorgung mit Anbindung an das Krankenversorgungssystem in Frankreich und Spanien,
vielfältige Sport- und Freizeitangebote.
Dies sind nur einige der Aspekte, die Auswanderer nach Andorra locken und das Land für Menschen in verschiedenen Lebenssituationen attraktiv machen.
Bunker und Schutzräume: Zunehmendes Interesse in Deutschland
Erfahren Sie, warum Bunker und Schutzräume in Deutschland immer beliebter werden. Im exklusiven Interview spricht Experte Mario Piejde über die steigende Nachfrage und aktuelle Trends.
Zu Gast: Mario Piejde
Die Folge ist auch auf allen gängigen Podcast Plattformen zu finden:
In den letzten Jahren hat das Interesse an Bunkern und Schutzräumen in Deutschland sowohl im privaten als auch im öffentlichen Bereich stark zugenommen.
Nach der Besetzung der Krim im Jahr 2014 und vor allem seit Beginn des Russland-Ukraine-Kriegs steigt die Nachfrage nach Bunkern und Schutzräumen in Deutschland, aber auch in vielen anderen Ländern stetig an. Dabei geht es nicht nur um Schutzbauten für Millionäre oder wohlhabende Menschen, sondern auch um einfache Bürger und Familien, die ihre eigenen Schutzräume in ihre Wohnungen und Häusern integrieren wollen.
Dennoch stehen viele Menschen dem Bau von Bunkern und Schutzräumen skeptisch gegenüber. Geht es hier um Panikmache vor einem dritten Weltkrieg oder wozu braucht man einen Bunker oder Schutzraum? Und wie sieht so ein Schutzraum / Bunker überhaupt aus? Was kostet so ein Schutzraum / Bunker und wo baut man den überhaupt hin?
In unserem aktuellen Podcast diskutieren wir, was hinter dem zunehmenden Interesse am Bunker- und Schutzraumbau steckt und versuchen alle Fragen rund um das Thema mit einem Experten auf diesem Gebiet zu beantworten: Mario Piejde von BSSD – Bunker-Schutzraum-Systeme-Deutschland.
Key Takeaways
Das Interesse an Bunkern und Schutzräumen ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen.
Die Gründe, warum sich immer mehr Menschen für den Bau eines Bunkers oder Schutzraumes entscheiden, sind vielfältig.
Die Einstellungen und Ansichten zum Bunkerbau unterscheiden sich zwischen Deutschland und anderen Ländern wie der Schweiz.
Schutzbauten sind nicht nur für Millionäre, sondern auch für den durchschnittlichen Häuslebauer.
Mit einer Vielzahl von Optionen am Markt gibt es heute Lösungen für jedes Budget und jeden Bedarf.
Wachsendes Bewusstsein in der deutschen Bevölkerung
Im Vergleich zur Schweiz und vielen anderen Ländern, wo Schutzräume und Bunker zum Alltag gehören und in vielen Kellern solche Schutzräume zu finden sind, die jährlich getestet und gewartet werden, ist das Bewusstsein in Deutschland weniger ausgeprägt.
Seit der Besetzung der Krim im Jahr 2014 und insbesondere seit dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine ist das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Schutzräumen auch in Deutschland stark gestiegen. Diese Entwicklung ist nicht verwunderlich, da viele Menschen in Europa besorgt sind, sich nach mehr Sicherheit sehnen und nach Möglichkeiten suchen, um sich und ihre Familien zu schützen.
Laut dem Bunker- und Schutzraumexperten Mario Piejde gab es in den ersten Wochen nach Ausbruch des Ukraine-Russland Kriegs, einen enormen Ansturm auf Firmen, die Bunker und Schutzräume anbieten.
Bunkerbau als Antwort auf Krisen - Was sind die Gründe?
Das steigende Interesse an privaten Schutzräumen zeigt, dass sich immer mehr Menschen mit dem Thema Sicherheit auseinandersetzen und sich auf mögliche Krisen vorbereiten wollen - eine Entwicklung, die sowohl bei kleinen als auch bei großen Immobilienbesitzern zu beobachten ist. Tatsächlich sind viele der Meinung, dass es an der Zeit ist, sich um einen Schutzraum zu kümmern, anstatt einen Pool zu bauen oder ähnliche Ausgaben zu tätigen.
Gründe für diesen Bewusstseinswandel in der europäischen Bevölkerung sind
Krieg: Der Russland-Ukraine-Krieg aber auch der Krieg zwischen Israel und Palästina beunruhigen die Bevölkerung. Auch im Internet finden sich immer wieder Prognosen über einen bevorstehenden 3. Weltkrieg.
Energiekrise / Blackout: Durch die Digitalisierung und den enormen Anstieg des Stromverbrauchs besteht mehrmals täglich die Gefahr eines Blackouts. Manche bereiten sich lieber darauf vor und haben einen Schutzraum mit Notstrom, wo man Nahrungsmittel und Wasser bunkert und sich vor Plünderern schützen kann. Mehr zum Thema Blackout finden Sie hier.
Nuklearkatastrophe: Auch wenn Politiker und manche Experten sagen, dass Atomkraftwerke sicher sind, hat es schon Explosionen gegeben und wenn ein Atomkraftwek explodiert, kann man sich in einen atomsicheren Schutzraum begeben.
Steigende Kriminalität: Inflation, Energiekrise, Migration etc. werden von der europäischen Bevölkerung als große Probleme wahrgenommen, was sich auch in einer steigenden Kriminalität in Deutschland widerspiegelt.
Wer interessiert sich für Schutzräume und Bunker?
Die meisten Menschen denken vielleicht, dass sich nur Millionäre oder wohlhabende Bürger einen Schutzraum oder Bunker leisten können. Doch die Realität sieht jedoch anders aus: Mittlerweile interessieren sich Menschen aus allen Gesellschaftsschichten für solche Vorsorgemaßnahmen. Mario Piejde bestätigt, dass die Mehrheit der Kunden ganz normale Durchschnittsbürger sind, die verschiedene Berufe ausüben und ein Eigenheim besitzen.
Die Hauptkunden kommen aus ländlichen Gegenden und haben ein Einfamilienhaus, das sie mit einem Schutzraum oder Bunker ausstatten wollen, während die Kunden mit Eigentumswohnungen in der Stadt eher nach Panikräumen und speziellen Türen zum Schutz vor Einbrüchen suchen.
Interessant: Mario Piejde betont, dass sich anfangs vor allem Männer in Sicherheitsberufen für Bunker und Schutzräumen interessierten, jetzt aber auch immer mehr Frauen nach Bunkern und Schutzräumen fragen. Das Sicherheitsbewusstsein in der Familie hat sich also stark verändert.
Was kostet ein Bunker oder Schutzraum?
Die Kosten für einen Bunker oder Schutzraum hängen von der Größe und der Ausstattung ab und können bei einem höheren Budget auch höher ausfallen.
Der klassische Durchschnittskunde entscheidet sich für die Integration eines Schutzraumes während der Planungs- und Bauphase eines Neubaus oder einer Kellersanierung, was oft kostengünstiger ist als ein nachträglicher Einbau. Preise ab 30.000 bis 40.000 € sind hier üblich, wobei es natürlich auch günstigere Varianten gibt.
Mittlerweile entscheiden sich bei Neubauten ca. 5-10% der zukünftigen Hausbesitzer dafür, bereits beim Bau des Kellers einen Schutzraum zu integrieren.
Ausstattung: Wie kann man sich einen Bunker oder Schutzraum vorstellen?
Klassisch stellt man sich einen Bunker mit Betonwänden, Trockentoilette, Notbetten, und Wasservorräten vor. Es gibt jedoch Schutzräume und Bunker mit den unterschiedlichsten Konzepten. Die Größe und Ausstattung des Bunkers hängt natürlich von den finanziellen Möglichkeiten des Kunden ab.
Es gibt einfache Räume von 20m2 bis 60m2 mit Toilette und Vorratsraum bis hin zu großen Bunkern mit mehreren Räumen wie Schlafzimmer, Wohnzimmer und Bad. Moderne private Bunker können z.B. auch eine kleine Bibliothek und sogar ein Aquarium beherbergen. Für diejenigen, die ihre Vierbeiner mit in den Schutzraum nehmen möchten, gibt es auch Hundetoiletten. Es wird auch empfohlen nicht nur für Nahrungsmittel, Schutzwesten usw. zu sorgen, sondern auch für Unterhaltungsmöglichkeiten wie Brettspiele. Es gibt noch viele andere Aspekte wie Farbpsychologie, virtuelle Fenster, Tageslichtlampen, Überwachungsdrohnen usw., die berücksichtigt werden können. Man muss sich das wie eine Eigentumswohnung unter der Erde vorstellen.
Es gibt aber auch Bunker und Schutzräume, die nicht under der Erde sind, sondern aus Panzerstahl im Garten stehen. Solche Stahlbauten können sogar Raketenangriffen standhalten und gelten dann schon als militärischer Schutz.
Bei Interesse bietet BSSD Defence einen Fragenkatalog für Kunden an, um einige Dinge im Vorfeld zu klären.
Ein Beratungsgespräch mit Mario Piejde und seinem Team findet in der Regel zunächst per Telefon oder Zoom statt.
Kontaktdaten
Mario Piejde
BSSD Defence
Telefon: 030.206.493.96
Email: info@bunker-bssd.de
Website: www.bunker-bssd.de / www.bssdfence.de
Malta - Sonne, Strand und günstige Steuern
Erfahren Sie, warum Malta ein attraktives Steuerziel in der EU ist. Sabrina Sauerborn erklärt die steuerlichen Anreize der Insel, die sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen profitieren lassen. Entdecken Sie die kulturellen Highlights und die günstigen Steuern in Malta.
Zu Gast: Sabrina Sauerborn
Die Folge ist auch auf allen gängigen Podcast Plattformen zu finden:
Malta präsentiert sich als ein bemerkenswert attraktives Steuerziel innerhalb der Europäischen Union - eine Tatsache, die in beruflichen Beratungen und auf Veranstaltungen immer wieder zur Sprache kommt. Als einer der kleinsten EU-Staaten und ehemalige britische Kolonie bietet die Insel mit ihrer halben Million Einwohner nicht nur kulturell interessante Nuancen. Malta ist auch bekannt für die steuerlichen Anreize, die das Land sowohl für Unternehmen als auch für Privatpersonen bietet.
Die Insel erscheint auf den ersten Blick vielleicht zu klein oder übersättigt, die Gepflogenheiten zu traditionell. Eine genauere Betrachtung offenbart jedoch zahlreiche Vorteile, wie Malta-Auswanderin Sabrina Sauerborn erörtert, die seit über einem Jahrzehnt auf Malta lebt. Sie erklärt, warum das Inselleben so ansprechend sein kann und welche steuerlichen Möglichkeiten es gibt.
Key Takeaways
Malta bietet sowohl für Unternehmen als auch für Privatpersonen steuerliche Anreize.
Der Non-Dom-Status ermöglicht eine optimierte Besteuerung persönlicher Einkünfte in Malta.
Die Insel kombiniert kulturelles Erbe mit vorteilhaften Wohnsitz-Regelungen.
Familienfreundlichkeit, ein internationales Flair und ein angenehmes Klima machen Malta zum Ziel für Auswanderer aller Coleur.
Die Steuervorteile auf Malta
Malta, als einer der kleinsten Mitgliedstaaten der Europäischen Union, bietet aufgrund seiner steuerlichen Rahmenbedingungen viele Anreize. Dies gilt für Unternehmer, aber auch für Privatpersonen.
Die Unternehmensbesteuerung
Obwohl die offizielle Unternehmenssteuer mit 35% als die höchste in der EU erscheint, ermöglicht das maltesische Steuersystem eine Rückzahlung für Gesellschafter, die den effektiven Steuersatz auf 5% reduzieren kann.
Unternehmensbesteuerung im Überblick:
Offiziell: 35% Unternehmenssteuer
Effektiv: Möglichkeit auf 5% durch Steuerrückerstattung
Im Vergleich mit anderen Ländern zeigt sich, wie günstig diese Besteuerung für Unternehmer ist. Selbst das als steuergünstig geltende Ungarn liegt bei 9 %, in Zypern betragen die Unternehmenssteuern 12,5 %. Dies macht Malta zu dem Land mit dem niedrigsten effektiven Körperschaftsteuersatz in der Europäischen Union.
Malta und der Non-Dom-Status
Die persönliche Besteuerung in Malta bietet ebenfalls Vorteile durch den sogenannten Non-Dom-Status. Dies bedeutet, dass nur jene ausländischen Einkünfte besteuert werden, die nach Malta überwiesen werden. Vorteile ergeben sich daraus für Privatpersonen und Unternehmer gleichermaßen. Eine gut strukturierte Firmenkonstellation, bestehend aus einer operativen maltesischen Firma, einer maltesischen Holding und einer zusätzlichen Holding im Ausland, erlaubt es, den Großteil des Gewinns steuerlich optimiert zu transferieren.
Gewinnverteilung durch Firmenstruktur
Operative Gesellschaft zahlt 5% auf den Gewinn
95% des Gewinns können steuerfrei ins Ausland überwiesen werden
Zum Verständnis: Angenommen, Ihr Unternehmen erwirtschaftet 100.000 Euro Gewinn, so würden zunächst 35.000 Euro an Steuern in Malta anfallen. Nach der Rückerstattung fließen jedoch 95.000 Euro Gewinn steuerfrei durch die Holding-Gesellschaft, was eine effektive Belastung von nur 5.000 Euro oder 5% bedeutet.
Non-Dom-Status für persönliche Besteuerung
Besteuert werden nur in Malta eingeführte ausländische Einkünfte
Malta bietet damit eine einzigartige steuerliche Perspektive innerhalb der EU, die attraktiv für Unternehmen und Einzelpersonen sein kann, die nach einer steuerkonformen und effizienten Lösung suchen. Auch für digitale Nomaden stellt Malta eine attraktive Basis dar, um rechtlich konform und steuergünstig innerhalb der EU zu leben und zu arbeiten.
Anforderungen an den steuerlichen Wohnsitz
Die Nutzung des maltesischen Steuersystems erfordert keine festgelegte Mindestaufenthaltsdauer auf der Insel, um als steueransässig zu gelten. Voraussetzung ist allerdings, dass Sie eine Wohnung besitzen, die langfristig angemietet ist und als Ihr Hauptwohnsitz dient. Eine lediglich temporär angemietete Wohnung ist also nicht geeignet, um in Malta den Steuerwohnsitz zu begründen.
Einen gesetzlich festgelegten Mindestaufenthalt gibt es nicht, um steuerrechtlich als ansässig zu gelten. Wichtig ist, dass Sie auf Malta einen Hauptwohnsitz haben, der dauerhaft genutzt wird und als Zentrum Ihrer Lebensinteressen dient. Wichtig zu beachten ist, dass sogenannte Compliance-Wohnsitze nicht den regulatorischen Anforderungen entsprechen. Echte Präsenz und Lebensmittelpunkt müssen nachweisbar in Malta sein, um von den steuerlichen Vorteilen profitieren zu können.
Das Leben auf Malta
Malta ist nicht nur aufgrund der steuerlichen Vorteile ein beliebtes Ziel für Auswanderer. Das Land bietet auch zahlreiche weitere Anreize. So besticht es beispielsweise durch kurze Wege, Sonne satt, wunderschöne Strände und ein internationales Umfeld. Familien mit Kindern treffen darüber hinaus auf eine kinderfreundliche Bevölkerung und eine entsprechende Infrastruktur sowie ein gutes Angebot an privaten und öffentlichen Schulen und Kinderbetreuungsmöglichkeiten.
Keyfacts zum Leben auf Malta:
Malta bietet eine spannende Kombination aus modernem Wohnraum und traditionellen maltesischen Häusern.
Trotz der britischen Kolonialgeschichte ist die Inselkultur traditionell geprägt. Das macht sich beispielsweise in den zahlreichen Festen bemerkbar.
Die Insel bietet eine sehr internationale Gemeinschaft.
Flüge nach Deutschland, Österreich oder in die Schweiz sind kurz und der Flughafen auf Malta von überall aus in kurzer Zeit erreichbar - ideal für den Familienbesuch und für Unternehmer, die geschäftlich in die alte Heimat reisen wollen.
Mitunter kann die Insel von hohem Verkehrsaufkommen betroffen sein.
Nach Malta oder Zypern auswandern?
Als Insel innerhalb der EU ist neben Malta auch Zypern für viele Auswanderer interessant. Damit Sie sich ein Bild von den Unterschieden und jeweiligen Vorzügen machen können, hier ein kurzer Vergleich:
Standortvorteile von Malta:
Größe und Infrastruktur: Als eine der kleinsten EU-Mitgliedsstaaten bietet Malta eine kompakte Umgebung mit kurzen Wegen. Die Insel hat eine reiche Kultur und Geschichte, geprägt von der britischen Kolonialzeit.
Wirtschaftliche Anreize: Malta wird oft als steuerlich vorteilhaftes Land innerhalb der EU hervorgehoben. Es beeindruckt durch einen niedrigen effektiven Unternehmenssteuersatz von nur 5% nach Steuerrückerstattungen.
Steuerliche Vorteile: Für die persönliche Besteuerung genießen Sie mit Malta als Non-Dom-Land den Vorteil, nur Einkünfte zu versteuern, die nach Malta überwiesen werden – eine attraktive Regelung für internationale Geschäftsstrukturen.
Wirtschaftlicher Standort Zypern:
Neben Malta ist auch Zypern für seine steuerlichen Vorteile bekannt. Mit einer Körperschaftsteuer von 12,5% liegt diese höher als in Malta, bleibt aber innerhalb der EU im vorteilhaften Bereich.
Eine Besonderheit Zyperns ist die Regelung für persönliche Steueransässigkeit, die nach einem Mindestaufenthalt von 60 Tagen im Jahr greift und somit attraktive Steuervergünstigungen bietet.
Beide Standorte präsentieren sich als konkurrenzfähige Optionen für Ihr Unternehmen und Ihr persönliches Finanzmanagement innerhalb der EU. Sie bieten jeweils unterschiedliche Vor- und Nachteile. Welches Wohnsitzland für Sie persönlich attraktiver ist, ist abhängig von Ihren individuellen Bedürfnissen und Umständen.
Malta schafft im Fazit ein Gleichgewicht zwischen fiskalischen Anreizen und einem ansprechenden Umfeld für Unternehmer und Privatpersonen, die eine Verlagerung ins Ausland in Betracht ziehen.
Beachten Sie, dass bei der Wahl eines Wohnsitzes für steuerliche Zwecke die Umstände individuell unterschiedlich sind und eine eingehende Beratung zur Vermeidung von steuerrechtlichen Problemen insbesondere in anderen Jurisdiktionen notwendig ist.
Kontakt
Sabrina Sauerborn
Website: www.malta1.de
Email: hello@stmcorporate.group
In Namibia leben - ein ziemlich deutsches Land in Afrika
Entdecken Sie, warum Namibia ein attraktives Ziel für Auswanderer und Investoren ist. Erfahren Sie mehr über die politische Stabilität, niedrige Kriminalitätsrate und deutschen Kulturverbindungen. Lesen Sie unser Interview mit Ulrich Etzold.
Zu Gast: Ulrich Etzold
Die Folge ist auch auf allen gängigen Podcast Plattformen zu finden:
Namibia bietet viele Besonderheiten, die es zu einem attraktiven Ziel für Auswanderer, Investoren und Selbstständige machen. Dazu gehören die politische Stabilität, eine niedrige Kriminalitätsrate und ein angenehmes Klima. Auch die kulturellen Verbindungen zu Deutschland tragen dazu bei, dass sich deutschsprachige Einwanderer schnell heimisch fühlen können: Es gibt eine deutsche Community mit rund 20.000 Muttersprachlern, deutsche Schulen, Bäckereien und Tageszeitungen - sogar das Bier wird nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut!
Günstige Lebenshaltungskosten und steuerliche Vorteile, wie das Quellenstteuerprinzip, keine Kapitalertrag-, Schenkungs- und Vermögenssteuern, sowie das Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland, machen Namibia auch aus finanzieller Sicht auch interessant.
In unserem aktuellen Podcast sprechen wir mit dem deutsch-namibischen Wirtschaftsanwalt Ulrich Etzold, der in Namibia geboren und in seiner Kanzlei in der Hauptstadt Windhoek arbeitet.
Key Takeaways
Namibia punktet mit politischer Stabilität, niedriger Kriminalität und einem angenehmen Klima.
Deutsche Kultur, Sprache und Infrastruktur erleichtern deutschsprachigen Einwanderern das Einleben.
Steuerliche Anreize und günstige Lebenshaltungskosten für Unternehmer und Selbstständige machen Namibia zu einem attraktiven Geschäfts- und Wohnsitz.
Nach Namibia auswandern: Interessante Aspekte für Einwanderer
Niedrige Lebenshaltungskosten
Die Lebenshaltungskosten in Namibia sind generell niedrig, was sich positiv auf die allgemeine Lebensqualität auswirkt. Beispielsweise sind Mieten und Preise für alltägliche Dinge wie Restaurantbesuche oder Bierkonsum auffallend günstig.Angenehmes Klima
Namibia ist eines der größten und trockensten Länder in Afrika südlich der Sahara. Das Klima ist im Allgemeinen heiß und trocken mit spärlichen und unregelmäßigen Niederschlägen, was das Wetter für viele attraktiver macht als in europäischen Ländern.Deutsche Einflüsse:
Kulturgut:
Die historischen Verbindungen zwischen Deutschland und Namibia spiegeln sich in den deutschen Ortsnamen und im kulturellen Erbe des Landes wider. Im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika finden sich deutsche Ortsnamen wie Schuckmannsburg und Steinhausen. Vor allem in der Hauptstadt Windhoek gibt es viele deutsche Kolonialgebäude, deutsche Schulen, Bäckereien und deutsche Tageszeitungen. Weitere interessante Städte für Deutsche sind die Küstenstädte Swakopmund und Walvis Bay oder Tsumeb, eine Stadt im Norden.Community: Es leben ca. 20.000 deutschstämmigen Einwanderer in Namibia.
Sprache: Die Landessprache in Namibia ist zwar Englisch, aber viele sprechen auch Deutsch, das im Bildungswesen und in der Wirtschaft verwendet wird.
Gute Infrastruktur
Das Internet und die Stromversorgung in Namibia sind sehr gut ausgebaut, so dass man sich keine Gedanken machen muss.Sicherheit
Namibia gilt als ein politisch stabiles Land in Afrika und eines der sichersten afrikanischen Länder. Laut Global Peace Index 2023 ist Namibia sogar sicherer als Länder wie Frankreich oder die USA.Gesundheit
Der Standard der Krankenhäuser ist fast mit dem europäischen vergleichbar, da viele Ärzte in Südafrika ausgebildet werden. Auch die Wartezeiten sind kurz, in der Regel bekommt man innerhalb weniger Tage einen Arzttermin.Bildung
Es gibt die Deutsche Höhere Privatschule Windhoek (DHPS), die auch von Deutschland subventioniert und anerkannt wird. Daneben gibt es auch mehrere internationale Schulen, die weltweit anerkannt sind.
Aufenthaltserlaubnis in Namibia durch Immobilienkauf
Touristenvisum: Als deutscher Staatsbürger darf man sich bis zu 90 Tage in Namibia aufhalten.
Langzeit-Arbeitsvisum: Wer in Namibia arbeitet und ein Projekt hat oder ein Unternehmen gründet, kann 2 Jahre und auch länger in Namibia bleiben, wenn man die ursprüngliche Tätigkeit beibehält und einen Businessplan vorlegt. Wer vorhat, auch namibische Arbeitskräfte einzustellen: Das durchschnittliche Bruttojahreseinkommen in Namibia liegt bei ca. 4.220 Euro (2021).
Digital Nomad Visa: Seit der Covid-Pandemie gibt es das Digital Nomad Visa, das bis zu 6 Monate gültig ist. Man kann es online beantragen und muss nur nachweisen können, dass man über die nötigen finanziellen Mittel verfügt.
Rentner-Visum: Um einen permantenten Aufenthalt als Rentner zu erhalten, muss man a) ein Gesundheitszeugnis, b) eine Krankenversicherung, c) seine finanzielle Unabhängigkeit nachweisen und d) eine Investition tätigen durch z.B. eine Immobilie.
Investorenvisum: Durch den Erwerb einer Immobilie im Wert von ca. 3-4 Millionen Namibia Dollar (das sind zwischen 150.000 und 200.000 Euro) erhält man die Daueraufenthaltsgenehmigung in Namibia. Die Übertragungssteuer bzw. die Grunderwerbssteuer liegt bei etwa 8%.
Die Staatsbürgerschaft kann nach 10 Jahren Aufenthalt oder durch Heirat erworben werden.
Unternehmensgründung in Namibia
Um in Namibia ein Unternehmen zu gründen, muss man das Unternehmen zunächst bei der Business and Intellectual Property Authority (BIPA) registrieren. Dies kann online oder auch bei einer Kanzlei erfolgen. Innerhalb von 3 Wochen ist ein Unternehmen gegründet. Danach kann auch ein Firmenkonto eröffnet werden. Im Gegensatz zu Südafrika ist es mit dem Bankensystem in Namibia kein Problem, weltweite Überweisungen zu tätigen.
Private Company
Die meisten gründen eine Private Company (vergleichbar mit einer deutschen GmbH), für die im Gegensatz zu Deutschland, kein Mindestkapital erforderlich ist. Die Anzahl der Gesellschafter liegt bei ca. 50 und die Haftung ist beschränkt.Public Company
Die Public Company ist vergleichbar mit einer deutschen AG und eignet sich für alle, die ein großes Unternehmen gründen wollen, wie z.B. den Bau einer Miene.Kleinunternehmen
Sehr praktisch und auch beliebt. Der Vorteil: keine kostspieligen Jahresbilanzen und einfache Gründung.
Die Körperschaftssteuer in Namibia beträgt 32% für alle Unternehmen, die nicht im Mining-Bereich tätig sind, ist aber nur auf Gewinne zu zahlen, die in Namibia erwirtschaftet wurden. Ausländische Einkünfte sind in Namibia steuerfrei.
Steuervorteile in Namibia
Bestimmte Steuerarten gibt es nicht: In Namibia gibt es keine Kapitalertragsteuer, keine Schenkungssteuer und keine Vermögenssteuer.
Doppelbesteuerungsabkommen: Zwischen Namibia und Deutschland besteht ein Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung. Das bedeutet, dass Einkünfte nur in einem der beiden Länder versteuert werden müssen. Dieses Abkommen gilt sowohl für natürliche als auch für juristische Personen (Unternehmen).
Quellensteuerprinzip: Einkünfte aus nicht-namibischen Quellen sind steuerfrei, was Namibia für ausländische Selbständige/Freiberufler, Unternehmer, Investoren und digitale Nomaden attraktiv macht.
Mehr Informationen zu Namibia und anderen Ländern finden Sie auch auf unseren Websites Wohnsitzausland, Auslandsunternehmen, Stmatthew und Linkedin.
Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne für ein Beratungsgespräch zur Verfügung.
Kontaktdaten: Interviewpartner
Ulrich Etzold
office@edlaw.com.na
Etzold-Duvenhage, Zivil- und Wirtschaftskanzlei
Wege zu Zweitpass und zweiter Staatsangehörigkeit
Erfahren Sie im Podcast mit Ivan de Nuzzo, wie eine zweite Staatsbürgerschaft Ihre Mobilität, Sicherheit und unternehmerischen Möglichkeiten verbessern kann. Entdecken Sie die Vorteile und wichtigen Aspekte eines Zweitpasses.
Zu Gast: Ivan de Nuzzo
Die Folge ist auch auf allen gängigen Podcast Plattformen zu finden:
Eine zweite Staatsbürgerschaft kann Ihnen zahlreiche Vorteile wie mehr Mobilität, Sicherheit und unternehmerische Möglichkeiten bieten. Sie kann sowohl für Unternehmer als auch für Privatpersonen interessant sein, die ihre Lebensqualität, Investitionsmöglichkeiten und ihren steuerlichen Status optimieren möchten. Um alle Aspekte hinsichtlich einer zweiten Staatsbürgerschaft zu beleuchten, diskutieren wir im neuen Podcast die Bedeutung und Vorteile eines Zweitpasses sowie die verschiedenen Aspekte, die Sie bei der Entscheidung für dafür oder dagegen berücksichtigen sollten.
Unser Fokus liegt dabei auf den unterschiedlichen Wegen zum Erwerb eines Zweitpasses, insbesondere durch Investitionen sowie auf den aktuellen Markt- und Nachfragetrends. Des Weiteren werden rechtliche und steuerliche Konsequenzen erörtert, um Ihnen eine fundierte Entscheidung zu ermöglichen.
Key Takeaways
Der Erwerb einer zweiten Staatsbürgerschaft bietet viele Vorteile, wie zum Beispiel eine erhöhte Mobilität, Sicherheit und unternehmerische Chancen.
Eine Vielzahl von Wegen und Investitionsmöglichkeiten stehen zur Verfügung, um einen Zweitpass zu erlangen.
Es ist wichtig, die rechtlichen und steuerlichen Konsequenzen einer doppelten Staatsbürgerschaft sorgfältig abzuwägen.
Bedeutung einer zweiten Staatsbürgerschaft
Eine zweite Staatsbürgerschaft kann Ihnen zahlreiche Vorteile bieten. Hier sind einige Hauptgründe, warum eine zweite Staatsbürgerschaft für Sie interessant sein könnte:
Mehr Freiheit und Sicherheit: Eine zweite Staatsbürgerschaft kann Ihnen zusätzliche Reisefreiheit bieten, indem sie visafreien Zugang zu mehr Ländern ermöglicht. Zudem kann eine zusätzliche Staatsbürgerschaft als Sicherheitsnetz dienen, falls politische oder wirtschaftliche Entwicklungen in Ihrem Heimatland Sie dazu veranlassen, auszuwandern.
Steuerliche Vorteile: Abhängig von den jeweiligen Ländern und Ihrer persönlichen Situation kann eine zweite Staatsbürgerschaft steuerliche Vorteile bieten. Sie kann Ihnen die Möglichkeit geben, Ihre Steuerlast zu minimieren oder Ihren Geschäfts- und Wohnsitz in ein steuergünstiges Land zu verlegen. Diesbezüglich sollten Sie sich vorab allerdings von einem Steuerexperten beraten lassen.
Internationale Geschäftsmöglichkeiten: Eine zweite Staatsbürgerschaft kann den Zugang zu neuen Märkten und Investitionsmöglichkeiten eröffnen.
Investitionsmöglichkeiten: Ein zweiter Pass kann Ihnen den Zugang zu neuen Investitionsmöglichkeiten eröffnen, die Ihnen sonst möglicherweise nicht zur Verfügung stehen. Dies kann insbesondere in aufstrebenden Märkten wertvoll sein, in denen ausländische Investoren eingeschränkt sind.
Rechtliche Aspekte: Der Erwerb einer zweiten Staatsbürgerschaft durch Investition kann rechtliche Vorteile bieten, beispielsweise bei der Vereinfachung von Geschäftsverfahren oder der Erlangung von Aufenthaltsgenehmigungen.
Es gibt verschiedene Wege, um eine zweite Staatsbürgerschaft zu erlangen, wie zum Beispiel durch Wohnsitznahme und das Erfüllen von bestimmten Voraussetzungen, oder durch Investitionen in einem Land. Die notwendigen Investitionen können je nach gewähltem Programm variieren und beginnen häufig bei etwa 100.000 US-Dollar.
Das Erlangen einer zweiten Staatsbürgerschaft kann ein komplexer, aber lohnenswerter Prozess sein. Es ist wichtig, die verschiedenen Optionen sorgfältig abzuwägen und sich professionelle Beratung einzuholen, um die bestmögliche Entscheidung für Ihre individuellen Bedürfnisse und Ziele zu treffen. Um sämtliche rechtlichen und steuerlichen Aspekte abzuklären, können Sie sowohl einen Steuerexperten als auch einen Experten für die jeweiligen Staatsbürgerschafts-Programme zu Rate ziehen.
Zielgruppe für die zweite Staatsbürgerschaft
Die zweite Staatsbürgerschaft kann für verschiedene Personen interessant sein. Die folgenden Zielgruppen können von einer zweiten Staatsbürgerschaft profitieren:
Unternehmer und Freiberufler: Diese Gruppe kann von steuerlichen Vorteilen und günstigeren Geschäftsbedingungen in einem anderen Land profitieren.
Vermögende Privatiers: Eine zweite Staatsbürgerschaft kann Ihnen zusätzliche Freiheit und Sicherheit bieten, indem sie Ihren Lebensstil diversifizieren und Ihr Vermögen schützen.
Renommierte Persönlichkeiten: Diese Personen könnten ihre ursprüngliche Staatsbürgerschaft abgeben, um von einer zweiten Staatsbürgerschaft mehr Freiheit und Unabhängigkeit zu erlangen.
Menschen auf der Suche nach mehr Lebensqualität: Sie könnten an einer zweiten Staatsbürgerschaft interessiert sein, um ein besseres Leben, mehr Freiheit und weniger bürokratische Hindernisse zu genießen.
Es gibt verschiedene Wege, eine zweite Staatsbürgerschaft zu erlangen. Hier sind einige Möglichkeiten:
Aufenthalt im Gastland: Einige Länder bieten die Möglichkeit, eine Staatsbürgerschaft durch langfristigen Aufenthalt und Erfüllung von Voraussetzungen wie Spracherwerb und Steuerzahlungen zu erlangen.
Investition in das Gastland: In einigen Fällen kann man eine zweite Staatsbürgerschaft durch eine bestimmte Investition erwerben, z.B. durch den Kauf von Immobilien oder die Gründung eines Unternehmens.
Beachten Sie, dass die Anschaffung einer zweiten Staatsbürgerschaft steuerliche, rechtliche und administrative Konsequenzen haben kann, die zuvor sorgfältig geprüft werden müssen. Mit einer professionellen Beratung stellen Sie sicher, dass Sie alle Voraussetzungen und Bedingungen erfüllen und die beste Entscheidung für Ihre individuellen Bedürfnisse und Ziele treffen.
So gelangen Sie zum Zweitpass
Ein zweiter Pass kann Ihnen mehr Freiheit und Sicherheit bieten, insbesondere wenn Sie Ihren Lebensmittelpunkt oder Geschäftssitz ins Ausland verlagern möchten. Es gibt zwei Hauptwege zur Erlangung einer zweiten Staatsbürgerschaft: durch Wohnsitz (Aufenthalt) oder durch Investition.
Durch Wohnsitz
In vielen Ländern können Sie eine Staatsbürgerschaft erlangen, indem Sie dort für eine bestimmte Zeit leben, die Sprache lernen und Steuern zahlen. Die Aufenthaltsdauer variiert je nach Land, liegt aber häufig bei mindestens fünf Jahren. Einige Länder, wie Panama, bieten kürzere Aufenthaltszeiten an.
Durch Investition
Eine Alternative zum Aufenthalt im Land ist das Erwerben einer zweiten Staatsbürgerschaft durch eine Investition. Diese Option ist in der Regel schneller und erfordert eine Investition von mindestens 100.000 US-Dollar, abhängig von den Anforderungen des jeweiligen Landes und des entsprechenden Programms.
Wichtige Faktoren bei der Auswahl eines zweiten Passes:
Steuerliche Folgen
Rechtliche und operative Anforderungen
Investitionskosten und Gebühren
Art der Investition (z.B. Immobilien, Staatsanleihen, geschäftliche Investitionen)
Entscheidend ist, die steuerlichen und rechtlichen Aspekte der doppelten Staatsbürgerschaft im Vorfeld eingehend zu durchleuchten. Zu diesem Zweck kann die Zusammenarbeit mit Experten, die sich mit steuerlichen und rechtlichen Fragen sowie dem Ablauf von Investitionsprogrammen auskennen, sehr hilfreich sein.
Investition und Gebühren
Beim Erwerb einer zweiten Staatsbürgerschaft gibt es verschiedene Investitionsmöglichkeiten und Gebühren, die anfallen können. Im Folgenden erhalten Sie hierzu einen Überblick:
Investitionsmöglichkeiten:
Investition in länderspezifische Programme, z.B. in Immobilien, Unternehmensgründung oder staatliche Anleihen
Mindestinvestitionssummen variieren je nach Land und gewähltem Programm (z.B. ab 100.000 US-Dollar)
Gebühren:
Bearbeitungs- und Verwaltungsgebühren für das jeweilige Programm und Land
Anwaltliche und Beratergebühren
Eventuelle Reisekosten, falls persönliche Anwesenheit erforderlich ist
Ob sich die Investition für Sie persönlich lohnt, kommt ganz auf Ihre persönlichen Entscheidungskriterien an. Bei der Entscheidungsfindung können Sie folgende Aspekte beleuchten:
Steuerliche Aspekte: Berücksichtigen Sie mögliche steuerliche Konsequenzen und Vorteile einer zweiten Staatsbürgerschaft.
Freiheit und Mobilität: Prüfen Sie, welche Länder Ihnen mit der neuen Staatsbürgerschaft visafreies Reisen ermöglichen.
Lebensqualität: Vergleichen Sie Faktoren wie Lebensstandard, Sicherheit und Infrastruktur in den verschiedenen Optionen.
Der Erwerb einer zweiten Staatsbürgerschaft ist ein sehr individuelles Unterfangen. Finanzielle Aspekte sollten Sie daher ausgiebig gegen persönliche Motivationen abwägen und sich zudem eingehend mit Ihren Zukunftsplänen auseinandersetzen.
Marktwachstum und Nachfragetrends
Mit Ihrem Interesse für eine zweite Staatsbürgerschaft sind Sie nicht allein. Der Markt für zweite Staatsbürgerschaften oder Zweitpässe, die durch Investitionen erhalten werden können, soll bis 2025 ein Volumen von 100 Milliarden USD erreichen. Dieses Wachstum zeigt ein zunehmendes Interesse an zusätzlichen Pässen als Mittel zur Erweiterung von Freiheit und Sicherheit. Lassen Sie uns einige der wichtigsten Trends und Faktoren untersuchen, die zu diesem Wachstum beitragen:
Wachsende Nachfrage: Die steigende Nachfrage nach zweiten Staatsbürgerschaften ist auf verschiedene Faktoren wie die Notwendigkeit besserer Lebensbedingungen, steuerliche Optimierung, mehr Freiheit und Unabhängigkeit von den Einschränkungen eines einzigen Passes zurückzuführen.
Pandemie-Effekt: Die aktuelle Pandemie hat das Interesse an zusätzlichen Pässen oder Staatsbürgerschaften weiter erhöht, da viele Menschen nach alternativen Wohnsitzmöglichkeiten suchen, um sich und ihre Familien besser zu schützen.
Attraktive Investitionsmöglichkeiten: Viele Länder bieten verschiedene Programme an, die es ausländischen Investoren ermöglichen, eine zweite Staatsbürgerschaft durch Investitionen zu erhalten. Solche Programme erfordern in der Regel eine Mindestinvestition von 100.000 USD oder mehr, wodurch sie für eine breite Palette von Interessenten zugänglich sind.
Rechtliche und steuerliche Konsequenzen
Bei der Beschaffung einer zweiten Staatsbürgerschaft durch Investitionen in einem Land gibt es wichtige rechtliche und steuerliche Konsequenzen, die berücksichtigt werden müssen.
Rechtliche Aspekte:
Doppelte Staatsbürgerschaft: Prüfen Sie, ob Ihr Heimatland die doppelte Staatsbürgerschaft erlaubt. In einigen Ländern ist es gesetzlich untersagt, mehr als eine Staatsbürgerschaft zu besitzen. Es ist empfehlenswert, die Gesetze Ihres Heimatlandes zu überprüfen.
Wohnsitz: Berücksichtigen Sie, in welchem Land Sie Ihren Wohnsitz anmelden möchten und informieren Sie sich über die möglichen Wohnsitz-Anforderungen für die Erlangung der zweiten Staatsbürgerschaft.
Steuerliche Konsequenzen:
Steuerpflicht: In einigen Ländern sind Bürger steuerpflichtig, unabhängig von ihrem Wohnsitz. Das bedeutet, dass sie weiterhin Einkommen, Vermögen oder sonstige Steuern in ihrem Heimatland abführen müssen, selbst wenn sie im Ausland leben. Überprüfen Sie die Steuergesetze sowohl in Ihrem Heimatland als auch in dem Land, in dem Sie die zweite Staatsbürgerschaft erwerben, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.
Doppelbesteuerungsabkommen: Erkundigen Sie sich über mögliche Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) zwischen Ihrem Heimatland und dem Land, in dem Sie die zweite Staatsbürgerschaft erwerben. DBAs können dazu beitragen, dass Sie nicht mehrfach besteuert werden.
Informationsaustauschabkommen: Berücksichtigen Sie, dass viele Länder Informationsaustauschabkommen, wie den Automatischen Informationsaustausch (AIA) oder das Common Reporting Standard (CRS), abgeschlossen haben. Diese Abkommen ermöglichen einen Austausch von Steuerinformationen zwischen Ländern, was zu einer größeren Transparenz und Kontrolle Ihres finanziellen Status führt.
Insgesamt ist es ratsam, bei der Beantragung einer zweiten Staatsbürgerschaft die relevanten rechtlichen und steuerlichen Aspekte sowohl in Ihrem Heimatland als auch im Land der zweiten Staatsbürgerschaft sorgfältig zu prüfen. Eine professionelle Beratung kann Ihnen dabei helfen, die optimale Strategie für Ihre individuelle Situation zu entwickeln.
Detaillierte Betrachtung ausgewählter Länder
Im Rahmen dieser detaillierten Betrachtung werden wir uns einige ausgewählte Länder ansehen, die für den Erwerb einer zweiten Staatsbürgerschaft besonders interessant sein könnten. Dabei werden verschiedene Aspekte wie Investitionsmöglichkeiten, Gebühren und steuerliche Konsequenzen berücksichtigt.
Antigua und Barbuda
Mindestinvestition: 100.000 US-Dollar
Gebühren: Abwicklungs- und Handlinggebühren können variieren
Steuerliche Folgen: Antigua und Barbuda erheben keine Steuern auf weltweites Einkommen
Dominica
Mindestinvestition in Dominica: 100.000 US-Dollar
Gebühren: Abwicklungs- und Handlinggebühren können variieren
Steuerliche Folgen: Keine Steuern auf weltweites Einkommen
Grenada
Mindestinvestition auf Grenada: 150.000 US-Dollar
Gebühren: Abwicklungs- und Handlinggebühren können variieren
Steuerliche Folgen: Keine Steuern auf weltweites Einkommen
St. Kitts und Nevis
Mindestinvestition: 150.000 US-Dollar
Gebühren: Abwicklungs- und Handlinggebühren können in St. Kitts und Nevis variieren
Steuerliche Folgen: Keine Steuern auf weltweites Einkommen
St. Lucia
Mindestinvestition: 100.000 US-Dollar
Gebühren: Abwicklungs- und Handlinggebühren können variieren
Steuerliche Folgen: Keine Steuern auf weltweites Einkommen
Bei allen oben genannten Ländern ist es wichtig, die rechtlichen Aspekte, Vorgehensweisen, Kosten und Risiken sorgfältig zu prüfen. Es kann empfehlenswert sein, sich von Experten auf diesem Gebiet beraten zu lassen, um den besten Weg zum Erwerb einer zweiten Staatsbürgerschaft zu finden.
Leben in Slowenien: Perspektiven und Entscheidungen
Erfahren Sie mehr über das Leben in Slowenien mit Helena Devetak. Entdecken Sie faszinierende Fakten wie die älteste Weinrebe der Welt in Maribor und genießen Sie köstlichen Wein und Espresso.
Zu Gast: Helena Devetak
Die Folge ist auch auf allen gängigen Podcast Plattformen zu finden:
Was wissen wir über Slowenien? Die meisten von uns denken jetzt vielleicht an Badeorte wie Bled, Wintersport, Berge und Wälder. Die wenigsten wissen aber zum Beispiel, dass in der slowenischen Stadt Maribor am Ufer der Drau seit rund 450 Jahren die älteste Weinrebe der Welt wächst. Die Weine und auch der Espresso in Slowenien schmecken mindestens genauso gut wie beim Nachbarn in Italien.
Und die Lage im Herzen Europas ist wirklich angenehm: Mit dem Auto ist man schnell in Mailand, Zagreb, Wien oder München. Doch trotz der geografischen Nähe spricht man in Slowenien seine eigene Sprache: Slowenisch. Und darauf ist man stolz, denn Slowenien ist ein junges Land, das erst seit 1991 unabhängig ist.
Wie gut sich Slowenien für Auswanderer, digitale Nomaden und ausländische Investoren und Unternehmer eignet, erfahren wir in unserem aktuellen Podcast mit der slowenischen Rechtsanwältin Helena Devetak.
Hauptgründe für einen Umzug nach Slowenien
Lage im Herzen Europas
Die Lage im Herzen Europas ist auch strategisch: Slowenien ist ein Knotenpunkt zwischen Nord-Süd-West und -Ost. Es grenzt an Kroatien, Italien, Österreich und Ungarn und Großstädte wie Budapest, Zagreb, Wien, Mailand, Venedig oder München sind mit dem Auto in wenigen Stunden bequem zu erreichen.Vielfältige Landschaft
Im Nordwesten liegen die Alpen, im Südwesten grenzt Slowenien an das Adriatische Meer (Adria). Außerdem gibt es viel Grün, denn mehr als die Hälfte des Landes ist mit Wäldern bedeckt. Der Bleder See ist auch als schöner Badeort bekannt. Slowenien ist auf jeden Fall ein unglaublich schönes Land!Slowenien ist ein EU-Land
Slowenien ist ein junges Land mit nur rund 2 Millionen Einwohnern, das erst seit 1991 unabhängig ist. Seit 2004 ist Slowenien Mitglied der Europäischen Union und seit 2007 bezahlt man in Slowenien mit dem Euro. Für EU-Bürger ist der Aufenthalt daher sehr einfach: Bis zu 3 Monate kann jeder mit einem Reisepass problemlos in Slowenien bleiben. Danach muss man bei einer Verwaltungseinheit in Slowenien eine befristete Aufenthaltsgenehmigung beantragen, die 5 Jahre gültig ist - dafür braucht man einen Reisepass und muss Geld vorweisen. Danach kann man eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung beantragen.Ähnliche Mentalität wie Deutsche und Österreicher
Slowenien war Teil der Kaiserreiche Österreich und Österreich-Ungarn und gehörte im 20. Jahrhundert größtenteils zu Jugoslawien. Erst 1991 erklärte Slowenien seine Unabhängigkeit. Die gemeinsame Geschichte verbindet Slowenien, Österreich und auch Deutschland. Daher ist auch die Mentalität sehr ähnlich, was es Auswanderern aus Deutschland und Österreich einfacher macht, sich in Slowenien sofort zu Hause zu fühlen.Gutes Gesundheits- und Bildungssystem:
Sowohl das Gesundheits- als auch das Bildungssystem entsprechen dem deutschen und österreichischen Standard. Krankenkassenkosten liegen bei ca. 6% pro Monat, und wenn man angestellt ist, zahlt man monatlich nichts. Eine Gesundheitsreform kommt dieses Jahr 2024. Das Bildungssystem ist ebenfalls gut und es gibt die European School Ljubljana in der Hauptstadt.
Unternehmer, digitale Nomaden, Investoren: Welche Chancen bietet Slowenien?
Agrarinvestitionen
Slowenische Weine gehören zu den besten der Welt. Am Ufer der Drau wächst die älteste Weinrebe der Welt (ca. 450 Jahre alt). Im Oktober werden jedes Jahr die Trauben geerntet und zu einem Wein vergoren. Die großen Weinanbaugebiete haben vor allem in den letzten 20 Jahren auch landwirtschaftliche Investitionen immer interessanter gemacht. Slowenische Staatsbürger haben ein Vorkaufsrecht, aber auch Ausländer können in Slowenien Land kaufen.Digitale Nomaden und Freiberufler in Slowenien
Slowenien ist bei Freelancern und digitalen Nomaden sehr beliebt, weil a) die Lebenshaltungskosten niedriger sind als z.B. in Deutschland, Österreich oder der Schweiz, b) der Aufenthalt einfach möglich ist und c) die Infrastruktur hervorragend ist. Aber auch wer in Slowenien als Freelancer oder digitaler Nomade für ein Unternehmen außerhalb Sloweniens arbeitet, zahlt trotzdem dort Steuern, wo die Tätigkeit ausgeübt wird. Wer also von Slowenien aus mit dem Laptop arbeitet, muss für diese ausländischen Einkünfte genauso Einkommensteuer zahlen wie Gebietsansässige.
Mehr Informationen über Steuern in Slowenien.Firmengründung in Slowenien
Die Gründung eines Unternehmens in Slowenien ist einfach und schnell. Ein Einzelunternehmen und eine GmbH kann man sogar kostenlos gründen. Andere Gesellschaftsformen, wie z.B. eine Aktiengesellschaft, müssen bei einem Notar angemeldet werden. Die Eintragung der Firma dauert durchschnittlich etwa eine Woche, wobei die Beantragung der Steueridentifikationsnummer beim Finanzamt etwas länger dauern kann, da man einen Businessplan vorlegen muss.
Weitere Informationen zur Firmengründung in Slowenien.Ausländische Investoren in Slowenien
In den folgenden Bereichen ist es sinnvoll in Slowenien unternehmerisch tätig zu werden:IT
Elektronik
Maschinenbau
Start-ups (Slowenien ist ein Hotspot für Start-ups, da es eine niedrige Pauschalbesteuerung von nur 20% für Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 150.000 Euro gibt.
Kryptowährung (solange man es als Privatperson und nicht gewerblich macht)
Mehr Informationen zu Slowenien und anderen Einwanderungsländern finden Sie auch auf unseren Websites Wohnsitzausland, Auslandsunternehmen, Stmatthew und Linkedin.
Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne für ein Beratungsgespräch zur Verfügung.
Kontaktdaten:
Helena Devetak
Webseite: www.rechtsanwalt-devetak.de
Timestamps:
00:00:50 - Einleitung und Vorstellung
00:06:00 - Was sind die Hauptgründe in Slowenien zu Leben?
00:07:30 - Steuersätze in Slowenien
00:08:40 - Steuern für Freelancer und Einzelunternehmen
00:10:15 - Lebenshaltungskosten und Miete in Slowenien
00:12:00 - Zusammenfassung Steuern in Slowenien (Vorteile & Nachteile)
00:15:40 - Aufenthalt in Slowenien
00:18:08 - Digitale Nomaden und Freelancer in Slowenien
00:19:40 - Firmengründung in Slowenien
00:21:40 - Ausländische Investoren: In welchen Bereichen ist es sinnvoll in Slowenien unternehmerisch tätig zu werden?
00:22:58 - Infrastruktur in Slowenien
00:23:22 - Besteuerung von Auslandseinkommen in Slowenien
00:24:23 - Wohnungssuche in Slowenien
00:24:23 - Wohnungssuche in Slowenien
00:25:05 - Gesundheits- und Sozialsystem in Slowenien
00:26:37 - Bildungssystem in Slowenien
00:27:47 - Wie steht Slowenien zur Kryptowährung?
00:30:37 - Wein in Slowenien
00:31:27 - Agrarinvestitionen in Slowenien
00:33:03 - Schlussfragen an Helena Devetak
Leben in Argentinien nach der Wahl Javier Mileis
Erfahren Sie aus erster Hand, wie sich das Leben in Argentinien nach der Wahl von Javier Milei verändert hat. Manuel aus der Schweiz berichtet über die politischen und sozialen Entwicklungen in einem Land, das vor einem neuen Kapitel steht.
Erfahrungsbericht von Manuel aus der Schweiz
Die Folge ist auch auf allen gängigen Podcast Plattformen zu finden:
In Argentinien vollzieht sich ein bemerkenswerter politischer Wandel. Als eines der bedeutsamen Länder Südamerikas mit einer bewegten Vergangenheit, die von Militärdiktaturen bis zu intensiven sozialen Auseinandersetzungen reicht, steht Argentinien nun vor einem neuen Kapitel. Die jüngsten Wahlen haben gezeigt, dass insbesondere die jungen Menschen bereit sind, neue Lösungsansätze zu suchen, um die herausfordernden Probleme des Landes anzugehen. Diese Entwicklung deutet auf ein zunehmendes Interesse an alternativen politischen Strömungen hin, was zu einem bedeutenden Machtwechsel geführt hat.
Die argentinische Gesellschaft durchlebt aufgrund der hohen Inflationsraten und der Wechselkursschwankungen wirtschaftliche Unsicherheiten, die die Lebensbedingungen im Land stark beeinflussen. Viele Menschen suchen nach Wegen, diese Herausforderungen zu meistern, und blicken mit gemischten Erwartungen in die Zukunft. Umfassende Erfahrungsberichte von Einheimischen und Auswanderern tragen zum Verständnis der derzeitigen Situation bei und öffnen einen Blickwinkel auf die Vergleiche zwischen verschiedenen Lebensumständen. In einer Zeit der globalen Veränderungen spielt Argentinien eine experimentelle Rolle – eine Tatsache, die weitreichende Auswirkungen haben könnte.
Key Takeaways
Argentinien erfährt einen politischen Wandel, der vor allem von der jungen Generation vorangetrieben wird.
Hohe Inflation und Wechselkursschwankungen prägen das wirtschaftliche Bild des Landes.
Persönliche Erfahrungen vermitteln Einblicke in die aktuellen Lebens- und Arbeitsbedingungen.
Die gegenwärtige Lage in Argentiniens Politik und Wirtschaft
Argentinien hat sich über die Zeit mit intensiven politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert gesehen. Die Wahl eines libertären Regierungschefs, der sich zu den Grundsätzen der österreichischen Schule bekennt, stellt dabei eine historische Zäsur dar. Der Regierungswechsel hat insbesondere bei jungen Menschen aufgrund ihrer Hoffnung auf Alternativen und funktionsfähige Lösungen Anklang gefunden.
Die wirtschaftliche Situation wird jedoch durch hohe Inflationsraten erschwert. Angesichts eines Inflationsniveaus von über 160% im letzten Jahr hat der Wert des nationalen Währung gegenüber dem Dollar stark gelitten. Die Bezahlung in ausländischer Währung kann für einige eine gewisse Abschwächung des Inflationseffekts und der Preiserhöhungen bedeuten. Im Alltag wird der Ruf nach „Cambio“ – dem Austausch von Peso gegen Dollar – häufig laut, was auf die intensive Suche nach finanzieller Stabilität hindeutet.
Die Zukunft des Landes bleibt ungewiss und ist ein Zentralthema für Unternehmen und Freelancer, die sich für eine Auswanderung nach Argentinien interessieren. Des Weiteren umfasst der Themenschwerpunkt auch steuerliche Planung und Firmengründungen im Ausland.
In direktem Austausch berichten in Argentinien lebende Experten über ihre Erfahrungen. Die Lebenswirklichkeit zeigt, dass hohe Inflationsraten zu einer zunehmenden Unzufriedenheit führen und radikale politische Kandidaturen begünstigt haben. Die regelrechte Eskalation von Missmut vor den Wahlen lässt sich als Vorboten eines politischen Umbruchs einordnen. Der libertäre Leader hat mit klaren Positionen polarisiert und lässt auf eine signifikante Änderung der Staatsführung hoffen.
Bedeutung der Entscheidung für Javier Milei
In Argentinien, einem Land mit einer bewegten Vergangenheit von Militärdiktaturen und politischen Unruhen, stellt die Wahl von Javier Milei einen Wendepunkt dar. Milei, ein bekennender Libertärer, hat sich als Regierungschef durchgesetzt, eine Premiere für das südamerikanische Land. Seine Unterstützung ist besonders unter der jungen Bevölkerung bemerkenswert hoch, die Veränderung und neue Lösungen für bestehende Probleme sucht.
Fokus auf junge Wähler: Die junge Generation sieht in Milei eine neue Hoffnung auf Veränderung.
Währungsstabilität: Auslandsüberweisungen mildern die Auswirkungen der Inflation ab, indem sie den Wechselkurs beeinflussen, der tendenziell mit der Inflation Schritt hält.
Bedeutung des Wechselkurses: In Argentinien ist der Tauschhandel mit Währungen – vor allem dem Dollar – von besonderer Bedeutung und wird oft mit dem Handel von Drogen in anderen Ländern verglichen.
Wirtschaftliche Perspektive: Die zukünftige Richtung von Argentiniens Wirtschaft unter Mileis Führung ist noch ungewiss.
Wählen als Mittel des Wandels: Die Präferenz für Milei illustriert das Bedürfnis nach einem anderen Ansatz, da bisherige Methoden der Problembewältigung nicht den gewünschten Erfolg brachten.
Libertäre Prinzipien: Mileis Anhängerschaft erhofft sich eine Umsetzung von Ideen der österreichischen Schule von Wirtschaftswissenschaften und des Libertarismus, die durch seine Wahl in den Vordergrund gerückt sind.
Experteneinblicke: Manuel, ein in Argentinien lebender Experte, bietet als Zeitzeuge direkte Einblicke in die Entwicklungen seit Mileis Amtsantritt und beleuchtet den Kontrast zwischen der früheren Stabilität der Schweiz und der dynamischen Situation in Argentinien.
Berufliche Verwandlung: Manuels Erfahrungen als Event- und Hochzeitsfotograf sowie Video-Editor geben Aufschluss darüber, wie individuelle Karrieren im Zuge der wirtschaftlichen Veränderungen neue Formen annehmen können.
Inflation und ihre Folgen: Eine Inflationsrate von über 160% im letzten Jahr zeigt die wirtschaftlichen Herausforderungen, mit denen sich Argentinier konfrontiert sehen, und unterstreicht die Dringlichkeit eines politischen Umschwungs.
Mit Mileis Aufstieg zeichnet sich eine Periode voller Veränderungen ab, die sowohl Unsicherheit als auch Potenzial für wirtschaftliche und gesellschaftliche Reformen in Argentinien birgt.
Die Bedeutung junger Wähler
In Argentinien, einem Land mit einer bewegten Vergangenheit inklusive einer Militärdiktatur, zeigt sich eine interessante Entwicklung: Der libertäre Kandidat Javier Milei hat insbesondere junge Wähler für sich gewinnen können. Seine Wahl zum Regierungschef markiert das erste Mal, dass ein bekennender Libertärer in einem so bedeutenden und großen Land wie Argentinien die Führung übernimmt. Die Frage, wie diese unkonventionelle politische Richtung das Land beeinflussen wird, ist ein Thema von großer Relevanz.
Für viele junge Argentinier bietet Milei eine neue politische Alternative, fernab der etablierten Strömungen von Kirchnerismus und Peronismus, die tief in der sozialen und politischen Landschaft Argentiniens verwurzelt sind. Unter deren Führung hat das Land extreme Inflationsraten von weit über 100 Prozent erlebt, was zu allgemeiner Unzufriedenheit und dem Wunsch nach einer neuen Richtung führte.
Die Unterstützung aus dem Ausland und die Bezahlung in ausländischer Währung helfen einigen Bürgern, die Inflation teilweise abzufedern, da der Wechselkurs auf die Inflation reagiert. In einem Klima, in dem der Ruf nach dem Umtausch in Dollar – "cambio, cambio" – allgegenwärtig ist, vergleichen einige die Verzweiflung der Menschen nach einer stabileren Währung mit der Suche nach Rauschmitteln in anderen Ländern.
Die Zustimmung für Milei ist auch ein Ergebnis der wachsenden Unzufriedenheit der argentinischen Bevölkerung. Die Jahre vor seiner Wahl wurden von zunehmender Unzufriedenheit unter der Bevölkerung und enormen Inflationsraten geprägt. Politische Unruhen, darstellbar durch körperliche Auseinandersetzungen im Kongress, waren keine Seltenheit. In diesem Kontext bot Milei als Außenseiterkandidat eine radikale Alternative zu den herkömmlichen Parteienlandschaften.
Zusammengefasst lässt sich erkennen, dass die junge Wählerschaft Argentiniens nach neuen Lösungen sucht – ein Umdenken, das im Wahlverhalten deutlich wird. Die liberale Richtung unter Milei und die damit verbundene Hoffnung auf tiefgreifende politische und wirtschaftliche Veränderungen spiegeln ein starkes Verlangen nach einem neuen Ansatz in der argentinischen Politik wider.
Währungsschwankungen und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft
Wirtschaftsexperten betrachten die Inflation und den Wechselkurs als zentrale Indikatoren für die finanzielle Gesundheit eines Landes. In Argentinien, einer Nation, die sich durch eine beschwerliche Vergangenheit hindurchmanövriert hat, beeinflusst die Bezahlung aus dem Ausland die wirtschaftliche Landlage maßgeblich. Solche Zahlungen helfen dabei, die Auswirkungen der Inflation zu mildern, da der Wechselkurs sich teilweise der Inflation anpasst.
In der Straßen Argentiniens hört man oft den Ruf "cambio, cambio" – ein Ruf, der den Geldwechsel von Landeswährung in Dollar bezeichnet. Dieser Vergleich mit der unaufhörlichen Nachfrage nach Drogen in anderen Ländern verdeutlicht die Bedeutung des US-Dollars in der argentinischen Wirtschaft und die Präsenz von Wechselstuben. Die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung Argentiniens bleibt jedoch ungewiss, gleich einem offenen Experiment unter den Augen der Welt.
Markante politische Veränderungen Das große Interesse der Öffentlichkeit gilt dem neuen Regierungsoberhaupt, einem Bekenner der libertären Philosophie. Es ist das erste Mal, dass ein Vertreter dieser Schule in einem bedeutenden Land wie Argentinien an die Macht gelangt. Diese Entwicklung fasziniert Anhänger der österreichischen Schule sowie der libertären Ideen. Es wird erwartet, dass dieser politische Zuwachs zu bedeutsamen Veränderungen in Argentinien führen könnte.
Der persönliche Blickwinkel eines Experten Manuel, ein Experte, der selbst in Argentinien lebt, bietet einen authentischen Einblick in das Leben seit der Regierungsübernahme durch den neuen Chef. Ursprünglich aus der Schweiz stammend, hat seine Liebesgeschichte ihn nach Argentinien geführt. Dort hat er eine Laufbahn als Fotograf und Videograf eingeschlagen, wobei er seine kreative Arbeit an das geringere Erfordernis formaler Zertifikate im Land angepasst hat.
Wirtschaftliche und gesellschaftliche Umstände vor der Wahl Vor der Wahl, die Manuel miterlebte, brödelte es bereits stark in der argentinischen Gesellschaft. Eine angespannte Stimmung herrschte vor, angetrieben durch enorme Inflationsraten, die weit über das hinausgingen, was in anderen Teilen der Welt beobachtet wird. Diese Inflation, die phasenweise mehr als 160% betrug, hatte eine deutliche Auswirkung auf die Kaufkraft und die allgemeine Lebenshaltungskosten.
Manuel zufolge hat die Unzufriedenheit mit der politischen Führung und das zweiparteigen System zu einer Proteststimmung geführt, die schließlich in der Wahl eines unkonventionellen Kandidaten, der eine Alternative bot, mündete. Die Argentinier, die traditionell zwischen Kirchnerismus und Neoliberalismus gespalten sind, sehnten sich nach einem Wandel. Manuel berichtet, dass es sogar physische Auseinandersetzungen im argentinischen Kongress gab, was die hohe Emotionalität und die politische Polarisierung im Land verdeutlicht.
Die Zukunftsaussichten Argentiniens
Argentinien befindet sich in einer Phase tiefgreifender gesellschaftlicher und politischer Veränderungen. Nach Jahren der politischen Unruhen und der Konfrontationen im Kongress wurde mit der Wahl eines libertären Regierungschefs ein neuer Weg eingeschlagen. Dies stellt einen Wendepunkt dar, der vor allem für die Anhänger der österreichischen Schule und libertären Ideale von großem Interesse ist. Die frische Führung bietet eine bisher nicht dagewesene Alternative im politischen Spektrum Argentiniens.
Die fortwährenden wirtschaftlichen Herausforderungen wie die extreme Inflation, die zuletzt bei über 160% lag - in realen Preisen womöglich sogar noch höher - haben zu einer spürbaren Unzufriedenheit in der Bevölkerung geführt. Dies gipfelte in einer Wahl, die viele als Protest gegen das etablierte System interpretierten. Das Mehrparteiensystem, das stark von sozialorientierten Bewegungen wie dem Kirchnerismo bzw. Peronismus geprägt ist, hat zu massiven staatlichen Ausgaben und einer daraus resultierenden inflationssteigernden Geldpolitik geführt.
Die junge Generation, die sich einer libertären Führung zuwendet, sucht aktiv nach neuartigen Lösungen, um der Inflation und den damit verbundenen wirtschaftlichen Problemstellungen zu begegnen. Der neu gewählte Regierungschef hat klar seine Positionen während des Wahlkampfs kommuniziert, was sowohl national als auch international Aufmerksamkeit erregte.
Experten, die direkt in Argentinien ansässig sind, bieten wertvolle Einblicke in die aktuelle Lage. Unter diesen Experten herrscht Einigkeit darüber, dass die aktuellen Entwicklungen in Argentinien als Chance gesehen werden können, grundlegende Veränderungen herbeizuführen. Die Strategien umfassen eine Vielzahl an Maßnahmen - von der Anerkennung informeller Berufe bis hin zur Anpassung an digitale Arbeitsformen.
Es bleibt abzuwarten, welche konkreten Auswirkungen die neu gewählte Regierungsführung auf das tägliche Leben in Argentinien und auf dessen wirtschaftliche Entwicklung haben wird. Man darf gespannt sein, ob die gegenwärtige Inflation abgefedert, und ob eine tiefere Zufriedenheit unter den Menschen erreicht werden kann. Die Situation in Argentinien, einst geprägt von politischen und ökonomischen Unruhen, bietet somit eine einzigartige Perspektive auf die Möglichkeiten einer libertären Regierung in einem großen und kulturell reichen Land.
Podcast "Blickpunkt Auslandsbeziehungen" - Schwerpunktthema: Argentinien
In der jüngsten Episode von "Blickpunkt Auslandsbeziehungen", dem wöchentlichen Podcast, der sich mit der Unternehmensgründung und Besteuerung im Ausland beschäftigt, wurde das Augenmerk auf Argentinien gerichtet. Der libertäre Regierungsführer meleay, dessen Wahl ein großes Interesse unter den Zuschauern hervorgerufen hat, war zentrales Thema dieser Diskussion. Die Episode bot eine Plattform, um tiefer in die politischen Entwicklungen und Änderungen Argentiniens einzutauchen, seit meleay an der Macht ist.
Gastgeber:
Daniel Taborek
Sebastian Sauerborn
Experte: Manuel, ein aus der Schweiz stammender Argentinien-Resident, der Teil des Podcast-Teams ist.
Inhalte der Diskussion:
Wirtschaftliche Lage
Auswirkung der ausländischen Geldflüsse auf die Inflation und lokale Währung
Häufigkeit des Währungsaustauschs als Indikator ökonomischer Bedingungen
Politische Situation
Argentiniens bewegte Vergangenheit mit Themen wie Militärdiktatur
Der libertäre Einfluss meleays und der Einfluss der österreichischen Schule der Ökonomie
Gesellschaftliche Stimmung
Das zunehmende Bedürfnis nach politischer Veränderung unter den jungen Wählern
Vergleiche der vorwahlzeitlichen Atmosphäre mit historischen Zeiten großer Unzufriedenheit
Manuels Hintergrund:
Beruflicher Werdegang:
Wechsel vom Chemielaboranten in der Schweiz zum erfolgreichen Fotografen und Videografen in Argentinien
Umstellung auf Online-Arbeit und Videobearbeitung während der Pandemie
Beherrschung von vier Sprachen und daraus resultierende berufliche Chancen
Persönliche Erfahrungen:
Von Begegnung und Liebe zu einer Argentinierin in der Schweiz bis zur Auswanderung nach Argentinien
Kontraste und Anpassungen im Lebensstil zwischen der Schweiz und Argentinien
Die Sendung illustrierte, wie das Leben und die Karriere eines Schweizer Auswanderers sich während des gesellschaftlichen Umbruchs in Argentinien entwickelten, und welche Einblicke er aus erster Hand über die Ära nach der Wahl von meleay geben konnte.
Libertäre Bewegung und Wirtschaftsdoktrin in Argentinien
In Argentinien zeichnet sich eine bemerkenswerte politische Wende ab, insbesondere durch das Erstarken der libertären Bewegung. Nicht zuletzt hat diese Tendenz mit der Wahl eines libertären Regierungschefs eine neue Dynamik erhalten. Ein bemerkenswertes Phänomen in einem so großen und bedeutenden Land ist die zunehmende Aufmerksamkeit, die der österreichischen Schule der Volkswirtschaftslehre geschenkt wird. Dies ist von besonderem Interesse für Personen, die eine Affinität zur libertären Ideologie oder zur österreichischen Wirtschaftstheorie haben.
Viele Bürger empfinden die libertäre Richtung als alternative Lösung zu den bisherigen politischen Strategien. Die aktuellen politischen Verhältnisse bieten somit einen Nährboden für das libertäre Gedankengut. Hierbei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle:
Die Enttäuschung über traditionelle politische Parteien und deren Lösungsansätze.
Die steigende Inflationsrate und die damit verbundenen wirtschaftlichen Herausforderungen.
Die Forderung nach neuen Wegen und innovativen Ideen zur Lösung wirtschaftlicher Schwierigkeiten.
Bemerkenswert ist die Tatsache, dass gerade junge Menschen verstärkt nach alternativen Lösungsansätzen suchen. Sie wenden sich vermehrt Ideen zu, die nicht etablierten politischen Strukturen entspringen.
Austausch von Erfahrungen
Die jüngsten Entwicklungen und das libertäre Klima in Argentinien haben internationale Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Durch einen offenen Austausch über soziale Medien und Dialoge in Podcasts wird über das libertäre Klima und die Auswirkungen der österreichischen Schule berichtet. Besonders hervorgehoben werden dabei:
Persönliche Erfahrungen: Menschen, die in Argentinien leben, teilen ihre Wahrnehmungen und persönlichen Geschichten.
Fachlicher Austausch: Experten, die vor Ort leben und arbeiten, bieten Einblicke in die praktischen Folgen der politischen Änderungen.
Die Zukunft Argentiniens ist weiterhin ungewiss, und es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation unter dem Einfluss des libertären Gedankenguts und der österreichischen Wirtschaftstheorie entwickeln wird.
Persönliche Einblicke und Beobachtungen
Manuel, ein in Argentinien lebender Schweizer und Experte für argentinische Verhältnisse, teilt seine Eindrücke über das Leben inmitten der politischen Umbrüche im Land. Er berichtet von der Wahl eines libertären Regierungschefs und den Veränderungen, die seitdem im argentinischen Alltag zu spüren sind. Als jemand, der die Schweiz und Argentinien kennt, erlebt er den starken Gegensatz zwischen beiden Ländern täglich.
Beruflicher Werdegang und Umzug nach Argentinien:
ursprünglich Chemielaborant in der Schweiz
Umzug nach Argentinien folgte der Liebe zu einer argentinischen Frau
erfolgreiche Karriereumschwenkung zum Fotografen und Videoproduzenten aufgrund der flexibleren Anerkennung von Kompetenzen in Argentinien
Tätigkeit als Event- und Hochzeitsfotograf, später Spezialisierung auf Video-Editing und Soziale Medien
Beobachtungen bezüglich der politischen Entwicklung:
Manuel beschreibt ein Land, das von hoher Inflation und Unzufriedenheit mit der politischen Führung geprägt ist
Das Volk empfindet weit über 100% Inflation, was zu einem deutlichen Verlangen nach Veränderung führte
Manuel identifiziert, dass die Wahl von Meleay als libertärer Kandidat eine Art Ventilfunktion für den aufgestauten gesellschaftlichen Druck darstellte
Leben in Argentinien:
Manuel berichtet von einer Spaltung der Gesellschaft in zwei parteipolitische Lager
Die sozial orientierten Staatsausgaben haben zu einer enormen Inflation geführt, die das tägliche Leben der Menschen beeinträchtigt
Er hebt hervor, dass die Unzufriedenheit mit der Politik und Politikern weit verbreitet ist
Zukunftsausblick:
Manuel sieht seine Zukunft im Land trotz der offenen Fragen als positiv an
Bei Diskussionen in seinem Umfeld wird häufig der libertäre Ansatz und damit verbundene Wandlung Argentiniens thematisiert
Diese persönlichen Berichte bieten einen authentischen Einblick in das Leben in Argentinien während einer Zeit des politischen Wandels. Manuel vermittelt ein Bild der aktuellen Situation und der Stimmung im Land, die von tiefer Unsicherheit sowie einem Hoffnungsschimmer auf Wandel geprägt ist.
Manuels Reise: Aus der Schweiz nach Südamerika
Manuel, einst Chemielaborant in der Schweiz, fand seinen Weg nach Argentinien durch Zufall – eine Liebe, die über Kontinente hinweg reichte. Nach mehreren Reisen entschied er sich, sein Leben in der Heimat hinter sich zu lassen und ins Land der Gauchos auszuwandern. Seine Expertise in der Fotografie, die er nebenbei in der Schweiz praktizierte, ermöglichte ihm in Argentinien eine neue berufliche Laufbahn. Im Vergleich zur Schweiz, wo akademische Nachweise oft ausschlaggebend sind, setzte sich Manuel in Argentinien durch Talent und praktische Fähigkeiten durch. Als Event- und Hochzeitsfotograf begann er und diversifizierte seine Tätigkeiten bald auch in die Videografie.
Professionelle Entwicklung und Sprachen: Mit der Ausbreitung der Pandemie wandte sich Manuel verstärkt der Onlinearbeit zu. Er spezialisierte sich auf Videobearbeitung, was ihm eine Zusammenarbeit mit einem Team eröffnete, bei dem er auch heute tätig ist. Durch seine Arbeit für soziale Medien und die Lokalisierung von Inhalten beherrscht Manuel jetzt vier Sprachen – Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch.
Politische und wirtschaftliche Umbrüche: Manuel erlebte in Argentinien eine Zeit großer wirtschaftlicher und politischer Turbulenzen, geprägt von hoher Inflation und gesellschaftlichem Unmut. Die unkonventionelle Wahl von Meleay zum Präsidenten, einem erklärten Libertären, war ein bezeichnendes Zeichen des Wandels. Meleay hebt sich durch radikale Positionen ab und sein Aufstieg wurde global diskutiert – ein Indikator für einen Wunsch nach Veränderung innerhalb der argentinischen Bevölkerung. Unter der Oberfläche brodelt es in der Nation, die bereits eine Geschichte von Intensität und Militärdiktaturen hat. Der Inflationsdruck erhöhte die Spannungen und ließ viele Menschen nach alternativen Lösungen suchen.
Manuels Perspektive: Er beobachtet weiterhin die dynamischen Entwicklungen in seinem neuen Heimatland, ohne zu wissen, was die Zukunft bringen wird. In einer Atmosphäre, die von Fiatwährung und Wechselkursen dominiert wird, ist "Cambio" – der Ruf nach Dollar – allgegenwärtig und spiegelt das wirtschaftliche Klima wider, in dem er lebt und arbeitet.
Lebensbedingungen in Argentinien im Vergleich zur Schweiz
Argentinien durchlebt eine Zeit des sozialen und wirtschaftlichen Wandels, geprägt durch eine intensiv erlebte Geschichte und virulente politische Dynamik. Insbesondere die junge Generation bewegt sich dabei weg von etablierten Methoden hin zu innovativen Lösungen in der Politik. Die Währung des Landes unterliegt einer hohen Inflation, daher ist für die Menschen, die Einkünfte aus dem Ausland erhalten, die Umrechnungsrate ein wichtiger wirtschaftlicher Puffer.
Im Gegensatz dazu steht die Schweiz, bekannt für ihre politische Stabilität und Wirtschaftskraft. Schweizer Bürger erleben ein hohes Maß an Sicherheit und Ordnung. Die Lebensverhältnisse in beiden Ländern könnte man kaum kontrastreicher vorfinden. Während die Schweiz für ihre Struktur und ihren Wohlstand bekannt ist, befindet sich Argentinien in einer Phase tiefer sozialer und ökonomischer Veränderungen.
Die Regierungsübernahme durch einen libertär orientierten Präsidenten in Argentinien stellt einen Wendepunkt dar. Diese unerwartete Entwicklung brachte frischen Wind in die politische Landschaft und führte zu Diskussionen und Hoffnungen auf Veränderung. Der Schweizer Manuel, der nun schon seit sieben Jahren in Argentinien lebt, erlebt diese Entwicklung aus erster Hand. Als früherer Bewohner und Berufstätiger in der Schweiz hat er die Möglichkeit, die Diskrepanzen zwischen den beiden Kulturen direkt zu vergleichen.
Manuel hat in Argentinien eine neue Karriere als Fotograf und Videograf eingeschlagen und bemerkt deutlich die geringere Bedeutung formeller Bildungsabschlüsse für das Berufsleben. Praktische Fähigkeiten und gezeigte Leistungen sind dort von größerer Bedeutung als in der Zertifikate orientierten Schweiz. Diese Unterschiede im beruflichen Umfeld zeigen eindrücklich die Divergenz im Alltagsleben der beiden Nationen.
Der Übergang von einer gesicherten Anstellung als Chemielaborant in der Schweiz zu einer freiberuflichen Tätigkeit in Argentinien spiegelt die Risikobereitschaft und Flexibilität wider, die für viele Einwohner Argentiniens angesichts der unsicheren politischen und wirtschaftlichen Lage erforderlich sind. Manuel selbst erlebt eine Gesellschaft, die historisch durch politische Extreme geprägt wurde und die auch heute noch in Aufruhr ist. Der Kontrast zwischen der Schweiz, seiner Heimat, und Argentinien, seiner Wahlheimat, konnte für ihn nicht größer sein.
Manuels Berufliche Entwicklung in Südamerika
Manuel, ein Schweizer Chemielaborant mit einer Liebe zur Fotografie, fand seinen Weg nach Argentinien durch den Zufall einer Beziehung. Sein Interesse an Fotografie führte ihn zu einer erfolgreichen Karriere als Event- und Hochzeitsfotograf in seinem neuen Heimatland. Nach einigen Jahren erweiterte Manuel sein Repertoire um Videografie und spezialisierte sich während der Pandemie auf Online-Editing. Durch seine Arbeit in Video-Bearbeitung für soziale Medien und Lokalisierungsdienste profitiert Manuel nun von seinen Kenntnissen in vier Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch.
Berufliche Veränderungen:
Ursprung als Chemielaborant in der Schweiz
Wandlung zum professionellen Fotografen in Argentinien
Vertiefung in Event- und Hochzeitsfotografie
Entwicklung neuer Kompetenzen im Bereich Videografie und -bearbeitung
Erfahrungen in Argentinien:
Anpassung an neue kulturelle Umstände ohne notwendige formale Qualifikationen
Aufbau einer erfolgreichen selbstständigen Laufbahn
Nutzung seiner Mehrsprachigkeit im beruflichen Kontext
Durch diesen Berufswandel hat Manuel eine neue Perspektive auf das Leben und Arbeiten im Ausland gewonnen und teilt seine Erfahrungen im Podcast "Perspektive Ausland", der sich mit Themen wie Unternehmertum, Steuerplanung und Firmengründung im Ausland beschäftigt.
Auswirkungen der Inflation vor den Wahlen in Milei
Argentinien steht bekanntermaßen vor vielen Herausforderungen und hat in seiner Geschichte bereits Zeiten von Militärdiktaturen und tiefgreifenden Krisen erlebt. In der jüngeren Vergangenheit hat insbesondere die Jugend einen bemerkenswerten Schritt unternommen, indem sie Milei gewählt hat, in der Hoffnung auf eine neue Problemlösung. In einem Land, in dem die Inflation spürbar ist und der Wechselkurs sich entsprechend anpasst, wirkt Einkommen aus dem Ausland als eine Art Puffer gegen die inflationären Auswirkungen.
Wirtschaftliche Veränderung:
Inflation: Die Inflation in Argentinien erreichte im letzten Jahr über 160%, was spürbare Auswirkungen auf die Kaufkraft und Lebensqualität der Menschen hat.
Währungsabwicklung: In der Alltagssprache der Argentinier spiegelt sich die turbulente Wirtschaftslage wider, indem häufig Begriffe wie "cambio" (Wechsel) in Bezug auf den Dollar auftauchen.
Politische Landschaft:
Neue Führung: Milei, als bekennender Libertärer, erlangte das Amt des Regierungschefs und prägt somit eine neue Richtung in der Politik Argentiniens.
Experteneinsichten:
Manuel's Erlebnisse: Als Schweizer, der nach Argentinien immigriert ist, hat Manuel die Situation vor Ort aus erster Hand miterlebt und beobachtet, wie die Politik und Wirtschaft vor der Wahl auf die Bürgerschaft wirkten.
Berufswechsel: Durch den Wechsel vom Beruf des Chemielaboranten zur Fotografie und später zur Videografie erlebte Manuel, wie sich persönliche und berufliche Chancen in Argentinien im Gegensatz zur Schweiz unterscheiden.
Kulturelle Dynamik:
Bevölkerungsempfinden: Die Bevölkerung zeigte sich zunehmend unzufrieden mit den herrschenden politischen Verhältnissen und der wirtschaftlichen Situation, was ebenso durch öffentliche Debatten im Kongress sichtbar wurde.
Diese Beobachtungen stehen im Einklang mit den Bedürfnissen und Erwartungen der argentinischen Bürger vor der Wahl von Milei und geben Einblicke in die wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse im Land.
Politische Dynamik im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen
In Argentinien zeigen sich stetig wachsende politische Unzufriedenheit und ein Ruf nach Veränderung. Das Land, das eine bewegte Vergangenheit einschließlich einer Militärdiktatur durchlebt hat, zeichnet sich durch einen intensiven historischen Kontext aus. Die Inflation stellt eine der größten Herausforderungen dar; Einnahmen in ausländischer Währung schwächen zwar die Auswirkungen ab, dennoch bleibt der rasante Anstieg der Lebenskosten ein akutes Problem.
Wahlverhalten: Interessanterweise stimmte eine beachtliche Anzahl junger Wähler für eine neue politische Richtung, was den Wunsch nach einer effektiven Lösung der wirtschaftlichen Schwierigkeiten widerspiegelt.
Wirtschaftliche Perspektive: Der Wechselkurs passt sich teilweise an die Inflation an, wodurch ein ständiger Austausch von Währungen – vergleichbar mit dem illegalen Drogenhandel in anderen Ländern – zum Alltag gehört.
Neue politische Führung: Die Wahl eines ausdrücklich libertär geprägten Präsidenten in einem so bedeutenden Land wie Argentinien ist ein faszinierendes Ereignis, insbesondere für Anhänger der österreichischen Schule und libertären Prinzipien. Dieser präzedenzlose Erfolg lässt Beobachter aufhorchen.
Praktische Erfahrungen: Hörer eines speziellen Podcasts erhalten Einblicke von jemandem, der direkt vor Ort lebt – eine Person, die sich in einer idealen Position befindet, um über die jüngsten Entwicklungen und das Leben in Argentinien zu berichten.
Persönliche Perspektiven: Interviews mit Experten, die ihre einzigartigen Geschichten teilen, wie etwa ein Schweizer, der durch persönliche Umstände nach Argentinien kam und dort sein Glück fand, tragen zur Vielfalt des Meinungsbildes bei.
Soziale und wirtschaftliche Spannungen: Die hoch ansteigende Inflationsrate, die weit über den traditionell als hoch empfundenen Preiserhöhungen liegt, wirft ein Licht auf die Dringlichkeit der Situation. Der Stillstand und die Frustration über die bestehenden politischen Strukturen scheinen ihren Höhepunkt erreicht zu haben, was den Raum für einen außergewöhnlichen Kandidaten eröffnete.
Anzeichen der Veränderung als politisches Signal
In Argentinien ist eine bemerkenswerte politische Wende zu beobachten. Diese Entwicklungen sind besonders bei der jüngeren Generation auffällig, die in Scharen für neue, alternative Lösungen stimmt. Die Inflation ist ein hartnäckiges Problem, aber Menschen mit Einkünften aus dem Ausland können die Auswirkungen durch günstigere Wechselkurse etwas mindern. In den Straßen kann man häufig Rufe nach Währungstausch hören – ein Phänomen, so allgegenwärtig wie der Drogenhandel in anderen Nationen.
Das Land, bekannt für seine intensive Geschichte und politische Unruhen, hat zum ersten Mal einen bekennenden Libertären als Regierungsführer gewählt. Diese Entscheidung spiegelt das wachsende Bedürfnis nach einem neuen Ansatz wider und signalisiert eine deutliche Abkehr von der bisherigen politischen Ausrichtung. Angesichts der rasanten Inflationsraten, die das Land erlebt hat, erscheint diese Wahl vielen als aufrichtiger Versuch, einen neuen Weg einzuschlagen.
Wirtschaftliche Perspektiven:
Inflation: Über 160% im Vorjahr; gefühlte Rate für die Bürger noch höher.
Wechselkurs: Bietet teilweise Abfederung gegen Inflation für Personen mit ausländischem Einkommen.
Politische Entwicklungen:
Etablierung eines libertären Regierungsführers als Zeichen des Wandels.
Aufflammende Frustration über etablierte Sozialpolitik und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft.
Kulturelles Geschehen:
Rufe nach "Cambio" (Währungstausch) allgegenwärtig.
Zunehmender Wunsch nach alternativen Lösungen, insbesondere unter der Jugend.
Die Situation erinnert an historische Wendepunkte, eine Zeit des politischen Brodelns, und sorgt für eine Atmosphäre der Unsicherheit über die Zukunft des Landes. Trotz dieser Unsicherheit eröffnet die aktuelle Lage Chancen, sozioökonomische Alternativen zu erproben.
Entwicklung Javier Mileis
Javier Mileis politischer Aufstieg in Argentinien war in vielerlei Hinsicht bemerkenswert und brachte frischen Wind in die politische Landschaft des Landes. Seine Wahl zum ersten erklärten libertären Regierungschef in einem bedeutenden Land wie Argentinien weckte insbesondere bei den Anhängern der österreichischen Schule und den Libertären großes Interesse. Mileis Amtsübernahme kann als kühnes Experiment bezeichnet werden, und viele beobachten, welche Veränderungen sich in Argentinien ergeben werden.
Karriere bis zur Macht:
Treue zu libertären Prinzipien, die weltweit Beachtung fanden
Betonte die Eigenverantwortung und den Verkauf persönlicher Dienste als Freiheitsausdruck
Wurde als Alternative zu den traditionellen Parteien gesehen, die sich zwischen Kirchnerismus und Peronismus bewegen
Argentiniens wirtschaftliche Herausforderungen:
Konfrontiert eine Inflationsrate von zuletzt über 160%
Preiserhöhungen spürten die Bürgerinnen und Bürger deutlich stärker als die offiziellen Zahlen vermuten ließen
Das politische Klima war enorm angespannt, Auseinandersetzungen im Kongress eskalierten zu körperlichen Konflikten
Die Wahl Mileis – ein Ausdruck des Protests?:
Milei bot sich als Protestwahl gegen Unzufriedenheit und desillusionierte Wählerschaft an
Sein libertärer Ansatz fand Anklang, besonders bei jungen Menschen, die nach funktionierenden Lösungen suchten
Die Wahl Mileis könnte als Wendepunkt betrachtet werden, der die politischen Strukturen Argentiniens langfristig verändern kann
Zukunftsperspektiven:
Unklarheit über die langfristigen Folgen seiner Politik für Argentinien
Die Wähler sind gespannt, welche neuen Wege Milei einschlagen wird
Mileis Regierungszeit befindet sich noch in den Anfängen, doch seine Amtsübernahme hat bereits jetzt für Aufsehen gesorgt und könnte für die politische und wirtschaftliche Zukunft Argentiniens von großer Bedeutung sein.
Timestamps
00:01:12 - Einleitung und Vorstellung
00:05:59 - Wie war die Zeit vor der Wahl von Präsident Javier Milei? Wie kam es zur Wahl?
00:10:41 - Hatten junge Leute in Argentinien einen großen Einfluss auf die Wahl von Milei?
00:12:09 - Wie kann man sich das Leben in Argentinien vorstellen? Was sind die großen Unterschiede zur Schweiz?
00:16:54 - Wie wirkt sich die hohe Inflation auf die Bevölkerung in Argentinien aus?
00:20:28 - Kann man als Expat mit Kunden im Ausland ein gutes Leben in Buenos Aires führen? Wie ist das Durchschnittseinkommen und wie sind die Lebenshaltungskosten in Argentinien?
00:24:03 - Werden die Löhne an die Inflation angepasst?
00:25:14 - Bezahlt main Argentinien mit Dollar oder Peso? Wie steht es mit dem Wechselkurs und was gibt es ür Eigenheiten?
00:33:41 - Wie ist das Gesundheitssystem in Argentinien? Wie sieht es mit Krankenversicherungen aus?
00:37:32 - Was kostet die private Gesundheitsversicherung pro Monat?
00:39:02 - Wie sicher ist es in Argentinien?
00:45:08 - Ist Korruption ein Thema in Argentinien?
00:46:38 - Staatsbürgerschaft in Argentinien: Wie einfach ist es sie zu bekommen und welche Vorteile hat sie?
00:50:16 - Welches Dekret hat Javier Milei im Dezember 2023 in Kraft gesetzt und was bedeutet das für Argentinien?
00:56:05 - Es gibt kein Mietrecht mehr in Argentinien - wie das?
00:59:36 - Wird der US Dollar zur zweiten Währung in den USA?
01:02:59 - Auf welche Gesetze und Änderungen von Milei muss man sich noch einstellen?
01:06:56 - Gibt es neue Steuergesetze, die von Milei eingeführt wurden bzw. eingeführt werden sollen?
01:07:45 - Wie sieht Manuel die Zukunft Argentiniens?
01:13:30 - 3 Schlussfragen zu Argentinien
Mitschrift zum Podcast Perspektive Ausland Episode 117: Leben in Argentinien: Was erwartet uns mit Präsident Milei?
Zu Gast: Manuel Hefti
00:00:00 - Vorspann
Manuel Ja, es hat natürlich immer schon gebrodelt hier in Argentinien. Das Land hat eine sehr intensive Geschichte, Militärdiktatur, und hat schon vieles erlebt.
Sebastian Interessant ja auch, dass ja auch besonders junge Menschen, vor allen Dingen Milei gewählt haben.
Manuel Die beste Lösung die erste Lösung, die funktioniert nicht, okay wie können wir das anders lösen? Wenn wir natürlich vom Ausland her bezahlt werden, dann dann federt dies auch ein bisschen die Inflation ab, weil der Wechselkurs, der passt sich ja zum Teil der Inflation an. Dann hörst du links und rechts einfach Cambio, Cambio, Cambio, Dollares, Dollares?
Sebastian Das ist wie Drogen in anderen Ländern, ja? Wie siehst du die Zukunft dieses Landes?
Perspektive Ausland Perspektive Ausland, der Podcast für Unternehmer und Freiberufler, die es ins Ausland zieht. Egal, ob Steuerplanung, Auslandsfirmen-Gründung oder Lifestyle-Fragen, hier geht's jede Woche zur Sache. Und hier sind deine Gastgeber Daniel Taborek und Sebastian Sauerborn.
Manuel Keine Ahnung, was da kommt, mal schauen.
00:01:12 - Einleitung und Vorstellung
Sebastian Willkommen bei einer neuen Folge von Perspektive Ausland. Wir wollen heute über das Thema Argentinien reden. Genau, oder schon wieder: Wir haben ja erst vor kurzem hier ein Gespräch gehabt zum Thema Argentinien mit einem argentinischen Anwaltskollegen, das war allerdings vor der Wahl von Milei. Das Thema Milei treibt viele von euch um, das sehen wir hier regelmäßig in den Kommentaren. Es ist faszinierend. Es ist natürlich das erste Mal, dass hier ein bekennender libertärer Regierungschef geworden ist, in einem sehr großen und auch doch wichtigen Land wie Argentinien. Und es ist sehr interessant hier natürlich für alle, die dieses Thema interessiert: Österreichische Schule, was Libertäre so tun, zu sehen, was da genau gerade passiert in Argentinien. Das ist ja so ein bisschen ein Versuch am offenen Herzen, kann man schon sagen. Ja, also da wird es ganz schön Änderungen geben, da werden wir nachher noch drüber sprechen. Daher freue ich mich besonders, heute hier einen wirklichen Experten, wenn es ums Thema Argentinien geht, zu Gast zu haben. Experten deswegen, weil er nämlich selbst in Argentinien wohnt und wir können zum Glück sagen, er kommt sogar sozusagen aus dem eigenen Hause, also er arbeitet bei uns im Team mit. Ich rede vom Manuel, der Manuel ist ursprünglich aus der Schweiz, wohnt aber in Argentinien und ich könnte mir keinen besseren Gesprächspartner als ihn vorstellen, um mal hier tatsächlich einen Erfahrungsbericht zu hören, wie das Ganze in Argentinien läuft, seit Milei hier an die Macht gekommen ist. Ich tausche schon immer so mit dem Manuel Whatsapp-Nachrichten aus zum Thema Argentinien. Wie gesagt ich finds selbst sehr faszinierend. Ich bin selbst zwar kein Libertärer, aber natürlich, die österreichische Schule und auch die libertäre Idee interessieren mich schon lange. Ich würde schon sagen, seit fast 15 Jahren. Früher habe ich mal diesen Blog von Lew Rockwell entdeckt und fand das ganze sehr interessant. Naja, also ich freue mich sehr heute, Manuel, dass du dich bereit erklärt hast hier mal Rede und Antwort zu geben und mal über deine Erfahrung konkret in Argentinien zu sprechen. Erste Frage vielleicht gleich mal an dich: Wie kommt ein Schweizer nach Argentinien? Also ich kenne ja die Schweiz ziemlich gut, ich bin in der Nähe der Schweiz aufgewachsen, habe in der Schweiz selbst gewohnt, ich könnte mir da keinen größeren Kontrast vorstellen, wenn man jetzt die 2 Länder anschaut. Als Schweizer wie bist du nach Argentinien gekommen, was ist deine Geschichte?
Manuel Ja, der Kontrast ist natürlich schon sehr groß zwischen der Schweiz und Argentinien. Es war eigentlich Zufall. Ich habe in der Schweiz eine Frau aus Argentinien kennengelernt, wir haben uns verliebt, sind dann mehrfach nach Argentinien auf Urlaub gefahren und aus einem langen Urlaub wurde dann sozusagen die Auswanderung. Ich war Chemielaborant vom Beruf, habe im Labor gearbeitet, Festanstellung, so wie viele das tun, und habe mich aber immer für die Fotografie interessiert. Habe dann auch so nebenbei in der Schweiz Fotografie gemacht, aber das wäre nie zu einem Vollzeitjob geworden, aber hier in Argentinien hat es dann einfach geklappt. Es war hier relativ einfach, als Fotograf zu arbeiten und anerkannt zu werden. Weil ja, hier brauchst du einfach nicht so viele Diplome und so weiter und sofort. Es zählt mehr was du tust, was du vorzeigen kannst an Leistung als an Zertifikaten. Und ich hab dann hier als Eventfotograf und Hochzeitsfotograf gearbeitet, dann hab ich mit Videografie auch angefangen. Dann kam mal irgendwann die Pandemie, da hab ich mich dann auf online Arbeit spezialisiert, also Videos editieren. Ja, so sind auch wir dann zusammengekommen. Und ja, jetzt mach ich halt viel Video-Editing für Youtube, Social Media Ads und Lokalisierungen, auch weil ich ja jetzt mittlerweile 4 Sprachen spreche, also Deutsch, Englisch, Französisch und jetzt Spanisch noch.
Sebastian Sehr interessant und du bist jetzt seit wie lang genau in Argentinien?
Manuel 7 Jahre sind es jetzt.
00:05:59 - Wie war die Zeit vor der Wahl von Präsident Javier Milei? Wie kam es zur Wahl?
Sebastian Ah ja, 7 Jahre, also doch schon eine wirklich lange Zeit. Du hast also die ganze Zeit, auch vor der Wahl Mileis, dort mitbekommen und ich stell mir das so ein bisschen vor wie die Jahre vor der Französischen Revolution, wo es ja gebrodelt hat unter der Decke. Ja, also ich meine, das Volk wurde immer unzufriedener, man hat ja in Argentinien diese gigantischen Inflationsraten hier verfolgen können. Ich meine sowas kennen wir ja gar nicht. Ich meine, wenn wir hier 10% Inflation haben, dann fängt schon jeder an zu schreien. Dort waren es weit über 100%, vielleicht ist das noch aus der Türkei uns irgendwo geläufig, aber ansonsten ist es natürlich völlig undenkbar. Das heißt, die Jahre, die du jetzt so mitbekommen hast vor der Wahl von Milei, wo du jetzt schon gewohnt hast in Argentinien, wie muss man sich so die Stimmung vorstellen? Denn man muss ja schon sagen, dass wir die Wahl von Milei schon irgendwo als eine Protestwahl sehen, wie man sich extremer wirklich nicht vorstellen kann. Ja, der hat ja auch schon während des Wahlkampfs keinen Hehl daraus gemacht, was er für Positionen hat. Zum Teil wurde es ja auch dann weltweit diskutiert, so von wegen: Leute sollen ihre Körper verkaufen können, sondern sich selbst in die Sklaverei verkaufen können usw. Also so in der Zeit vor der Wahl, wie kam es eigentlich dazu, dass der Kessel sozusagen dann explodiert ist und hier wirklich dann dieser Ausnahmekandidat, ein wirklicher Außenseiter hier in Argentinien an die Macht gekommen ist?
Manuel Ja, es hat natürlich schon immer gebrodelt hier in Argentinien. Also auch wenn man die Geschichte anschaut, das Land hat eine sehr intensive Geschichte, Militärdiktatur und hat schon vieles erlebt. Es herrscht auch so ein bisschen ein 2 Parteien-System. Also die einen Parteien, die mehr in Richtung Kirchnerismus sind und sehr sozialorientiert sind, auch massenweise Staatsgeld in die Leute in das Sozialwesen investieren. Zu viel vielleicht, weil dadurch entsteht auch eine unglaubliche Inflation, also die Inflationsrate im letzten Jahr war jetzt über 160% gespürt. In Argentinien war es noch mehr. Also die Preiserhöhungen, wenn man zurückblickt, vor einem Jahr waren das mehr als die 160%, das waren 200-300% vielleicht. Und ja, viele Leute sind einfach unglücklich mit der Situation, sind nicht sehr zufrieden mit der Politik und wie das läuft mit den Politikern. Ich mag mich erinnern, ich hab schon im Fernsehen Bilder gesehen vom Kongress da, also Schlagabtausch wird da zum Teil wirklich wörtlich genommen, also da gehen Sie mit Fäusten aufeinander los. Milei hat, meiner Meinung nach, einfach eine Alternative geboten. Man muss vielleicht auch noch ein bisschen das Wahlsystem hier in Argentinien anschauen. Es ist ja so hier, dass sich verschiedene Präsidentschaftskandidaten, ich glaube das waren jetzt 6 dieses Mal, zur Wahl stellen konnten. Und wenn nicht schon im ersten Wahlgang eine Mehrheit von über 50% erreicht wird, können sich dann die beiden Spitzenreiter noch mal zur Stichwahl stellen. Was passiert ist: Der Spitzenkandidat Massa, der hat dann im ersten Wahlgang irgendwas über glaube ich knapp 40% oder so bekommen. Milei war dann um die 30-35. Und die zwei haben sich dann einfach noch mal zur Stichwahl gestellt. Da war noch ein dritter Kandidat, das war die Patricia Bullrich und die war, sagen wir mal so, auf der gleichen Seite wie Milei und ich denke, in der zweiten Wahl haben dann halt auch viele Leute, die vorher für Patricia Bullrich gestimmt haben, eher für Milei gestimmt als dann für Massa. Und ja, ich denke, so ist es dann auch zustande gekommen. Sicherlich auch Protestwahl und so weiter und sofort.
00:10:41 - Hatte junge Leute in Argentinien einen großen Einfluss auf die Wahl von Milei?
Sebastian Interessant ja auch, dass besonders junge Menschen, also ich denke jetzt mal, ein Menschen jünger als 40, hier vor allen Dingen Milei gewählt haben. Oftmals in Europa sind die jungen Leute eher politikverdrossen. Vielfach wird hier letztlich durch die Älteren bestimmt, wer und welche Parteien an die Macht kommen. Aber dass hier die jungen Leute tatsächlich einen großen Einfluss gehabt haben, war davon was zu spüren oder wie hast du es empfunden?
Manuel Ja, also ich kenne schon Leute in meinem Umfeld, auch jüngere Leute, die für Milei gestimmt haben und hinter Milei stehen. Ich kenne den Javier Milei sogar persönlich, wobei nicht nicht sehr gut, aber der hat mal früher im gleichen Wohnkomplex gewohnt wie ich, der hat ja irgendwie 5 Hunde oder so. Sein ältester Hund, seine große Liebe, sage ich mal, der Conan mit dem habe ich den Milei schon öfters gesehen. Also als er mit dem Conan spazieren ging, der hat ja ein Hüftproblem also der hat einen Hunderollstuhl gehabt und da hat sich der Milei sehr um diesen Hund gekümmert. Und die Gespräche mit Milei gingen dann auch eher um den Hund als um die Politik.
00:12:09 - Wie kann man sich das Leben in Argentinien vorstellen? Was sind die großen Unterschiede zur Schweiz?
Sebastian Als jetzt jemand, der jetzt aus der Schweiz kam, wie gesagt, ich hatte vorhin schon gesagt, die Unterschiede können wahrscheinlich größer nicht sein. Beschreib das doch mal so ein bisschen, damit man sich das so vorstellen kann als jemand, der aus dem deutschsprachigen Raum kommt, wie das tatsächlich in Argentinien war und was dann vielleicht doch zu dieser Wahl geführt hat. Wie muss man sich das vorstellen, das Leben in Argentinien im Vergleich zur Schweiz? Was sind so die ganz großen Unterschiede, was war vielleicht auch für dich einfach persönlich so ein großer Kulturschock, wo du gesagt hast, hm, da habe ich jetzt vielleicht persönliche Schwierigkeiten mit mich da umzustellen, mental und so. Was hat dich da ganz persönlich vor allen Dingen beeindruckt, was ist dir da aufgefallen?
Manuel Ja, die Schweizer, die sind natürlich extrem organisiert und manchmal zuweilen fast schon überorganisiert. Also das könnte vielleicht auch ein Grund sein, warum einige Schweizer dann sich zur Auswanderung entscheiden. Äh, eben wie gesagt, es braucht eigentlich für alles ein Zertifikat, eine Ausbildung, ein Formular, selbst für Ausnahmen. Und es gibt den Plan A und daran hält man sich. Argentinien möchte sich gerne ausgezeichnet organisieren, also die schauen wirklich hoch nach Deutschland, Schweiz, Europa. Das merkt man auch, wenn man hier mit dem Argentinier ins Gespräch kommt und man erzählt denen man ist aus der Schweiz, das ist so WOW aus der Schweiz und ja alles super sauber, alles super organisiert usw. alles perfekt läuft da. Ja, der Argentinier möchte gerne so sein, die Realität sieht leider anders aus. Es ist hier sehr viel chaotischer. Oftmals funktioniert Plan A schon mal prinzipiell nicht und man greift halt auf Plan B zurück, aber das ist genauso gut oder Plan C oder Plan D. Es wird hier schon recht oft improvisiert. Und ja, es gibt keinen Aufstand, wenn man halt mal improvisieren muss. Also das typische Schweizerische: "Nein, so geht das nicht und man muss das so machen und so, also das geht nicht so, man muss das so machen", das ist ja nicht so. Hier ist es eher: "Okay, wir haben ein Problem, das muss gelöst werden. Die beste Lösung. die erste Lösung, die funktioniert nicht, okay wie können wir das anders lösen?" Ich selber habe mich da auch ziemlich verändert in der Richtung, das merke ich auch, wenn ich mit Schweizer Freunden, die jetzt noch in der Schweiz wohnen, spreche. Kürzlich war meine Mutter hier zu Besuch, die ist schon sehr schweizerisch und ja, das war manchmal schon relativ schwierig das Chaos dann zu verkraften und sich hier zurechtzufinden.
Sebastian Und wahrscheinlich geht es dir ja auch so ein bisschen wie so wie es sehr vielen Auswanderern geht. Ja, das heißt also, du bist vielleicht doch kein waschechter Argentinier, aber auch letztlich hast du dich ein bisschen schon weiterentwickelt von der Person, die du warst, als du in der Schweiz gelebt hast. Hast neue Erfahrungen gemacht, neue Horizonte haben sich aufgetan und man fühlt sich so ein bisschen, dass man nirgendwo mehr so 100% wirklich reinpasst, ist doch deine Erfahrung.
Manuel Ja, definitiv. Also ich denke, vor allem beruflich habe ich mich sehr in die Richtung entwickelt, in die ich eigentlich gehen wollte. Das ist so, ich hab das Gefühl. ich wurde befreit von dem Gedanken, ja du musst einen Beruf lernen, du musst deiner Arbeit nachgehen, immer schön pünktlich zur Arbeit erscheinen und das ist dann dein Leben, also das was du lernst, das machst du dein Leben lang. Wie gesagt, hier arbeite ich jetzt in der Fotografie und Videographie, darauf hab ich mich spezialisiert. Ich arbeite aber als Freelancer, also ich kann mir meine Arbeitszeiten relativ frei einteilen, das richtet sich dann weniger nach einem Stundenplan oder den Arbeitszeiten, sondern mehr nach dem Arbeitsaufkommen. Und ja, ich kann mich einfach hier freier organisieren und wie ich finde, viel freier leben.
00:16:54 - Wie wirkt sich die hohe Inflation auf die Bevölkerung in Argentinien aus?
Sebastian Das klingt wahnsinnig faszinierend. Jetzt hattest du ja vorhin kurz beschrieben, wie chaotisch das Land war, und das hat sich auch auf die Staatsfinanzen enorm ausgewirkt. Wie würdest du das beschreiben in Argentinien? Die Situation der Bevölkerung, der allgemeinen Bevölkerung. Sicherlich, kann ich mir vorstellen, wie in jedem Land, gibt es natürlich eine wohlhabende Oberschicht und es gibt reiche und denen geht es eigentlich immer gut, aber gibt es dort viel sichtbare Armut. Also diese ganze Inflation, die wir jetzt hier verfolgt haben geht ja auch schon über Jahre so, die Entwertung des Geldes und und des Vermögens. Wie wirkt sich das hier auf das Schicksal und die finanzielle Situation der Bevölkerung aus?
Manuel Ja, die Armut, die ist schon sehr sichtbar. Also ich lebe ja hier in Buenos Aires, einer riesigen Stadt, hier leben doppelt so viele Leute wie die Schweiz als Bevölkerung hat. Und ähm, es gibt schon an jeder Straßenecke Obdachlose, also viele Leute, die auf der Straße leben. Es gibt einige, die betteln einfach, es gibt andere, die verkaufen Dinge und finanzieren sich so ihren Lebensunterhalt. Einige Leute, die haben künstlerische Fähigkeiten, zum Beispiel, wenn man mit der U-Bahn fährt, da kann man doch relativ kulturelle Vielfalt erleben. Also es gibt viele Leute, die dort dann halt Musik machen in der U-Bahn, in der U Bahn Dinge verkaufen und so weiter und sofort. Also die Armut ist sehr sichtbar, die Armutsrate von Argentinien ist ja jetzt irgendwie um die 40%, fast die Hälfte der Bevölkerung lebt in Armut in diesem Land. Es gibt auch ziemlich große Unterschiede zwischen der Stadt Buenos Aires und dem Rest von Argentinien. Also man sagt, Buenos Aires ist nicht Argentinien, Buenos Aires, das ist eine kosmopolitische Stadt, sehr angehaucht von Europa. Es gibt sehr viele italienische Nachkommen von italienischen Staatsbürgern hier zum Beispiel, aber auch Deutsche, einige Schweizer, Spanier usw. Ja, die Bevölkerung ist schon sehr durchmischt hier. Auf dem Land, da sieht man dann auch mehr oder häufiger, das was man sich vielleicht eher vom Lateinamerikaner vorstellen würde, also eher dunkelhäutige Menschen. Menschen mit indigener Herkunft. Es gibt natürlich auch finanziell natürlichen einen Unterschied. Also in Buenos Aires ist alles teurer. Die meisten Leute, die viel Geld haben, wohnen natürlich in Buenos Aires und dann im riesigen Rest von Argentinien da ist dann die Armut doch auch noch größer. Nur ich habe das Gefühl, dass es da doch nicht so sichtbar ist, da trifft man nicht so auf die Leute, die dich dann regelrecht andeckeln um Geld.
00:20:28 - Kann man als Expat mit Kunden im Ausland ein gutes Leben in Buenos Aires führen? Wie ist das Durchschnittseinkommen und Lebenshaltungskosten in Argentinien?
Sebastian Jemand, wie du nehme ich an, der jetzt vielfach Kunden im Ausland hat, außerhalb von Argentinien, wahrscheinlich auch in ausländischer Währung; US Dollar oder Euro oder Franken bezahlt wird. Es sind ja viele unserer Zuhörer und Zuschauer, auch daran interessiert, möglicherweise mal ein paar Jahre in Argentinien zu leben. Würdest du sagen, dass du, wenn du jetzt hier nicht abhängig bist von lokalen Kunden, nicht von lokalen Jobs, dass es sich dann dort ziemlich gut leben lässt, in Argentinien; in Buenos Aires, jetzt konkret?
Manuel Ja, ich denke schon. Also das macht halt doch schon auch einen Unterschied aus, ob man hier in lokaler Währung bezahlt wird oder ob man im Ausland bezahlt wird. Wenn man natürlich vom Ausland her bezahlt wird, dann federt das auch ein bisschen die Inflation ab, weil der Wechselkurs, der passt sich ja zum Teil der Inflation an. Von den Preisen her; zum Beispiel eine Mietwohnung hier in Buenos Aires würde ich jetzt sagen, kostet so im Schnitt vielleicht $300 pro Monat, das sind dann ungefähr 2 bis 3 Zimmer, je nachdem halt wo man dann in der Stadt lebt, also in welcher Nachbarschaft. Von den Lebenskosten her, ich meine im Vergleich zu Europa oder direkt vor allem zur Schweiz, sind die Lebensmittel natürlich schon billig hier. Also wenn man ins Restaurant geht für 10,00€ pro Person, kannst du da sehr gut essen, also 3 Gänge Menü mit Essen und Trinken kosten 10-20€ pro Person. Aber das ist natürlich für die Argentinier doch schon eine Preisklasse, weil natürlich das Einkommen des Argentiniers ist geringer. Ja, was ist so das Durchschnittseinkommen? Ich sag mal zwischen $300-500. Also das heißt, schon viele können sich dann die Wohnung in der Stadt nicht unbedingt leisten und ziehen dann mehr so in die Vorstadt. Und dann sind auch die Preise für das Essen im Vergleich schon schon relativ teuer. Was ich so in den letzten Jahren auch mitbekommen habe, ist, dass neben der Inflation die Preise zusätzlich ansteigen. Also die Argentinier, die kennen eigentlich nur eine Richtung mit den Preisen, das ist Preiserhöhung. Und die Preise werden dann halt regelmäßig angepasst. Das ist relativ chaotisch. Also es gibt da nicht irgendeinen Stichtag oder so, sondern die Händler, die passen das dann selbstständig der Inflation an. Und ja, wenn der Peso an Wert verliert, dann werden entsprechend die Preise erhöht. Wenn der Peso aber nicht so schnell einen Wert verliert oder sogar mal kurzfristig an Wert gewinnt, dann bleiben die Preise einfach so eingefroren. Wenn der Peso dann wieder an Wert verliert, dann wird einfach wieder eine Preiserhöhung fällig. Und ich habe das Gefühl es gibt dann der Inflation einen zusätzlichen Schub, dass nicht nur die Waren auf die Inflation berechnet teurer werden, sondern zusätzlich einfach noch teurer werden.
00:24:03 - Werden die Löhne an die Inflation in Argentinien angepasst?
Sebastian Und und die Bevölkerung, also die Argentinier, die bekommen dann laufend Lohnerhöhung, oder wie muss man sich das vorstellen? Ich meine, wenn man 200-300% Inflation gefühlt hat, wie du es geschrieben hast, das kann ja nur so funktionieren, dass die Leute alle paar Monate eine Lohnerhöhung bekommen, oder?
Manuel Ja, die Argentinier bekommen eine Lohnerhöhung. Ich weiß jetzt nicht genau, wie das geregelt ist. Vermutlich halbjährlich oder alle paar Monate. Nur was häufig der Fall ist, dass diese Lohnerhöhung überhaupt nicht der Preiserhöhung entspricht, die da stattfindet. Also ja, das Land wie die Güter werden wirklich teurer und teurer, vor allem für die Argentinier. Ich denke was dann halt passiert ist, dass mehr und mehr Menschen aus dem unteren Mittelstand dann in die Armut abrutschen. Also irgendwann kannst du deine Wohnung und deine Lebensmittel nicht mehr zahlen. Es ist so, sagen wir mal, ein schleichendes Abrutschen in die Armut dann.
00:25:14 - Wie bezahlt man in Argentinien, mit Dollar oder Peso? Wie steht es mit dem Wechselkurs und was gibt es Eigenheiten?
Sebastian Genau. Und im Grunde genommen hat das sicherlich dann auch die Wahl von Millei dann hier befeuert Weil man ständig diese Spirale hat, alles wird teurer, die Inflation lässt sich nicht unter Kontrolle bringen, es findet keine wirkliche Besserung statt und irgendwie ist es dann total total perspektivlos. Aber in Geschäften, wenn du jetzt was einkaufen gehst, dann bezahlst du schon mit Peso. Also das ist dann nicht so, dass du jetzt hier durch die Stadt gehst und immer mit Dollar bezahlst, sondern Dollar ist eher die Ausnahme. Das heißt du wechselst immer von Dollar in Peso und dann bezahlst du aber mit Peso oder mit einer Kreditkarte oder sowas?
Manuel Man bezahlt schon in Peso, hauptsächlich also für den täglichen Einkauf und so. Dinge, wie zum Beispiel wenn du eine Wohnung kaufst oder Immobilien kaufst, das wird dann schon in Dollar gemacht. Also da verkauft dir keiner sein Haus in Pesos, das wäre ja völliger Schwachsinn. Also das wird dann schon in Dollar und normalerweise mit Kreditkarte bezahlt. Also da gibt es ganz viele Dinge. Das eine zum Beispiel ist die Kreditkarte da. Du kannst in cuotas con interés, d.h. du kannst in Quoten bezahlen, das kennen wir ja von Kreditkarten, und bezahlst so deine Einkäufe ab. Con interés heißt aber hier, dass du quasi wenn du heute 10.000 Peso für eine Ware bezahlst, dann zahlst du 3 oder 6 Quoten und jede Quote ist dann 333 Peso.
Sebastian Also du meinst Ratenzahlung?
Manuel Genau, Ratenzahlung und sin interés heißt einfach, dass die Inflation da ausgeschlossen. ist Also du zahlst den Preis und du zahlst die Rate in 3 Raten und es wird kein Zuschlag erhoben, weil normalerweise wird ein Zuschlag erhoben, der die Inflation ausgleicht. Mit sin interés wird einfach der Zuschlag nicht erhoben. Im letzten Jahr, da war ja die Inflation wirklich wahnsinnig und das geht ja quasi logarithmisch. Da geht jetzt geht die Kurve hoch. Und ich habe mir zum Beispiel im letzten Jahr einen Kühlschrank gekauft für vielleicht 250.000 Peso, das war damals so um die $600 und ich habe da einen Kauf gemacht mit 12 Raten. Und jetzt zahle ich die letzte Rate von diesem Kühlschrank ab. Umgerechnet sind das jetzt noch $250, also die letzte Rate, ist eigentlich ziemlich günstig und drum gibt es auch immer weniger Angebote. Also früher hat man viele Angebote über ein Jahr hinweg sin interés abzahlen können, das sieht man heute kaum mehr. Jetzt sind es vielleicht noch 3 Monate, höchstens 6 Monate. Da gibt es noch eine andere Gegebenheit, das hat dann mit der Währung bzw. mit dem Währungsumtausch bzw. dem Dollar Blue zu tun. In Argentinien gibt es, glaube ich 6 verschiedene Wechselkurse für Fremdwährung auf argentinische Peso. Angeführt werden diese Wechselkurse vom offiziellen Wechselkurs, der war for Milei noch irgendwie bei knapp 400 Peso pro Dollar hast du da bekommen. Und ein wichtiger anderer Wechselkurs, das ist dann der Dollar Blue, das ist der Schwarzmarkt Dollar. Also der war for Milei noch auf ungefähr 1000 Peso, also irgendwie 250% war der Dollar Blue mehr wert als der offizielle Dollar. Natürlich, wenn du jetzt Geld einführst über eine Bank oder so, dann bekommst du normalerweise den offiziellen Wechselkurs. Was es halt hier gibt. Es gibt sehr viele "illegale" Wechselstuben, weil das wird hier relativ locker gehandhabt. Es gibt hier die Floridastraße im Stadtzentrum, das ist eine typische Einkaufsstraße. Und da stehen einfach zum Teil 45 Leute nebeneinander, die dir da den Wechsel vom Dollar Blue anbieten. Also wenn du da jetzt als blauäugiger, blondhaariger Mensch durchläufst, dann hörst du links und rechts einfach Cambio, Cambio, Cambio, Dolares, Dollares, Gambio, Gambio, die ganze Zeit.
Sebastian Wie mit Drogen in anderen Ländern, ja.
Manuel Ja, genau. Dann fragst du mal, "OK, wie schaut der Kurs aus, wie viele Dollar willst du wechseln? $2.000 $3.000? Nein nur $100? Ah okay, für $100 gebe ich dir, ich weiß nicht 1.000 Peso pro Dollar und wenn du dann einwilligst, dann gehst du mit und der führt dich dann irgendwo in so ein Ladengeschäft rein ins Hinterzimmer und da wird dann das Geld gewechselt. Und ja, das ist einfach ein reges Business hier. Aber es ist einfach niemand interessiert eigentlich. Auch nicht die Polizei. Es gab manchmal Razzien, und wenn so eine Razzia gemacht wurde, hat sich das natürlich sehr schnell rumgesprochen und dann haben die Wechselstuben einfach ein paar Tage zugemacht und dann ging es fröhlich wieder weiter, so wie vorher. Du kannst hier maximal $200 pro Monat legal beziehen. Das nennt sich dann Spar-Dollar, also da kannst du bei deiner Bank die $200 umtauschen, da zahlst du den normalen offiziellen Wechselkurs plus 30% Landessteuern plus 30% Einkommensteuer und Vermögenssteuern, sowas in der Richtung, also 60% noch mehr. Und ja, so kannst du dann quasi maximal $200 pro Monat auf dein Sparkonto überführen. Viele Leute hier haben 2 Konten. Das Pesokonto dient für den täglichen Gebrauch und ein Konto in US Dollar, was dann zum Sparen dient. Das ist noch so eine andere Eigenheit. Und ja, viele Leute haben dann einfach ihre Pesos auf dem Schwarzmarkt verkauft und so dann Dollar gespart und entsprechend natürlich diese Dollar, die dann so reinkamen, die wurden dann wieder an die Touristen verkauft, zum Beispiel die dann wieder Pesos brauchen. Und so hat es dann funktioniert.
Sebastian Also jemand, der jetzt sich überlegt nach Argentinien auszuwandern, für den ist es ja erstmal ziemlich gewöhnungsbedürftig. Ja, also sich da zurechtzufinden, muss man natürlich sehen, was sich da jetzt durch Milei dann tatsächlich ändern wird. Ob der US Dollar praktisch als tatsächliche Währung oder als weiteres offizielles Zahlungsmittel eingeführt wird, sodass jeder dann hier mit Dollar bezahlen kann oder der Peso hier an den Dollar praktisch angehängt wird, das muss man jetzt natürlich sehen. Aber wenn du jetzt jemandem einen Tipp geben würdest, der sich überlegt nach Argentinien auszuwandern, würdest du im Grunde genommen sagen, nur das Geld zum täglichen Bedarf in Peso haben oder auf einem argentinischen Konten haben, alles andere im Ausland.
Manuel Was natürlich auch passiert ist, der Peso, der wurde angepasst. Also für den Dollar für den du früher 400 Pesos bekommen hast, bekommst du jetzt über 800 Pesos pro Dollar.
00:33:41 - Wie ist das Gesundheitssystem in Argentinien? Wie sieht es mit Krankenversicherungen aus?
Sebastian Also für jemanden, der jetzt vom Ausland nach Argentinien zieht, vor allen Dingen jemand, der jetzt hier aus der Schweiz oder aus Deutschland kommt, ist es auf jeden Fall eine sehr große Umstellung. Ich meine, der Schweizer Franken ist ja noch viel stabiler als der Euro. Das stelle ich mir wirklich so vor, dass man sich immer überlegen muss, OK wie wechsel ich jetzt um, was muss ich jetzt genau machen. Also eine Komplikation, die man im Leben nicht haben will. Und wir nehmen das ja immer so selbstverständlich hin, wenn wir in einem Land leben wie Deutschland, Österreich, Schweiz, dass das so mit der Währung einfach irgendwie so funktioniert. Wir wissen nicht genau wie, die Inflation ist irgendwie unter Kontrolle, aber man sieht jetzt mal wie das eben in anderen Ländern ist, wo das nicht so reibungslos läuft. Was es dann für die Menschen tatsächlich für ein Problem ist und im Alltag konkret bedeutet, können wir uns oft gar nicht vorstellen. Da gibt es ja sicherlich auch noch andere Bereiche, wo das ganz ähnlich ist. Wie ist denn zum Beispiel in Argentinien deiner Erfahrung nach mit dem Gesundheitswesen. Wie muss man sich das vorstellen, wie zuverlässig ist es, wenn man das jetzt vergleicht mit Deutschland oder der Schweiz? Wie gut sind die Ärzte, wie gut ist die Versorgung? Wie wird das finanziert? Gibt es Krankenversicherungen oder zahlt man bar oder wie funktioniert das genau?
Manuel Die gute Nachricht ist, hier in Argentinien gibt es ein öffentliches Gesundheitswesen. Also jeder, der nach Argentinien kommt, hat das Recht dazu, gesundheitlich versorgt zu werden. Die schlechte Nachricht ist, dieses öffentliche Gesundheitswesen ist völlig überlastet und ziemlich marode. Es gibt zusätzlich zu diesem öffentlichen Gesundheitswesen, das kostenlos ist, die Obras sociales. Also das sind quasi Gewerkschaften. Wenn du hier zum Beispiel selbständig bist, dann bist du auch automatisch einer Obras sociales angeschlossen. Und da ist halt auch ein Gesundheitsplan dabei, der ist ein bisschen besser als der öffentliche Gesundheitsplan. Du wickelst dann einfach deine gesundheitlichen Sachen, Termine und so weiter mit Ärzten über diese Obras sociales ab und diese haben dann wieder Abkommen mit Kliniken und mit Ärzten. Ja, das ist ein bisschen besser. Das Beste was du hier haben kannst, das ist dann einfach die private Versicherung, das nennt sich hier Prepagas. Viele Spitäler zum Beispiel bieten diese Prepagas an. Behandelt wirst du in allen 3 Kategorien: Beim öffentlichen Gesundheitssystem, da gehst du, wenn du ein Problem hast, in ein öffentliches Spital und da schauen sie sich das mal an. Also da wartest du, hast du Wartezeiten, je nachdem kannst du am Morgen hingehen und es kann es sein, dass du den ganzen Tag dort wartest, je nachdem. Bei der Obras sociales würde das vielleicht eher so aussehen, dass du auch dort Wartezeiten hast, kriegst einen Termin mit dem Arzt, der schaut sich das an, dann bekommst du einen Zettel unterschrieben vom Arzt, da gehst du wieder zur Obras sociales das musst du wieder autorisieren lassen, dann musst du einen neuen Termin machen, musst wieder warten mit dem anderen Arzt, der schaut sich das an, der sagt dann so und so können wir das machen. Und wenn du bei der Prepagas bist, ein gutes Krankenhaus hast und so, dann kann es schon sein, dass du da auftauchst und sagst, du hast ein Problem, du bekommst dann einen Termin, musst vielleicht eine Stunde warten, vielleicht auch nicht. Manchmal geht das auch direkt. Also das sind einfach so die verschiedenen Stufen.
00:37:32 - Was kostet die private Gesundheitsversicherung pro Monat?
Sebastian Und was was kostet das, wenn ich jetzt dieses höchste Level der gesundheitlichen Vorsorge habe, diese private Krankenversicherung, die du angesprochen hast? Mit was muss ich da so für Kosten rechnen pro Monat?
Manuel Um die 100€ pro Monat, das ist dann wirklich eine gute Krankenkasse.
Sebastian Wenn ich dafür eine gute gesundheitliche Versorgung bekomme, dann wäre das ja im Vergleich zu anderen privaten Krankenversicherungen sehr günstig, muss man sagen.
Manuel Ich meine im Vergleich zur Schweiz ist das super günstig, da zahlst du ja ich weiß nicht 300-400 Franken pro Monat, je nachdem. Für viele Argentinier ist es halt dann doch schon wieder recht teuer und viele können sich das nicht leisten. Viele sind dann auch auf der Stufe Obras sociales, weil sie zum Beispiel in einer Gewerkschaft sind. Wenn du selbständig bist, dann ist das auch inbegriffen. Da muss man halt etwas länger warten, man hat vielleicht nicht immer den modernste Zugang zu den medizinischen Mitteln. Und ja, wie gesagt, wenn man das auch nicht mehr hat, dann bleibt einfach noch das öffentliche Gesundheitssystem.
00:39:02 - Wie sicher ist es in Argentinien?
Sebastian Jetzt ein anderes Thema, was sicherlich für viele unser Zuschauer und Zuhörer interessant ist, ist das Thema Sicherheit. Man kennt es ja aus anderen lateinamerikanischen Ländern, insbesondere zum Beispiel Mexiko, dass die Sicherheit sehr schlecht ist; Entführungen, Ermordungen, Drogenkartelle usw. Oder auch in Venezuela oder anderen Ländern. Wie ist es so in Argentinien, ich weiß das Gefühl der Sicherheit ist möglicherweise schwer objektiv zu beantworten. Du siehst jetzt ja nicht wie ein Lateinamerikaner aus, bei dir sieht jeder wahrscheinlich relativ schnell, dass Einwanderer bist. Du hast ja vorher schon gesagt, dass es da die verschiedensten Volksgruppen gibt. Das heißt, da gibt es auch viele "Blonde", also ist die Sicherheit dort gut, kann man dort zum Beispiel in Buenos Aires überall hingehen, muss man sagen, okay in bestimmten Gegenden gehe ich lieber nicht, vor allen Dingen, wenn es dunkel ist? Wie muss man sich das vorstellen?
Manuel Klar: Blau, blond, das ist nicht unbedingt das lateinamerikanische Schema. Aber man fällt hier in Buenos Aires, muss ich sagen, nicht so sehr als Gringo auf, weil es halt schon viele hellhäutige Argentinier gibt. Ich denke, viele haben italienische Abstammung und andere europäische Abstammung. Ähm, Drogenkartelle, Mafia und so, da habe ich jetzt selber eigentlich nichts davon mitbekommen. Auf was man aufpassen muss: Es gibt halt doch sehr viel Diebstahl, also Taschendiebstahl. Zum Beispiel einen Bekannten von mir, dem wurde sein Handy aus dem Rucksack geklaut, der hat einfach seinen Rucksack normal angehabt und ist damit spazieren gegangen. Also da hat jemand in irgendeinem Moment den Reißverschluss aufgemacht, das Handy rausgenommen und er hat gar nichts gemerkt davon. Was es früher noch eher gab und jetzt eigentlich auch weniger sind die sogenannten Motochorros. Das sind normalerweise 2 Leute auf dem Motorrad. Du bist da irgendwie auf der Straße spazieren, da halten dich 2 Leute auf dem Motorrad an, der hintere Beifahrer springt ab, gibt dir direkt eine auf die Mütze und reißt dir den Rucksack weg. In den letzten Jahren wurde vor allem hier in der Stadt das Polizeiaufkommen massiv verstärkt, also man sieht eigentlich fast an jeder Straßenecke einen Polizisten, die patrouillieren regelmäßig. Diese Art von gewaltsamen Überfällen, das hat schon abgenommen, also hab ich das Gefühl. Hier in der Stadt natürlich gibt es Viertel da müsste man vorsichtig sein, wenn man da wirklich in der Nacht rumläuft. Generell in der Nacht rumlaufen, also die U Bahn zum Beispiel, die schließt zwischen 11-12:00 Uhr in der Nacht und ich denke, das ist auch meistens so ein guter Zeitpunkt, um nach Hause zu kommen. Hier im Quartier, wo ich wohne, das nennt sich Caballito. Das ist ein sehr familiäres Quartier, es hat sehr viele Schulen und Universitäten, also da fühlt man sich auch noch in der Nacht relativ sicher. Also wenn ich da irgendwie 3-4 Blocks, 500 Meter in der Nacht noch zum zum Kollegen zu Fuß gehe, da hab ich jetzt nicht unbedingt Angst, dass ich überfallen werde. Und dann gibt es auch noch die Villas Miserias, das sind die Armenquartiere. Das ist eines der Bekanntesten, das liegt übrigens quasi direkt gegenüber vom Viertel, in dem die reichsten Leute wohnen. Die sind quasi auf Sichtweite. Und ja, in diesen Villas Miserias, da würde ich jetzt auch nicht unbedingt oder überhaupt nicht hingehen und rumspazieren wollen. Was auch passiert ist in den letzten Jahren, es wurde sehr viel unternommen, um Parks und Gebiete, die vorher wirklich gefährlich waren, aufzuschönen und viel sicherer zu machen. Zum Beispiel gibt es ein Gebiet zwischen dem Regierungshaus Casa Rosada, also quasi was das weiße Haus in den USA ist, das ist das Casa Rosada hier und dem Puerto Madero, das ist ein ehemaliger Hafen, das ist heute ein Luxuswohngebiet mit vielen teuren Läden, teuren Restaurants und so. Und dazwischen gab es so einen Park, und der war für viele Jahre eine rote Zone. Also wenn man da nach Madero kommen wollte, die letzte U Bahn Station, die war am Rosa Haus und wenn man da zu Fuß nach Puorto Madero laufen wollte, das war nicht unbedingt empfehlenswert. Das wurde jetzt alles überarbeitet. Da ist jetzt ein großer Park, der ist beleuchtet und so, und das ist jetzt zum Beispiel viel sicherer, auch am Abend, auch in der Nacht.
00:45:08 - Ist Korruption ein Thema in Argentinien?
Sebastian Das klingt ja vielversprechend. Du hast die Polizeipräsenz jetzt gerade schon erwähnt, in vielen solchen Ländern ist ja oftmals das Problem, dass die Polizei und generell, Beamte sehr schlecht bezahlt werden und deswegen die Korruption groß ist. Das heißt, wenn man irgendwas erreichen will, z.B. man braucht eine Baugenehmigung oder sonst irgendwas, funktioniert es im Grunde nur, wenn man hier letztlich ein zusätzliches Geld bezahlt. Das kann vielleicht auch Vorteile haben, dass wenn man in eine Verkehrskontrolle kommt und man Konsequenzen vermeiden will, man sich einfach hier mit wenig Geld rauskaufen kann. Wie ist es in Argentinien das Thema Korruption? Dass alle Politiker irgendwo korrupt sind, ist mir schon klar, aber so im Alltag ist es ein Thema da oder eher nicht?
Manuel Nein, für mich jetzt überhaupt nicht. Da habe ich in dem Sinne nichts mitbekommen. Bei der Polizei hier habe ich manchmal so ein Gefühl, dass die so ein bisschen gelangweilt sind. Also es spielen schon viele Polizisten mit dem Handy, und die sind dann am rumtippen, weil sie halt den ganzen Tag irgendwo an der Straßenecke stehen müssen und quasi darauf warten, dass was passiert. Aber wenn du mit den Polizisten hier sprichst oder sind sie eigentlich freundlich, geben Auskunft und sind auch hilfsbereit.
00:46:38 - Staatsbürgerschaft in Argentinien: Wie einfach ist es sie zu bekommen und welche Vorteile hat sie?
Sebastian Sehr interessant. Ein Thema was immer wieder hochkommt, jetzt gerade auch bei unseren Zuschauern und Zuhören, ist das Thema generell Zweite Staatsbürgerschaft. Da hat verschiedene Gründe, also dass man einen Plan B haben will oder dass man befürchtet, dass irgendwann die Besteuerung der Staatsbürgerschaft gerade auch in Deutschland kommt. Und dann besorgt man sich einen Zweitpass, da ist die Idee letztlich, dass man die deutsche Staatsbürgerschaft zum Beispiel abgeben kann, um dem dann zu entkommen. Jetzt interessanterweise, das weiß ich sicher, ist die argentinische Staatsbürgerschaft die, die am einfachsten überhaupt zu erlangen ist. Nach meinem Verständnis ist es so: Wenn du verheiratet bist mit einer Argentinierin, kannst du schon am Tag darauf nach der Hochzeit die Staatsbürgerschaft in Argentinien beantragen. Oder ansonsten, wenn du dort lebst, auch nach sehr kurzer Zeit. Ist es für dich ein Thema, die argentinische Staatsbürgerschaft als doppelte Staatsbürgerschaft neben der Schweiz zu haben oder hast du es sogar schon gemacht? Was ist da deine Perspektive?
Manuel Ja, also für mich ist es im Moment kein Thema. Argentinische Staatsbürgerschaft, ja, ich könnte die beantragen. Was ich weiß, musst du 2 Jahre hier gelebt haben. Wie es mit der Heirat aussieht, ob du da direkt die Staatsbürgerschaft beantragen kannst, das wüsste ich jetzt nicht, wie das genau geregelt ist. Ich habe eine Niederlassungsbewilligung hier, die ist gültig bis ich weiß nicht 2035 oder so. Also die ist glaub ich 15 Jahre gültig. Wenn du die bekommst. Also im Moment ist das für mich kein Thema. Ich bin eigentlich zufrieden mit meiner Schweizer Staatsbürgerschaft. Und dann halt einfach mit der argentinischen ID Karte die ich hier habe. Ja, aber ich kann mir natürlich vorstellen, für jemanden, der zum Beispiel, sagen wir mal aus Peru vielleicht kommt oder Bolivien oder irgendeinem anderen Land, das relativ wenige Einreiseabkommen mit anderen Ländern bzw. komplizierte hat, dass man da ein Visum braucht usw., da könnte die argentinische Staatsbürgerschaft durchaus interessant sein, weil man auch mit dem argentinischen Pass, eine weitaus größere Reisefreiheit hat als zum Beispiel mit dem bolivianischen Pass . Also was ich weiß, kannst du mit dem argentinischen Pass in Europa problemlos einreisen, kannst 90 Tage unterwegs sein, dich da aufhalten, ohne dass du da ein Visum brauchst.
Sebastian Ja, also das könnte für den einen oder andern vielleicht interessant sein. Übrigens ein Thema, das was wir mit dem argentinischen Rechtsanwalt besprochen hatten damals war das Thema Visum für Argentinien. Also es gibt auf jeden Fall so ein sogenanntes Investorenvisum für Argentinien, wenn man zum Beispiel da eine eigene Firma gründet. Und aufgrund der Inflation ist der Betrag letztlich, den man da investieren muss, in das eigene Unternehmen wahnsinnig gering. Also ich glaube das sind jetzt nur noch $4.000-5.000 umgerechnet und dann bekommt man da eine langjährige Aufenthaltsgenehmigung als Investor. Also wer da Interesse hat, der sollte sich sicherlich das Ganze nochmal anschauen.
00:50:16 - Welches Dekret hat Javier Milei im Dezember 2023 in Kraft gesetzt und was bedeutet das für Argentinien?
Sebastian Ich würde jetzt vielleicht noch mal gerne auf die Änderungen am Status quo kommen, die wir jetzt erwarten oder du erwartest konkret durch Milei und jetzt auch sein DNU, also sein Dekret, von denen du jetzt ja auch schon mehrfach gesprochen hast. Also um es noch mal zu sagen, falls es hier unseren Zuschauern und Zuhörern nicht bewusst ist: Milei, Präsident von Argentinien hat ja jetzt im Parlament keine Mehrheit, das heißt, der einzige Weg letztlich, wie er sein Gesetzesvorhaben durchbringen kann, ist natürlich Kompromisse finden mit den Parteien. Und so von der Art Persönlichkeit, die er ist, scheint es jetzt eher unwahrscheinlich zu sein, weil ja solche Kompromisse natürlich langjährige und langwierige Verhandlungen voraussetzen, das kann ich mir nicht vorstellen. Der andere Weg ist eben den Weg zu gehen, den im Grunde ja jeder Präsident, Premierminister oder ähnlicher Amtsträger gehen kann, ist eben über Dekrete zu gehen. Das heißt, er erklärt einen nationalen Notfall und kann dann entsprechend hier zumindest zeitlich beschränkte gesetzliche Vorhaben selbst auf den Wegbringen. Wir kennen das ja ganz oft aus den USA, wo das Executive Order heißt, wo der Präsident dann Dinge letztlich hier gesetzlich festigt, weil zum Beispiel der Kongress dort nicht in die Potte kommt, und es scheint so zu sein. Es scheint auch, dass es der einzige realistische Weg wäre, den Milei hier gewählt hat, wenn er hier irgendwas erreichen möchte, aufgrund eben der fehlenden Mehrheiten, die er hat. Und du hattest schon angesprochen, er hat jetzt hier Ende 2023, also praktisch kurz vor Silvester noch ein solches Dekret eingeführt, was jetzt auch schon in Kraft ist. Ja, seit wenigen Tagen, und damit werden tatsächlich hunderte von Gesetzen angepasst und außer Kraft gesetzt. Und darüber wollen wir jetzt noch mal reden. Das ist ja letztlich die Vision des Argentiniens, die er jetzt hat. Und jetzt ist natürlich interessant, was uns oder dich und die Bewohner Argentiniens jetzt dort konkret erwartet. Zum Teil klingt es ja doch sehr radikal, nachdem zu urteilen, was du mir auch schon erzählt hast. Gib uns doch mal so eine Zusammenfassung von diesem Dekret, von diesem DNU, was dort Ende Dezember 2023 in Kraft getreten ist.
Manuel Ja, genau. Eben wie du gesagt hast, der Javier Milei, der Präsident, der hat das Dekret breits 1-2 Tage nach seiner Amtseinführung vorgelegt und unterschrieben? Und ja, so wie ich das verstehe von dem Moment an tritt das Dekrete quasi in Kraft, dass es klappt. Es gibt dann eine 10 Tage-Frist, da muss das Sekret im Kongress vorgelegt werden, der Kongress hat dann nochmals 10 Tage Zeit darüber zu entscheiden, ob er das Dekret ablehnen will und wenn da nichts passiert oder wenn nicht beide Kammern des Kongresses in einer Mehrheit das Dekret ablehnen, tritt es automatisch in Kraft und das ist genau das, was passiert ist. Das ist genau das, was auch viele Präsidenten vor Milei gemacht haben. Néstor Kirchner hat meiner Meinung nach quasi das Land mit Dekreten regiert. Er hat irgendwie 270 Dekrete gemacht in seiner Amtszeit, also irgendwie 60 pro Jahr oder sowas. Was vielleicht ein bisschen erstaunlich ist bei diesem Dekret: Es ist wirklich so ein mega Dekret, also das sind über 300 Gesetze, die da angepasst werden oder zum Teil völlig abgeschafft werden. Ja, wie soll ich sagen, die Einführung dieses Dekretes gibt im Kongress keine Möglichkeit über diese Gesetze zu debattieren. Also die 300 Anpassungen, die werden in einem Paket entweder angenommen oder abgelehnt. Und wie gesagt, der Kongress hatte da zu wenig Zeit, es gab dann natürlich sehr großen Widerstand, Widersprüche. Die Leute haben demonstriert, aber trotzdem, wie gesagt, dieses Dekret ist jetzt gültig. Ich denke eine große Anpassung in diesem Dekret aus meiner Sicht ist das Mietrecht, das, so wie ich das verstanden habe, jetzt nicht mehr existiert. Also es gibt, so wie ich das verstanden habe, kein Mietrecht mehr in Argentinien, sondern es gibt einfach das allgemeine Vertragsrecht. Das heißt Mietverträge zwischen Mieter und Vermieter, die können auf x Art und Weise geschlossen werden, also der Mietvertrag kann x Punkte beinhalten. Die Bezahlung der Wohnung, die kann im Pesos erfolgen, die kann in Dollar erfolgen, in Euro, die kann aber auch irgendwie in Kühen oder Liter Milch erfolgen, also das ist irgendwie völlig offen. Das ist jetzt einfach ein Ding zwischen dem Mieter und dem Vermieter. Es gibt keine Mindestmietdauer mehr, also du kannst eine Wohnung für einen Tag mieten, wenn du möchtest und halt einfach allgemein, es gibt keine Rahmenbedingungen. Ja, ohne ohne das Mietrecht sind die Rahmenbedingungen für den Mietvertrag nicht mehr vorhanden.
00:56:05 - Es gibt kein Mietrecht mehr in Argentinien - wie das?
Sebastian Verstehst du warum hier gerade ausgerechnet dieses Mietrecht von Milei identifiziert wurde als etwas, das jetzt abgeschafft werden muss? Warum wurden hier zuerst alle Beschränkungen und natürlich geht es ja vor allen Dingen auch um den Schutz der Mieter, also am Ende ist der Mieter derjenige, der hier am Negativsten betroffen sein könnte. Was war hier der Anlass?
Manuel Ja, sicher, teilweise. Das Mietrecht vorher war hier in meinen Augen eine ziemliche Katastrophe. Es gab eine Regelung, dass du eine Wohnung reservieren konntest und wenn du diese Wohnung reservierst, dann musst du ungefähr die Hälfte einer Monatsmiete hinterlegen als Reservationsgebühr. Und wenn du die Wohnung danach bekommst, dann wird dieser Betrag einfach bei der ersten Miete wieder angerechnet. Wenn du als Mieter jedoch sagst, ich will die Wohnung nicht, dann musst du das Doppelte der Reservation, der Monatsmiete, dem Vermieter zahlen. Wenn der Vermieter jedoch sagt, er will dir die Wohnung nicht mehr vermieten, dann muss er dir einfach die Reservationsgebühr zurückgeben und das ohne Inflation und das wurde halt einfach schamlos ausgenutzt von manchen Leuten, dass sie da X Reservation eingesackt haben und nach 2-3 Monaten haben sie gesagt, nein, ich will jetzt doch nicht vermieten und so, hier hast du dein Geld zurück, aber in der Zwischenzeit konnten sie das Geld nutzen und haben sich dann die Inflation gespart. Und solche Dinge, ähnliche Dinge, gab es einfach durch und durch im Mietrecht, so wie es existiert hat. Zum Beispiel war eine andere Regelung, dass der Mieter, ich glaube einmal pro Jahr oder vielleicht halbjährlich die Miete überhaupt anpassen kann. Wenn du dir zum Beispiel ein Apartment, eine Wohnung, mietest oder vermietest als Vermieter und der Mieter zahlt da 100.000 Peso dafür $100 und dann mit der Inflation nach einem Jahr ist da ein Drittel davon übrig oder die Hälfte. Also da musst du auf die Hälfte deiner Mieteinnahmen verzichten. Das war dann so auf der anderen Seite, sag ich mal, eine Fehlregelung oder ungenügend geregelt. Und ja, das Mietrecht, das hat schon sehr geschwächelt. Ich find es einfach relativ krass, dass man jetzt sagt, dass wir gar kein Mietrecht mehr brauchen und weg damit, das kann jetzt alles im Vertragsrecht geregelt werden. Was meiner Meinung nach ein vernünftiger Weg gewesen wäre, wäre eine Revidierung des Mietrechts oder einfach schon mal grundsätzlich ein vernünftiges Mietrecht zur Verfügung zu stellen. Einfach Rahmenbedingungen zur Verfügung zu stellen, die vernünftigen und die fair für beide Seiten sind, für Mieter und Vermieter. Und das Mietrecht jetzt einfach aufzuheben, das finde ich doch schon relativ krass.
00:59:36 - Wird der US Dollar zur zweiten Währung in den USA?
Sebastian Eine weitere Komponente von dem Dekret, das hattest du ja vorhin auch schon angesprochen, ist die Dollarisierung in Argentinien, was insbesondere auch deswegen interessant ist, weil eigentlich bis vor kurz vor der Wahl Argentinien bei Brix mitgemacht hat oder wenigstens bei Brix mitmachen wollte. Also das heißt hier Brasilien, China und solche Länder, die eine Alternative zum westlichen Geldsystem, was ja auf dem Dollar basiert, aufbauen wollte. Jetzt hat ja vor kurzem, ich glaube vor wenigen Tagen Milei ganz klar gesagt, Nein, bei Brix will man nicht mehr mitmachen, sondern dass eher jetzt eigentlich die Annäherung an die USA und an den US Dollar möglicherweise Sinn machen könnte. Glaubst du, dass jetzt in Argentinien letztlich der Dollar hier sozusagen tatsächlich die zweite Währung wird?
Manuel Offiziell, Dollar als zweite Währung weiß ich nicht.
Sebastian In anderen Ländern, zum Beispiel in Panama oder in Ecuador, sind ja, glaube ich, der US Dollar die offizielle Währung. Also es wäre jetzt nicht das erste Land letztlich, aber es ist natürlich das Größte. Argentinien ist natürlich viel größer als jetzt zum Beispiel Panama oder Ecuador.
Manuel Wie gesagt, kann ich so nicht sagen. Ich habe das Gefühl, dass es eher nicht so sein wird, dass jetzt von heute auf morgen der Dollar, die offizielle Währung des Landes sein wird. Der Peso wird weiterhin existieren, meiner Meinung nach. Ich habe eher das Gefühl, dass es so zu einer schleichenden Dollarisierung kommen wird und der Peso halt als Währung immer weniger an Wichtigkeit verliert und der Dollar immer häufiger einfach eingesetzt wird für Transaktionen. Eben auch dadurch, dass Milei, so wie ich das verstanden habe, den Markt für den Dollar geöffnet hat. Also die Regierung hat vorher den Gebrauch vom Dollar auch extrem limitiert und dadurch, dass es weniger limitiert wird, kann jeder mehr oder weniger frei entscheiden, ob er jetzt lieber in Dollar zahlen will oder in Peso, oder Euro. Und dass das dann eher auf einer bilateralen Ebene geregelt wird. Aber wie das jetzt so genau aussieht, keiner weiß es. Also ich weiß es nicht. Vielleicht weiß es Milei, was da kommen wird.
01:02:59 - Auf welche Gesetze und Änderungen von Milei muss man sich noch einstellen?
Sebastian Was sind noch andere Gesetze die hier letztlich über Nacht geändert oder sogar ganz abgeschafft wurden und was sind noch weitere Änderungen aus diesem Dekret, auf die man sich jetzt hier einstellen muss, wenn man in Argentinien wohnt?
Manuel Eine Änderung, die ich vor allem auch zu spüren bekommen habe als glückliches Mitglied einer privaten Krankenkasse, sind die Preiserhöhungen dieser privaten Krankenkasse. Also vorher wurden die Preiserhöhungen auch von der Regierung festgesetzt. Also maximal dürfen die so und so viel ansteigen. Und das kann jetzt jede Krankenkasse ganz frei bestimmen. Das hat sich dann niedergeschlagen auf eine Preiserhöhung von satten 40% von Dezember auf die Januar. Schauen wir mal, was in Zukunft noch kommen wird. Aber ja, also das ist zum Beispiel auch eine Auswirkung, die jetzt die Leute ziemlich direkt trifft. Also es ging nicht nur mir so, es ging vielen Bekannten auch so, im Schnitt wurden die Krankenkassen einfach 40% teurer. Und ja, ich weiß nicht, ich denke es wird vor allem dann auch die mittlere und die untere Mittelschicht treffen, die sich dann vielleicht einfach nicht mehr eine Krankenkasse leisten kann und so im Gesundheitssystem auch einfach die Treppe nach unten rutscht. Eine andere Auswirkung: Die Argentinier sind ja doch sehr Kunst und kulturbegeistert und es gibt eine tiefe Verbundenheit zur Kunst und zu Künstlern. Entsprechend gibt es verschiedene Fonds, die junge Künstler unterstützen. Einer davon ist der Fondo Nacional de las Artes. Ein anderer davon ist das Instituto Nacional de Cine y Artes Audiovisuales, das Institut für Kino, Film und so weiter. Diese Fonds sollen dann auch in Zukunft fallen, weil ein Gesetz, dass diese Fonds bisher unterstützt hat, jetzt auch einfach außer Verkehr gesetzt wurde. Ja, was kann man sagen, einfach generell habe ich das Gefühl, dass die Lebenskosten doch steigen werden hier in Argentinien. Zum Beispiel die Preisanpassung auch des offiziellen Peso. Der war ja vorher bei 400 Peso pro Dollar, jetzt ist er bei 800. Das bewirkt einfach, dass auch importierte Produkte sofort teurer wurden. Eine Klimaanlage hier hast du vielleicht für für $500 umgerechnet bekommen, das kostet jetzt $700 zum Beispiel und so weiter und sofort. Also ich denke das Land wird einfach generell teurer werden. Ich kann mir vorstellen, dass wenn du im Ausland arbeitest oder für das Ausland arbeitest und dein Einkommen aus dem Ausland hast, dass dich das nicht so stark betrifft. Aber die Argentinier, die hier im Land selber arbeiten, die ihr Einkommen aus argentinischen Quellen haben, denk ich, die werden schon ziemlich darunter leiden.
01:06:56 - Gibt es neue Steuergesetze, die von Milei eingeführt wurden bzw. eingeführt werden sollen?
Sebastian Weiß man irgendwas jetzt über über steuerliche Erleichterung? Ich meine ich hatte gelesen, dass ja unabhängig von Milei letztlich für die meisten Argentinier schon im September 2023 die Einkommensteuer abgeschafft wurde, zumindest wenn du jetzt hier angestellt warst. Hat sich schon irgendwie etwas getan, was Milei hinsichtlich Besteuerung machen will?
Manuel Da wüsste ich jetzt persönlich nichts genaues darüber. Ich arbeite in einem Monotributo und da gibt es sowieso Vereinfachungen mit den Steuern und so. Also Pauschalsteuer, die man dann je nachdem zahlt, wieviel man dann verrechnet usw.
01:07:45 - Wie sieht Manuel die Zukunft Argentiniens?
Sebastian Ja, das sind alles sehr interessante Entwicklungen. Ich merke von dir natürlich als jemand, der davon direkt betroffen ist, für den ist das eine ganz andere Position als für mich. Ich kann jetzt hier sitzen, mich mit dir unterhalten und das ist alles ganz interessant, wenn man natürlich dort selbst sozusagen drinsteckt mit Leib und Leben, auch mit Familie und so, das ist natürlich was anderes, weil natürlich viele der Maßnahmen auch irgendwo schon relativ radikal klingen. Also wir hatten ja vorhin über die Schweiz geredet und wie die Dinge in der Schweiz funktionieren, wie sie organisiert sind, da ist ja schon ein demokratischer Prozess auch über Jahrhunderte gewachsen, und die Bevölkerung wird befragt und mit einbezogen über die direkte Demokratie. Da ist alles organisiert, und jetzt werden hier Maßnahmen einfach mal eben so entschieden. Die müssen ja nicht mal schlecht sein, aber letztlich ohne hier, wirklich jetzt Legitimation in der Bevölkerung oder im Parlament zu haben. Das kann natürlich auch in gewisser Weise besorgniserregend sein. Da muss man jetzt mal, denke ich, sehen was da tatsächlich noch kommt seitens Milei. Vielleicht zum Abschluss noch Manuel: Wie ist denn so deine persönliche Prognose und wie siehst du die Zukunft Argentiniens unter Milei und darüber hinaus? Bist du eher hoffnungsvoll oder glaubst du, dass der Milei jetzt vielleicht ein paar Jahre an der Macht ist und dann kommt sowieso wieder die alte Garde? Wie siehst du die Zukunft dieses Landes?
Manuel Ja, schwierig zu sagen. Also ich habe Argentinien immer so ein bisschen als Achterbahn erlebt, vor allem politisch auch. Ähm, ja, da war ja vorher Cristina Fernández de Kirchner an der Macht. Dann kam Mauricio Macri und dann Alberto Fernández. Das Hoch und Runter, das Links und Rechts ist da schon sehr stark spürbar. Der eine Präsident macht die einen Gesetze, der andere löscht sie wieder aus, macht wieder andere Gesetze. Schwierig zu sagen, was von der Zukunft her passieren wird in Argentinien. Das Dekret von von Milei beinhaltet sicher auch gute Punkte. Es beinhaltet aber auch Punkte, die gefühlt übers Knie gebrochen wurden. Vor allem, weil der Kongress überhaupt nicht darüber diskutieren konnte. Und es wurde auch ein Spiegel vorgelegt von 5 Senatoren, die haben irgendwie das Dekret von Milei nochmals als Gesetzesvorlage vor den Kongress gebracht mit der Idee, dem Kongress überhaupt eine Möglichkeit zur Debatte zu geben. Das andere ist auch eben, dass dieses Dekret als Gesamtpaket angenommen oder abgelehnt werden kann, aber nicht die einzelnen Punkte des Dekrets angenommen oder abgelehnt werden. Das nennt sich hier Omnibusgesetz, also quasi, wenn da verschiedene Gesetze wie in einem Bus verpackt vorgelegt werden. Und wenn man jetzt über eine Brücke muss, dann ist fährt entweder der ganze Bus über die Brücke mit all den Passagieren oder halt nicht. Da gibt es auch eine Gesetzesvorlage, die das ändern soll. Also zum einen sollen solche Dekrete zukünftig nicht mehr vom Kongress als automatisch akzeptiert gelten, wenn sie nicht abgelehnt werden. Und es soll auch in zukünftigen Gesetzesvorlagen möglich sein, über einzelne Punkte eines solches Dekrets zu entscheiden, ob das angenommen oder abgelehnt wird. Im Moment ist alles ziemlich chaotisch hier und die Zeit wird einfach zeigen, wie was jetzt noch alles kommt und vor allem wie die Argentinier damit umgehen. Generell, was ich so spüre, dass unter Milei die Möglichkeit besteht, dass die zwei Parteien eine große Freiheit haben, untereinander Verträge zu machen und untereinander die Dinge zu regeln über einen Vertrag und diesen Vertrag relativ frei zu gestalten. Das kann gut oder schlecht sein, je nachdem. Ich denke es kommt auch auf die argentinische Bevölkerung darauf an, wie sie mit diesen neuen Regelungen dann umgeht. Zum Beispiel wie Mieter und Vermieter damit umgehen, was wird jetzt passieren? Will jetzt plötzlich jeder Vermieter nur noch Dollar haben und keiner akzeptiert mehr Pesos? Keine Ahnung, was da kommt, mal schauen.
01:13:30 - 3 Schlussfragen zu Argentinien
Sebastian Zum Abschluss habe ich noch 3 Fragen. Wir nennen es immer kurz und knapp, kurze Frage, kurze Antwort. Erste Frage ist: Wenn ich noch nie in Argentinien war und jetzt mal rein hypothetischen nur einen Tag in Argentinien Zeit hätte auf Besuch. Was müsste ich mir auf jeden Fall anschauen?
Manuel Auf jeden Fall Buenos Aires.
Sebastian Gut. Die zweite Frage: Was ist so das typische argentinische Gericht oder Essen, was ich unbedingt mal gegessen haben muss?
Manuel Gar nichts. Es gibt kein typisches argentinisches Gericht. Aber ja, Asado, argentinisches Barbecue. Das ist immer gut.
Sebastian Und als Ausländer in Argentinien: Was darf ich auf keinen Fall tun, was muss ich auf jeden Fall vermeiden?
Manuel Ich würde sagen, mit der $3.000 Kamera um die Brust rumlaufen, das ist vielleicht nicht so eine gute Idee.
Sebastian Tja, das ist doch ein gutes Wort. Vielen dank Manuel, für deine Zeit. War sehr faszinierend, sehr interessant. Ich hab das Gefühl wir werden mal wieder über Argentinien sprechen. Wie gesagt ein tolles Land, was viele unserer Zuschauer und Zuhörer interessiert und in den Bann zieht mit seinen interessanten politischen Entwicklungen momentan. Es war sehr interessant, hier auch deine Meinung dazu zu hören. Manuel, vielen Dank.
Manuel Gerne.
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Jetzt die Sternstunde nutzen und nach Panama auswandern
Panama wird bei Auswanderern immer beliebter. Erfahren Sie, warum jetzt die beste Zeit ist, um nach Panama auszuwandern, und hören Sie von Michael Jähne, was das Land so attraktiv macht. Entdecken Sie die Rekord-Besucherzahlen und Forbes' Einschätzung zur Sternstunde Panamas.
Zu Gast: Michael Jähne
Die Folge ist auch auf allen gängigen Podcast Plattformen zu finden:
Panama wird bei Auswanderern immer beliebter. Darauf weist nicht nur der Rekord hin, den der Flughafen in Sachen Besucherzahlen erreicht hat. Auch das renommierte Wirtschaftsmagazin Forbes betont, dass die Sternstunde für Panama gekommen ist.
Wie der Mitbegründer des Resorts 4 Elements Contadora Richard Kiibler gegenüber dem Forbes Magazine erklärt, sei Panama nach jahrelanger langsamer und positiver Entwicklung an einem Wendepunkt angekommen. Globale Hotelmarken nehmen das Land Kiibler zufolge immer genauer unter die Lupe und die Entwicklung des für seine Traumstrände berühmten Ziels an der karibischen Küste ist noch längst nicht an ihrem Ende angelangt. So sieht das auch der Panama-Auswanderer Michael Jähne, der andere deutschsprachige Auswanderer als Einwanderungshelfer bei der Migration unterstützt.
Was Panama als Auswanderungsland so attraktiv macht, hat Michael Jähne auf Perspektive Ausland bereits vor einiger Zeit im Podcast “Oh, wie schön ist Panama” erörtert. Was sich angesichts der zunehmenden Attraktivität des Landes und sich wandelnder Einwanderungsbestimmungen mittlerweile geändert hat und wie Auswanderer aktuell am besten an eine Staatsbürgerschaft für Panama gelangen, das erklärt der Einwanderungshelfer in der neuen Folge auf Perspektive Ausland.
Panama und seine wirtschaftliche Situation
Panama verzeichnet nicht nur einen Zustrom von Touristen, sondern auch ein stetiges Wirtschaftswachstum. Die stabile Wirtschaftslage des Landes ist einer der Hauptgründe für die steigende Attraktivität für Auswanderer. Mit einem diversifizierten Wirtschaftssektor, der Tourismus, Handel und Finanzdienstleistungen umfasst, bietet Panama vielfältige Möglichkeiten für Investitionen und berufliche Entwicklung.
Deutlich unterstützt wird dieser aktuelle Prozess von der Tatsache, dass Panama im Oktober 2023 von der Grauen Liste der Financial Action Task Force (FATF) gestrichen wurde. Den Angaben der Regierung des Landes führt dies voraussichtlich zu folgenden Auswirkungen:
Zunahme ausländischer Investitionen und mit ihnen ein Anstieg der Anzahl der Arbeitsplätze,
Einfacher zugängliche Kreditlinien für Privatpersonen und Unternehmer,
Verbesserung der Beziehungen lokaler Banken zu internationalen Korrespondenzbanken,
Verminderung des Drucks auf das Finanzsystem, unter anderem aufgrund des Wegfalls von Sonderprüfungsmaßnahmen und
Vorteile für die Versicherungsbranche.
Zu dieser aktuellen Entwicklung kommt hinzu, dass Panama ohnehin über ein als stabil geltendes Bankensystem verfügt und der US-Dollar offizielle Währung ist. Somit gilt Panama als einer der wichtigsten Hubs im Finanzsektor.
Wie jedoch können Auswanderer nun genau von dieser Entwicklung profitieren und an eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung gelangen?
Diese Aufenthaltsgenehmigungen kommen für Panama in Frage
Besonders einfach haben es in Panama Rentner. Um hier einen traumhaft schönen Lebensabend zu verbringen, müssen sie lediglich nachweisen, über ein monatliches Einkommen von über 1.000 US-Dollar zu verfügen.
Für alle anderen, seien es Unternehmer oder Privatpersonen, ist das Golden-Visa-Programm optimal. Golden Visa sind an Mindestinvestitionen von 300.000 US-Dollar geknüpft und bieten einen verhältnismäßig schnellen Weg zum panamaischen Pass. Nach einer Bearbeitungszeit von ein bis zwei Monaten beginnt die für die Residenz nötige Wartezeit von fünf Jahren, nach der der Pass erteilt wird.
Wer von der recht kurzen Wartezeit von fünf Jahren bei Investition von 300.000 US-Dollar profitieren möchte, sollte sich allerdings schnell entscheiden, denn für das Golden-Visa–Programm hat die Regierung eigentlich Investitionen von mindestens 500.000 US-Dollar vorgesehen. Diese höhere Investitionssumme wird ab Oktober 2024 fällig. Bis dahin gilt die Verminderung um 200.000 US-Dollar.
Ein weiteres beliebtes Visa-Programm läuft unter dem Begriff Friendly Nations Visa. Während beim Golden-Visa-Programme eine Investition von derzeit 300.000 US-Dollar nötig ist, sind es beim Friendly-Nations-Programm aktuell 200.000 US-Dollar. Diese können als Festgeldanlage bei einer panamaischen Bank eingezahlt werden, wo sie für mindestens drei Jahre verbleiben müssen. Alternativ ist auch beim Friendly Nations Visa eine Immobilieninvestition in gleicher Höhe (200.000 US-Dollar) möglich.
Die Wartezeit bis zum möglichen Erhalt der dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung verlängert sich allerdings um zwei Jahre, denn beim Friendly Nations Visa wird zunächst für zwei Jahre eine vorübergehende Aufenthaltsgenehmigung erteilt. Danach kann der Antrag auf dauerhafte Residenz gestellt werden, der wiederum eine fünfjährige Wartezeit mit sich bringt.
Gleichwohl ist der Weg zur Staatsbürgerschaft in Panama deutlich einfacher und kürzer als in anderen Ländern. Daher ist der Staat in Mittelamerika nicht nur für viele Auswanderer attraktiv, die es sofort in die Weite zieht. Auch wer nach einem attraktiven, steuergünstigen Ziel sucht, das erst in einigen Jahren angesteuert werden soll, findet mit Panama eine gute Alternative vor, auf die man sich langfristig vorbereiten kann.
Haben Sie Fragen dazu, welche Steuervorteile Ihnen Panama bieten kann oder was Sie steuerlich beim Auswandern beachten sollten, stehen wir Ihnen gern für ein Beratungsgespräch zur Verfügung.
Beim Auswandern nach Panama ebenso wie bei der Suche nach einer geeigneten Immobilie für eine Investition unterstützt Sie Michael Jähne als erfahrener Einwanderungshelfer und Immobilienmakler.
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Timestamps
00:00:49 - Update Panama: Was hat sich in den vergangenen Monaten geändert?
00:07:21 - Das Aus für die Investition in die Landwirtschaft?
00:13:31 - Diese Möglichkeiten gibt es für die langfristige Aufenthaltsgenehmigung
00:14:05 - Das Golden Visa als der “goldene” Weg
00:16:39 - Gibt es eine Anwesenheitspflicht für den Erhalt des Visums?
00:17:47 - Investition in Mietobjekte möglich
00:19:31 - Das Friendly Nation Visum als Sparversion
00:21:51 - Wie hoch ist das Risiko bei einer Immobilieninvestition?
00:30:48 - Die Rolle der Zentralbankwährung in Panama
00:34:08 - Möglichkeiten der Kontaktaufnahme
Mitschrift zum Podcast Perspektive Ausland Episode 116: Jetzt die Sternstunde nutzen und nach Panama auswandern
Zu Gast: Michael Jähne
Michael Jähne: Jetzt ist der Moment für Panama. Panama hat jetzt alle Chancen, "the sky is the limit", und anscheinend scheint das auch in Europa angekommen zu sein und es kommen also doch tendenziell immer mehr. Panama wird nicht mehr nur mit dem Panamahut gut in Verbindung gebracht oder dem Kanal, sondern es wird als ernsthafte Alternative zum dauerhaften Leben gesehen.
Perspektive Ausland: Perspektive Ausland, der Podcast für Unternehmer und Freiberufler, die es ins Ausland zieht. Egal, ob Steuerplanung, Auslandsfirmen-Gründung oder Lifestyle-Fragen, hier geht's jede Woche zur Sache. Und hier sind deine Gastgeber Daniel Taborek und Sebastian Sauerborn.
00:00:49 - Update Panama: Was hat sich in den vergangenen Monaten geändert?
Daniel Taborek: Wir sprechen jede Woche auf unserem Kanal Perspektive Ausland mit interessanten Menschen aus interessanten Ländern. Und heute geht es mal wieder um Panama. Die Auswanderung nach Panama erfreut sich steigender oder stetiger Beliebtheit, zumindest eines von beiden. Ich habe gelesen, 2022 wanderten schon mal 20% mehr EU-Bürger nach Panama aus als 2021. Zum Jahr 2023 müssen wir noch warten, bis wir aktuelle Zahlen bekommen, aber es spricht dafür, dass die Anzahl der Leute, die nach Panama auswandern, steigend ist. Ich habe gelesen, zum Beispiel, 2.500 Auswanderer aus Deutschland, 3000 aus Spanien, aus Italien 2000. Wir haben das letzte Mal schon darüber gesprochen mit unserem heutigen Gast, Michael, den wir auch gleich noch vorstellen, gerade dass so viele Italiener auswandern, hat schon seinen Grund. Die Spanier sowieso, weil sie es natürlich durch die Sprache dort am einfachsten haben. Also es bleibt wirklich zu erwarten, dass die Auswanderung nach Panama weiter zunimmt.
Ein Grund ist natürlich, das ist relativ einfach war, ob es noch ist, wollen wir heute besprechen, eine langfristige Aufenthaltserlaubnis zu bekommen. Das ist ja immer ein ganz spannendes und wichtiges Thema, wenn ich mich für ein Land interessiere, in das ich auswandern will. Vor einem Jahr ungefähr hatten wir mit unserem heutigen Gast gesprochen, lieber Michael Jähne, wir sind froh, dass es wieder mal geklappt hat, dass wir heute zusammen dieses Gespräch haben. Du bist ja seit über 6 Jahren in Panama und assistiert dort Deutschen, Schweizern, Österreichern, also vorwiegend deutschsprachigen Einwanderern, Auswanderern, je nachdem, aus welcher Perspektive man das sieht, mit den verschiedenen Programmen, die man da hat, um den Aufenthalt in Panama zu bekommen.
Meistens, gerade für die interessanten, langfristigen Aufenthalte, ist die Investition ein ganz wichtiger Schlüssel, die Immobilieninvestition. beispielsweise. Da bist du auch mit deinem Team Ansprechpartner bei der Suche nach Immobilien, bei der Kaufabwicklung etc., für die ganzen Services, die man dann braucht, um erfolgreich anzukommen. Kannst du uns heute bitte mal updaten und verraten, was hat sich seitdem getan, wie ist es heute, wie nimmst du das jetzt wahr aus deiner Sicht, was die Ein- beziehungsweise Auswanderung nach Panama betrifft?
Michael Jähne: Hallo Daniel! Es freut mich, dass wir wieder zusammen reden dürfen heute. Ja, was ist in diesem Jahr passiert, seitdem wir zuletzt geredet haben? Panama boomt nach wie vor und ich denke, ich kann da auch ein bisschen dem Forbes Wirtschaftsmagazin zustimmen, einem Artikel vom Januar 2023: "Jetzt ist der Moment für Panama". Man vergleicht hier das Land gerade im Entwicklungsbereich, im Sektor Tourismus, mit Costa Rica, was seit vielen Jahren die Entwicklung auf die Spitze getrieben hat und kommt zu dem Schluss, Panama hat jetzt alle Chancen, "the sky is the limit", und anscheinend scheint das auch in Europa angekommen zu sein und es kommen also doch tendenziell immer mehr. Panama wird nicht mehr nur mit dem Panamahut gut in Verbindung gebracht oder dem Kanal, sondern es wird als ernsthafte Alternative zum dauerhaften Leben gesehen oder zumindest als Plan B, wer noch im Berufsleben steht in Deutschland, der Schweiz oder in Österreich, so dass man sich zumindest die dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung organisiert. Ja, was ist in dem Jahr passiert? Es gibt positive Schlagzeilen, es gibt negative Schlagzeilen, Panama ist zum Beispiel von der Grauen Liste der EU gestrichen worden als Geldwäscheland oder als Steuerhinterziehungs-begünstigendes Land, was natürlich für Investitionen sehr förderlich ist. Das ist positiv. Negativ ist, es gab in den letzten Wochen Proteste gegen die größte Mine fürs Quantum, die größte Kupfermine der Welt. Da haben sie in der Vergangenheit Probleme mit der Kommunikation mit den verschiedenen Bevölkerungsgruppen gehabt. Das ist dann von Interessengruppen ausgenutzt worden, ob jetzt da am Ende chinesische Interessen dahinter stecken, wer auch immer... Zumindest sind die Proteste offensichtlich auch bezahlt worden und haben die Regierung jetzt dazu veranlasst, dass man das Ganze rückgängig machen will, auf Eis gelegt hat. Wir müssen die Wahlen abwarten, wir müssen die nächste Regierung abwarten, die dann im Mai zu erwarten ist und schauen, welcher Kompromiss dann gefunden wird. Panama hat neue Rekordzahlen, was den Flughafen betrifft, der ist er auf die doppelte Kapazität erweitert worden in diesem Jahr, also ein All-Time-Rekord, was Passagiere betrifft. Es wird viel gebaut, viele neue Projekte, die Fortschritte machen. Man sieht, dass es vorangeht, wenn man hier in der Hauptstadt wohnt. Sieht man das im Hintergrund? man im Hintergrund. Ja, wir sind in der Costera Richtung Altstadt. Jeden Monat gibt es neue Restaurants, Bars, Lokale, die aufmachen.
Negativ kann ich noch eins erwähnen, aus meinem Gebiet, aus meinem Fachgebiet. Wir assistieren ja, wie du richtig sagst, bei den verschiedenen Programmen, Golden Visa ist das, was am interessantesten ist. Da haben wir in einem Jahr eine Erhöhung der Mindestinvestitionssumme zu erwarten, dazu kommen wir dann vielleicht noch. Bisher war das Reforestation-Programm sehr interessant, weil man da die niedrigste Einstiegshürde hatte mit nur 100.000 Investition.
Das assistieren wir nicht mehr, weil es hier zu einem Skandal gekommen ist, wo ich einfach sage und auch die Anwaltskanzlei, die renommierte Anwaltskanzlei DENFAB, die das bisher gemanagt hat mit der Migrationsbehörde, wir machen überhaupt nichts mehr im Bereich Reforestation. Wir konzentrieren uns auf alles andere. Und so gibt es halt immer positiv und negative Dinge. Das ist mal so, aber generell sehe ich keine Alternative zu Panama, wenn man den gesamten nord-, süd- und mittelamerikanischen Raum nimmt. Natürlich, zu Singapur kann ich nichts sagen, zu Asien kann ich nichts sagen, ich bin der Panama-Mann.
00:07:21 - Das Aus für die Investition in die Landwirtschaft?
Daniel Taborek: Klasse! Jetzt noch mal ganz kurz, weil das nämlich auch bei uns, bei einigen unserer Mandanten zu Nachfragen geführt hat, diese Landwirtschaftsinvestitionen, dieses eine spezielle Programm, über das wir auch mal eine Folge hatten, wir haben das ja auch mittlerweile von unserer Webseite genommen, klang alles sehr interessant, aber gibt es jetzt überhaupt keinen Zugang mehr zum Aufenthalt über eine Landwirtschaftsinvestition? Ist das komplett raus?
Michael Jähne: Offiziell gibt es das Gesetz nach wie vor. Das Gesetz sagt, wer 100.000 investiert in ein von der Regierung zertifiziertes Reforestation-Projekt und legt einen Vertrag vor mit einer von der Regierung zertifizierten Reforestation-Firma, der qualifiziert sich zunächst für die zweijährige Aufenthaltsgenehmigung und danach für die dauerhafte, wenn er nachweist, er hält die Investition. Nur in der Praxis ist es so, alles, was bisher im Reforestation-Bereich angeboten wurde, waren Teakholz-Plantagen und die sind natürlich relativ uninteressant, denn das Wachstum dauert sehr lange und wenn man als 50-Jähriger sagt, ich will jetzt auswandern mit meiner Familie und ich kann nach 22 bis 24 Jahren durch Abholzung dann endlich mal mein Geld zurückbekommen und eine Rendite erwarten, der Zeitpunkt liegt einfach zu sehr im Nebel. Bis dahin könnten längst neue Schutzzonen ausgewiesen werden durch die UNO, die überhaupt nicht mehr bewirtschaftet werden und so weiter. Das weiß man alles nicht, wie die globale Entwicklung geht. Wir hatten eigentlich den Marktführer mit einem hochinteressanten Produkt, der hier seit 10 Jahren in Panama tätig war, Simply Natural Farms, die als einzige Obstbäume angeboten haben, also Limettenplantagen, wo man schon im sechsten Jahr die erste Rendite erwarten konnte.
Dieses Unternehmen hat hier funktioniert. Es hat Mangoplantagen, Avocadoplantagen, Limettenplantagen gehabt. Sie haben die großen Supermarktketten beliefert, sie haben sogar, da gibt es ein Video, dem Rewe-Supermarkt in Deutschland ihre Biolimetten hingeliefert. Wer die Farmtour hier gemacht hat, war beeindruckt. Sie haben einen riesiges Pumpen- Bewässerungssystem hier installiert, was sie sogar bei der UNO vorgestellt hatten. Sie haben die größten Treibhäuser Mittelamerikas in Betrieb genommen und da Gemüse für die Supermarktketten hier produziert. Das lief, das funktionierte. ja damals hab ich noch für Keller Williams gearbeitet. Vor einem Jahr hat Keller Williams als eines der größten Immobilien-Franchise-Unternehmen auch dieses Produkt mit vermittelt. Ich habe im Rahmen meiner Residential Assistenz diesen Weg begleitet der Person mit Anwaltsvorbereitung und so weiter. Was ist dieses Jahr passiert? Dieses Jahr im März gab es einen Wechsel in der Eigentümerstruktur. Der Alteigentümer ist laut seinen Aussagen entmachtet worden durch Aktienvernichtung, Neuausgabe der Aktien. Er hat gesagt, dann bringt es nichts, wenn ich als Präsident dieses Unternehmens weiter meine Zeit und Kraft hier einsetze, ich trete zurück. Er hat sein ganzes Team mitgenommen oder abgezogen, das war am 8. März. Das hat er allen Farmeigentümern mitgeteilt und angekündigt, der Neue, Brian Angiuli, wird es sich bei euch melden und seine Pläne vorstellen. Der Neue hat auf Zeit gespielt. Ich selber war auch daran interessiert, seine Meinung zu hören. Vielleicht wäre das was, in Zukunft mit ihm zusammenzuarbeiten. Das klang am Anfang super positiv.
Als dann eben im April nichts kam, im Mai nichts kam, habe ich den Chef von Keller Williams eingeschaltet und gesagt: "Du, wir müssen mal einen Termin machen mit Brian, die Kunden werden irgendwann mal fragen. Es gibt keinen Ansprechpartner mehr, ein Schiff, einen Tanker ohne Kapitän, was ist da los?" Wir hatten einen Privattermin, da hat er gesagt, die Umstrukturierung, das dauert alles seine Zeit, er holt noch Investoren mit ins Boot und und und... Dass im Hintergrund die Arbeiter schon seit drei Monaten nicht mehr bezahlt wurden, dass schon Vandalismus auf den Farmen begann, das haben wir hier von der Ferne gar nicht realisiert. Irgendwann gab es dann Facebook-Gruppen, wo sich Farmeigentümer zusammengeschlossen hatten und dann über solche Dinge berichtet hatten im August. Dann ging natürlich alle Alarmglocken an. Wir haben das Motiv nicht feststellen können, ein langgeplanter Betrug, um Aktiva abzuziehen, was auch immer.
Man hat ein funktionierendes Unternehmen an die Wand gefahren. Das ist für mich nicht nur fahrlässig, das ist für mich kriminell. Ich meine, wenn ich sage, Landwirtschaft, grünes Gold, Essen muss man immer, das muss funktionieren. Die großen Milliardäre dieser Welt investieren in Landwirtschaft, dann kennt man die üblichen Risiken. Die sind einfach Brand, Plagen, Krankheiten, veränderte Marktbedingungen und so weiter. Aber dass ein Flugzeug im Flug vom Piloten verlassen wird, der andere schläft noch und kommt nicht und das ganze Ding stürzt deswegen ab. Das ist unvorstellbar. Ich weiß bis heute noch nichts... Wir haben Anwälte eingeschaltet, ich bin ja selber auch Farmland-Besitzer, aber mir tun natürlich auch die ganzen Kunden leid. Keller Willems hat wenig vermittelt im Vergleich, das Ganze lief ja seit vielen Jahren. In den USA, Kanada, da gibt es wohl 800 Farmland-Besitzer, also das ganze Ding hat ein Potenzial, zum Skandal zu werden, deswegen sage ich, ich rühre das nicht mehr an, die Landwirtschaft. Einmal gebranntes Kind...
Auch die DENFAB-Anwaltskanzlei sagt, kein Reforestation-Anbieter wird mehr verarbeitet. Da sind wir einfach konsequent, weil man leidet dann mit natürlich mit seinen Kunden mit, ganz klar.
00:13:31 - Diese Möglichkeiten gibt es für die langfristige Aufenthaltsgenehmigung
Daniel Taborek: Gut, haben wir auch darüber gesprochen. Jetzt lass uns doch mal sagen, dass ist der Hauptgrund unseres heutigen Gesprächs, mal über mögliche Alternativen sprechen. Wenn jetzt jemand dennoch vorhat, nach Panama auszuwandern und er sucht nach Möglichkeiten, eine langfristige Aufenthaltserlaubnis zu bekommen, was empfiehlst du dann heute?
Michael Jähne: Ja, also wenn er kein Rentner ist... Rentner haben es natürlich super easy, kostet kaum $2000 und dann haben sie innerhalb von 3 bis 4 Monaten ihre dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung. Doch nicht jeder ist schon im Besitz der Rente.
00:14:05 - Das Golden Visa als der “goldene” Weg
Michael Jähne: Der normale arbeitende Unternehmer, wie auch immer, dem empfehle ich das Golden Visa, weil es aufgrund der kurzlebigen Zeit und der Entwicklung, die man gar nicht so schnell voraussehen kann, in der schnellstmöglichen Zeit, nämlich innerhalb von 30 Tagen ab Erfüllung aller Voraussetzungen, die dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung bietet. Das heißt, dieses Visum läuft nicht über eine halbjährige Bearbeitungskarte, dann eine zweijährige Probezeit, danach zweiter Antrag und wieder Sechsmonatskarte und dann dauerhaft, sondern man spart. Man nimmt eine Abkürzung von zweieinhalb bis drei Jahren und hat sofort seine Aufenthaltsgenehmigung. Das wiederum führt schneller zum Zweitpass, denn jedes Land hat natürlich seine Bedingungen und erwartet, dass man eine gewisse Anzahl an Jahren hier gelebt hat und vielleicht auch Steuern gezahlt hat, bis man dann den panamaischen Pass bekommen kann. Das sind in Panama 5 Jahre und die 5 Jahre beginnen sofort beim Golden Visa und wenn ich das Friendly Nation mache, dann beginnen sie halt erst zweieinhalb bis drei Jahre später. Oder denken wir an die Sicherheitsentwicklung. Panama ist ein sehr sicheres Land im Vergleich, aber die weltweite Entwicklung macht auch hier nicht halt, das heißt, es denken viele über Waffenbesitz nach. Panama hat das viertliberalste Waffengesetz der Welt und keiner weiß, ob die nächste Regierung da mal eine Änderung herbeiführt. Das heißt, mit dem Golden Visa, wenn ich meinen panamaischen Personalausweis habe, kann ich auch das bekommen, den Waffenbesitzerschein etc. Mit allen anderen Programmen, wo ich da noch zweieinhalb, drei Jahre in der Warteschleife hänge, geht das nicht. Oder eine panamaische Steuernummer und auch Berufslizenzen. Deswegen ist Golden Visa der goldene Weg.
Bedingung: Immobilieninvestitionen in Höhe von 300.000, noch. Es war von Anfang an im Gesetz eine Mindestinvestition von 500.000 vorgesehen. Man hat quasi eine Karenzfrist zur Einführung des Gesetzes gemacht, wo man sagt, wir erleichtern das jetzt erstmal und machen einen Rabatt von 200.000. Das heißt, bis Oktober 2024, wenn da eine Immobilieninvestition abgeschlossen ist, kann man noch mit relativ geringem Betrag seine permanente Aufenthaltsgenehmigung sofort bekommen.
00:16:39 - Gibt es eine Anwesenheitspflicht für den Erhalt des Visums?
Daniel Taborek: Zwischenfrage: Bei dem Golden Visa, damit ich auch sozusagen in den 5 Jahren bleibe, bis ich dann den panamaischen Pass beantragen kann, wie lange muss ich mich in Panama aufhalten? Habe ich eine Anwesenheitspflicht pro Jahr in Panama?
Michael Jähne: Nein, offiziell nicht, aber die Anwaltskanzlei, die die größte Erfahrung hat mit diesen Naturalisationen, so heißt das hier, oder mit der Einbürgerung, die sagt, es werden in der Regel 30% der Anträge das erste Mal abgelehnt. Das sind meistens Fälle, die nur alle 2 Jahre sich mal kurz blicken lassen in Panama für ein oder zwei Tage und fliegen dann wieder zurück. Die sich hier weder eine Steuernummer geholt haben noch sonstige Beziehungen zum Land haben. Die werden in der Regel abgelehnt. Man empfiehlt also, wenigstens die letzten zwei Jahre überwiegend in Panama gelebt und die Steuererklärung abgegeben zu haben. Zunächst kann man das als Plan B machen, aber sagen wir auf Sicht von 3 Jahren sollte dann tatsächlich der Zweitwohnsitz Panama gewählt werden, wenn man das will.
00:17:47 - Investition in Mietobjekte möglich
Daniel Taborek: Und zweite Nachfrage, und zwar wenn jetzt jemand so eine Immobilie kauft für 300.000 € zurzeit noch bis Oktober nächsten Jahres, muss er darin selber wohnen? Kann er die dann auch vermieten, zum Beispiel, was ja Sinn machen würde, wenn ich mich in den ersten Jahren weniger im Land aufhalten will, oder ist das eingeschränkt?
Michael Jähne: Das ist absolut nicht eingeschränkt. Es muss ein tituliertes Land sein, also nicht irgendwo ein Privatvertrag, sondern so, wie das in Deutschland mit Grundbuch üblich ist, so muss das eine Liegenschaft sein. Das kann ein leeres Grundstück sein, was diesen Wert hat, wo niemand drauf wohnt, wo noch niemand drauf baut, man legt sich das einfach hin als Reserve. Es kann ein Appartement sein, was man leer stehen lässt, was man über Airbnb vermietet, was man dauerhaft vermietet, das kann ein eigenes Häuschen sein. Ein Häuschen würde ich eher nicht stehen lassen, denn das sollte gepflegt werden, aber da gibt es keinerlei Einschränkung. Man kann es sogar kombinieren, man kann zwei kleine Appartements kaufen hier in der Stadt, die sich gut vermieten lassen, um insgesamt diese über 300.000 dann zu erreichen. Sehr gut! Guter Hinweis noch und eure Firma ist ja auch behilflich dabei, dann die passenden Immobilien zu finden, so wie ich das verstanden habe.
Michael Jähne: Ja, natürlich. Wir haben eine Maklerlizenz, wir sind im Panamaischen Maklerverband ACOBIR angeschlossen. Unsere Präsidentin ist Rechtsanwältin, seit 18 Jahren spezialisiert auf Offshore-Kundungen und Immobilien und sie hat auch die Immobilienmakler-Lizenz noch dazu. Also sie steckt so tief drin in der Materie, da kann man nicht in besseren Händen sein. Ich selbst habe in der Schweiz Immobilienbewirtschaftung gemacht, habe 4, 5 Jahre Erfahrung oder fast 6, also da sind wir, vor allem, was Anlageimmobilien betrifft, spezialisiert.
00:19:31 - Das Friendly Nation Visum als Sparversion
Daniel Taborek: Klasse! Jetzt haben wir über 2 Eintrittskarten nach Panama ja schon gesprochen. Das eine war, was du am Anfang kurz erwähnt hat, für die Rentner, was auch relativ einfach ist. Dann haben wir das Golden Visa jetzt besprochen. Du hattest jetzt schon ein, zweimal eine dritte Variante anklingen, nämlich du hast die Sparversion genannt, das Friendly Nation Visa. Kannst du dazu bitte noch was erklären?
Michael Jähne: Das Friendly Nation Visa gibt es schon seit vielen Jahren. Das war mal sehr einfach, mit dem bin auch ich nach Panama gekommen damals.
Damals war überhaupt noch keine Investition notwendig, sondern nur die Absicht, nachzuweisen, dass man in Zukunft wirtschaftlich tätig werden will in Panama. Das hat man gemacht, entweder durch die Gründung einer Briefkastenfirma, die man dann nach einem Jahr wieder eingestampft hat, oder durch ein Anstellungsversprechen. Das wurde im August 2021 geändert. Da wurde eine Investitionskomponente eingeführt, und zwar in Höhe von 200.000 $, entweder durch Festgeldanlage auf einer panamaischen Bank für 3 Jahre oder durch Immobilieninvestitionen in Höhe von 200.000 $. Die Haltefrist ist in dem Fall 3 Jahre für die Immobilie. Festgeldanlage ist so eine Sache.
Ich will nicht sagen, dass die panamaischen Banken schlechter sind als europäische. Ich kenne hier keine Pleite in den letzten Jahren. glaube ich nicht. Die stehen im Verhältnis gut da, Panama ist Bankenstandort, aber was ist denn aus 200.000 Kaufkraft heute in 3 Jahren geworden? Die sind dann vielleicht noch 40.000 Kaufkraft wert. Währenddessen, wenn ich für die 200.000 heute in einem Wolkenkratzer 1-A Lage, Avenida Balboa, ein Apartment kaufe, dann ist das auch in drei Jahren mindestens den gleichen Preis noch wert, wenn nicht gar wesentlich höher.
Das heißt, ich rate eher oder ich hätte eher privat Bauchschmerzen mit der Festgeldanlage, aber es ist eine niedrigere Einstiegshürde als das Golden Visa, mit dem Nachteil, dass man ein zweistufiges Verfahren hat. Erstmal die zweijährige Aufenthaltsgenehmigung, erst danach kann man die dauerhafte beantragen.
00:21:51 - Wie hoch ist das Risiko bei einer Immobilieninvestition?
Daniel Taborek: Und wie du gesagt hast, auch dann startet erst die Frist, die 5 Jahre, die man braucht, falls man nachher auch noch einen Zweitpass, eben den panamaischen Pass beantragen wollen würde. Jetzt ist ja so, momentan das Thema Immobilieninvestment und Immobilienbesitz in Deutschland anzusprechen, ist eher ein schwieriges Thema. Viele versuchen ja verzweifelt eher, ihre Immobilien zu verkaufen und viele sagen "Kauf auf keinen Fall jetzt Immobilien!" Viele haben auch Angst vor dem möglichen Lastenausgleich, der da kommt, der beschäftigt uns ja auch in unserer Kanzlei schon seit Monaten, weil wir Menschen helfen, ihre Immobilie zu schützen, wenn sie nicht aus Deutschland auswandern können und sozusagen ihre Immobilien zu schützen vor staatlichem Zugriff im Falle eines Lastenausgleichs beispielsweise. Also es ist ein Thema, was uns jede Woche beschäftigt, und wenn wir jetzt jemandem hier auf dem Kanal empfehlen "Kauf dir Immobilien!", denkt er vielleicht, wir sind verrückt, aber es ist wahrscheinlich etwas anderes, im Ausland Immobilien zu kaufen als in Deutschland. Kannst du bitte mal was aus aus deiner Sicht zu den Risiken einer Investitionen in Immobilien in Panama, generell vielleicht im Ausland, noch was sagen? Wie siehst du das? Wie schätzt du das ein?
Michael Jähne: Also ich würde dazu immer die Entwicklung der letzten Jahre mit einbeziehen. Es gibt Länder, wie zum Beispiel Deutschland oder USA oder Neuseeland oder andere, die haben in den letzten Jahren eine extreme Immobilienblase aufgebaut und dass die natürlich irgendwann platzen muss, steht außer Frage. Dass die jetzige Regierung alles dazu tut, dass es schneller geht, ist eine andere Sache, natürlich auch die EU, nicht nur die deutschen Gesetze, sondern wir sagen natürlich auch, wenn ich Energieeffizienzklasse G habe in Deutschland bei meinem Haus, dann kriege ich keine Bewohnbarkeitsgenehmigung mehr.
Daniel Taborek: Das ist in Frankreich jetzt schon so. Teilweise gibt es Länder, Spanien zum Beispiel, wo sowas passiert, genau.
Michael Jähne: Das ist natürlich schlimm und sowas muss man immer mit Berücksichtigung und das sind Sondersituationen, deswegen kann man nicht sagen "Immobilien generell nein" oder "Immobilien generell ja", wohnen müssen wir alle.
Natürlich ist es auch ein Stück Freiheit seine eigenen vier Wände zu haben und nicht abhängig zu sein von jemandem. In Panama haben wir eben diese Entwicklung nicht, was diese Blase betrifft. Zu Zeiten von Präsident Martinelli, das war der vor-vorletzte Präsident in Panama, da hat das Land unwahrscheinlich geboomt, da sind die Immobilienpreise jedes Jahr um mehr als 10% gestiegen, weil er wirklich was bewegt hat. Er hat riesige Infrastrukturprojekte angestoßen und leider kann ein Präsident hier nicht wiedergewählt werden in Panama, also nach den 5 Jahren ist immer Schluss. Er tritt aber jetzt wieder an. Viele hoffen, dass das alte Erfolgsmodell weitergeführt wird.
Diese Spekulation, so nenne ich das jetzt mal, das war keine Blase mir 200 bis 300%. Das war, sagen wir, 40%. Das ist korrigiert worden bis April 2020. Dort haben wir den Tiefpunkt erlebt und seitdem haben wir wieder eine Korrektur um ungefähr 20%, eine solide Korrektur von 20%, die auch getragen wird von natürlich der Zunahme der Löhne, der Baukosten und so weiter. Also ich sehe hier überhaupt keine Blasenbildung, ich sehe es eher eben wie der Forbes-Artikel auch. Jetzt ist die Stunde, in Panama zu investieren. Aber bei Immobilien, wie überall auf der Welt, Lage, Lage, Lage. Ich kann nicht alle Immobilien in einen Topf werfen, ich muss auch die Entwicklung des internationalen Tourismus mit berücksichtigen. Wird der Tourismus so bleiben wie bisher? Ich glaube es nicht. Aufgrund der neuen CO2-Vorgaben, dass vielleicht jeder irgendwann sein persönliches CO2-Konto haben wird und entscheiden muss, fliege ich dieses Jahr oder in den nächsten drei Jahren oder esse ich lieber ein Kilo Rindfleisch, wird der normale Tourismus abnehmen. Das heißt, wenn ich eine Liegenschaft weit weg von der Hauptstadt kaufe, irgendwo in einem netten, tollen Tourismusgebiet wie heute Bocas del Toro oder wo auch immer, dann muss ich damit rechnen, dass das in Zukunft nicht mehr ausgelastet wird, was ja jetzt schon nur saisonal ausgelastet wurde, denn warum sollen meine Hauptkunden, Nordamerikaner, also Kanadier, US-Bürger, die es im Sommer auch schön warm haben, warum sollen die im Sommer nach Panama kommen?
Die betrachten Panama so wie wir Deutschen die Kanarischen Inseln. Wir gehen von Dezember bis März auf die kanarischen Inseln und das ist halt die Saison für den internationalen Tourismus, was die Gebiete außerhalb von Panama Stadt betrifft. Deswegen, wenn ich eine Immobilie erwerbe für Tourismus, dann muss ich den Inlandstourismus berücksichtigen. Panama Stadt hat keine Strände, wir haben hier die Hälfte der Bevölkerung des gesamten Landes leben. 2 Millionen von 4 Millionen leben in Panama Stadt und diese Mittelschicht will einmal im Monat ausbrechen und mietet ein Wochenende ein Apartment irgendwo im Umkreis von 2 Stunden von Panama Stadt, wo es schöne Stände gibt. Dafür zahlen die ihre 200, 300, 400 $, nehmen noch zwei Luftmatratzen mit, vier Kisten Bier, hauen das ganze Auto voll und dann haben die Spaß und dem das gehört, macht seine Rendite und die macht er ganzjährig, die macht er nicht nur von Dezember bis März, sondern auch im Juli, August, September.
Das sind Dinge, die man bei der Standortwahl unbedingt berücksichtigen muss. Zukünftige Trends im Tourismus, was will ich? Auch Langfristvermietung, gibt es Gebäude, die sind geeignet dafür, Gebäude, die weniger geeignet sind dafür. Also da beraten wir sehr gern, denn die Lage ist wirklich das Entscheidende.
Daniel Taborek: Macht Sinn! Jetzt die Projekte, oder oftmals ist das ja so, dass die Projekte, die dann angeboten werden zur Investition, die gibt es erstmal nur auf dem Papier, wie ist das bei euch so, also wieviel Prozent der Projekte oder der Immobilien, die er anbietet, sind eigentlich schon gebaut und wieviel sind erstmal nur auf dem Papier da?
Michael Jähne: Also, wenn du den Markt siehst, Inserate, Plattformen wie Encuantra24 zum Beispiel, dann sind ungefähr 20% der Angebote im Bau befindliche oder geplante Objekte und 80% sind Bestandsimmobilien oder bezugsfertige Neubauten. Ich persönlich habe in letzter Zeit ein bisschen Bauchschmerzen, im Plan Befindliches anzubieten, weil ich mir sage, wer weiß denn, was in zwei, drei Jahren ist. Die Developer sind alle Asset Rich Cashflow. Das heißt, sie haben einen Riesenbestand. Sie bauen immer wieder neu und sind seit vielen Jahren aktiv, zum Beispiel Empresas Bern, seit 45 Jahren, die haben 160 Großprojekte gebaut und sie haben zum Beispiel in Costa del Este aus damaliger Sicht tolle Wohnung gebaut. 350 Quadratmeter bis 550 pro Wohnung, super toll für die ganzen Geschäftsführer der Multi Nationals, mittlerweile weiß man, dass der Trend hingeht zu kleinen Wohnungen, zu Single-Wohnungen, jeder will unabhängig sein, jeder möchte vielleicht in Panama einen Brückenkopf haben, aber noch einen zweiten Brückenkopf irgendwo anders. Und deswegen sind die großen Wohnungen nicht mehr Trend. Ich sehe einfach das Risiko. Ich kenne natürlich die Bilanzen nicht der gesamten Developer, aber ich sage einfach aus heutiger Sicht in der schnelllebigen Zeit, wo man nicht mal weiß, was denn mit den Währungen passiert, wenn das digitale Zentralbankgeld kommt etc. Da würde ich persönlich sicherheitsorientierten Leuten nur empfehlen, kauf was bezugsbereit. Hier gibt es keine Bau-Fertigstellungs-Versicherung. Wir haben es bei dem Reforestation-Programm gesehen. Wer steht denn dafür ein? Die Regierung hat das Gesetz gemacht, aber im Gesetz steht nichts, wenn das Unternehmen nicht mehr existiert. Was ist denn, wenn dieser Bau nicht fertiggestellt wird? Ist bis jetzt vielleicht in 1 % Prozent der Fälle passiert, aber wer sagt denn, dass es nicht in Zukunft in 10% der Fälle passiert? Da beziehe ich mich nicht nur auf Panama, sondern weltweit nimmt ja die Sicherheit nicht zu, sondern ab. Also ich würde aus meiner ehrlichen Sicht empfehlen, sich auf bezugsbereite Objekte zu konzentrieren. Da weiß ich, was ich hab.
00:30:48 - Die Rolle der Zentralbankwährung in Panama
Daniel Taborek: OK, das ist doch mal ein Wort, alles klar. Schön! Du hast vorhin gerade das Thema Zentralbankgeld noch mit erwähnt. Ich habe zwar eigentlich nicht auf dem Plan gehabt, darüber zu sprechen, aber wir hatten auch vor Kurzem ein interessantes Gespräch mit jemandem in Argentinien. Mit einem Anwalt, der hilft, nach Argentinien umzusiedeln. Man mag vielleicht jemanden für verrückt halten, der das jetzt macht, aber es gibt durchaus auch gute Gründe, momentan nach Argentinien auszuwandern, also für diejenigen, die das Land im Blick haben, haben wir wie gesagt auch ein sehr interessantes Video aufgenommen. Da hatten wir auch über das Thema Zentralbankwährung am Rand noch gesprochen. Argentinien gehört zu den Ländern, die auch schon pilotiert haben und so weiter und sofort, wo es relativ weit ist, gerade durch den neuen Präsidenten wird wahrscheinlich das ganze Thema nochmal befeuert. Für einige, die auswandern wollen, ist das schon ein Thema. Manche überlegen auch, ist das Land, in das ich auswandern will, dem BRICS Lager zugeordnet, falls das mal wirklich so eine Polarisierung geben würde. Andere wiederum sagen, auch sehr erfolgreiche Youtuber, das ganze BRICS-Thema, das wird alles nur gespielt. Also es gibt in Wirklichkeit keine Polarisierung, die arbeiten alle gerade an den Zentralbank-Währungen und werden sie dann irgendwann zusammen einführen. Wir können ja jetzt nicht in die Glaskugeln schauen, aber der eine oder andere stellt sich eben die Frage, wenn er sich für ein Land interessiert, in das er auswandert, wie steht das Land? Was lief da schon? Was ist zu erwarten, wenn ich dahin auswandere? Vielleicht kannst du dazu mal deine persönliche Einschätzung geben, du bist ja vor Ort.
Michael Jähne: Ja gut, Panama hat ja bisher keine Zentralbank, hatte nie eine Zentralbank. Das heißt, wir haben zwar offiziell den Balboa, aber seit 1904 haben wir aufgrund Vereinbarung mit den USA den Dollar als Geschäftswährung. Es gibt gar keine Balboa in Scheinen. Das heißt, Panama kann kein Geld drucken, konnte noch nie eigenes Geld drucken. Das heißt, wir sind immer von der Entwicklung bisher des US Dollars abhängig gewesen, was natürlich dem Land riesige Vorteile gebracht hat. Wir haben ja immer das doppelte Wirtschaftswachstum im Vergleich aller lateinamerikanischen Länder gehabt und die niedrigste Inflationsrate, dadurch, dass wir selber kein Geld drucken können. Ob man das einführen will, die Zentralbank, sehe ich nicht. Da müsste man die Verfassung ändern, da sehe ich keine Bestrebungen zurzeit. Also ich nehme an, wenn die FED eine Zentralbank-Währung etablieren würde, dann würde sich Panama da wahrscheinlich anschließend, nehme ich an, denn irgendwas müssen sie machen, sonst müsste es ja die chinesische Währung nehmen oder die russische. Da hab ich null Ahnung, da werden sie sich wie bisher als dollar-basiertes Land auch weiterhin so orientieren.
Daniel Taborek: Also muss sich am Ende dann jeder selber informieren und muss halt sehen, was beruhigt ihn oder was beunruhigt ihn. Notfalls kann man dich ja nochmal anrufen.
Michael Jähne: Bisher ist immer Geld nach Panama geflossen, denn alle umliegenden Länder haben ihre Währungen abgewertet und hier haben wir halt ein stabiles Investitionsklima durch den Dollar, durch die Rechtssicherheit, weil halt hier die Immobilien die gleiche Rechtssicherheit haben wie in den USA.
00:34:08 - Möglichkeiten der Kontaktaufnahme
Daniel Taborek: Jetzt haben wir, denke ich, diese ganzen Themen relativ ausführlich besprochen. Trotzdem mag der ein oder andere noch Fragen haben. Wenn jetzt jemand unsere Zuschauer und Zuhörer sich ernsthaft damit beschäftigt, nach Panama auszuwandern, was rätst zu ihm, wie sollte er vorgehen, wie sollte er das ganze Ding planen, angehen, welche Informationen vielleicht noch einholen und wie kann man letztendlich mit dir in Kontakt kommen, um von dir noch entsprechend Beratung zu bekommen? Und was kostet das am Ende auch, wenn man sich von dir beraten lässt?
Michael Jähne: Jeder kann sehr gern Kontakt aufnehmen, und zwar über unsere Website immogration.com. Immogation setzt sich zusammen aus Immobilien und Migration, also Immo-gration. Dort bieten wir kostenlose Zoom-Meetings zum Kennenlernen an. 20 Minuten reichen da meist aus. Von Angesicht zu Angesicht werden da die ersten Fragen geklärt.
Ist man sich persönlich sympathisch, versteht man sich, können wir überhaupt helfen oder muss ich vielleicht sogar abraten? Manche denken, okay, ich kriege eine Invalidenrente, bin 40 Jahre und habe 20.000 gespart, kann ich nach Panama? Da würde ich dann in dem Fall sagen, nein, leider. Es gibt immer Dinge, wo man schon von Anfang an klären kann, geht es oder geht es nicht, macht es Sinn, macht es keinen Sinn. Das würde ich immer empfehlen. Kostenloses Beratungsgespräch zu Beginn und dann sind wir für alle Fragen zuständig. Wir haben Assistenzvereinbarungen auf verschiedenen Leveln bis hinzu VIP-Paketen. Wir bieten sogar Immobilien-Safaris an für diejenigen, die sagen, ist denn Panama überhaupt etwas für mich? Wo lebt man denn hier? Wie lebt man denn hier? Du kommst ja in diese ganzen Gated Communities gar nicht rein. Das heißt, wir kürzen die Kennenlernzeit durch eine solche Immobiliensafari von einer Woche von, sagen wir, 4 bis 8 Wochen auf eine Woche ab, indem wir durch Agreements mit gewissen Schlüsselpersonen wirklich nur die Essenz zeigen und Insider-Informationen liefern. Da ist also, wie gesagt, von unverbindlicher Erstberatung bis hinzu 24/7-VIP-Betreuung alles machbar.
Daniel Taborek: Klasse, klingt gut! Schön! Wir blenden deine Kontaktdaten ein und dann kann ich nur sagen, vielen herzlichen Dank, es war heute sehr interessant und schauen wir noch mal in ein, zwei Jahren wie es dann aussieht. Da können wir schon wieder einen neuen Termin planen.
Bleib fröhlich, Michael, vielen herzlichen Dank.
Michael Jähne: Hat mich gefreut! Alles Gute und bis zum nächsten Mal.
Daniel Taborek: Bis zum nächsten Mal!
Bis zur nächsten Folge von Perspektive Ausland, der Podcast für alle Unternehmer, die es ins Ausland zieht. Übrigens, wenn ihr keins unserer interessanten Videos mehr verpassen wollt, dann klickt doch jetzt gleich auf den Abonnieren-Button und auf die Glocke. Auch über Kommentare, Fragen oder einen Daumen hoch freuen wir uns sehr. Perspektive Ausland: Bist du Unternehmer, Freiberufler oder Investor? Zieht es dich schon lange ins Ausland? Mach heute den ersten konkreten Schritt in eine Zukunft mit mehr Geld und mehr Freiheit. Buche ein Beratungsgespräch mit Sebastian und seinen Kollegen. Unsere Kanzlei unterstützt Mandanten wie dich dabei, deine Steuerlast legal zu reduzieren, Vermögen aufzubauen und zu schützen und Deine persönliche Freiheit zu maximieren. Profitiere jetzt von unserem Fachwissen und unserem Netzwerk. Gehe zu mandatierung.com und werde Mandant unserer Kanzlei.
US Bonität: Enorme Vorteile mit US Kreditkarten genießen
Erfahren Sie von Chris Gurski, wie Sie durch eine US Kreditkarte wie die American Express (Amex) Ihre US Bonität verbessern können. Ideal für Auswanderer und Unternehmer mit US LLC oder Corporation.
Zu Gast: Chris Gurski
Die Folge ist auch auf allen gängigen Podcast Plattformen zu finden:
Sie wollen in die USA ziehen? Oder möchten Sie in Deutschland bleiben, planen aber eine Firmengründung in den USA oder haben bereits eine US LLC oder Corporation? Dann sollten Sie sich jetzt unbedingt mit dem Thema US Bonität und Credit Score beschäftigen und sich so schnell wie möglich eine US Kreditkarte wie die American Express (Amex) zulegen.
Eine gute US Bonität (Zahlungsfähigkeit und Kreditwürdigkeit) ist deshalb so wichtig, weil sie Voraussetzung für den Kauf von Immobilien und Autos oder den Abschluss von Miet- und Handyverträgen ist. Außerdem prüfen Banken zuerst Ihre persönliche US Bonität oder die Ihres Unternehmens, bevor Sie Ihnen einen Kredit oder eine Business Kreditkarte gewähren.
Der schnellste Weg eine US Bonität aufzubauen ist über US Kreditkarten - auch ohne Wohnsitz in den USA. Der Haken: Um die besten US Kreditkarten zu bekommen, müssen Sie bereits eine gute US Bonität haben.
Wie Sie Ihre US Bonität schnell aufbauen können, welche US Kreditkarten die besten sind, wie Sie US Kreditkarten bekommen und welche weiteren enormen Vorteile US Kreditkarten haben, erfahren Sie in unserem Webinar mit dem Credit Card Consulting Experten Chris Gurski, der selbst in den USA studiert und gelebt hat und sich seit Jahren mit dem Thema US Banking und US Kreditkarten beschäftigt. Mit dabei ist auch unser Kanzleigründer und Cross-Border Tax Experte Sebastian Sauerborn, der jahrelang in den USA gelebt hat und unsere Mandanten bei Unternehmensgründungen und Steueroptimierungen in den USA unterstützt.
Warum US Bonität aufbauen?
In den USA legen Banken großen Wert auf den Credit Score einer Person. Je nachdem wie hoch der Credit Score einer Person ist, entscheiden die Banken, welche Kreditkarten mit welchem Kreditrahmen sie bekommt und welche Interest Rate bzw. welchen Zinssatz sie z.B. für eine Immobilie oder ein Auto bekommt – und das kann Hunderttausende von Dollar sparen.
Besonders für Unternehmer ist der Credit Score bzw. die US Bonität entscheidend, um gute Business Loans und Business Kreditkarten zu bekommen.
Wie kann ich schnell eine gute US Bonität aufbauen?
Der schnellste Weg zu einer guten US Bonität bzw. einem guten Credit Score in den USA, der für jeden erreichbar ist, führt über Kreditkarten. Wenn man alle Tipps beachtet, kann man schon nach 5-6 Monaten einen Credit Score von 700 und innerhalb von 2 Jahren einen Credit Score von 800 erreichen.
Pay all bills on time.
Immer alle Rechnungen rechtzeitig bezahlen und keine Schulden machen.Keep your Utilization Rate below 30%.
In den USA wird die Utilization Rate von den Credit Card Accounts verfolgt. Beispiel: Mit einer US Kreditkarte mit einem Limit von $10.000 kann man zwar $5.000 ausgeben, hat aber am Ende des Monats eine Credit Utilisation Rate von 50% auf dem Konto und das gilt es zu vermeiden. Eine Faustregel ist: Immer unter 30% bleiben.Don't open multiple Credit Cards in a short amount of time.
Man sollte nicht 4-5 Karten auf einmal beantragen, da jede Kreditkartenanfrage eine Hard Inquiry auslöst, was grundsätzlich erst einmal schlecht für den Credit Score ist. Wenn man dann aber mit den Karten bezahlt, steigt der Score sogar auf einen höheren Wert, als vor der Kreditkartenbeantragung.Keep Accounts in good standing and open.
Auch wenn man eine Kreditkarte nicht mehr benutzt und vielleicht Gebühren hat, sollte man die Karte trotzdem nie kündigen, da sonst die Kredithistorie erlischt und alle On-Time Payments verfallen. Also immer das Bankkonto offen halten und lieber kostenlos downgraden, damit keine Gebühren mehr anfallen, aber weiterhin On-Time Payments gesammelt werden, die sich positiv auf die US Bonität auswirken. Mehr US Kreditkarten bedeuten auch mehr On-Time Payments, man kann bis zu 20 kostenlose Kreditkarten haben, von denen man einige nicht aktiv nutzt, um eine gute Bonität zu haben und anschließend für Business Kreditkarten für eine US LLC eligible zu werden.
Wie bekomme ich eine US Kreditkarte?
Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie man als Deutscher ohne Wohnsitz in den USA an eine US Kreditkarte kommt.
1. Mit guter US Bonität starten (Amex Global Transfer)
Wer eine US Kreditkarte beantragt, für den spielt die SCHUFA keine Rolle mehr: Es ist ein kompletter Neustart in den USA. Doch ohne US Bonität, ist es schwer, eine Kreditkarte zu bekommen. Tipp: Besorgen Sie sich so schnell wie möglich eine American Express Karte in Ihrem Heimatland. Mit dem Amex Global Transfer kann man dann seine Bonität bei American Express auf ein anderes Land (die USA) übertragen und schon mit einer guten bestehenden US Bonität starten.
2. US-Adresse mit Mail Forwarding Agency erhalten
Um eine US-Kreditkarte zu erhalten, müssen Sie nicht in den USA wohnen und benötigen auch kein Visum. Die Mail Forwarding Agency gibt Ihnen eine US-Adresse, die nicht als CMRA gekennzeichnet ist (wichtig!). Unter dieser US-Adresse wird Ihre Karte registriert.
3. ITIN beantragen
Die Individual Taxpayer Identification Number (ITIN) ist wichtig, damit die Kreditbüros Ihren Credit Score überprüfen und Ihnen Ihre US Bonität zuweisen können. Der gängigste und beste Weg eine ITIN zu erhalten, ist die Gründung eines US Unternehmens. Sie müssen aber nicht unbedingt ein US Unternehmen gründen: Auch Privatpersonen, die in den USA eine Steuererklärung abgeben müssen, sei es durch Mieteinnahmen in den USA oder durch einen Lottogewinn etc., erhalten eine ITIN.
4. US Bankkonto eröffnen
Um eine US Kreditkarte zu erhalten, muss ein US Bankkonto eröffnet werden, was auch online möglich ist.
5. Richtige Kreditkarten wählen
Es gibt über 5.000 verschiedene Kreditkarten in den USA und welche davon individuell für Sie oder für Ihr Unternehmen am interessantesten sind und zu welchen Sie Zugang haben, erfahren Sie in einem Beratungsgespräch mit uns.
Es gibt Karten, die gut für Advertising Spend sind, andere eignen sich besser für Lifestyle-Ausgaben wie Reisen oder Restaurants und haben ihre eigenen Partner-Airlines und Hotels wohin man Punkte und Meilen transferieren kann, um den größten Mehrwert aus Business First Class Flügen und Hotelaufenthalten zu generieren.
Der Markt ist wirklich riesig und die Banken konkurrieren stark untereinander, was auch einer der Gründe ist, warum US Kreditkarten die besten Konditionen weltweit bieten: Man kann viel schneller Punkte und Meilen sammeln, erhält deutlich höhere Willkommensboni als in Deutschland, bekommt bis zu fünfmal mehr Punkte, zahlt keine Fremdwährungsgebühren und hat auch deutlich mehr Transferpartner.
Vorteile von US Kreditkarten finden Sie hier.
Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne für ein Beratungsgespräch zur Verfügung. Gerne unterstützen wir Sie auch bei Unternehmensgründung, Wohnsitz- und Steuerfragen in den USA.
Chris Gurski unterstützt Sie beim Aufbau Ihrer US Bonität auch von Deutschland aus, bei der Auswahl der richtigen US Kreditkarten und wie Sie mit US Kreditkarten am besten Punkte und Meilen sammeln und einlösen.
Kontaktdaten und Links:
Chris Gurski
kostenloses Gespräch vereinbaren: (Link zum Kalender)
Instagram: @cris_flyer
Timestamps:
00:00:53 - Einleitung und Vorstellung
00:06:34 - Wie unterstützt Chris Gurski seine Kunden?
00:14:38 - Welche Vorteile bietet es US Bonität und Credit Score aufzubauen?
00:15:26 - Wie kann Chris dabei helfen, eine Business Kreditkarte in den USA zu bekommen?
00:16:09 - Wird meine deutsche SCHUFA beauskunftet, wenn ich als Deutscher eine US Kreditkarte beantrage? Inwieweit spielt mein Wohnsitz eine Rolle?
00:18:52 - Weltreise im Wert von 30.000$: Chris hat das alleine mit Punkten und Meilen geschafft - Hier sind seine Tipps
00:23:34 - Was genau braucht man, um eine US Kreditkarte zu bekommen? Muss man in den USA wohnhaft sein?
00:28:08 - Wie genau ist US Bonität mit Kreditkarten und günstigen Reisen verbunden? Muss man viel Geld ausgeben um eine US Bonität aufzubauen?
00:30:59 - Welche verschiedenen Kreditkartenarten gibt es in den USA?
00:32:59 - US Bonität aufbauen: Welche Vorteile haben US Kreditkartenarten und wie kommt man als Privatperson und als Unternehmer ohne Wohnsitz in der USA an eine US Kreditkarte?
00:40:49 - Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um eine Adresse in den USA zu bekommen?
00:42:05 - Bin ich mit Adresse und Konto in den USA steuerpflichtig in den USA? Wann ist man in den USA steuerpflichtig?
00:43:24 - Muss man in die USA reisen, um dort ein Bankkonto zu eröffnen oder die Kreditkarten zu beantragen?
00:44:02 - Wie baut man eine gute US Bonität und einen guten Credit Score in den USA auf, wie lange dauert es und warum ist es wichtig?**
00:51:18 - Kundenbeispiel und kostenloses Beratungsgespräch mit Chris
00:53:32 - Was kostet das Programm mit Chris und was erwartet mich? Wann macht es keinen Sinn mit Chris zu arbeiten?
00:55:20 - Kontaktdaten und Schlusswort
Mitschrift zum Podcast Perspektive Ausland Episode 115: US Bonität: Enorme Vorteile mit US Kreditkarten genießen
Zu Gast: Chris Gurski
Chris Gurski Keep accounts in good standing und open. Das ist ein Fehler, den ich so so oft bei meinen Kunden sehe. Die haben schon seit x Jahren eine Kreditkarte, die sagen OK, brauch ich ja nicht mehr, ich kündige die. In dem Moment erlischt die Kredithistorie und alle On-Time Payments verfallen. Nächster Punkt: Don't open Multiple Lines in a short period of time: Man sollte jetzt nicht hingehen und versuchen 4-5 Karten auf einmal zu beantragen, denn jede Kreditkartenanfrage oder Application löst eine Hard Incury aus.
Perspektive Ausland Perspektive Ausland, der Podcast für Unternehmer und Freiberufler, die es ins Ausland zieht. Egal, ob Steuerplanung, Auslandsfirmen-Gründung oder Lifestyle-Fragen, hier geht's jede Woche zur Sache. Und hier sind deine Gastgeber Daniel Taborek und Sebastian Sauerborn.
00:00:53 - Einleitung und Vorstellung
Daniel Also noch mal ein herzliches Willkommen an alle, die jetzt schon da sind. Heute sprechen wir ja über ein ganz interessantes Thema, nämlich wie man eine US Bonität aufbauen kann und von US Kreditkarten und US Bankkonten profitieren kann, obwohl man, und das ist ja das Besondere an dem Thema, gar nicht seinen Wohnsitz in den USA hat. Es gibt mehr als 5000 Kreditkartenanbieter, die oftmals sehr viel lukrativer sind und viel größere Vorteile haben und die Frage ist, wenn ich nicht in den USA wohne, kann ich davon profitieren? Das ist heute unser Thema und es gibt noch eine ganze Reihe von anderen interessanten Gründen, weshalb ein US Bonität durchaus sinnvoll sein könnte und um zu erfahren wie man das alles macht und was das bringt, haben wir heute Chris Gurski uns zu Gast haben. Er ist ein ausgewiesener Experte, Credit Card Consulting Expert. Natürlich wie immer auch Sebastian Sauerborn unser Kanzleigründer hier mit dabei, es geht ja auch darum wie wir dann das in Verbindung mit diesen ganzen Vorteilen, die man dann so haben kann, man auch eine US Gesellschaft gründen könnte und sollte und wie man das macht und steuerlich auch noch zum Vorteil mit einsetzen kann, da wird Sebastian noch was dazu sagen. Also herzlich willkommen auf alle Fälle, jetzt noch mal lieber Chris, lieber Sebastian und natürlich liebe Gäste, liebe Mandanten, liebe Freunde, die heute bei uns dabei sind. Ja, ich würde jetzt einfach mal noch eine ganz kurze Vorstellungsrunde einleiten und gebe an unseren Gast, dem Chris, zunächst mal das Mikrofon frei. Lieber Chris, stell dich mal ganz kurz unseren Zuschauern, Zuhören und Mandanten vor und danach dann natürlich auch der Sebastian gerne.
Chris Also ich bin Christopher Gursky, gerne einfach Chris. Ja, ich habe mich auf einen sehr speziellen Bereich spezialisiert und zwar das US Banking und die US Kreditkarten. Ich habe persönlich auch in den USA studiert, habe da auch gelebt und habe da diese große Passion für dieses Thema entdeckt mit Finanzen und auch mit den ganzen Punkten und Meilen, die da halt dranhängen. Ich hab mich persönlich selber optimiert und dieses Wissen vermittele ich jetzt allen Unternehmern und auch Privatpersonen, wie sie praktisch die besten Banking Optionen bekommen und natürlich auch die besten Kreditkarten weltweit. Nach den USA habe ich in Deutschland gearbeitet als Unternehmensberater in der Supply Chain und Einkaufsberatung in Düsseldorf bei Höveler Holzmann und dann habe ich mich letztes Jahr komplett selbstständig gemacht in dem Bereich und habe mein Unternehmen 3byc gegründet und damit bin ich jetzt der Spezialist für das Thema US Banking und Kreditkarten und betreue einige Unternehmer aber auch Privatpersonen wie sie auch insbesondere an diese guten US Kreditkarten rankommen. Denn, du hast es schon erwähnt, Daniel, die Vorteile von US Kreditkarten und dem US Banking sind einfach enorm und wenn man die Chance dazu hat, gerade wenn man zum Beispiel auch ein Unternehmen wie ich jetzt in den USA hat, dann muss man sich das einfach zu Nutze machen, denn das kann zum Beispiel die komplette Reisefreiheit in der Business und First Class bedeuten, wenn man es wie gesagt richtig angeht mit den richtigen Partnern und natürlich auch den richtigen Banken und Karten. Denn es gibt über 5000 verschiedene Kreditkarten in den USA und welche davon die interessantesten sind und auf welche man Zugang hat. Das werden wir genau heute besprechen, da freue ich mich sehr darauf, auch mit der Kombination hier mit Sebastian und dir Daniel auch was das Thema US Unternehmensgründung und Steuerberatung angeht. Ich denke es ist eine sehr brisante und gute Kombination hier.
Daniel Klasse, da ist ja der Ball schon wunderbar an den Sebastian weitergespielt. Wie du selber schon gesagt hast, das ist sehr gut verzahnt. Sebastian, stell dich doch kurz vor und vielleicht kannst du noch ganz kurz erklären, warum das Zusammenspiel zwischen der Leistung, die der Christian anbietet und uns.
Sebastian Ja, also ich kann auch sagen, sehr interessantes Thema. Wie gesagt, ich habe selbst in den USA gelebt, 10 Jahre lang und die Möglichkeiten, die es dort gibt sind enorm, weil dort einfach mit Credit, sage ich mal, allgemein ganz anders umgegangen wird. Im Wesentlichen also viel freier, man muss sich natürlich zum Beispiel über den Credit Score dort unter Beweis stellen und zeigen, ob man Bonität hat und so weiter, aber wenn man das mal erreicht hat und man geht dann verantwortlich damit um, ist es sehr viel einfacher Credit zu bekommen und auch zum Beispiel eine Kreditlinie für sein Business zu bekommen. Für jeden also, der jetzt nicht in den USA lebt, kann das genauso sinnvoll sein, vielleicht auch für Personen, die vorhaben, in die USA umzuziehen. Jeder, der in die USA umzieht, steht einfach vor einem Problem: Er hat keinen Credit, also das heißt, was der Chris hier vorstellt ist auch für alle interessant, die vorhaben in die USA umzuziehen, damit man sich darauf vorbereiten kann und schon Credit hat, wenn man in den USA ankommt. Da kann man nämlich ganz einfach ein Auto dort kaufen, möglicherweise gleich eine Mortgage und so weiter beantragen, sich ein Haus kaufen, was sonst alles nicht geht, da muss man dann sonst möglicherweise monatelang warten. Und es geht da jedem so , der dahin umzieht. Wie gesagt, ich bin der Sebastian Gründer der Kanzlei Mount Bonnell oder hier für die europäischen Destinationen STM Corporate Group. Mit der Kanzlei Mount Bonnell gründen wir Unternehmen in den USA, helfen Mandaten in die USA umzuziehen und bieten die komplette steuerliche Betreuung in den USA an und machen das Ganze seit 2008.
Daniel Klasse. Schöne Vorstellung von euch beiden. Mich würde jetzt noch mal ganz kurz interessieren, bevor wir jetzt das Mikrofon gleich wieder zum Chris geben: Liebe Gäste, wer von euch hat denn eigentlich schon eine US Kreditkarte in seinem Portemonnaie? Also wer da schon eine hat, einfach mal einen Daumen hoch in den Chat reinschreiben. Nein, keiner lese ich gerade. Deutsche Angst, das werden wir dann alles noch mal mit auswerten. Einige haben auch den Daumen nach oben, klasse, aber jetzt starten wir einfach mal, lieber Chris, dann hören wir jetzt ganz gespannt zu.
00:06:34 - Wie unterstützt Chris Gurski seine Kunden?
Chris Gerne. Machen wir auch gleich noch eine Umfrage nach dieser Folie hier, dann bekommen wir noch mal ein Gefühl wie die Audienz drauf ist, welche Voraussetzungen sind da schon erfüllt, dann kann ich ja noch mal genauer einschätzen, in welchen Tiefgang ich dann das Ganze hier besprechen werde. Ja, wie eben schon vorgestellt, mit meinem Unternehmen 3byc kümmere ich mich hauptsächlich um Unternehmer aus Deutschland und den USA. Was man natürlich auch nur in Deutschland machen kann, sind hier Punkte und Meilen sammeln, in Deutschland geht es hauptsächlich um Amex Punkte, Miles More Meilen oder und auch Paypal Punkte, das heißt da gibt es auch schon einige Möglichkeiten. Das sind noch in den letzten Jahren auch gute Option und auch gute Kreditkarten mit dazu gekommen. Wir haben zum Beispiel auch in Deutschland die einzigartige Option, dass wir selbst mit unseren Fix- und Nebenkosten Meilen sammeln können, also ist da auf jeden Fall ein hohes Potenzial und ich glaube auch dieser globale Trend mit den Punkten und Meilen, der ist jetzt auch sehr stark nach Deutschland übergeschwappt das sieht man zum Beispiel darin, dass American Express ziemlich starke Willkommens-Bonität mittlerweile auch in Deutschland hat. Interesse bei den Deutschen steigt da sehr stark an und das kommt natürlich auch alles aus den USA. Genau das Schöne ist, wenn man das in Deutschland einmal aufgestellt hat, das geht auch relativ simpel, wie gesagt, man braucht da gewisse Bankkonten, gewisse Kreditkarten, da ist man da gut aufgestellt. Aber man ist da relativ limitiert, auch was das Punkte-Meilen sammeln angeht. Also zum Beispiel American Express Platinum Karte, die kennt ja jeder, wenn man da ein Turbo aktiviert, da kriegt man maximal 1,5 Punkte pro Euro raus, wie gesagt ist nicht schlecht, auch deutlich mehr als zum Beispiel bei Miles and More, aber die Optionen und das Potenzial in den USA ist halt bedeutend höher da. Da gibt es Karten, da kriegt man bis zu fünf Punkte pro Dollar Umsatz und das Ganze zum Beispiel auch ohne Fremdwährungsgebühr. Das ist gerade wenn man viel im Ausland unterwegs ist und auch zum Beispiel eine US Firma hat, sehr wichtig, dass man sich da gut aufstellt und keine fremde Währungsgebühren mehr bezahlt und dann wirklich von diesen hohen Punkten pro Dollar profitiert am Ende des Tages. Wie eben schon erwähnt, du sagst es gibt 5000 verschiedene Kreditkarten und weil es so viele gibt, sind die Karten da schon nach Kategorien sortiert. Das heißt, wir haben spezielle Karten, die sind gut für Advertising Spend, es gibt speziell Karten die sind gut für Lifestyle Ausgaben wie Reisen, Restaurant und so weiter. Und welche Karten da am besten sind für die individuelle Person oder das individuelle Unternehmen, das kann ich herausfinden durch gezielte Fragen und auch durch meine Berechnungsmodelle. Wenn man das einmal gut aufgestellt hat, dann generiert man natürlich Tag für Tag ein sehr gutes Meilen und Punkte Konto. Dann ist das Thema interessant: Punkte und Meilen einlösen. Das ist auch so ein bisschen die Krux für viele und wo viele Schwierigkeiten haben. Eine interessante Statistik, die ich mal in der New York Times gelesen habe, 2 Drittel aller Punkte und Meilensammler haben noch nie eine einzige Meile eingelöst. Das heißt das Punktekonto wächst und wächst, man hat diese ganzen zahlreichen Optionen mit Airlines, Hotels, aber die Leute trauen sich das nicht einzulösen, weil es ein Dschungel an Optionen ist. Und genau da unterstütze ich halt auch.
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Chris Was man auch bei mir viel auf Social Media sieht; also ich bin leidenschaftlicher Vielflieger und teste regelmäßig die besten Airlines der Welt und helfe dann den Leuten diese Punkte am Ende des Tages auch einzulösen. Ich hatte gestern Kontakt mit jemandem von American Express, der meinte sogar, dass American Express gar keine Interesse daran hat, dass die Leute so viel Punkte auf ihrem Konto haben, sie würden es lieber wollen, dass sie die Punkte auch einlösen, weil das ist für American Express auch das Beste. Genau dann Bonität optimieren, Knackpunkt da in Deutschland, da haben wir die Schufa; ohne eine gute Schufa bekommt man keine gute Kreditkarte. Deshalb ist das auch ein wesentlicher Bereich, dass man das in Deutschland in den Griff bekommt. Aber jetzt für alle Leute, die jetzt am US Markt interessiert sind: Auch ohne Bonität in den USA wird es da schwer an eine Kreditkarte ranzukommen, es gibt einen kleinen Trick mit dem MX Global Transfer, auf den werden wir später auch noch mal eingehen. Da kann man so einen kleinen kleinen Sprung auch machen, was die US Bonität angeht. Aber sehr wichtiges Thema, das muss man wirklich Stück für Stück aufbauen mit Einsteigerkarten, man braucht natürlich da auch erstmal zum Beispiel eine ITIN Nummer, um seinen Namen mit einer Nummer in Verbindung zu bringen, um da dann Bonität auch aufbauen zu können. Genau da kann man gewisse Karten auswählen und dann steigt wirklich kontinuierlich Monat für Monat dann der Credit Score, dann wird man immer weiter eligable für immer bessere Karten und dann wird es halt auch richtig spannend was da den Mehrwert angeht bei den Punkten und Meilen und dann am Ende des Tages auch bei den Business-Kreditkarten. Das in aller Kürze, ich hab es auch hier noch ein bisschen anschaulicher dargestellt, damit man dieses Big Picture auch noch mal vor Augen hat so die Ganze. Die ganze Mehrwertgeneration ganz links; wir müssen natürlich erstmal den Credit Score aufbauen, wie gesagt das geht dann mit gezielten Beginner Karten die man sich holt, es sind dann keine Karten die ein großes Limit haben, da muss man in der Regel dann auch ein gewisses Deposit machen von ein paar $100, aber die spielen schon mal positiv in die US Bonität mit ein und dann kann man wie gesagt immer weiter Karten da hinzufügen. Und das befeuert dann auch den Credit Score. Das heißt, desto mehr Karten man da hat, da ist auch dieser Mythos in vielen Köpfen vorhanden, dass viele Kreditkarten schlecht sind, das stimmt nicht. Ich persönlich habe in den USA 17 Kreditkarten und einen exzellenten Credit Score, weil man einfach mit mehreren Karten jeden Monat auch mehr On-Time Payments sammelt, das heißt es ist besser in der Regel mehr Kreditkarten zu haben. Jemand, der in Deutschland noch nie eine Kreditkarte hatte, der ist für die Schufa wie ein unbeschriebenes Blatt. Das heißt, es ist besser, da auch schon mal eine Karte gehabt zu haben, um dann zum Beispiel auch für Immobilienkredite genehmigt zu werden. Wenn das aufgestellt ist, wird das Thema Punkte und Meilen einlösen interessant. Auch das ist ein Knackpunkt in den USA: In den USA haben wir nicht nur im American Express, da gibt es mittlerweile schon zahlreiche andere Banken, die ähnlich gute Punkte und Meilen-Systeme haben z.B. JP Morgan Chase mit den Ultimate Rewards Points, Capital One und auch Citibanks und da schon sehr stark aufgestellt und die haben auch alle ihre eigenen Partner mit den Airlines und Hotels wohin man die Punkte meinen am Ende des Tages transferieren kann, um dann den größten Mehrwert durch Business First Class Flüge und auch Hotelaufenthalte zu generieren. Aber weil das so komplex ist, wie gesagt, die Leute trauen sich das nicht einzulösen, packe ich da auch mit an und zeigte auch die besten Tools, die man da nutzen kann, was sind die besten Suchmaschinen, die kommen meistens alle aus den USA, die kennt in Deutschland noch keiner und da zeige ich einfach meinen Kunden wie man die am besten nutzen kann, um dadurch auch schnell Verfügbarkeiten zu sehen, um schnell an ein Ergebnis zu kommen. Am Ende des Tages geht es dann auch um Optimierung und Travel Experience, denn es macht auch einen großen Unterschied in welchem Flugzeug und in welcher Business Class man am Ende des Tages sitzt. Wir sind natürlich viele Deutsche hier, aber die Lufthansa Business Class ist jetzt nicht die weltweit beste, wenn man das mal mit Singapur Airlines oder zum Beispiel Emirates oder Qatar vergleicht, das heißt, da kommt es auch darauf welche Airline man auswählt, damit man auch wirklich was bekommt für seine Punkte und Meilen und auch welches Flugzeug. Wenn man z.B. von New York nach LA fliegt, kann man das Ganze in einer 737 machen, in einem kleinen Flugzeug, da kriegt man in der Business Class einen etwas besseren Sitz und ein bisschen besser Service, man kann aber auch da eine Triple 7 (777) auswählen und dann kriegt man wirklich ein komplexes Bett in der Business Class, das heißt das ist auch entscheidend welches Flugzeug, welche Airline wähle ich da am besten aus, und das ist wie gesagt auch meine Passion da. Gut das war es mal für den Start. Sollen wir mal die Umfrage starten, dann kriegen wir nochmal ein Gefühl dafür, was wir hier für eine Audience haben. Genau erste Frage, 1. Bist du bereits aus Deutschland ausgewandert? - Ja - nein, noch ist aber in Planung. 2. Bist du Unternehmer, hast du schon eine US LLC oder Cooperation? 3. Welche von den folgenden Dingen hast du in den USA schon: Eine ITIN, also die Individual Tax Identification Number? Social Security Number haben vielleicht auch ein paar Leute, die schon mal eine Arbeitserlaubnis in den USA hatten und dann US Bankkonto, US Kreditkarte? Das wären sehr wichtige Fragen.
00:14:38 - Welche Vorteile bietet es US Bonität und Credit Score aufbauen?
Sebastian Genau, und ich will noch mal hier betonen, also all die Dinge, die der Chris jetzt hier sagt zum Thema Bonität aufbauen, Credit Score aufbauen z.B. für die Kreditkarten: Den Credit Score zu bekommen, um dann hinterher eine Finanzierung für ein Auto oder für eine Immobilie in den USA zu bekommen ist genau der gleiche. Das heißt, der Credit Score bringt einem nicht nur was für die Kreditkarten, dass man die Kreditkarten mit einem großen Verfügungsrahmen bekommt, sondern wie gesagt, man kann dann, wenn man das möchte, alle möglichen Arten von Credit, inklusive eben auch Kreditlinien für Unternehmen in den USA bekommen. Das heißt also einmal diese Übung zu machen von diese Bonität aufzubauen, auch wenn es ein bisschen langwierig ist, das muss man realistisch sehen, also das kann man nicht von heute auf morgen machen, wir reden da von mehreren Monaten, kann einem unheimlich viel bringen für Jahre und Jahrzehnte.
00:15:26 - Wie kann Chris dabei helfen, eine Business Kreditkarte in den USA zu bekommen?
Chris Auf jeden Fall auch das Thema mit den Business Kreditkarten, das direkt daran anknüpfend. Also wenn man zum Beispiel eine Business Kreditkarte beantragt, das erste was die Banken gucken ist, was hat man für einen persönlichen Credit Score, denn seit der Finanzkrise 2008 hat eigentlich jede Business Kreditkarte mittlerweile auch eine Person Liability, das heißt ich schaue da schon was hat man für einen Personal Credit Score. Meine Empfehlung da ganz klar ist zuerst einen Personal Credit Score gewissermaßen aufbauen und dann werden auch die Business Kreditkarten interessant. Da kann ich auch Kontakte zu meinen Bank Relationship Managern herstellen, da geht dann ein Kreditkartenantrag nicht durch ein automatisiertes System, sondern da schaut einfach mal auch ein Mensch noch drauf und der kann dann das Ganze noch mal ein bisschen besser bewerten.
Sebastian Genau, perfekt. Wer weiß dann, was der Computer braucht, welche Eingabe, damit es klappt, ja.
00:16:09 - Wird meine deutsche SCHUFA beauskunftet, wenn ich als Deutscher eine US Kreditkarte beantrage? Inwieweit spielt mein Wohnsitz eine Rolle?
Daniel Fragen, die jetzt vielleicht bei einigen schon gekommen sind. Die Schufa also da war die Frage, wenn jetzt zum Beispiel jemand in den USA Kreditkarten beantragt, wird dann die deutsche Schufa beauskunftet, wenn man in Deutschland wohnt? Und was ist, wenn ein Deutscher zum Beispiel nicht mehr in Deutschland wohnt? Ist das von Relevanz, wenn man zum Beispiel in Deutschland keine gute Bonität hätte für die US Bonität?
Chris Also wenn man jetzt eine US Kreditkarte beantragt, dann spielt das keinerlei Rolle, ob man jetzt eine gute oder schlechte SCHUFA hat. Die meisten Banken müssen ja immer dieses Post Agent Verfahren machen, wenn man zum Beispiel eine American Express haben will und da wird natürlich dann auch nach einem gewissen Dokument gefragt, wo man dann auch seine Mailadresse drauf hat, deswegen empfehle ich da ganz stark sich noch bevor man sich aus Deutschland abmelden sollte, sich im Vorhinein Gedanken zu machen welche Konditionen dann da interessant sind und nicht erst im Nachhinein.
Ein wichtiger Punkt, den möchte ich auch hier ganz klar direkt mal am Anfang sagen, dieser Air Max Global Transfer, ein globales Programm, wo man praktisch seine Bonität bei American Express auf ein anderes Land übertragen kann, das geht leider nur, wenn man in seinem Heimatland da schon American Express Karte hatte. Deshalb empfehle ich jedem, bevor man irgendwie eine Auswanderung macht, holt euch eine American Express Karte, ihr werdet mir dafür danken, denn das erleichtert einiges am Ende des Tages in dem ganzen Prozess mit US Kreditkarten.
Sebastian Es wäre aber wichtig, das Mal zu betonen, was du jetzt gesagt hast. Also es spielt keine Rolle, ob du in Deutschland Insolvenzverfahren hattest, ob deine Bonität komplett futsch und im Eimer ist. Es ist in den USA ein kompletter Neustart. Klar, wenn du den Global Transfer bei Amex machst, den der Chris angesprochen hat, ist es was anderes, aber du kannst dort komplett bei 0 anfangen, es interessiert niemanden in den USA, was du da in Deutschland für eine Historie hattest. Du fängst du wirklich bei 0 ganz neu in den USA. Was da im Ausland passiert ist davor, ist völlig egal.
Daniel Genau und deswegen, vielleicht auch mal von meiner Seite, eben gerade die Brisanz oder die Wichtigkeit des heutigen Themas. Wir finden ja auch toll, wie viele überhaupt dabei sind und heute zuhören. Wir wissen ja von einigen schon, dass sie weder aktuell in den USA wohnen noch eine US Gesellschaft gegründet haben und trotzdem erkannt haben, wie interessant, wie wichtig das ist, eben rechtzeitig damit zu beginnen, obwohl ich noch nicht vorhabe in den USA zu wohnen und jetzt da schon entsprechend was zu machen. Also man braucht viel Zeit um die Bonität aufzubauen, wie der Chris und Sebastian schon gesagt haben. Deswegen ist es gut, so schnell wie möglich eigentlich da die ersten Schritte zu unternehmen und das ist ja der Sinn an der Teilnahme an dem Webinar.
ChrisJa genau, da hat man schon mal den richtigen Schritt gemacht, dass man heute da dran teilnimmt. Prima, sollen wir einmal weitermachen?
Sebastian Unbedingt.
00:18:52 - Weltreise im Wert von 30.000$: Chris hat das alleine mit Punkten und Meilen geschafft - Hier sind seine Tipps
Chris Ich möchte hier noch mal kurz auch meine Erfahrung teilen. Denn was ein wesentlicher Bestandteil meiner Beratung ist, ist, dass man sich durch diese guten US Kreditkarten wirklich sehr viele Flüge und Reisen am Ende des Tages dadurch einfach erlauben kann und dann zum Beispiel in der First Class günstiger fliegen kann als zum Beispiel in der Economy, wo man dann nur die Steuern und Gebühren zahlen muss. Ich habe dieses Jahr auch eine Weltreise gemacht, alles mit Punkten. Das sind alles Bilder von mir. Also wie gesagt eine Weltreise nur mit Punkten und Meilen. Ich bin da in Deutschland gestartet, bin nach Bali, Thailand, Hong Kong, nach Japan, rüber nach Hawaii, Kalifornien und dann rüber nach Indien, Dubai und dann wieder zurück nach Deutschland, alles mit Punkten und Meilen. Hier sind so ein paar Eindrücke: Ich habe die Reise wirklich auch nur mit den besten First und Business Classes der Welt erleben können. Oben links Emirates First Class, in den A 380 Suites von Singapur Airlines, auch die Onboard Bar bei Emirates haben wahrscheinlich einige schon mal hier in dem Call auch erlebt. Wirklich ein herausragendes Erlebnis oder zum Beispiel auch ANAS Business Class The Room, wirklich fantastische Erlebnisse. Die Flüge sind sehr teuer in der Business Class, auch da noch mal im Kopf eine Anregung: Ein Businessflug kostet ja meistens nach USA 3000-5000€, wenn man den mal buchen will. In der Economy Class kostet der Flug ca. 750€, also einen Bruchteil von diesem Business Class Flug. Das liegt einfach daran, dass die meisten Leute, die in der Business on First Class sitzen, ihre Reise meistens vom Unternehmen oder dem Kunden gezahlt bekommen Das heißt die Kostensensibilität ist da einfach nicht gegeben und da verdienen die Airlines wirklich viel Geld dran. Wenn wir jetzt eine Buchung machen mit Punkten und Meilen, dann kostet der Flug in die USA in der Economy Class 30 000 Meilen in der Business class 60 000 Meilen, das heißt, da haben wir nicht diesen Faktor mal 6 wie in der Cashwelt, sondern nur Faktor mal 2 und das ist auch der Grund warum es sich dementsprechend lohnt, wirklich dann sich da was zu gönnen mit den Punkten und dann auch wirklich in der Business und First Class zu fliegen. Ich habe hier auch rechts mal die wesentlichen Daten von meiner Weltreise auch mal aufgeführt, wie viele Punkte und Meilen ich da insgesamt verwendet habe. Das sind knapp eine halbe Millionen gewesen und knapp zwölfhundert Dollar, die dann noch mal on top kommen. Wenn man jetzt die reinen Cash Preise von all meinen Tickets zusammenzählt, hätte das $32.000 gekostet, ich hab da gut $30.000 gespart, einfach durch den smarten Einsatz von Punkten. Jetzt mag vielleicht jemand denken, OK ne halbe Millionen Meilen, das ist relativ viel. Aber diese ganzen Punkte und Meilen habe ich bei mir nur durch Privatausgaben generiert und halt mit guten Willkommensboni in den USA. Zum Beispiel ein Standard Kunde bei mir in den USA, eine Privatperson, da schaffe ich es in einem Zeitraum von 5 Monaten 400.000 bis 500.000 Punkte durch eine gute Kreditkartenstrategie zu besorgen, das heißt das ist gar nicht mal so viel diese halbe Millionen Punkte, da sieht man auch was da für ein Mehrwert dahinter steckt.
Sebastian Vor allen Dingen muss man, ja auch sagen, kann man die Karte noch im Business verwenden. Gerade wer zum Beispiel jetzt Google Ads oder Facebook Ads oder sowas hat, wo er da möglicherweise monatlich tausende Euro zahlt, viele geben da im Monat ja locker 10.000€ oder mehr aus. Dann geht das natürlich alles viel schneller, das heißt es macht natürlich dann Sinn, auch diese Ausgaben dann gezielt über so eine Karte laufen zu lassen.
Chris Absolut. Sebastian, da bin ich voll bei dir. Das ist auch so ein bisschen meine Target Audience: E-Commerce Leute, ich glaube da haben wir auch einige hier im Call, die vielleicht Dropshipping machen Amazon FBA Business. Das ist halt das Ding, dass man diese ganzen Advertising-Ausgaben alle kostenlos ohne extra Gebühren mit Kreditkarte bezahlen kann bei Meta, Google, Amazon. Da ist dann einfach ein wirkliches Potenzial da, was man einfach nutzen muss. Und die Business Kreditkarten in den USA, die geben teilweise vierfache Punkte pro Dollar auf Kategorien wie Advertising Spend. Und dann wird es richtig interessant was da den Mehrwert angeht. Genau hier noch mal eine Zahl 0,06€ pro Punkt, das ist immer die Kennzahl an der man sich so als Travelhacker wie ich bin misst, das hat man für einen Mehrwert pro Punkt herausbekommen. Wenn man zum Beispiel jetzt hier mal in das Amex Travel Portal reingeht, da ärgern sich dann meistens viele. Oh der Flug, der kostet ja ich weiß nicht 400.000 Punkte für einen 800€ Flug, das ist natürlich enorm viel, denn man kriegt in diesem Travel Portal immer nur einen halben Cent pro Punkt raus. Wenn man aber hingeht und die Punkte zu einem Airline und Hotelpartner transferiert, da ist dann wirklich der große Mehrwert vorhanden und da habe ich auch teilweise schon Redemptions gemacht, das waren 0,18€ pro Punkt: 32.000 Meilen für einen $5.000 Business Class Flug. Und das ist genau diese Feinheit. Wo sind die Sweet Spots? Wie kommt man an die dran? Wann sind die verfügbar? Das ist so ein bisschen die Kunst an diesem ganzen Punkt und Meilen einlösen.
00:23:34 - Was braucht man, um eine US Kreditkarte zu bekommen? Muss man in den USA wohnhaft sein?
Daniel Weil die Fragen einfach hier von Teilnehmern kommen: Ich weiß ja die Antwort, aber ich möchte trotzdem noch mal vorlesen die Frage, damit einer von euch beiden ganz klar Antworten kann: Muss ich. um eine US Kreditkarte zu beantragen, in USA wohnhaft sein? Kann bitte einer von euch beiden bitte noch mal ganz klar dazu Stellung nehmen.
Chris Nein, also man muss nicht in den USA wohnhaft sein. Man braucht jetzt auch kein Visum. Was man braucht, da werden wir auch noch mal näher drauf eingehen, man braucht eine Mail Forwarding Agency. Das ist praktisch ein Unternehmen, das deine Post weiterleitet an den Ort wo du lebst. Und da gibt es auch noch mal ein paar Feinheiten, die man da beachten muss, auf diesen werden wir später nochmal eingehen, aber man muss nicht in den USA wohnhaft sein um eine US Kreditkarte zu bekommen. Da kann ich auch ein paar Partner von mir mit reingeben, dass die ganze Sache dann wirklich sehr gut funktioniert.
Daniel Ja genau, dann kam mir noch die Frage von einem Teilnehmer, ob er Hilfe bekommen kann US Bankkonten zu gründen. Ganz klar: Natürlich. also im Prinzip ist das natürlich in unserem Beratungspaket und Beratungsansatz dann mit dabei. Okay, du kannst gerne wieder gerne wieder weitergehen bei dir.
Chris Bankkonten sind natürlich ein wesentlicher Bestandteil, auch davon, dass man da wirklich ein US Bankkonto hat, denn man braucht ein US Bankkonto um die US Kreditkarte zu bekommen. Das ist alles Teil des Pakets. Hier noch mal eine Übersicht: Wie komplex ist eigentlich der Kreditkartenmarkt? Alleine die Top 6 Banken in den USA haben über 700 verschiedene Kartenprodukte, also sowohl privat als auch Business. Das heißt der Markt ist da wirklich riesengroß und die Banken konkurrieren alle sehr stark untereinander und das ist auch der Grund warum wir in den USA so attraktive Konditionen und Karten haben mit teilweise fünffachpunkte, hohe Willkommensboni, keine Fremdwährungsgebühren. In Deutschland seht ihr hier rechts sind wir schon ganz gut unterwegs: Die top 6 Banken haben 61 verschiedene Kreditkarten, allen vorne natürlich American Express mit den Privatkarten, Business Karten und auch ein paar Corporate Karten. Deutsche Bank DKB macht das schon echt gut, die haben jetzt schon einige Kooperationen, kennt sicherlich jeder mit der Lufthansa Miles and More, haben sie schon sehr lange. Ab 2025 werden die Miles and More Kreditkarten tatsächlich von der Deutschen Bank ausgegeben, das heißt, dann muss die DKB leider einstecken. Genau, aber diese große Vielzahl an verschiedenen Optionen, da birgt sich natürlich auch sehr großes Potenzial, wenn man da einfach die richtigen Karten am Ende des Tages auswählt. Ich habe hier auch mal eine kleine Übersicht, das gebe ich gerne mit, welche Kreditkarten in Deutschland überhaupt Punkte und Meilen sammeln, denn da gibt es schon mittlerweile einige gute Karten, die da auch Punkte Meilen sammeln. Allen voran natürlich American Express, die Blue Green Gold Platinum, wie viele wahrscheinlich hier in dem Call schon haben. Die haben auch eine Payback Karte und natürlich die berüchtigte American Express Black Card. Ich habe gestern noch einen Kunde gehabt, der bekommt die jetzt Anfang Januar, sehr spannend. Und wie gesagt auch DKB ist da stark unterwegs mit den Miles and More Kreditkarten, aber die haben zum Beispiel auch eine Kooperation mit Porsche rausgebracht, also eine Frage die ich immer am Beginn von meinem Beratungsgespräch stelle, sollte nicht abgehoben klingen, aber fahren Sie einen Porsche? Denn wenn man diese Porsche Kreditkarte hat, kann man an fast allen deutschen Flughäfen bis zu 3 Tage immer am Stück kostenlos parken oder da macht sich so eine Porsche Kreditkarte natürlich relativ schnell bezahlt. Genau, Barclays gibt es auch noch, die haben eine Eurowings Kooperation. Genau was man hier aber auch ganz klar sieht, wenn man da bei AMEX den Turbo aktiviert: 1,5 Amex Punkte pro Euro; ich guck mal runter auf die DKB Karten 0,5 miles and more mile pro Euro, das heißt wir sammeln mit den Miles & More Karten nur ein Drittel der Punkte im Vergleich zu den American Express Karten. Und was dann noch dazu kommt, ein Amex Punkt ist mehr wert als eine Miles & More Meile, denn ein Amex Punkt hat einfach eine größere Flexibilität als die Miles More Meilen, die können wir nur in der Lufthansa Gruppe und bei Star Alliance Partnern einlösen. Die Amex Punkte, die können wir zu 14 oder 15 verschiedenen Partnern transferieren, das heißt diese Flexibilität ist auch was wert, deshalb ist es am Ende des Tages deutlich sinnvoller Amex Punkte zu sammeln als Miles & More Meilen. Also sollte man da auch Amex sehr stark priorisieren. Nichtsdestotrotz ist die Amex Akzeptanz in Deutschland noch nicht bei 100%. Ich denke das weiß jeder, das ist auch immer gut da eine Backup Karte wie zum Beispiel so eine Mastercard von Miles & More oder von Hilton zu haben, um mit den Karten auch Meilen zu sammeln auf Fix und Nebenkosten, das ist ein anderes Thema, können wir auch mal natürlich darauf eingehen.
00:28:08 - Wie genau ist US Bonität mit Kreditkarten und günstigen Reisen verbunden? Muss man viel Geld ausgeben um eine US Bonität aufzubauen?
Daniel Genau. Ich würde gerne noch mal, wir haben ja einen Kommentar bekommen: Geht es hier eigentlich in dem Event um US Bonität, das heißt ja wie man eine US Bonität mit US Kreditkarten und Bankkonto aufbaut oder geht es hier um wie man Flüge letztendlich so günstig und schnell wie möglich bekommt? Vielleicht können wir das noch mal ganz kurz erklären, um auch wirklich alle Teilnehmer richtig abzuholen. Es geht natürlich um beides, das heißt einfach darum, dass man eben die US Bonität bzw. die Bonität in den USA einfach nur so aufbauen kann, dass man Geld ausgibt, letztendlich über US-amerikanische Banken und US amerikanische-Kreditkarten, also wie sonst könnte man eine Bonität aufbauen? Das mag jetzt eine Frage sein, die einigen hier durch den Kopf geht und deswegen gehört das einfach zusammen. Das heißt eben Geld auszugeben mit der Benutzung von US Kreditkarten, dabei immer mehr sich in der Bonität sich hochzuarbeiten um auch an bessere, qualitativ hochwertige Kreditkarten ranzukommen, die man eben am Anfang noch gar nicht beantragen kann und dann letztendlich die Bonität auch für andere Zwecke zu haben, zum Beispiel eben wie der Sebastian am Anfang gesagt hat, um sich was finanzieren zu können, Auto kaufen zu können und so weiter und sofort. Aber vielleicht könnt ihr beiden das noch mal klarer rüberbringen, dass es keine Veranstaltung ist, wo es darum geht, wie man so schnell wie möglich kostenlos fliegen kann, sondern es geht schon um die US Bonität, aber es spielt halt zusammen.
Chris Ja, das ist eng miteinander verzahnt, weil einfach die Kreditkartenunternehmen die engsten Kooperationen mit den Airlines und Hotels haben und man da auch den großen Mehrwert rausziehen kann. Du musst kurz korrigieren, also man muss jetzt nicht zwingend tausende oder hunderttausende Dollar ausgeben, um US Bonität aufzubauen, das ist gar nicht erforderlich. Man kann auch sehr wenig ausgeben, auch nur ein paar Dollar im Monat und man verbessert trotzdem stark seine Bonität, also es ist nicht erforderlich, dass man zwingend viel Geld ausgibt, um eine gute Bonität zu haben. Da ist sogar in den USA besser eine niedrige Utilisation Rate zu haben, also eine niedrige Balance am Ende des Tages, um wirklich eine starke Bonität aufzubauen, also viel Geld ausgeben für eine Bonität ist nicht erforderlich.
Sebastian Gut, aber wie gesagt, noch mal zum Verständnis, das sag ich auch allen Mandanten, die neu in den USA ankommen: Der Weg zum guten Credit Score in den USA, der schnellste Weg und der für jeden erreichbar ist, ist eben über Kreditkarten und das heißt das ist der beste Weg sich eine gute Bonität aufzubauen. Und wenn man schon Aufwand macht über Kreditkarten zu gehen, dann kann man auch gleich die besten Kreditkarten nehmen. Und viele sind ja hier Unternehmer, Freiberufler, Investoren, Leute, die viel reisen und da muss man sich auch vom Markt die besten Kreditkarten besorgen, von denen man am meisten Benefit hat. Deswegen hängt das alles also sehr eng miteinander zusammen.
00:30:59 - Welche verschiedenen Kreditkartenarten gibt es in den USA?
Chris Genau, auch jetzt noch mal ganz klar zu diesem Bonitäts-Thema eine Übersicht, welche verschiedenen Kreditkartenarten es auch gibt. Wir haben einmal oben die nicht echten Kreditkarten, das sind so die Secured Prepaid Cards, die muss man vorher praktisch mit einem Deposit aufladen und das ist dann das Kreditlimit am Ende des Tages. Und dann gibt es die Debitkarten. Tatsächlich sind die Debitkarten jetzt nicht vorteilhaft für die Bonität, also damit sammelt man keine gute Bonität, weil die halt einfach kein echtes Kreditlimit haben. Tatsächlich diese Secure und Prepaid Karten in den USA, mit denen kann man hervorragend die Bonität aufbauen und da gibt es auch einige die auch nur mit einer ITIN Nummer zu bekommen sind und welche genau das sind, das würde man halt dann in einem Folgegespräch erfahren. Hier unten, da sind auch die echten Kreditkarten, da muss man auch nochmal teilen zwischen Charge Cards und Revolving Cards. Die klassischen Charge Cards sind so die American Express Karten, die werden jeden Monat komplett abgebucht vom Konto und die muss man jeden Monat komplett bezahlen. Da hat man keine Option irgendwie Schulden hinauszuschieben. Aber die klassischen amerikanischen Kreditkarten sind tatsächlich Revolving Karten, da kann man sich dann entscheiden a) möchte man den vollen Betrag bezahlen oder b) möchte man nur das Minimum Payment machen? Da die ganz klare Empfehlung: Immer den vollen Betrag zu bezahlen, wenn man dann die Zinsen zahlt, das spielt dann einfach nur in die Tasche von den Banken und natürlich auch von dem Punkte- und Meilensammlern am Ende des Tages. Das heißt, immer die Karten voll bezahlen am Ende des Monats das spiegelt sich auch sehr positiv natürlich in die Bonität. Genau, die echten Kreditkarten sieht man auch hier unten. Die haben halt dann wirklich auch Vorteile im Vergleich zu diesen kostenlosen oder Secured und Debit Cards. Man kriegt halt Punkte Meilen, man hat hohe Willkommensboni, man kriegt Status, Lounge Zugang, gute Versicherung, teilweise auch 0% Zinsen für die ersten 12 Monate und, das wissen auch wahrscheinlich viele, dass man eine echte Kreditkarte braucht, um zum Beispiel einen Mietwagen zu bekommen. Das ist wirklich sehr entscheidend, denn die meisten Mietwagenfirmen nehmen keine Debitkarten an.
00:32:59 - US Bonität aufbauen: Welche Vorteile haben US Kreditkartenarten und wie kommt man als Privatperson und als Unternehmer ohne Wohnsitz in der USA an eine US Kreditkarte?
Chris Alright, dann können wir auch mal zum spannenden Teil kommen: Vorteile und Zugang zu den US Kreditkarten. Hier ganz gezielt, das haben wir auch eben in der Umfrage gesehen, der Großteil von den Leuten hier sind Unternehmer, deshalb werde ich auch das spezialisiert jetzt hier auch beschreiben und thematisieren. Es gibt auch Wege, wie man natürlich auch als Privatperson eine US Kreditkarte bekommen kann. Jetzt hier in diesem Webinar ist der Fokus aber eher ausgelegt auf Leute, die schon in den USA ein Unternehmen haben oder planen zu gründen, aber ich werde noch ein paar Worte darüber verlieren, wie man auch als Privatperson da einen US Kreditkarte kommen kann. Genau hier noch mal eine Übersicht: US Kreditkarten sind wirklich die weltweit besten Karten mit den besten Konditionen. Man kriegt bis zu fünffach Punkte, deutlich höhere Willkommensboni als in Deutschland, keine Fremdwährungsgebühren und auch deutlich mehr Transferpartner. Zum Beispiel American Express USA, die haben 20 Transferpartner. In Deutschland haben wir nur 15 Transferpartner. Das bieter natürlich deutlich mehr Möglichkeiten. Und was hier auch entscheidend ist, wissen ja auch viele hier wahrscheinlich in diesem Call, dass man in Deutschland die Punkte nur um 5:4 Verhältnis meistens transferieren kann. In den USA ist es Standard, dass man Punkte in der Regel immer im 1:1 Verhältnis transferieren kann, das heißt man sammelt nicht nur mehr Punkte, sondern kann diese dann auch besser transferieren zu den ganzen Partnern. Dann auch mal hier eine spannende Übersicht, wie am Ende alles zusammenhängt, dass man am Ende des Tages wirklich an diese US Kreditkarten rankommt.
Also die Grundvoraussetzung, die man haben sollte oder haben muss, ist, dass man letztendlich sich zumindest eine Individual Taxpayer Identification Number (ITIN) in den USA besorgt, damit man seinem Namen einer Nummer zuordnet, damit die Credit Büros da auch wirklich das tracken können und dann auch die Bonität dann zuweisen können. Der gängigste und beste Weg am Ende des Tages ist tatsächlich mit der Gründung von einer US Firma. Denn wenn man eine US Firma gründet in den USA, da gibt es mittlerweile auch echt spannende und gute Optionen dafür wie man das kostengünstig machen kann, dann bekommt man die EAN Nummer, die Employer Identification Number. Und wenn man die hat, direkt nach der Gründung, dann kann man direkt hingehen und sich die ITIN beantragen, da habe ich auch einen starken Partner, eine starke Agentur, die kriegt das mittlerweile in knapp 2 Monaten hin, eine gewisse Wartezeit ist da, aber wenn man das selber machen würde, dann ist das erstens einmal natürlich teurer und zweitens dauert es auch länger, bis man am Ende dann diese Nummer bekommt. Man braucht jetzt nicht zwingend eine US Firma um an eine ITIN ranzukommen, es gibt zum Beispiel einen Weg, dass man zum Beispiel in den USA mal einen Lotteriegewinn hatte, in Las Vegas, das reicht schon aus um zu sagen, Hey, ich möchte dafür eine Steuererklärung machen und da über diesen Weg kann man dann auch an diese ITIN Nummer drankommen als Privatperson. Wie gesagt, aber der Fokus meiner Beratung ist da wirklich Leute die planen eine US Firma zu gründen oder schon bereits eine haben. Ich hab auch einen Partner für Privatpersonen, also gerne da auf mich zukommen, mir auf meine E-Mail Adresse oder auf Instagram Linkedin schreiben, auch mit einem spannenden Online Kurs. Genau, da drüber sind die Säulen, die am Ende des Tages sicherstellen, dass wir auch sehr gut und schnell an die Karten kommen: Ganz links eine Säule Global Transfer Card, das ist die American Express Karte aus dem Heimatland. Die ist jetzt nicht zwingend erforderlich, um an US Kreditkarten ranzukommen, aber sie ist eine gute und wichtige Säule, um diesen ganzen Prozess deutlich schneller zu machen. Denn wie eben schon erwähnt, es gibt dieses Amex Global Transfer Programm. American Express ist eine sehr globale Firma, Leuten die wirklich viel um die Welt reisen viel hin und herziehen und da kann man hingehen und seine bisherige Bonität bei American Express auf ein anderes Land übertragen, wie zum Beispiel die USA, das heißt ohne eine US Bonität zu haben kann man schon direkt eine gute American Express Karte in den USA bekommen und das sehen dann auch die anderen Banken. Das heißt, wenn man dann hingeht und eine weitere Karte zum Beispiel von Chase beantragt und die sehen okay Daniel und Sebastian, ihr habt ja schon eine American Express Karte, dann sind die Wahrscheinlichkeiten, dass man da genehmigt wird deutlich höher als ohne American Express Karte. Das ist keine komplette Voraussetzung, aber ein gutes Mittel, um da den Prozess zu beschleunigen. Deswegen empfehle ich auch, bevor man sich aus Deutschland abmeldet, sollte man sich definitiv eine American Express Karte zulegen.
Genau dann US Address sehr spannendes Thema. Ich glaube das liegt vielen hier auf dem Herzen, wie es mit der US Adresse aussieht. Wie gesagt da muss man drauf achten, ist auch ganz wichtig, dass diese US Adresse nicht als CMRA gekennzeichnet ist. Das ist eine Commercial Mail Receiving Agency und da gibt es einfach ein paar Partner die das anbieten. Ich habe da auch eine Kooperation mit, aus meiner Sicht, dem besten Partner und das kann ich einfach meinen Kunden dann bereitstellen, da werden die Karten hingeschickt und die werden dann weltweit versendet und diese Adresse ist nicht als CMRA gekennzeichnet, gilt sowohl für ein LLC aber auch für eine Personal Address.
Sebastian Genau dann ist diese Adresse, natürlich die Adresse, unter der dann die Karte registriert ist. Das heißt, das gibt man dann letztlich bei dem Kartenantrag als Wohnadresse in den USA an.
Chris Genau dann das Bankkonto natürlich direkt daran anknüpfend. Am besten ein Personal Banking Account, wie zum Beispiel von Wise, Wise ist von allen hier ein Begriff. Transfer Wise mittlerweile Wise hat in den letzten Wochen auch ein paar Probleme gehabt, da wurden auch ein paar Karten gesperrt, deswegen empfehle ich da mittlerweile andere Partner und auch langfristig, dass man da wirklich einen Bank Account bei zum Beispiel einer Bank wie Chase dann aufbaut, damit man einfach da gesichert ist mit einer etablierten Bank und nicht auf einen Service angewiesen ist, wie zum Beispiel Revolut oder Wise, sowohl persönlich als auch natürlich für die US LLC als Business. Genau und dann der letzte Pfeiler: Die Credit Building Cards, das sind genau diese Secured Karten, die ich eben angesprochen hab, die sollte man sich dann direkt beim Start holen. Sobald man die ITIN hat und sich dann eine Secured Card holt, dann kann man dann einfach sehr schnell die Bonität aufbauen, da kann man auch direkt dann zwei von diesen Secured Cards holen, damit man auch direkt mehr On-Time Payments im Monat sammelt und dann kann man schon nach gut 4 bis 5 Monaten schon 650.000 bis 700.000 was in US Credit Score angeht.
Genau, wenn das einmal gesettelt ist und man den Credit Score aufgebaut hat, die Bankkonten eingerichtet hat, dann werden auch wirklich dann die US Business Kreditkarten interessant. Denn, wie schon erwähnt, das erste worauf die Banken schauen ist der persönliche Credit Score wenn man eine US LLC hat und eine Business Kreditkarte will. Das heißt, alles was man da macht, spielt am Ende des Tages positiv rein, dass man wirklich mit seinem Business auch gut aufgestellt in den USA ist und dann zum Beispiel auch zum Beispiel eine Chase Inc. Business Unlimited Card bekommt oder eine Prefer, das sind dann wirklich auch die attraktivsten Karten am Ende. Ansonsten habt ihr noch etwas zu ergänzen dazu?
Sebastian Vielleicht noch mal zu sagen, die ITIN hat das gleiche Format wie die amerikanische Social Security Number, während die Social nur jemand bekommt, der tatsächlich ein Visum hat für die USA und einen Aufenthaltstitel bekommt, bekommt die ITIN jeder der in den USA eine Steuererklärung einzureichen hat. Also auch jeder, der zum Beispiel ein Haus in den USA hat. Also jeder Ausländer kann ja dort ein Haus kaufen und das dann vermieten. Dann hat man Mieteinkünfte, die müsste man dort versteuern und eine Steuererklärung einreichen und dann bekommst du eine ITIN. Oder wie der Chris gesagt hat, du gehst nach Las Vegas, gewinnst 10.000 im Casino, musst eine Steuererklärung einreichen, bekommst eine ITIN. Das heißt, ein ITIN bekommt auch jemand, der jetzt nicht in den USA ein Visum hat. Sie hat aber das gleiche Format wie eine Social und lässt sich praktisch fast überall verwenden wie eine Social. Ja das heißt, wenn du dann im Grunde einen Business Account beantragst und persönliches Konto beantragst oder eine Karte beantragst, dann beantragst du die eben nicht mehr als Ausländer letztlich, sondern als jemand der in den USA wohnt und in den US eine Steuernummer hat.
Chris Exakt.
Sebastian Das ist das Entscheidende, ansonsten funktioniert das ganze nicht.
Genau hier kam noch eine Frage. Ich denk da können wir auch ganz schnell drauf eingehen und zwar fragt hier ein Teilnehmer oder Teilnehmerin was die Adresse in den USA betrifft; wie einfach oder kompliziert ist, diese Adresse zu bekommen? Und muss man dort auch wie zum Beispiel in anderen Ländern wie zum Beispiel im UK, wenn man dann eine Company anmelden muss, dann in Verbindung damit Utility Builds oder irgendwelche Dinge einreichen, um sozusagen letztendlich diese Adresse da zu bekommen? Also was muss man für Voraussetzungen erfüllen, um an diese Adresse zu bekommen? Vielleicht kann das noch jemand beantworten.
00:40:49 - Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um eine Adresse in den USA zu bekommen?
Daniel Genau hier kam noch eine Frage. Ich denk da können wir auch ganz schnell drauf eingehen und zwar fragt hier ein Teilnehmer oder Teilnehmerin was die Adresse in den USA betrifft; wie einfach oder kompliziert ist, diese Adresse zu bekommen? Und muss man dort auch wie zum Beispiel in anderen Ländern wie zum Beispiel im UK, wenn man dann eine Company anmelden muss, dann in Verbindung damit Utility Builds oder irgendwelche Dinge einreichen, um sozusagen letztendlich diese Adresse da zu bekommen? Also was muss man für Voraussetzungen erfüllen, um an diese Adresse zu bekommen? Vielleicht kann das noch jemand beantworten.
Chris Als Voraussetzung braucht man eigentlich nur ein Ausweisdokument und man muss natürlich auch diese Mailbox dann am Ende des Tages auch bezahlen und das auch im Voraus. Und da muss man jetzt keine Utility Bill einreichen. Was ich immer empfehle, ist, erst die Bankkonten einzurichten, weil die kann man dann auch als Verification bei den Kreditkartenanträgen dann einreichen, wenn das erforderlich ist. Kann passieren, passiert in der Regel nicht, aber man kann dann z.B. das Bankkonto Statement als Verification einreichen für die Kreditkarte. Sollte die deutsche Amex Privat oder Business sein für den Transfer; geht beides. Ich hab beides schon gemacht mit Kunden sowohl einen Business Account aus Deutschland in die USA transferiert als auch im Privaten. Das geht beides.
00:42:05 - Bin ich mit Adresse und Konto in den USA auch steuerpflichtig in den USA? Wann ist man in den USA steuerpflichtig?
Daniel Noch eine Frage: Der ein oder andere hat vielleicht Bedenken, dass er dann Steuern bezahlen muss in den USA? Das heißt vielleicht können wir das noch mal beantworten. Also wenn ich jetzt eine Adresse in den USA habe, ein Bankkonto in den USA habe, vielleicht auch diese LLC gegründet habe, bin ich dann automatisch ein Steuerzahler in den USA?
Sebastian Nein, du bist kein Steuerzahler. Du musst, wenn du ein US Einkommen hast, eine Steuererklärung einreichen. Wenn du kein US Einkommen hast, musst du auch keine Steuererklärung einreichen. US Einkommen wären Dinge wie zum Beispiel, wie ich vorhin schon gesagt habe, Mieteinnahmen oder wenn jetzt deine LLC oder deine US Gesellschaft, bzw. US LLC, eine Betriebsstätte in den USA hat, dann zahlt ja letztlich nicht die US LLC Steuern, sondern du zahlst dann Einkommensteuer auf die Gewinne. Das heißt also, wenn du jetzt Mitarbeiter in den USA hast, Büro und sowas und wie gesagt, der Ort der Wertschöpfung in den USA ist, dann sind die Gewinner aus der LLC steuerpflichtig. Also wenn es da irgendwelche steuerpflichtigen Erträge gibt in den USA oder Einkommen, dann bist du dort steuerpflichtig. Die versteuern ansonsten nicht. All das heißt, wenn du jetzt im Ausland lebst, in die USA nur auf Besuch gehst, bist du trotz US Steuernummer, trotz USLRC, trotz der US Postadresse nicht in den USA steuerpflichtig.
00:43:24 - Muss man in die USA reisen, um dort ein Bankkonto zu eröffnen oder die Kreditkarten zu beantragen?
Daniel Genau. Und eine Frage, die beantworte ich gleich mal noch selbst: Muss man denn eigentlich in die USA reisen, um dort ein Bankkonto zu bekommen oder die Kreditkarten zu beantragen? Nein, natürlich nicht, das kann man alles online erledigen.
Sebastian Aber man kann sagen, wenn du jetzt willst, dann kannst du natürlich auch in die USA reisen, kannst in eine Bank reinmarschieren, zu jeder beliebigen Bank. Chase Bank of America, da kannst du ein Konto dort auch dann persönlich beantragen. Also, mal angenommen du bist im Urlaub da oder so. Ja du brauchst natürlich diese Adresse dann davor ist klar, die musst du haben, dann kannst du da auch persönlich reinmarschieren und das so machen, wenn du jetzt nicht online ein Konto eröffnen willst.
00:44:02 - Wie baut man eine gute US Bonität und einen guten Credit Score in den USA auf, wie lange dauert es und warum ist es wichtig?
Chris Genau, prima. Machen wir mal hier weiter. Hauptthema ist hier auch US Bonität, wie baut man möglichst schnell auch einen US Credit Score auf? Ich habe hier links einmal Aufkleber: Was kann man tun, um einen guten Credit Score zu bekommen? Natürlich allen voran man sollte, wenn man dann eine Kreditkarte hat, wirklich immer alle Rechnungen immer on time bezahlen. Das ist Nummer 1, da sieht man hier rechts auch in der mittleren Grafik Payment History. Bei mir jetzt 100% ich hab noch nie was da zu Schulden kommen lassen, immer alles bezahlt und das ist auch der wichtigste Faktor. Dann was in den USA auch getrackt wird, ist die Utilization Rate von den Credit Card Accounts. Als Beispiel haben wir eine US Kreditkarte mit $10.000 Limit, da können wir jetzt natürlich 5.000 sagen wir mal ausgeben, aber am Ende des Monats, wenn 5.000 an die Credit Büros an die Kreditbüros reported werden, dann haben wir eine Credit Utilisation Rate auf dem Account von 50% und das gilt es immer zu vermeiden. Eine Faustregel ist: Man sollte da immer unter 30% bleiben. Das heißt, man sollte am Ende des Monats nicht mehr als $3.000 als Balance haben. Man kann während des Monats auch mehr Geld ausgeben, man kann das auch mal auf $10.000 ausmaxen, man sollte nur darauf schauen, dass die Statement Balance immer unter 30% ist, dass am Ende des Monats, auch kurz bevor der Rechnungszeitraum endet, kann man da zum Beispiel auch eine extra Zahlung machen, um dann die Quality Utilisation Rate möglichst nach unten zu schrauben. Man sieht hier zum Beispiel bei mir Credit Use ist bei 1%, das heißt meine Credit Utilisation Rate ist sehr gering und das freut natürlich die Banken, weil es sieht nicht danach aus, dass ich viel Geld brauche und dann kommt man halt auch in Richtung von einem 800er Score. Nächster Punkt: Don't Open multiple Credit Cards in a short amount of time. Man sollte jetzt nicht hingehen und versuchen 45 Karten auf einmal zu beantragen. Denn jede Kreditkartenanfrage oder application, löst eine Hard Inqury aus, sieht man ganz unten bei mir auf dem Credit Report hab ich jetzt 2 drauf, ist noch im grünen Bereich. Das heißt, jedes Mal, wenn man einen Antrag macht für einen mobilen Kredit, aber auch natürlich für eine Kreditkarte, dann hat man eine Hard Inquiry und das ist jetzt grundsätzlich erstmal schlecht für den Credit Score. Es gibt einen kleinen Dip aber der Dip der wird nicht lange Bestand halten. Man kommt dann schnell wieder da hoch. Das gleiche in Deutschland bei der Schufa; wenn man jetzt hingeht und 2 Kreditkarten beantragt, wird die Schufa erstmal ein paar Punkte einbrechen, das ist ganz normal. Aber wenn man die Karten dann bezahlt dann steigt der Wert sogar auf einen höheren Wert, als das vor dem Kreditkartenantrag war. Genau und: Keep Accounts in Good Standing und open. Das ist ist ein Fehler, den ich so oft bei meinen Kunden sehe, gerade bei den Amerikanern. Die haben schon seit x Jahren eine Kreditkarte oder haben vielleicht auch mal als Deutscher in den USA gelebt, haben sich da eine Kreditkarte geholt und sagen OK, brauch ich ja nicht mehr, hat vielleicht eine Gebühr gehabt, ich kündige die. In dem Moment, wo man die Kreditkarte kündigt, erlischt die Kredithistorie und alle On-Time Payments verfallen. Deshalb bitte immer die Accounts offen lassen, damit ihr auch weiterhin diese On-Time Payments sammelt und die positiv in die Schufa reinspielen. Was man immer machen sollte, wenn man jetzt eine kostenpflichtige Karte sich geholt hat, dann sollte man hingehen und die auf eine kostenlose downgraden. Das heißt, wenn man ein Downgrade macht, zum Beispiel von einer Platinum auf eine Green bei American Express, dann bleibt der Account offen und man verliert nicht alle Entertainments. Deshalb bitte bitte nie die Accounts kündigen, das gibt nämlich der Bonität in den USA einen ordentlichen Dämpfer, wenn man das tut. Genau, man sieht mein mittleres Credit Card Age von 4 Jahren, mein erster Account ist mittlerweile 7 Jahre alt und ja ich sammle jetzt jeden Monat, weil ich 17 Accounts in den USA hab, jeden Monat 17 On-Time Payments und das spielt natürlich alles sehr positiv in die Bonität rein. Das heißt, auch dieser Mythos viele Kreditkarten sind schlecht, der stimmt einfach nicht, der Großteil von diesen Accounts bei meinen 17 das sind alles kostenlose Kreditkarten, die bei mir in der Schublade liegen, aber wie gesagt, ich lass die einfach offen, damit ich weiterhin so eine gute Bonität habe und dann halt auch eligable werde für die Business Kreditkarten für meine US LLC. Diese Woche erst reingekommen: Chase Inc. Business Unlimited und Preferred; das sind so die besten Banking Optionen zu denen man Zugang hat, wenn man dann wirklich auch den Credit Score aufgebaut hat. Das hast du auch, Sebastian, am Anfang angesprochen: Der Credit Score ist auch nicht nur wichtig jetzt für Kreditkarten, sondern auch wenn man sich jetzt in den USA eine Zukunft aufbauen möchte wie zum Beispiel durch einen Immobilienkredit, dann ist das wirklich auch sehr entscheidend, weil dieser Credit Score in den USA schon so transparent ist. Das heißt wir wissen ganz genau wie sich der zusammensetzt von den Faktoren und was da für Dinge positiv und negativ reinspielen. Das wissen auch die Banken punktgenau was sie dir für eine Interest Rate am Ende des Tages geben wollen. In Deutschland ist es ja so, ich glaube keiner mag so wirklich die Schufa, weil die halt so undurchsichtig sind. In Deutschland haben auch schon Banken gegen die Schufa geklagt, weil die eben so undurchsichtig sind. In Amerika, da sind die schon einige Jahre voraus, das ist sehr, sehr transparent. Aber deshalb können die Banken auch wirklich punktgenau, je nachdem, was man für den Credit Score hat, können die genau entscheiden, welche Interest Rate oder welchen Zinssatz man am Ende des Tages auf ein Haus bekommt. Ich hab hier ein Beispiel mitgebracht: Mittlerweile sind die Zinsen ja noch weiter gestiegen. Wenn man jetzt einen exzellenten Score hat, zahlt man für einen $220.000 Kredit über 30 Jahre $387.000 und wenn man einen schlechten Score hat, zahlt man $400.000 mehr für diesen Kredit. Am Ende des Tages liegt der Unterschied bei über $48.000, das heißt man kann wirklich hunderttausende von Dollar sparen, wenn man einen guten Personal Credit Score hat. Deshalb ist dieses Thema auch wirklich wichtig und ich glaube auch wirklich der Credit Score ist in den USA die wichtigste Kennzahl für jede Privatperson und auch für einen Unternehmer, denn wie gesagt, er ist auch entscheidend, um an Business Loans ranzukommen und auch an Business Kreditkarten.
Sebastian Die Amerikaner sind wirklich besessen mit diesem Credit Score. Das heißt, da gibt es so Webseiten und Apps, zum Teil kostenlos, zum Teil kostenpflichtig, zum Teil kriegt man ja auch von der Bank das dann kostenlos, wo man sich einloggen kann und genau sehen kann, was mit deinem Credit Score passiert ist. Ist ja klar, weil das unheimlich wichtig ist dieser Credit Score. Es gibt natürlich dort dann auch immer, das Thema Identity Theft und sowas, das heißt man ist ja wirklich ermutigt regelmäßig reinzuschauen und zu schauen, ist da irgendwas was da nicht hingehört oder mache die Banken und Finanzinstitute Fehler? Da wird zum Beispiel eine Zahlung als nicht gemacht angezeigt, obwohl sie gemacht wurde. Das kommt immer wieder vor. Also jeder muss da wirklich laufend drauf schauen, mindestens einmal im Monat. Und bei wichtigen Änderungen natürlich, da gibt es viele Webseiten, da kommen auch diese Grafiken her, sollte man das dann letztlich genau verfolgen, ob sich der Credit Score verbessert oder verschlechtert hat und was ihn verschlechtert oder verbessert hat.
Genau hier, das hier ist Credit Karma, kann ich sehr stark empfehlen. Ansonsten kann man sich auch bei Xperia anmelden als ein Kreditbüro, die machen auch eine gute Version. Aber das hilft halt, dass man sowas regelmäßig anschaut und dann guckt wie sich das entwickelt. Wie lange brauche ich, um einen 800er Score zu bekommen? Man kann einen 800 Score auch schon innerhalb von sag ich mal 2 Jahren bekommen. Auf 700 kann man tatsächlich auch schon nach 5-6 Monaten kommen, wenn man wirklich diese Tipps hier beachtet. Also auf 700 kann man sehr schnell kommen, bis 800 dauert es dann noch ein Stückchen länger, also dann 1 bis 2 Jahre.
00:51:18 - Kundenbeispiel und kostenloses Beratungsgespräch mit Chris
Chris Hier mal auch ein Kundenbeispiel von mir; einem Business Kundenaus Deutschland, der hat auch eine US LLC gegründet und ihm haben wir jetzt praktisch seinen kompletten Spend über US Kreditkarten laufen lassen. Also wir haben US Kreditkarten beantragt und da auch die Business Varianten und er kann jetzt wirklich alle seine Ausgaben, die sind jetzt hier im Jahr $900.000 gewesen über US Kreditkarten laufen über $300.000 Advertising Spend, das sind jetzt relativ hohle hohe Zahlen. Aber man sieht ja einfach was da für ein Mehrwert drin ist. Credit Card Points im ersten Jahr inklusive Wilkommensboni waren bei ihm 3.000.000 Punkte, die man da mit einem Spend von 900.000 raus hebeln kann: 3.000.000 Punkte kann man jetzt als Cashback rausholen. Also das wären dann $30.000 oder 3% Return on Spend oder $80.000 in Travel Value oder 9% hier dann Return on Spend. Denn wie gesagt, der große Mehrwert ist halt bei diesem Punkte Meilen einlösen für Flüge und auch auch für Hotels, dass sind bei ihm jetzt hier Business Class Flüge in den USA; 120 Domestic Class und 43 Business Class Flüge Interkontinental, das heißt mein Kunde hat jetzt so viele Punkte, die er schon fast gar nicht mehr einlösen kann, weil das so viele sind. Und er löst dann manche Punkte einfach auch für Cashback ein, weil seine Familie und er dadurch halt schon bedient sind. Wie gesagt, was ich jedem anbieten kann ist, dass wir einfach mal in 30 Minuten ein Beratungsgespräch machen. Einfach unverbindlich und auch kostenlos würde ich mich mit der Situation von demjenigen auseinandersetzen, würde mir anschauen welche Voraussetzungen da sind und schon gegeben sind. Hat derjenige schon ein Bankkonto in den USA, hat der schon eine ITIN und wie hoch sind so grob die Ausgabenverhältnisse, denn ich muss am Ende des Tages wissen, in welchen Kategorien auch wieviel Geld ungefähr ausgeben wird, weil danach richte ich und entwickle ich auch dann die Kreditkartenstrategie. Denn wie gesagt es gibt über 5.000 verschiedene Kreditkarten, da muss. ich gucken, in welchen Kategorien es da Sinn macht sich eine extra Karte zu besorgen, wenn man zum Beispiel viele Ausgaben für Advertising Spend hat, deshalb da gerne einen Termin buchen.
00:53:32 - Was kostet das Programm mit Chris und was erwartet mich? Wann macht es keinen Sinn mit Chris zu arbeiten?
Chris Wenn da gewisse Voraussetzungen einfach nicht gegeben sind, wie zum Beispiel, wenn es jetzt eine reine Privatperson ist und keine wirklichen USA Pläne da sind, dann würde ich mir da auch leider rausnehmen da den Termin zu kündigen. Deshalb offen und ehrlich, bucht einfach da einen Termin und dann würde ich mich freuen, wenn wir uns da einmal austauschen können und dann können wir wirklich individuell besprechen, was es da für Optionen gibt und auch welcher Unterstützungsbedarf dann notwendig ist. Die ersten Fragen jetzt natürlich schon nach den Preisen, es kommt natürlich immer sehr darauf an, was du für eine Situation hast. Ob du zum Beispiel schon eine Amex in Deutschland hast oder hattest. Das spielt natürlich auch alles in der Umsetzungsdauer und dem Implementierungsplan eine Rolle, den ich entwickelt habe. Deswegen kann ich da jetzt leider keine pauschale Aussage zum Preis machen.
Genau und ein kurzer Ausblick in die individuelle Strategie: Hier auch mal ein paar Auszüge aus der Strategie, da sind dann wirklich konkrete Konten und Kartenempfehlungen drin. Das heißt, welche Karten und Bankingprodukte machen da am meisten Sinn und auch in welcher Reihenfolge sollte man die beantragen? Denn manche Banken sind ein bisschen einfacher zu bekommen mit einem schlechten Score. Und manche Banken sind halt etwas schwerer zu bekommen und da fließt komplett meine Erfahrung persönlich von 17 Kreditkarten, die ich geöffnet hab und natürlich auch die Erfahrung von meinen Kunden mit ein, welche Bank und welche Karten man da zuerst angeht. Der genaue Umsetzungsplan auch ein komplettes Coaching mit einer Einlösestrategie, das heißt welche Tools kann man nutzen, dass man eines Tages wirklich den kompletten Mehrwert aus diesen Punkten und Meilen herausholen kann und dann je nachdem in Business First Class aber auch Economy dann fliegen kann. Auch, dass man auch ganz klar weiß okay wann sollte ich welche Karte benutzen für welche Kategorie, denn das ist am Ende des Tages entscheidend, um wirklich dann meinen Kunden auf z.B. 3.000.000 Punkte in einem Jahr zu bekommen.
00:55:20 - Kontaktdaten und Schlusswort
Chris Yes, das ist alles in Kürze. Ich glaube wir sind jetzt komplett mit der Zeit durch, folgt mir gerne auf Social Media, auf Linkedin, auf Instagram und auch auf Youtube, da habe ich Kanäle. Auf Instagram, da bin ich regelmäßig unterwegs und poste dann halt auch meine Erfahrungen aus der Business und First Class: @cris_flyer. Da findet ihr mich und da könnt ihr auch gerne mit mir in Kontakt treten und mir auch Fragen stellen. Deshalb vielen Dank für die Möglichkeit hier, hab mich sehr gefreut. Danke an an dich Sebastian, danke an dich Daniel, ich glaube das Format werden wir definitiv auch öfters machen, vielleicht zu einem anderen Thema. Aber hat mir echt großen Spaß gemacht und ich freue mich auf alle, die einen Termin buchen. Ich sehe schon die ersten Termine flattern rein, ja, ich freue mich auf den Austausch.
Daniel Und von meiner Seite natürlich auch noch mal vielen herzlichen Dank. Vielleicht mal eine Idee oder eine Bitte an unsere Teilnehmer: Es gibt ja eine Webseite, die werden wir auch gerade noch mal posten und zwar wohnsitzausland/webinare und da kann man sich ganz unten in ein Formular eintragen, wenn man gerne wieder interessante Webinare und Informationen bekommen will. Das gilt zumindest eben für diejenigen, die nicht sowieso unsere Mandanten sind. Ja, wirklich ein spannendes Thema. Vielen herzlichen Dank. Dem Sebastian würde ich noch mal um ein Schlusswort bitten zu dem Thema LLC Gründung. Was wir dann auch noch gerne tun, wie man da auch bei uns noch weiter kommt. Es gab übrigens einige interessante Fragen, auch hier im Chat, die wir dann aber im Nachgang nochmal beantworten. Also jeder Teilnehmer bekommt natürlich noch mal eine verschriftliche Version der Fragen, die gestellt worden sind mit den Antworten. Es gab ein paar steuerliche Fragen, aber dazu mehr dann vielleicht im Nachgang noch mal. Sebastian, dürfen wir dich bitten?
Sebastian Danke, Daniel, danke Christian. Also mal eine tolle Sache, ein tolles Angebot. Wie gesagt, ich finde es ein sehr interessantes Thema, vor allen Dingen für jene, die eben hier international unterwegs sind, digitale Mandanten sind, Deutschland verlassen haben, möglicherweise in die USA ziehen wollen, möglicherweise einen finanziellen Neustart hinlegen und versuchen sich hier neu aufzubauen. Es bieten sich sehr viele Möglichkeiten hier sehr schnell an eine gute Bonität zu kommen und sehr attraktive Kreditkarten zu bekommen, mit denen doch sehr viel tatsächlich möglich ist. Wie gesagt, wir hier von der Kanzlei Mount Bonnell, wir unterstützen dich natürlich gern dabei, sei es jetzt beim Umzug in die USA, wenn das wirklich ein Thema ist, aber auch Dinge wie Firmengründung in den USA oder einfach steuerliche Fragen. Hinsichtlich der USA, also auch zum Beispiel, wenn du jetzt mit einem deutschen Unternehmen US Kunden bedienst; möglicherweise gibt es da Fragen hinsichtlich Steuern, Sales, Tax und so weiter. Wie gesagt, wir bieten da das volle Spektrum an. In den USA haben wir unser Büro in Austin, Texas. Und wie gesagt, wir machen hier voll deutschsprachige Beratung. Die Kollegen sind sowohl in den USA als auch in Europa, das heißt von der Zeitzone her funktioniert das in der Regel sehr gut, wenn es für dich ein Thema ist, dann würden wir uns freuen, von dir zu hören, viele sind natürlich sowieso schon Mandanten bei uns. Ja, dann freue ich mich auf die nächste Veranstaltung, auf das nächste Webinar, vielen dank Chris und Daniel.
Bis zur nächsten Folge von Perspektive. Auslands der Podcast für alle Unternehmer, die es ins Ausland zieht.
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Japan für Auswanderer: Überteuert oder lohnenswert?
Erfahren Sie im Interview mit Markus Janssen, warum sich das Auswandern nach Japan trotz hoher Kosten lohnen kann. Entdecken Sie die Vorteile der Lebensqualität, Gesundheitsversorgung und Bildungssysteme in Japan.
Zu Gast: Markus Janssen
Die Folge ist auch auf allen gängigen Podcast Plattformen zu finden:
Japan, das Land der aufgehenden Sonne, fasziniert nicht nur durch seine reiche Kultur und Geschichte, sondern auch durch seine moderne Lebensweise. Immer mehr Menschen erwägen das Auswandern nach Japan, sei es aus beruflichen Gründen, aus persönlichem Interesse oder auf der Suche nach neuen Möglichkeiten. Die Lebensqualität in Japan gilt als ausgesprochen gut, Gesundheitsversorgung und Bildungssystem als hervorragend. Allerdings gilt Japan auch als teures Land. Für wen und warum es sich dennoch lohnt, nach Japan auszuwandern, erklärt der Japan-Auswanderer und Anwalt Markus Janssen im Gespräch mit Perspektive Ausland.
Die Lebensqualität in Japan
Japan steht weltweit für eine hohe Lebensqualität. Die einzigartige Mischung aus Tradition und Moderne schafft eine faszinierende Umgebung. Die Städte sind pulsierend und dynamisch, während die ländlichen Gebiete Ruhe und Natur bieten. Die hohe Sicherheit, die saubere Umwelt und die Höflichkeit der Menschen tragen zur positiven Lebensqualität bei. Allerdings sollten Sie beachten, dass das Leben in den urbanen Zentren, insbesondere in Tokio, mit höheren Lebenshaltungskosten verbunden ist.
In Tokios Innenstadt müssen Sie beispielsweise mit Quadratmeter-Mietpreisen von umgerechnet bis zu 60 Euro rechnen. Allerdings gibt es durchaus Wohnraum, der preiswerter ist, wenn Sie auf die äußeren Stadtviertel oder die Umgebung ausweichen.
Das Pendeln in die Innenstadt, sofern erforderlich, ist dabei kein Problem, denn auch die Verkehrsanbindungen gelten in Japan als gut. Dies gilt nicht nur für den Straßenverkehr. Auch für seine pünktlichen und rasanten Ultra-Schnellzüge Shinkansen ist das Land berühmt.
Japan - ein gutes Ziel für Unternehmer und Investoren?
Für Unternehmer, die nach einem Steuerparadies suchen, ist Japan sicherlich nicht die erste Wahl. Die Körperschaftsteuer ist in Japan nicht günstiger als in Deutschland. Beispielsweise zahlen kleine und mittelständische Unternehmen mit Einkünften über 8 Mio. Yen (rund 51.000 Euro; Stand: Dezember 2023) einen Steuersatz von 33,58 %.
Für Unternehmer kann Japan dennoch ein interessantes Ziel sein, denn das Land bietet besonders für Spezialisten, die Erfahrung in ihrer Branche nachweisen können, spannende Business-Chancen. Daher ist dieses Land möglicherweise für Start-ups mit besonderen Ideen eine Option.
Für Investoren ist Japan beispielsweise im Real-Estate-Bereich attraktiv. Das Land ist nicht nur für einen stabilen Immobilienmarkt bekannt, sondern auch für positive Renditen in diesem Sektor. Kein Wunder, dass es einen regelrechten “Run” ausländischer Investoren auf japanische Immobilien gibt.
Darüber hinaus bietet Japan eine breite Palette von Investitionsmöglichkeiten. Die Börse in Tokio ist eine der größten weltweit. Die Wirtschaft des Landes ist stabil, und Investitionen in innovative Branchen wie Technologie, erneuerbare Energien und Gesundheitswesen können attraktiv sein.
Aufenthaltsgenehmigung für Japan erhalten
Kulturelle Unterschiede machen sich in Japan auch beim Thema Aufenthaltsgenehmigung bemerkbar. So empfiehlt es sich, bei Beantragung eines Visums oder einer Aufenthaltsgenehmigung für Japan die Dienste eines sogenannten Gyōsei Shoshi in Anspruch zu nehmen. Hierbei handelt es sich um offizielle Einwanderungshelfer mit langjährigen Erfahrungen in der Immigrationsverwaltung.
Welches Visum in Frage kommt, hängt einerseits davon ab, ob Sie dauerhaft in Japan bleiben möchten, andererseits kommt es auf die persönliche Arbeitssituation an. Für junge digitale Nomaden beispielsweise kann das “Working Holiday”-Visum interessant sein, das ein Jahr lang gültig ist. Für Arbeitnehmer, die eine Anstellung in einem japanischen Unternehmen erhalten haben, kommt das Arbeitsvisum in Frage. Nachgewiesen muss das (künftige) Arbeitsverhältnis anhand eines Arbeitsvertrages oder einer anderweitigen Bescheinigung. Die Gültigkeit des Arbeitsvisums kann dann zwischen drei Monaten und fünf Jahren betragen.
Start-ups und Unternehmensgründer haben die Möglichkeit, ein Visum für Existenzgründer zu erhalten. Dabei sind die Anforderungen in den verschiedenen Kommunen unterschiedlich. Minimum sind aber in der Regel ein Businessplan und ein Finanzierungsnachweis.
Die dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung können Sie in Japan beantragen, wenn Sie mindestens zehn Jahre in dem Land gelebt haben und die hierfür nötigen Anforderungen erfüllen. So sind beispielsweise Nachweise über die finanzielle Stabilität erforderlich.
Alles in allem ist Japan also ein Land, das zwar kein Ziel für Steuernomaden ist, dafür aber mit einer ausgezeichneten Lebensqualität, einer reichhaltigen Kultur, gastronomischen Genüssen und einer hohen Sicherheit punktet. Damit kann das Land für Unternehmer und Start-ups ebenso attraktiv sein wie für Familien und Weltenbummler, die hierhin auswandern möchten.
Weitere Auslandsperspektiven:
Hongkong - Das Tor zu China und Südostasien
Südostasien - Eine spannende Option für Unternehmer
Thailand für Auswanderer und Expats
Kontaktdaten und Links:
Webseite: www.asj-law.net/de
Telefon: +81-(0)3-6205-7950
E-Mail: info@asj-law.jp
Timestamps:
00:00:37 Japan - Überteuert oder lohnenswert?
00:03:30 - Gute Chancen für Expats und Einwanderer
00:07:24 - Für welche Branchen gibt es Nachfrage?
00:10:14 - Ist Japan lohnenswert für Investoren?
00:14:57 - Visum und Aufenthaltsgenehmigung
00:20:07 - Diese Gesellschaftsformen gibt es in Japan
00:23:00 Kosten und Zeitspanne für Unternehmensgründung
00:24:10 - Kontoeröffnung als unüberwindbares Hindernis?
00:25:17 - Die Wohnungssuche in Japan
00:26:56 - Wie hoch sind die Lebenshaltungskosten in Japan?
00:28:23 - Der Verkehrsanbindungen in Tokio
00:27:48 - Wie hoch ist die Miete in Japan?
00:29:22 - Das Steuersystem in Japan
00:32:34 - Handel mit Kryptowährungen in Japan
00:34:29 - Japaner als potenzielle Investoren?
00:38:41 - Der ultimative Tipp für Japan-Interessierte
00:39:57 - Japans kulinarische Genüsse
00:42:18 - Neuseeland oder Japan?
00:44:54 Verabschiedung und Kontaktdetails
Mitschrift zum Podcast Perspektive Ausland Episode 114: Japan für Auswanderer: Überteuert oder lohnenswert?
Zu Gast: Markus Janssen
Markus Janssen: Man kann auch hier als Unternehmer ganz andere Abzüge machen. Das ist also alles humaner und vernünftiger als bei uns. Da bin ich mal ganz offen. Und da kommen Sie, wenn Sie auf die Effektivsteuer sehen, wahrscheinlich sogar besser hin als in Deutschland.
Perspektive Ausland: Perspektive Ausland, der Podcast für Unternehmer und Freiberufler, die es ins Ausland zieht. Egal, ob Steuerplanung, Auslandsfirmen-Gründung oder Lifestyle-Fragen, hier geht's jede Woche zur Sache. Und hier sind deine Gastgeber Daniel Taborek und Sebastian Sauerborn.
00:00:37 Japan - Überteuert oder lohnenswert?
Daniel: Wir sprechen ja jede Woche auf unserem Kanal mit interessanten Menschen aus interessanten Ländern und heute haben wir uns das Thema Japan vorgenommen. Japan schneidet im Vergleich zu anderen Ländern, was steuerliche Themen betrifft, auf den ersten Blick zumindest, nicht sehr gut ab. Wir haben in Japan relativ hohe Steuern, es gibt allerdings ein Aber, darüber müssen wir nachher noch sprechen. Es gibt sehr, sehr interessante Dinge. Wenn man einfach nur guckt, wie hoch sind denn die Einkommensteuer und Körperschaftsteuer, sagen wir, nein, das lohnt sich nicht, aber es gibt natürlich interessante Themen, über die wir heute unbedingt sprechen müssen. Auf der anderen Seite, wenn man nur auf die Lebenskosten schauen würde, stellt man fest, Japan ist aber teurer als Deutschland, Österreich, Schweiz.
Doch auch da gibt es wieder ein Aber, weil nämlich die Lebensqualität auch sehr, sehr hoch ist in Japan, Bildungsstandard, Sicherheit, Umwelt ist überdurchschnittlich. Man muss das ja alles in Relation sehen. Also wir freuen uns sehr, heute mit jemandem sprechen zu können, der Japan besser als seine Westentasche kennt, schon viele Jahre dort wohnt und lebt und heute unseren Zuschauern und Zuhörern mit Sicherheit viel Interessantes und Neues berichten kann. Lieber Herr Janssen, herzlich willkommen bei uns heute. Stellen Sie sich doch kurz unseren Zuschauern und Zuhörern einmal selbst vor.
00:02:04 Markus Janssen Ja, lieber Herr Taborek, ganz herzlichen Dank für diese Einladung, über die ich mich sehr freue. Es macht mir großen Spaß und ist mir eine Ehre, mich hier heute vorstellen zu dürfen. Ich will heute nicht so viel über meinen persönlichen Hintergrund sprechen. Ich will nur sagen, dass ich als als Kind schon oder als Jugendlicher gesagt habe, ich studiere jetzt Jura und dann gehe ich nach Japan und werde Anwalt. Da haben alle gesagt, du bist ja verrückt geworden, aber ich habe es dann auch gemacht. Ich bin jetzt seit 37 Jahren hier in Japan, spreche Japanisch auf jeden Fall besser als Englisch und das macht natürlich auch viel Spaß. Man kommt aber auch ganz gut durch, wenn man die Landessprache nicht spricht, aber es ist auf jeden Fall besser, wenn man sie spricht, um da mal gleich anzufangen, da gibt es ja einen ungeheuren Schub, der durch diese modernen Hilfsmittel ausgelöst worden ist. Ich meine, jeder kann ja jetzt eine japanische Zeitung lesen, indem man sich die einfach öffnet auf einem Smartphone und sich vorlesen lässt. Und wenn Sie dann ein Zeichen nicht verstehen, gehen Sie da drauf und bumm, haben Sie sofort die Übersetzung. jede einzelne Untersuchung eines solchen Kanjis hat früher eine halbe Stunde gedauert, das dauert jetzt nicht mal 3 Sekunden. Das ist ungefähr die Dimension. Das ist noch besser als mit dem Fahrrad und mit dem Flugzeug nach Japan zu fahren. So hat sich die Relation verschoben. Insofern macht das sehr großen Spaß und ich empfehle das auch immer den jungen Leuten. Zum Lernen der Sprache gibt es viel zu sagen, aber darüber wollen wir heute nicht sprechen, sondern über die wirtschaftlichen Aspekte und wie wir Ihnen helfen können, auch im Team mit Herrn Taborek zusammen.
00:03:30 - Gute Chancen für Expats und Einwanderer
Daniel: Ja, klasse, sehr schön. Generell fragen sich wahrscheinlich unsere Zuschauer und Zuhörer: Warum stellen die jetzt Japan vor? Was ist da so interessant, wir reden ja sonst eher über Länder, in denen man vielleicht an weißen Stränden irgendwo seine Drinks genießen kann, mit sehr, sehr niedrigen Lebenskosten, mit sehr günstigen Steuern leben kann, aber heute reden wir über Japan und lassen Sie uns doch bitte mal viel tiefer einsteigen, das Thema. Welche Chancen bietet Japan, egal ob ich dahin auswandere, um dort zu arbeiten, um ein Unternehmen zu zu gründen, egal ob ich aus Deutschland, Österreich, der Schweiz komme?
Markus Janssen: Ja, also früher war es ja so, dass Japan so ein bisschen wie das Tal der Millionen Schmetterlinge war, von Ephraim Kishon, ich weiß nicht, ob Sie die Kurzgeschichte kennen. Da geht man durch ein steiniges Tal und alle sagen, das ist unglaublich schön, da musst du hin und so weiter und dann ist überhaupt nichts da, aber auf dem Weg ärgern die sich dann so, das sie das auf dem Weg zurück allen erzählen, damit die bloß auch dahin gehen. Man hat früher mal gesagt, dass Japan so war, das ist aber nie so gewesen. Es war aber früher in der Tat wirklich sehr viel steiniger, aber ich will sagen, jetzt ist es wirklich dem Tal der Schmetterlinge nah, von dem dann in der Kishon-Geschichte die Rede war. Aus vielen Gründen, denn die Lebensqualität hat sich stetig verbessert und die Preise sind stetig nach unten gegangen, auch wegen der Deflation. Jetzt im Augenblick, wenn Sie nach Japan reisen, wenn Sie also wirklich Japan sich anschauen, Sie müssten sich aber beeilen, dann kriegen Sie für jeden Euro, den Sie tauschen, nochmal 40 Yen oben drauf geschenkt, denn der eigentliche, wirtschaftliche Kurs liegt bei 120 und Sie kriegen jetzt 160 Yen. Das wird sich aber meiner Voraussage nach wahrscheinlich sehr bald ändern. Wir werden ein riesigen Push bekommen, der Yen wird zurückspringen auf 135, aber wir wollten jetzt hier keine Vorhersage machen. Welche Chancen sich hierfür Ausländer bieten? Ich glaube, es ist wichtig, dass man sich hier seiner Rolle als Ausländer und seines Wertes als Ausländer bewusst ist. Dann hat man hier sehr gute Chancen und wenn man sein Fach beherrscht und gewissermaßen seine Spezialität mitbringt, dann kann man da auch sehr viel Gutes machen und dann kann man auch gute Geschäfte machen. Das ist der Anfang. Und dann ist die Frage, in welchen Rollen man hier arbeitet. Da gibt es die große Unterscheidung zwischen Expats und Locals. Die Expats sind diejenigen, die hier mit ausländischen Firmen herkommen. Da hat sich die Situation geändert. Das waren früher in der Regel sehr, sehr komfortable Pakete, die sind aber doch wegen der Kosten alle abgespeckt worden. Die Lokalen waren immer so ein bisschen diejenigen, die wie die zweite Klasse leben mussten. Auch das hat sich ein bisschen geändert, da hat man jetzt mittlerweile auch eben Chancen bei Startups und sehr innovative Sachen. Da kann man auch viele Sachen machen. Das ist also alles interessant. Was macht Japan als Ort zum Arbeiten und zur Unternehmensgründung attraktiv? Das ist halt, dass man hier, also wenn man ein Expats-Paket hat, dann kann man hier sicherlich einen sehr hohen Lebensstandard haben, aber auch wenn man lokal arbeitet, kann man hier in der Regel mehr verdienen als die Japaner und den eigentlich doch etwas niedrigeren Lebensstandard, den die Japaner durchaus in Kauf nehmen, viel beengtere Verhältnisse und so weiter ganz gut ausgleichen. Welche Unternehmer haben in Japan gute Chancen für Business? Das hatten wir schon gesagt. Das hängt jetzt wirklich davon ab, was was man zu bieten hat. Also wenn man eine Spezialität hat und hat das auch schon mal gemacht, wenn man den Japanern irgendwas Neues vorschlägt, dann sagen die immer, ist ja toll, aber haben Sie das schon mal gemacht? Und wenn man dann sagt, Nein, aber Sie sind mein Versuchskaninchen, dann wird es schwer, das mögen die nicht. Wenn man aber dann wirklich was vorzuweisen hat und hat es gemacht und sei es auch in Europa, das wird jetzt zunehmend auch akzeptabel, dann kann man also mit neuen Geschäftsideen hierher kommen. Da ist jetzt mittlerweile durchaus ein offenes Ohr dafür da.
00:07:24 - Für welche Branchen gibt es Nachfrage?
Daniel: Sehr, sehr interessant alles. Wenn Sie jetzt vielleicht mal die letzten ein, zwei, drei Jahre zurückschauen, es sind ja einige Mandanten, die Sie betreuen konnten, die nach Japan gekommen sind, mit welchen Geschäftsideen in welchen Branchen sind denn die zum Beispiel nach Japan gekommen? Was hat sie da so hingetrieben?
Markus Janssen: Ja gut, der große Boom war natürlich hier Solar. Da habe ich auch sehr viel Geschäft gemacht. Ich hab hier zum Beispiel das größte Solarprojekt Japans betreut mit 480 Megawatt, das ist unendlich, und das ist mal auch wieder typisch, nach 10 Jahren Gerangel mit der Fischereigenossenschaft über das Unterseekabel ist das endlich gelöst worden? Und jetzt wird 10 Jahre nach der ursprünglichen Genehmigung letztendlich der Bau begonnen, hoffentlich. 480 Megawatt ist eine Riesenanlage vor allen Dingen wenn sie sich überlegen, dass man in dem nächste also wahrscheinlich die doppelte Leistung aus den Sachen rausholt, dann haben Sie da schon ein richtiges kleines Atomkraftwerk, also die Leistung eines Atomkraftwerks, das ist schon ganz schön und Batterien entwickeln sich auch. Innovative Sachen, die ich hier sehr viel mache, sind Automotive und auch ein Zulieferergeschäft, da kann man sehr viel machen.
Im Medizinbereich machen wir auch viel, auch da ist immer eine Nachfrage und da sind auch immer Möglichkeiten. Ich kann jetzt nicht das ganze Feld durchgehen, aber wenn Sie sich unsere Homepage anschauen, da sind die ganzen Industrien. Wir haben das nach Industrien gemacht und wir sind hauptsächlich auch daran interessiert, sagen wir mal, vom Ansatz der Industrie herzukommen und auch das Business zu verstehen. Unser Motto heißt: Nur die nur die richtigen Fragen führen zu den richtigen Antworten. Das habe ich übrigens nicht von Elon Musk, sondern ich war sehr erfreut zu hören, als er das mal sagte, das sei sein Motto, da hab ich gesagt: "Hola, hat der jetzt bei mir abgeschrieben?" Das haben wir auf jeden Fall auch schon seit über 15 oder 20 Jahren im Netz. Das ist mein Motto, weil ich glaube, dass hinter jeder Frage ja eigentlich schon die Antwort steht. Die Frage umfasst immer die Antwort. Die Frage ist quasi die Rückseite der Antwort und wenn man die falsche Frage stellt, dann kriegt man auch die falsche Antwort, insbesondere in Japan, denn der japanische Anwalt und ich glaube, die Deutschen waren da früher ganz ähnlich, dann immer sagt: Sie haben mich jetzt diese Frage gefragt, dann beantworte ich jetzt diese Frage. Die Frage ist sozusagen falsch und Sie müssen was ganz anderes fragen. Da haben die meisten nicht den Mut und auch nicht die Fähigkeit dazu, das ist eben sehr, sehr wichtig. Da muss man eben verstehen, was für ein Geschäft, welche Intention hat denn der Fragende eigentlich? Und das ist natürlich für einen japanischen Anwalt nicht so einfach zu verstehen, was der deutsche Geschäftsmann will. Da sind wir dann schon besser aufgestellt, auch im Team mit Ihnen, Herr Taborek, da verstehen wir sofort, was die Mandanten wollen und können dann auch wirklich als Team alles wunderbar vorbereiten.
00:10:14 - Ist Japan lohnenswert für Investoren?
Daniel: Klasse! Wir haben ja jetzt über die Expats gesprochen, über die, die hinkommen, um entweder für ein existierendes Unternehmen zu arbeiten oder selber vielleicht ein Unternehmen gründen wollen. Ganz kurz, um auch diese Zuschauergruppe nicht zu vergessen, es gibt ja teilweise auch Privatiers, die einfach sagen, ich gehe in Land, um dort zu investieren, zum Beispiel. Ist da Japan auch ein interessantes Pflaster?
Markus Janssen: Ja, das ist interessant, wenn Sie sich Real Estate angucken. Also ich selbst hatte meine Altersversorgung eigentlich in Berlin aufgebaut mit Real Estate und gehofft, ich könnte davon eines Tages mal leben. Aber dazu braucht man, glaube ich, nicht mehr viel zu sagen. Ich steige da gerade mit Karacho aus, weil Real Estate in Deutschland wirklich keinen Spaß mehr macht, wenn Sie Vermieter sind. Ich habe immer versucht, sozial zu bleiben und bin es auch gewesen, aber jetzt steige ich aus. Hier in Japan gibt es auch durchaus Mieterschutz, aber nicht so einen wahnsinnigen Mieterschutz wie bei uns und Sie können sehr, sehr gute Renditen erzielen, vor allem, wenn man neue Modelle einführt. Es gibt jetzt also viele im Real-Estate-Bereich, die sagen, ich investiere hier. Es gibt auch andere Sachen, in die sie investieren, zum Beispiel Tourismus. Und da ist eben der ganze neue Lifestyle. Was Start-ups angeht, gibt es sicherlich auch viel. Wenn jemand sagt, ich möchte da was investieren in dem und dem Bereich, da können wir Ihnen sicherlich helfen.
Noch eine Sache zur Steuer, damit wir das nicht vergessen: Japan hat ja diesen schlechten Ruf, dass es sehr, sehr teuer ist. Das ist nominell richtig, aber wenn Sie schauen, wie die Kurve ist, ist sie sehr viel steiler in Deutschland, also Sie müssen als Geringverdiener in Japan wesentlich weniger Steuern zahlen. Und Geringverdiener, das ist jetzt schon fast schon ein Hohn, das geht hoch bis 20 Mio. Yen. Bei normalem Wechselkurs wären das so 150.000 bis 160.000 Euro. Da sind Sie ja bei uns schon lange in der absoluten Spitzenklasse. Ab 60 oder 70.000 geht es ja schon ab in die Spitzenklasse. Das ist hier in Japan Gott sei Dank anders. Ähnlich ist es auch, wenn man sich damit beschäftigt, wo wollen wir eigentlich am Schluss sein? Am Lebensabend?
Da haben wir uns verschiedene Sachen angeguckt und Japan hat da sehr gut abgeschnitten, muss ich sagen. Und da kommt natürlich die Frage, wie sieht es denn jetzt aus mit der Steuer? Und auch bei der Erbschaftssteuer, solange man unter 500 Mio. Yen bleibt, was dann je nach Wechselkurs jetzt 3,5 bis 4 Mio. Euro sind, hat man in Japan ungefähr eine gleiche Steuerbelastung, also da ist nicht nennenswert höher oder teilweise sogar geringer als in Deutschland.
Was die Unternehmensbesteuerung angeht, ich meine, in Deutschland, sagen wir, das ist nicht so schlimm und das ist nicht so hoch wie in Japan, aber wenn Sie sich wirklich angucken, was in Deutschland alles besteuert wird, ist das ja der galoppierende Wahnsinn, ja.
Daniel: Das kann man so sagen.
Markus Janssen: Auch so eine Regelung wie die vGA, die verdeckte Gewinnausschüttung, die ich glattweg für verfassungswidrig halte. Aber alle schlucken das und alle machen das mit und lassen sich diesen Unsinn gefallen. Ich meine, das müssen Sie sich mal überlegen, eine verdeckte Gewinnausschüttung ist, dass Sie sich strafbar machen, wenn Sie nicht im Folgemonat, nachdem Sie den Fehler begangen haben, sofort den Bericht erstatten. Und sowas gibt es hier in Japan nicht. Natürlich gibt es in Japan Steuerprüfungen, das ist auch unangenehm, aber man kann mit denen ganz anders reden, man kann auch hier als Unternehmer ganz andere Abzüge machen und das ist also alles humaner und vernünftiger als bei uns, da bin ich mal ganz offen. Und da kommen Sie, wenn Sie auf die Effektivsteuer sehen, dann wahrscheinlich sogar besser hin als in Deutschland. Wir wollen jetzt nicht in die Details der Steuer reingehen, da haben wir andere Fachleute...
Daniel: Auf alle Fälle deckt sich das auch mit dem, was wir immer wieder auf unserem Kanal mit Gästen aus anderen Ländern besprechen, was wir auch selber wahrnehmen. Wir hatten vor einiger Zeit mal ein interessantes Gespräch mit einem Kollegen aus Ungarn und er hat auch erzählt, dass als man dort die Steuern drastisch gesenkt hat. Ungarn hatte mal sehr, sehr hohe Steuern im Vergleich zu Deutschland sogar und dann hat man da die Steuern drastisch gesenkt. Das hat sich aber langfristig nicht so ausgewirkt, dass der Staat weniger Steuern einnimmt, sondern im Prinzip ist die gesamte Bürokratie gesenkt worden. Die Leute bezahlen die Steuern und man nimmt am Ende mehr Steuern ein, als man vorher mit dem riesengroßen Apparat an Betriebsprüfern und Finanzbeamten kontrollieren und eintreiben musste. So ist das leider oft. Lassen Sie uns zurück zu Japan kommen. Jetzt haben wir also schon einige attraktive Gründe gehört von Ihnen, warum Japan ein sehr interessantes Land als Wohnsitz oder Unternehmenssitz sein könnte.
00:14:57 - Visum und Aufenthaltsgenehmigung
Daniel: Jetzt ist die Frage, wie ist denn das in Bezug auf die Aufenthaltsgenehmigung? Also wie einfach oder schwer ist es, ein Visum zu bekommen, eine Aufenthaltsgenehmigung, eine Arbeitserlaubnis zu bekommen? Was gibt es für verschiedene Visa? Was kostet das? Wie lange dauert das, bis man es bekommt? Das sind Themen, die unsere Zuschauer brennend interessieren.
Markus Janssen: Das ist durchaus saisonabhängig, würde ich mal sagen. Also während der Coronazeit gab es da absurde Vorstellungen, sodass auch deutsche Firmen ihre CEOs hier nicht mehr reinbringen konnten und die Japaner da wirklich richtigen Unsinn gemacht haben, was Ihnen auch hinterher leid getan hat. Da wurde hinterher kräftig zurückgerudert. Das schwankt hin und her, aber die gute Nachricht ist hier, dass Sie hier keinen Anwalt brauchen und auch keinen Anwalt benutzen sollten, weil diese Visa und Aufenthaltsgenehmigungen werden hier traditionell von Verwaltungsrechtshelfern, Gyōsei Shoshi heißen die im Japanischen, geleistet werden. Das sind ältere Herren, die aus der Immigrationsverwaltung kommen und die haben dann nicht so gerne, wenn da irgendwelche Anwälte für das Zehnfache von ihren bescheidenen Gebühren Unsinn machen und ihnen erzählen, wie Visa auszustellen sind, sondern die machen das untereinander so weit wie möglich. Wenn man da jemanden hat, der nicht auf der Seite der Behörde, sondern auf der Seite des Antragstellers ist, und das gibt es auch, kann man da relativ schnell und gut durchkommen. Den Rest würde ich da den guten Kollegen überlassen. Wir können Ihnen helfen, solche Leute zu finden. Wir verdienen daran nichts und wollen daran auch nichts beim verdienen, es sei denn, es wird ganz kompliziert, dann muss man halt mal ein paar Stunden abrechnen, das machen wir in der Regel nicht. Das ist also nicht unser Feld, aber wir können eben diese Leute vorstellen, und das ist ein Vorteil, dass man das mit denen dann relativ günstig bekommen kann. Alle, die das nicht nutzen, die das von außen machen und mit Anwälten, die haben dann oft einen steinigen Weg vor sich.
Daniel: Gut zu wissen! Generell ist natürlich die Frage, das müssten Sie aus Ihrer oder aus Sicht Ihrer Mandanten auch wissen, ist es ein langwieriger Prozess? Kann man daran scheitern, eine Aufenthaltsgenehmigung, ein Visum zu bekommen oder hat es bisher jeder bekommen? Und wie lang gilt das? Für ein Jahr, für 3 Jahre, für 2 Jahre? Es gibt auch die langfristigen Aufenthalte...
Markus Janssen: Es wird in der Regel immer erstmal eine Ein-Jahres- oder Zwei-Jahres-Erlaubnis erteilt, das hängt von den einzelnen Genehmigungen ab, aber wenn man das sauber und ordentlich macht, dann geht das relativ zügig und dann bekommt man das auch. Es hängt vom Einzelfall ab und ich wiederhole nochmal, wenn man das mit dem richtigen Verwaltungsschreiber macht. dem richtigen Gyōsei Shoshi, dann geht das in der Regel glatt. Auch die Frage, kann man sich hier als Selbstständiger niederlassen? Ja, da muss man einen guten Businessplan haben. Da wird es schon etwas komplexer. Das heißt, Sie müssen also ein etabliertes Unternehmen haben und sagen, Sie haben hier eine Stelle und führen die und die Manager-Position aus. Schwierig ist, wenn Sie hierher kommen wollen als Arbeitnehmer. Da muss nachgewiesen werden, warum das erforderlich ist und so weiter. Oder als Haushaltshilfe oder sowas, das ist schwierig.
Daniel: Ok, ich verstehe. Es gibt eine ganze Reihe von Mandanten von uns, die Ihr Einkommen zum Beispiel durch Arbeit im Internet bekommen. Es sind vielleicht Programmierer, Internet Consultant, Marketing-Experten, haben vielleicht einen Youtube-Kanal, schreiben und verkaufen E-Books und sagen: Ich möchte gerne ein paar Jahre in einem interessanten Land leben. Wie sieht es denn dann aus? Also wenn ich jetzt zum Beispiel nach Japan kommen wollen würde, habe dort Auslandseinkommen über meine Freelancer-Tätigkeit, vielleicht auch über eine Firma, die ich im Ausland angemeldet habe. Wie läuft denn das dann?
Markus Janssen: Das ist jetzt eine sehr spezielle Frage, das müssen wir uns dann wirklich im Einzelnen angucken. Das ist nicht so einfach zu beantworten, zumal die Regeln zu Youtube-Einkommen etc. sind gerade erst in der Formulierung. Die Japaner versuchen natürlich dann schon zu sagen, da wo Sie arbeiten, generieren Sie auch. Das heißt, da wird man dann vernünftigerweise einen gewissen fairen Anteil des Welteinkommens hier auch in Japan allokieren. Ich würde empfehlen, das mit ein bisschen Intelligenz zu machen, mit einem sehr bescheidenen Teil, wovon man hier leben kann, so dass man hier keine riesigen Gewinne macht. Irgendwas müssen Sie auch hier ohnehin dann haben, dass man das, was man hier angibt entsprechend den Regeln dann hier aufdeckt und versteuert und das, was außerhalb anfällt, da kann man dann immer einen Weg finden zu sagen, das ist aber jetzt nicht Japan, das ist der Rest der Welt, ich habe ja schon Steuern gezahlt. Da kommt man am besten mit durch. Wer hier versucht, gar nichts zu machen und hier nur die Infrastruktur nutzt und keine Steuern zahlt, kommt auch in Japan nicht unter.
Daniel: Ja. Wie hoch ist die Mehrwertsteuer? Denn die zahlt ja jeder.
Markus Janssen: Die Mehrwertsteuer ist jetzt 10%.
Daniel: Die bezahlt ja jeder, der in Japan lebt und damit auch seinen Anteil. Also ohne Steuern zu zahlen, geht ja eigentlich fast kaum noch in irgendeinem Land, weil man ja mindestens die Mehrwertsteuer oder vielleicht auch eine Mineralölsteuer bezahlen muss.
Markus Janssen: Das ist jetzt mal geschenkt, aber ansonsten ja.
00:20:07 - Diese Gesellschaftsformen gibt es in Japan
Daniel: Gut, jetzt kommen wir mal zum Thema Unternehmensgründung. Also welche Gesellschaftsformen gibt es denn jetzt in Japan, die ich gründen kann? Welche empfehlen Sie davon? Gibt es die Altbekannten, die wir auch aus Europa kennen oder gibt es da andere Gesellschaftsformen, die empfehlenswert oder üblich sind?
Markus Janssen: Die geschlossene AG, die heißt jetzt AG Aktiengesellschaft, also die Kabushiki kaisha, also die geschlossene AG, wo die Aktien nicht frei übertragbar sind, die ist eigentlich bisher die absolut überwiegende Gesellschaftsform gewesen. Die gibt es in verschiedenen Formen. Das können Sie sich alles bei uns auf der Homepage angucken und in den Präsentationen da. Ganz vereinfacht gesagt, gibt es die in der Form als Board-Gesellschaft, da müssen sie dann aber alle 3 Monate eine Vorstandssitzung abhalten oder eine Verwaltungsratssitzung abhalten oder als nicht Board-Gesellschaft, da können Sie auch Direktoren haben, aber da haben Sie diese strengen Regeln nicht für kleinere Gesellschaften, da gibt es die verschiedensten Varianten. Da ist man also sehr, sehr flexibel. Was noch interessant ist, ist in Japan, dass man eben hier ohne Weiteres eine Gesellschaft mit 100 Mio. Aktien gründen kann.
Wenn Sie sagen: "Ich mache jetzt hier ein Start-up und das wird mal richtig viel wert", dann können Sie ohne Weiteres schon mal 100 Mio. Aktien ausgeben und jedem der Leute, die da teilnehmen, so ein paar 100.000 Aktien geben. Das fühlt sich ganz anders an, als wenn Sie eine oder zwei Aktien haben. Da gibt es sehr viele Gestaltungsmöglichkeiten. Auch gibt es Möglichkeiten, Aktien sehr flexibel zu gestalten. Da können wir Ihnen sehr helfen, also zum Beispiel die einen bestimmten Dilutionsschutz haben, bis die Gesellschaft einen bestimmten Wert erreicht und so weiter. Das haben wir alles schon entwickelt.
Das Ganze kann man aber auch machen mit der Godo Kaisha. Das ist eine Partnerschaftsgesellschaft, aber mit beschränkter Haftung. Die Yugen Kaisha gab es früher noch, aber die ist jetzt ersetzt worden durch die kleine KK, aber die Godo Kaisha, die auch oft als LLP bezeichnet wird, ist halt eine beschränkte Partnerschaftsgesellschaft. Aber auch die können Sie, wie wir das gerne nennen, kapitalistisch gestalten, also im Grunde genommen auf Kapitalanteil anbauen. Dann haben Sie die Mitgliedschaftsrechte, die Mitgliedsrechte der einzelnen Mitglieder, praktisch unterteilt wie Aktien, sodass ein Mitglied dann zum Beispiel 100.000 hat, der andere hat 50-000, der nächste hat nochmal 50.000. Das ist was anderes, als wenn Sie drei Mitglieder haben. Da müssen Sie dann sehr schauen, wie die Gewinnverteilung ist. Wenn Sie dann nicht nach Köpfen geht, wonach denn dann? Das kann man aber hier alles verschieden gestalten. Wir können Ihnen da sehr gerne helfen, aber es wäre eine sehr längere Ausführung, was es da noch alles gibt. Gerade für Startups gibt es eben sehr viel Interessantes.
00:23:00 Kosten und Zeitspanne für Unternehmensgründung
Daniel: Jetzt ist immer eine Frage: Im Vergleich zu anderen Ländern, wie viel Zeit brauche ich, um ein Unternehmen zu gründen? Wie viel Geld muss ich in die Hand nehmen, um ein Unternehmen in Japan zu gründen? Wie muss man sich das vorstellen? Ist das hochpreisig, ist das günstig? Muss ich 6 Monate warten, bis mein Unternehmen operativ tätig sein kann?
Markus Janssen: Es gibt kein Mindestkapital. Die Gründung und die Eintragung der Gesellschaft können Sie, wenn Sie alles richtig vorbereiten, in 3 Wochen fertig haben, es sei denn, es ist gerade eine Zeit, wo es sehr, sehr busy ist, dann dauert es auch mal 5 Wochen, aber das ist wirklich das Maximum. Meistens dauert es intern viel länger, dass die Satzung und alles richtig fertig ist. Das sind ja auch Sachen, die wichtig sind, die auch diskutiert werden müssen. Das kann man dann machen. Das geht also alles sehr schnell und ist alles sehr einfach machbar. Die Kosten liegen dann auch so bei 700.000 bis 1 Mio. Yen bei uns.
00:24:10 - Kontoeröffnung als unüberwindbares Hindernis?
Daniel: Überschaubar. Eine Sache, die in vielen Ländern immer schwieriger geworden ist, ist für Ausländer ein Bankkonto zu eröffnen. Ist das eine Hürde in Japan, wenn ich dahin komme, um dort zu arbeiten oder wenn ich dort eine Firma gründe, ein Bankkonto zu bekommen oder geht das eher wie ein heißes Messer durch die Butter?
Markus Janssen: Jemand, der hier angestellt ist, der kann relativ einfach ein privates Bankkonto eröffnen. Das ist kein Problem. Wenn Sie aber als Firma, als neu gegründete Firma ein Bankkonto eröffnen wollen, da müssen Sie schon gute Beziehungen zur Bank haben. Das machen die leider nicht mehr so einfach wie früher. Sie wissen ja, dass auf der ganzen Welt die Bankvorschriften immer schwieriger werden und die japanischen Banken sind da leider nicht sehr viel anders, aber immer noch ganz gut beherrschbar und vor allen Dingen, wenn man da Spezialisten hat, die wissen, wie die Banken das haben wollen und wie das gemacht wird... Wir haben da eine sehr, sehr gute Büromanagerin, die das kann, da haben Sie schnell ein Konto, aber sonst, wenn Sie einfach eine Gesellschaft gründen und dann wollen Sie ein Konto haben. Das dauert dann schon länger.
00:25:17 - Die Wohnungssuche in Japan
Daniel: Verstehe! Auch eine Sache, die manchmal länger dauert: Wenn ich in an das Land auswandern will, ist, eine schöne, angemessene Wohnung zu finden. Viele machen sich da Sorgen und die Frage ist immer wieder, kann man das überhaupt schon vom Ausland, bevor man nach Japan geht, suchen und finden? Muss man da erstmal ankommen? Wie machen das typischerweise die Leute, die nach Japan einwandern, Ihre Mandanten, um einen passenden Wohnraum zu finden?
Markus Janssen: Ja, das ist nicht einfach. Wohnraum ist sehr teuer und nicht einfach zu finden, also guten Wohnraum für vernünftiges Geld zu finden, ist ist nach wie vor eine Herausforderung. Da kann man viel Geld ausgeben und viel Geld sparen. Da gibt es teilweise immer noch gute, sehr interessante Sachen. Ich weiß nicht, ob Sie von diesem Projekt Boxabl gehört haben, sagt Ihnen das was? Das ist diese kleine Casita, in der Elon Musk jetzt angeblich auch wohnt.
Daniel: Ah ja richtig, eine Art Tiny House meinen Sie?
Markus Janssen: Ja, das ist so ein faltbares Tiny House.
Daniel: Ja, genau. Ich kann das Video gleich mal verlinken für diejenigen, die es noch nicht kennen. Also, das hat mich begeistert.
Markus Janssen: Ich bin mit denen im Gespräch und versuche, da was aufzubauen. Ich glaube, das ist ja ideal. Ich habe da auch schon eine Idee, ich will jetzt nicht zu viel erzählen, wo man die überall hinstellen könnte. Vielleicht mache ich auch für die hier eine Factory auf, dann könnte man relativ billigen Wohnraums relativ gut anbieten. Das wäre natürlich ganz gut, aber viele Pläne, wenig Zeit, mal schauen, was wir hinterher umsetzen.
00:26:56 - Wie hoch sind die Lebenshaltungskosten in Japan?
Daniel: Und generell die Lebenshaltungskosten, wie kann man sich das vorstellen? Ich hatte ja eingangs schon gesagt, wenn man das recherchiert, scheint es wesentlich teurer zu sein als Deutschland, Österreich, Schweiz. Wie würden Sie es einschätzen?
Markus Janssen: Das war früher so. Es ist keineswegs mehr so. Sie können jetzt für 1.500 Yen, das sind nur 9 € nach dem jetzigen Wechselkurs, ein ordentliches Mittagessen bekommen. Das kriegen Sie in Deutschland nicht, aber wenn Sie nach oben gehen, sind Sie sehr schnell auch bei Preisen, die es auch in Europa kostet. Ich würde sagen, da ist man mittlerweile auf einem globalen Level, wenn sie ein gutes Essen haben wollen, dann müssen sie halt doch schon hinterher pro Person mindestens 100 € anlegen, das ist aber in Deutschland auch so.
Daniel: Okay.
00:27:48 - Wie hoch ist die Miete in Japan?
Daniel: Wohnungsmiete ungefähr. Was muss man da in die Hand nehmen, wenn wir bei Lebenshaltungskosten sind? Mittagessen haben wir gerade gehört, aber ungefähr für die Miete?
Markus Janssen: Ich würde mal sagen, das ist eben auch interessant, weshalb der Immobiliensektor eben auch interessant ist, Sie zahlen hier durchaus 60 € pro Quadratmeter. Das sind so die realistischen Preise in der Innenstadt. Meine Mieter in Berlin zahlen 6 €.
Daniel: Das ist doch schon sehr teuer.
Markus Janssen: Ja. Das ist also schon zehnmal so teuer.
00:28:23 - Der Verkehrsanbindungen in Tokio
Daniel: Ja. Wie sind dann die Verkehrsanbindungen? Machen das die Leute auch so, dass sie sich lieber außerhalb eine Wohnung suchen und dann mit Verkehrsmitteln in die Stadt fahren.
Markus Janssen: Also die Verkehrsanbindung sind, möchte ich sagen, traumhaft. Sie können hier überall mit der Bahn sehr gut hinkommen und dann gibt es auch einige Straßen, die sind sagenhaft gut, laufen sagenhaft gut. Einige Straßen sind immer verstopft. Ich bin hier in Ota, da habe ich einen Backstreet-Weg bis zum Autobahnzubringer und da bin ich von Haus zu Haus in 25 Minuten in meinem Büro in der Innenstadt. Und hier draußen wohne ich in einer schönen Gegend auf dem Hügel und sehe den Fuji. Ja, also das ist.
Daniel: Klingt gut.
00:29:22 - Das Steuersystem in Japan
Daniel: Kommen wir nochmal zu einem unserer Lieblingsthemen, die Steuern. Wir sind ja schon ein paar Mal ausgerutscht in das Thema Steuern zu Beginn, aber lassen Sie es uns trotzdem nochmal auf den Punkt bringen. Was muss man wissen zum Thema Steuern? Fangen wir mal nicht gleich mit den Auslandseinkünften an. Lassen Sie es uns einfach nochmal zusammengefasst hier in dem Block darstellen.
Markus Janssen: Ja, also das kommt jetzt wirklich drauf an, in welcher Situation Sie hier sind und was Sie machen. Ein wichtiger Punkt ist, wenn Sie in Zukunft irgendwo mal größere Gewinne aus einem Projekt erwarten, dann ist es durchaus sinnvoll, das so zu strukturieren, dass Sie dann hinterher Ihre Anteile verkaufen. Da haben Sie eine Steuer von 20% und wenn Sie die gezahlt haben, haben Sie sauberes Geld in der Hand, was in Japan hier endversteuert worden ist. Das ist dann sehr ordentlich. Und vorher kann man halt in der Aufbauzeit, ich rede jetzt mal von einem Start-up, die relativ gering halten. Sie können hier als Unternehmer sehr viel mehr absetzen als in Deutschland. Da gibt es nicht diesen ganzen galoppierenden Wahnsinn, wo Sie wirklich alles aufschreiben müssen, und wenn Sie dann mit dem Flugzeug fliegen und das war ein bisschen mehr als der Standard, dann müssen Sie das wieder versteuern und diesen ganzen Quatsch. Das gibt's hier Gott sei Dank nicht.
Daniel: Frühstück im Hotel, das ist auch etwas, was man früher, vor Jahrzehnten, in Deutschland genossen hat und muss es plötzlich auch bezahlen als geldwerten Vorteil. solche Sachen.
Markus Janssen: Undenkbar. Das ist hier wirklich sehr, sehr liberal. Und auch da funktionieren die japanischen Steuern wirklich eher wie nach dem ungarischen Modell "leben und leben lassen". Wir haben ja hier ein Selbsterklärungs-Modell, das ist die Self Declaration, da gibt man selbst seine Erklärung ab und gibt sein Einkommen an. Wenn man das immer sauber macht, mit dem Steuerberater sollte man das machen, dann kann man sicher sein, dass da nichts schief geht und da kann man auch immer noch sehr viel gestalten. Also nichts Graues, sondern alles noch völlig im weißen Bereich überlegen, was kann ich noch hier haben. Dann gibt es die Möglichkeit der legal rent, das ist sehr wichtig. Zum Beispiel können Sie eine Firmenwohnung haben und die Firma die hohen Mietkosten für die schöne große Expert-Wohnung zahlt - das geht auch mit einem Lokalen - und der Arbeitnehmer oder auch der Direktor muss dann an die Firma ca. 10% als sogenannte legal rent zahlen. Die restlichen 90% werden bei der Firma als Betriebsausgabe abgezogen und nicht versteuert beim Angestellten. Das allein ist ja schon eine kräftige Steuererleichterung.
Daniel: Interessant. Und ansonsten die Höhe der Körperschaftsteuer und der Einkommensteuer hatten wir vorher ja schon erwähnt, wir blenden sie jetzt hier an der Stelle einfach nochmal ein für unsere Zuschauer und Zuhörer dann auch zum Nachlesen.
Markus Janssen: Ja, blenden Sie es dann nochmal ein, bitte.
Daniel: Ja, genau.
00:32:34 - Handel mit Kryptowährungen in Japan
Daniel: Schön. Wie steht Japan zur Kryptowährung? Es gibt ja auch Mandanten, die vielleicht in Länder auswandern, um dort zu traden, am Kryptomarkt tätig zu sein.
Markus Janssen: Es ist sehr populär, aber wird von der Finanzbehörde sehr, sehr kritisch gesehen. Also ich würde sagen, mit kritischer Distanz, aber man will auch nicht völlig zurückfallen. In dem Zusammenhang ist jetzt auch noch zu erwähnen, dass die Koreaner da ja weit vorne sind und Japan und Korea endlich das einzig Vernünftige tun, was ihnen übrig bleibt, nämlich sich zusammenzuraufen auf den verschiedensten Gebieten, also militärpolitisch, militärstrategisch, wirtschaftlich insgesamt. Es ist eine unendlich komplizierte Geschichte. Ich mag beide Völker sehr gerne, kann kurz eine kleine Episode erzählen, als ich mal in Korea war und dann im Anwaltsbüro, da wurde ich in die Bibliothek geführt, da standen nur japanische Bücher, bis hin zu den neuesten Steuerrichtlinien, alles auf Japanisch. Da habe ich einen großen Fehler gemacht und gesagt: Was ist denn mit euch los, seid ihr noch besetzt oder was? Da bin ich fast rausgeflogen. Nein, das ist bei uns so... Da hatten sie unheimliche Schwierigkeiten, das zu erklären. Sie wollen ja immer eigenständig sein, aber die haben sehr viel auch von den Japanern übernommen und übernehmen das bis heute hin. Das ist quasi so ähnlich wie in Deutschland und der Schweiz. Sie haben eine eigenständige Sprache und so weiter und das ist eine riesige Schwierigkeit, die Japaner haben auch furchtbare Sachen gemacht im Krieg, aber wer hat das nicht, also wenn die das Mal hinter sich bringen und richtig sich zusammenraufen, dann haben die einen ganz neuen Faktor und auch einen ganz neuen Markt und das sind riesige Chancen. Ich bete dafür, dass hier mal ein bisschen Vernunft einkehrt. Der japanische Präsident und der koreanische Präsident haben sich ja jetzt vor laufender Kamera umarmt, das hat dann Anlass zur Hoffnung gegeben.
00:34:29 - Japaner als potenzielle Investoren?
Daniel: Unbedingt. Das sehe ich auch so. Noch eine Sache, die wir gerade so spontan einfällt, man sieht ja in vielen Ländern, wo man hinkommt, die Chinesen auf dem Weg und Vormarsch, Unternehmen zu kaufen, also unwahrscheinlich viel. In Schleswig-Holstein, Deutschland, Österreich, Schweiz und auch anderen europäischen Ländern kaufen sie, was das Zeug hält, auch kleine und mittelständische Unternehmen. Wie ist das mit den Japanern?
Markus Janssen: Da brauche ich nichts zu erklären, die sind schon alle da und wenn man nicht ganz schnell aufpasst, dann kaufen die auch alles weg. Und das ist natürlich auch noch ein Punkt, wo man natürlich auch noch sagen kann, wir machen das ein bisschen anders als die Chinesen und wollen sie bei uns mit drin haben, also eine Alternative zu den Chinesen zu bieten. Die Leute verkaufen ja nicht einfach an die Chinesen, weil sie die Chinesen so gerne haben, sondern weil ihnen oft nichts anderes übrig bleibt. Und die Chinesen sind da sehr gut drin, das rauszufinden und man kann es ihnen nicht verwehren. Die sehen halt, was hier in dem Land drin steckt und und setzen hier Milliarden oder Trillionen ein. Ich persönlich glaube wiederum, dass Japan einen unglaublichen Fehler macht, diesen Leuten keine Golden Card zu geben und zu sagen, alle, die hierher kommen und 1 Mio. investieren, der bekommt eine Golden Card und hat dann quasi Bürgerrechte. Wenn sie hier ein oder zwei Millionen Golden-Card-Träger haben, dann brauchen sie sich über einen Angriff von China keine Sorgen mehr zu machen, dann ist das Thema durch. Aber ich bin kein Politiker.
Daniel: Jetzt nochmal zurück zur Ausgangsfrage: Nehmen wir mal an, ich wäre jetzt in Deutschland oder Österreich, Schweiz ein KMU- Unternehmer und suche jemanden, der mein Unternehmen kauft oder jemand anderes, der ein Unternehmen hat und vielleicht eine Beteiligung sucht. Würde der jetzt auch bei japanischen Investoren jemanden finden, der da sagt, ich bin dabei, interessiert mich? Also kaufen die Japaner auch?
Markus Janssen: Das ist das Problem mit den Japanern, die zögern und zögern. Und wenn sie kommen, ist die Party in der Regel vorbei. Das ist das Problem, die zögern so lange, bis die Party vorbei ist. Und dann müssen sie sich mit dem zufriedengeben, was übrig bleibt. Dann sagen sie, das haben wir ja immer gesagt, aber das war doch ein zu großes Risiko. Völlig falsch, also die Japaner haben auch riesige Chancen verpasst, als der Yen 100 zum Euro stand, da hätten sie wirklich für einen Apfel und ein Ei 30% am ganzen Dax kaufen können. Ich bin hier herumgelaufen wie ein Geisteskranker, ihr müsst doch jetzt kaufen, aber nein. Es hieß, wir sind doch keine Spekulanten, du bist ja ein Währungsspekulant, du bist ein Börsenspekulant. Wir sind anständige Kaufleute. Das war eine Chance, von denen die Chinesen hätten träumen können, aber gut, das ist Geschichte. Um auf Ihre Frage zu antworten, was man machen muss, und da bin ich auch dabei, als erstes versuchen, chinesisches Geld in kontrollierter Form den Japanern in die Hand zu geben, damit die Europäer kaufen können, sodass man dann eine balancierte globale Struktur hat, die dann auch gewissermaßen gehedged ist gegen diese Unbilden, dass jetzt unsere Herren Politiker und Frauen Politiker sich wieder irgendwelche Dummheiten einfallen lassen, die die ganze Wirtschaft durcheinander bringen. Das will ja keiner von den Leuten, die da wirtschaften, und wenn man da eine entsprechende Balance hat und eine Governance und eine Kapitalstruktur hat, die gewissermaßen auf drei Polen aufgebaut ist, ist man da schon relativ besser aufgestellt. Und es ist auch das, was jetzt gebraucht wird. Ich habe ja jetzt auch gerade Gespräche mit einer größeren chinesischen Bank und vielleicht können wir dann mal, auch mit Ihrer Hilfe, auch deutsche Kandidaten ausfindig machen, die an solchen Investitionen interessiert sind.
Daniel: Machen wir gerne, da sind wir gern dabei. Also vielen Dank. Das war auf alle Fälle nochmal ein guter Punkt jetzt.
Markus Janssen: Ganz meinerseits, ganz herzlichen Dank.
00:38:41 - Der ultimative Tipp für Japan-Interessierte
Daniel: Wenn wir noch mal zusammenfassen. Wir sind jetzt eigentlich fast am Ende unserer geplanten Zeit. Es war sehr, sehr interessant bis jetzt, aber nochmal eine Zusammenfassung und einen Ausblick vielleicht. Wenn Sie nochmal vielleicht in einem Satz, in einem kurzen Statement sagen, welche Tipps haben Sie jetzt für deutsche Unternehmer, digitale Nomaden, Expats, Auswanderer, was auch immer, die sich für Japan interessieren und von dort aus arbeiten wollen? Was wäre Ihr letztes Statement zum Thema?
Markus Janssen: Ja, den eigenen Wert sich genau anzuschauen auf das, was er den Japanern bieten kann, möglichst auch in einer Form, dass man sagen kann, das ist bestätigt. Das haben wir schonmal gemacht, denn das immer die erste Frage: Haben Sie das schonmal gemacht? Diesen Mehrwert dann den Japanern in einem Business-Modell zu präsentieren, dann werden Sie hier viel Freude haben. Der Markt ist gut, die Leute sind da offen, gleichzeitig muss man natürlich auch vorsichtig sein, die Japaner sind nicht so schlimm wie die Chinesen, aber auch nicht ganz viel anders, die machen gerne Brainpicking und so weiter. Sie brauchen da natürlich, bevor Sie Ihre Juwelen auf den Tisch legen, entsprechenden Schutz, aber da wissen Sie ja jetzt, wo Sie sich melden müssen, da haben wir die richtigen Instrumente.
00:39:57 - Japans kulinarische Genüsse
Daniel: Genau, sehr gut. Auch nochmal ein guter Punkt. Zwei Fragen gibt es immer am Ende noch von uns an die Gäste. Fangen wir mal mit der einfacheren Frage an: Wenn ich jetzt oder einer der Zuschauer oder Zuhörer mal nach Japan kämen, was müssen wir denn im Restaurant unbedingt mal testen, was es so vielleicht nicht in Deutschland beim Japaner gibt, wo man schon mal vor Ort sein muss. Was empfehlen Sie denn da?
Markus Janssen: Was meinen Sie in welcher Hinsicht? Ja, natürlich. Sushi ist natürlich auch in Deutschland sehr verbreitet, aber ich esse es da nicht und das sagt Ihnen vielleicht schon genug, warum Sie das mal hier essen sollten. Das ist was ganz anderes, das müssen Sie erlebt haben, auch Teppanyaki. Es gibt Sushi, Teppanyaki und dann gibt es auch noch die ganzen Nudelsachen und dann gibt es Kaiseki, aber da muss man sehr vorsichtig sein, das heißt eigentlich Picknick, das kann aber ziemlich schrecklich sein. Das sind sehr komplizierte Strukturen, die da irgendwie zusammen geschraubt worden sind und so weiter und die würde ich jetzt nicht empfehlen, es sei denn. Sie sind in der aller, aller, aller obersten Klasse, dann zahlen Sie pro Person 500,00€ oder auch mit 300,00€ kann man schon anfangen, aber da kriegen sie dann Sachen, die haben sie noch nicht mal geträumt.
Das ist natürlich absolut Wahnsinn, aber das ist gar nicht nötig. Ich würde mir mal den Michelin kaufen und da mal gucken, was es da alles gibt, da gibt es auch super Soba-Shops, also diese japanische Buchweizenudeln, die auch einen Stern haben. Und das war ja der große Schock, dass Tokio mehr Sterne hatte als Paris und zurecht. Die machen hier einfach besseren Service und besseres Essen.
Daniel: Unglaublich.
Markus Janssen: Also einfach mal den Michelin kaufen und mal ausprobieren. Da gibt es alles mögliche.
Daniel: Und solange der Kurs noch günstig ist, dann natürlich auch.
Markus Janssen: Ja, Sie können sich auch, wenn Sie Unternehmer sind, sich ein paar Yen zum jetzigen Kurs sichern, mit einer Option oder sowas.
00:42:18 - Neuseeland oder Japan?
Daniel: Genau. Warum nicht. Letzte Frage: Wenn Sie jetzt doch nochmal auswandern würden, wir wissen ja, dass Sie Japan sehr lieben, aber nehmen wir mal an, Sie müssten doch nochmal das Land wechseln, gibt es denn noch ein anderes Traumland, von dem Sie sagen, das könnte ich mir auch gut vorstellen?
Markus Janssen: Also Neuseeland haben wir uns mal angeguckt, wir haben Freunde dort. Es ist sehr schön, es ist auch sehr attraktiv, denn die Preise sind ordentlich, ehrlich gesagt weiß ich jetzt nicht so viel über die Menschen. Ich habe einige Freunde aus Neuseeland, die sind alle sehr nett, sind freundlich, aber was ich von der Politik da mitbekommen habe, fand ich nicht so freundlich, vor allen Dingen, wie sie mit meinen Freunden umgegangen sind während der Corona-Krise. Ich meine, Australien war die reinste Hölle, die haben sich ja aufgeführt wie...
Die Neuseeländer haben sich da nicht schwer zurückgehalten und das ganz ähnlich gemacht. Das war wirklich nicht schön, ansonsten Neuseeland ist halt ein bisschen einsam, wahrscheinlich gibt es auch ein bisschen wenig Kultur. Wir haben uns das dann hin und her überlegt, ob wir nach Neuseeland gehen, auch in dem irrtümlichen Glauben wegen Erbschaftssteuer und so weiter. Da habe ich aber gesagt: Moment, bevor wir jetzt hier irgendwas falsch machen, gucken wir uns das alles nochmal genau an. Und Sie können auch hier in Japan, das machen wir jetzt zum Beispiel, wir gehen jetzt nach Nishi-Izu.
Eine traumhaft schöne Gegend, da haben wir uns jetzt ein Haus gekauft oder sind dabei, zu kaufen, mit dem Fuji. Das ist einer der schönsten Blicke, also der absolute super Blick in Japan, den haben wir jetzt auf unserer Terrasse. Wir sind in 3 Stunden in Tokio. Ich sage das nochmal als eine Möglichkeit. In Tokio werden wir uns ein kleines Hotel mit einem Abonnement nehmen, wo wir dann ein- bis zweimal im Monat ein oder zwei Nächte sind. Das sind im Jahr so rund 40 Nächte und da kriegen Sie für 25.000 Yen sehr, sehr schöne kleine Suiten mit Balkon. Das heißt, dann leben wir dann in Tokio in unserem Pied-à-Terre, in dem wir aber selbst nicht, das jetzt für die Damen sehr wichtig oder auch für die emanzipierten Herren, die Bettwäsche und alles machen müssen, sondern vollen Service haben. Das ist ja auch sehr wichtig. Also insofern ist es durchaus eine Alternative, in dem schönsten Teil hier auf dem Land etwas. Es gibt auch Hakone und so weiter. Es gibt sehr, sehr viele wunderschöne Gegenden hier und auch in der Nähe. Das Gleiche gilt auch für Kyoto und Osaka, da gibt es viele schöne Gegenden, wo man sich ordentlich was suchen kann und dann auch in vernünftigen Zeiten wieder in urbanen Zentren ist und da auch das Leben genießen kann. Also ich würde sagen, aus der Sicht heraus, wenn Sie mich jetzt fragen, was anderes als Japan? Dann würde ich sagen, haben wir geguckt, aber nein danke.
Daniel: OK, das ist doch auch ein klares Statement. Sehr schön.
00:44:54 Verabschiedung und Kontaktdetails
Daniel: Da kann ich nur sagen, lieber Herr Janssen, vielen Dank. Es war sehr spannend. Ich habe Ihnen sehr gerne zugehört und das wird unseren Zuschauern und Zuhörern wahrscheinlich genauso gehen. Wenn jetzt jemand mit Ihnen Kontakt aufnehmen möchte, weil er noch weitere Fragen hat, auf unserer Webseite wird ja Ihre Webseite und auch eine Kontakt E-Mail-Adresse eingeblendet, wie ist es Ihnen am liebsten, wenn jemand mit Ihnen Kontakt aufnehmen soll? Soll er zum Telefonhörer greifen, eine E-Mail schreiben?
Markus Janssen: Am besten an mich persönlich, jederzeit anrufen, auch im Büro. Die ganzen Nummern, die da stehen, sind alle zugänglich. Info@asj-law.jp geht natürlich auch, vielleicht auf @asj-law.jp und mich anschreiben. Wir sind ein kleines Team, haben aber, wie Sie auf unserer Homepage sehen, eine Firmenpartnerschaft, ein Joint Venture mit einer der größten japanischen Kanzleien, die wir dann, wo es nötig ist, auch ein bisschen anschieben. Da kann ich Ihnen dann noch mehr zu erzählen. Also wenn die Angst bekommen, da kommen wir dann dazu und stärken den Rücken. Der kleine David, der dann den Goliath vor sich herschiebt.
Daniel: Klasse! Vielen herzlichen Dank. Dann kann ich nur sagen, bleiben Sie fröhlich und wer weiß, vielleicht sehen wir uns ja mal in Japan.
Markus Janssen: Kommen Sie schnell vorbei, bevor der Yen seinen Wert verliert. Sie sind herzlich willkommen.
Daniel: Alles klar. Dankeschön.
Markus Janssen: Auf Wiedersehen, Ciao.
Daniel: Bis zur nächsten Folge von Perspektive Ausland, der Podcast für alle Unternehmer, die es ins Ausland ziehen. Übrigens, wenn ihr keines unserer interessanten Videos mehr verpassen wollt, dann klickt doch jetzt gleich auf den Abonnieren-Button und auf die Glocke. Auch über Kommentare, Fragen oder einen Daumen hoch freuen wir uns sehr.
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