Mauritius: Trauminsel mit Potenzial

Zu Gast: Hartmut Sieper

Die Folge ist auch auf allen gängigen Podcast Plattformen zu finden:

 
 

Mauritius gilt mit seinen kilometerlangen, weißen Sandstränden, den angenehmen Temperaturen und seiner atemberaubenden Natur als absolutes Paradies. Doch nicht nur Urlauber kommen hier voll auf ihre Kosten. Auch für Auswanderer ist Mauritius eine Trauminsel, die mit einer stabilen Wirtschaft, interessanten Immobilien und günstigen Steuern punktet. 

Wie der Mauritius-Experte Hartmut Sieper im neuesten Podcast auf Perspektive Ausland erklärt, finden Auswanderer auf Mauritius einen hohen Lebensstandard und Unternehmer optimale Voraussetzungen für ihre Geschäftstätigkeit vor. 

Wirtschaftliche Stabilität, Sicherheit und ein friedliches Miteinander

Mauritius ist mit seiner Lage im Indischen Ozean in verschiedener Hinsicht interessant. Einerseits bietet die Insel die Nähe zum afrikanischen Festland. Andererseits liegt die Insel an der Schnittstelle zwischen dem afrikanischen und dem asiatischen Kontinent. Dies spiegelt sich in der mauritischen Küche ebenso wider wie in der Mehrsprachigkeit der Inselbewohner und dem friedlichen Miteinander der Kulturen und Religionen. Christen, Moslems und Hindus leben hier harmonisch auf einer Gesamtfläche von etwas über 2.000 m² zusammen. Dies macht sich auch in der stabilen innenpolitischen Lage bemerkbar. Mauritius gilt als sicheres Land. Wer als Tourist in der Hauptstadt Port Louis unterwegs ist, sollte sich, wie auch in europäischen Haupt- und Großstädten, vor Taschendieben hüten. Doch Gewaltkriminalität kommt hier nur selten vor.

Seit seiner Unabhängigkeit von der britischen Kolonialmacht im Jahr 1968 ist Mauritius darüber hinaus von wirtschaftlichem Aufschwung geprägt und erreichte sogar das höchste Pro-Kopf-Einkommen Afrikas. Damit bietet die Insel die besten Voraussetzungen für Unternehmer und Selbständige, Familien und Rentner bzw. Pensionäre gleichermaßen.

Vielfältiger Immobilienmarkt und niedrige Lebenshaltungskosten

Auswanderern bietet sich auf Mauritius ein Immobilienmarkt mit unterschiedlichsten Angeboten für die verschiedensten Ansprüche. Die Baukosten sind auf der Insel gering, was dazu geführt hat, dass eher Villen und Häuser zum Mieten und Kaufen zur Verfügung stehen als kleinere Apartments. Im Vergleich zu Deutschland, Österreich und der Schweiz kann man sich also deutlich mehr Wohnraum für dasselbe Geld leisten. Hinzu kommt, dass die Nebenkosten gering sind. Gleichwohl ist die Stromversorgung stabil und die Haushalte sind außerdem mit einer guten Internetverbindung versorgt.  

Auch die Lebenshaltungskosten generell sind deutlich niedriger als beispielsweise in Deutschland - bei hoher Lebensqualität. Worauf Einwanderer allerdings achten sollten, ist der Abschluss einer internationalen Krankenversicherung. Die öffentliche Gesundheitsversorgung ist zwar gewährleistet, allerdings gelten private Praxen und Krankenhäuser als deutlich besser ausgestattet. 

Günstige Steuern für Unternehmen und Privatpersonen

Mauritius ist nicht nur aufgrund seines günstigen Klimas und der atemberaubenden Naturparks ein wahrer Geheimtipp für Auswanderer. Auch günstige Steuern tragen hier zu einem entspannten Leben bei. Das Steuersystem in Mauritius ist remittance-basiert. Das bedeutet, es werden im Falle einer natürlichen Person nur die Einkünfte versteuert, die entweder in oder aus Mauritius heraus generiert wurden oder aber, die nach Mauritius überwiesen werden. Das heißt, passives Einkommen, das außerhalb von Mauritius generiert und nicht dorthin überwiesen wird, bleibt steuerfrei. 

Doch auch der Steuersatz für Einkünfte, auf die dies nicht zutrifft, ist günstig. So beträgt die Einkommensteuer pauschal 15 %. Zudem bestehen Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland und Österreich, was insbesondere auch für Rentner und Pensionäre von Bedeutung ist.

Unternehmen zahlen auf Mauritius eine Körperschaftsteuer in Höhe von 15 % auf ihren Gewinn. Ausgenommen sind hiervon im Warenexport tätige Unternehmen. Diese zahlen lediglich 3 % Körperschaftsteuer. Davon profitieren auch Unternehmer, die im Dropshipping-Business tätig sind.

Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis für Mauritius

Für touristische Reisen nach Mauritius ist für europäische Staatsbürger kein Visum erforderlich. Wer allerdings länger als drei Monate bleiben und seinen Wohnsitz nach Mauritius verlagern möchte, muss eine Aufenthaltserlaubnis und ggf. eine Arbeitsgenehmigung beantragen. 

Dabei kommen beispielsweise die folgenden Genehmigungen in Frage: 

  • Premium-Visum: Ideal, um schnell ein Visum zu bekommen, das bis zu zwölf Monate gültig ist und kostenfrei bezogen werden kann. Die Berufstätigkeit ist damit ebenfalls möglich, aber nur außerhalb des mauritischen Arbeitsmarktes. Ideal ist also beispielsweise für digitale Nomaden, die ihre Kunden in anderen Ländern haben. Inhaber eines Premium-Visums können sich damit auch ohne Weiteres für andere Visumsarten bewerben.

  • Occupation Permit: Vereint Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis und ist für Investoren, Arbeitnehmer, junge Berufstätige und Selbständige erhältlich. Angehörige eines Occupation-Permit-Inhabers haben ebenfalls Anspruch auf ein entsprechendes Visum.

  • Residence Permit: Gilt vorerst für drei Jahre und ist beispielsweise für Rentner sowie Privatiers ab 50 Jahren und ihre Angehörigen geeignet. Voraussetzung ist die Überweisung von einmalig 1.500 US-Dollar nach Mauritius bei der Ausstellung der Genehmigung. Danach müssen monatlich mindestens 1.500 US-Dollar sowie pro Jahr mindestens 18.000 US-Dollar nach Mauritius fließen.

  • Permanent Residence Permit: 20-jährige Aufenthaltserlaubnis, erteilbar für Inhaber eines Occupation Permits oder eines Residence Permit unter bestimmten Voraussetzungen. Besonders interessant ist hierbei die Option für Investoren. Damit erhalten Investoren, die mehr als 375.000 US-Dollar in eine Immobilie oder ein lokales Unternehmen investieren, die dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung für Mauritius

Sie haben Feuer gefangen und wollen wissen, worauf Sie vor dem Auswandern nach Mauritius unbedingt achten sollten? Dann bieten wir Ihnen ein persönliches Beratungsgespräch, bei dem wir ganz gezielt auf Ihre individuelle Situation eingehen. 

Kontaktdaten und Links

Hartmut Sieper

Handbuch zum Auswandern nach Mauritius: https://auswandern-mit-plan.com

Kontakt: www.pro-mauritius.com/home/kontakt/

E-Mail: info@pro-mauritius.com

Webseite: www.pro-mauritius.com

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Timestamps

00:00:00 - Begrüßung und Einleitung

00:04:31 - Mauritius: Eine Insel der Freiheit

00:07:27 - Für wen Mauritius als Auswanderungsziel geeignet ist

00:08:57 - Gute Internetverbindung und stabile Stromversorgung 

00:16:00 - Die Verkehrsanbindung in und nach Mauritius

00:17:03 Visum, Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitserlaubnis

00:32:58 Ist ein lokales Bankkonto erforderlich?

00:35:01 Firmengründung auf Mauritius - Diese Optionen gibt es

00:41:55 Wie sicher ist Mauritius?

00:42:59 Bildung und Gesundheit - darauf müssen Auswanderer achten

00:46:03 Leben in der Villa - der Immobilienmarkt auf Mauritius macht es möglich

00:50:15 Steuersätze für Unternehmen und Privatleute

01:06:29 Die Zukunft von Mauritius - langfristiges Wirtschaftswachstum zu erwarten

01:07:53 Drei Schlussfragen zu Mauritius

Mitschrift zum Podcast Perspektive Ausland Episode 74: Mauritius: Trauminsel mit Potenzial

Zu Gast: Hartmut Sieper

Perspektive Ausland: Perspektive Ausland - der Podcast für Unternehmer und Freiberufler, die es ins Ausland zieht. Egal, ob Steuerplanung, Auslandsfirmengründung oder Lifestyle-Fragen - hier geht es jede Woche zur Sache. Und hier sind deine Gastgeber Daniel Tàborek und Sebastian Sauerborn.

00:00:53 - Begrüßung und Einleitung

Daniel: Herzlich Willkommen zu unserem Podcast an alle unsere Zuschauer und Zuhörer! Ein interessantes Thema heute! Wir sprechen über Mauritius und Mauritius ist eine interessante Insel im Indischen Ozean. Man könnte vielleicht sogar sagen, es ist DIE interessante Insel im Indischen Ozean, mit vielen einzigartigen Merkmalen, wie zum Beispiel: tolles Klima, Zeitzone, tolle Strände. Was mich auch interessiert hat, als ich angefangen habe, mich das erste Mal mit der Insel zu beschäftigen: Man spricht bei dieser Insel auch von wirtschaftlicher Stabilität. Man sagt, Mauritius wäre eine der stabilsten Volkswirtschaften Afrikas. Oder hätte sich sogar zu einem wichtigen Finanzzentrum entwickelt. All das sind Fragen, über die wir heute sprechen müssen. Wir freuen uns sehr, heute unseren Gast, einen Experten für Mauritius, an Bord zu haben, den Hartmut Sieper. Hartmut, schön, dass du da bist! Stell dich doch unseren Zuschauern und Zuhörern am besten einmal selbst vor.

Hartmut: Ja, vielen Dank, Daniel für die kurze Einführung. Ich bin auch froh, hier zu sein. Ich bin begeistert, wenn ich die Gelegenheit habe, über Mauritius zu sprechen. Das ist ja meine Heimat, meine neue Heimat mittlerweile seit 7 Jahren und was mich hier begeistert, sind eine ganze Menge Dinge. Darauf komme ich gleich noch zu, aber vielleicht: "Warum bin ich überhaupt hierher gekommen?" Da gibt es eine ganze Menge Gründe, aber der allerwichtigste Grund: Es war eine strategische Entscheidung. Ich hatte einen Afrika-Fonds gemanagt und hatte mich schon seit circa 2006 auf das Thema Afrika spezialisiert, weil ich gesehen habe, es hat ein neuer, säkularer Trend im Rohstoff-Zyklus begonnen. Afrika ist von den internationalen Investoren noch nicht entdeckt worden. Und da habe ich in meinem Bauch gespürt, Afrika kommt und das ist, wo du sein solltest. Dann hatte ich den Afrika-Fonds gemanagt und dann allerdings gemerkt, dass man Afrika nicht wirklich vom heimischen Schreibtisch in Deutschland aus bearbeiten kann. Vor allem ging es dann auch später, nach dem Fonds, darum, Direktinvestitionen zu prüfen, Gesellschaften in Afrika zu gründen, Holding-Konstruktionen aufzusetzen. Und da gibt es in ganz Afrika nur einen interessanten und geeigneten Finanzstandort und Holding-Standort und das ist Mauritius.

Daniel: Ja, klingt interessant. Dazu müssen wir nachher noch mehr ins Detail gehen. Du hast das von der unternehmerischen Seite oder Finanzseite jetzt schon beleuchtet. Nun haben wir natürlich immer wieder Zuschauer, Interessenten, Mandanten, die generell Länder miteinander vergleichen und stellen selbst auf unserer Webseite Wohnsitz Ausland eine ganze Reihe, über 40 Länder, vor, die aus dem einen oder anderen Grund sehr interessant sind. Generell zum Auswandern, für jemanden, der einfach ausflaggen will und sagt, ich bin jetzt auf der Suche nach meinem künftigen Heimat, kannst du für denjenigen die anderen Vorteile aufzählen, die es auch in diesem tollen Land als Auswanderungsziel gibt?

00:04:31 - Mauritius: Eine Insel der Freiheit

Hartmut: Ja, also einmal ist Mauritius eine Insel der Freiheit. Die Freiheitsgrade sind hier sehr hoch, als Privatmensch, als Unternehmer, als Finanzexperte. Wenn man erstmal die Unternehmensgründungs-Formalitäten, die Aufenthaltsgenehmigung, diese ganzen Formalitäten hinter sich hat, dann lässt einen die Regierung in Ruhe. Man wird nicht gegängelt, man kann hier freiheitlich arbeiten. Meine private Steuererklärung kann ich innerhalb von einer halben Stunde am PC ausfüllen. Und natürlich niedrige Steuern. Das ist ein Grund, warum einige hierher kommen. Es ist ein schönes, ein angenehmes Leben mit einem höheren Lebensstandard als in Deutschland. Bei gleichen Ausgaben kriegt man hier sehr viel mehr. Das angenehme Klima ist natürlich auch ein Thema. Für manche ist ein Thema, dass Mauritius auf der Südhalbkugel liegt. Und natürlich das Tor zu Afrika. Es gibt noch ein paar andere wirtschaftliche Sachen, ein Freihandelsabkommen mit China, ein Freihandelsabkommen mit Indien. Die sind jetzt relativ neu und die tragen zur Attraktivität von Mauritius natürlich auch bei.

Daniel: Sehr schön zusammengefasst! Du bist jetzt wahrscheinlich nicht der einzige Deutsche auf Mauritius? Wenn man irgendwohin auswandern möchte, fühlen sich viele ja wohl, wenn da schon einige Landsleute sind. In einigen Ländern gibt es, gerade in Südamerika zum Beispiel, deutsche Communitys. Auch in vielen anderen Ländern, die ich jetzt gar nicht alle aufzählen kann, aber wie kann man sich das in Mauritius vorstellen? Was erwartet mich?

Hartmut: Ganz ehrlich, Daniel, im Moment sind es noch relativ wenige Deutsche. Es gibt eine kleine Community, die trifft sich einmal in der Woche samstags zum Brunchen in einem Café an der Nordküste. Aber mit meinen Klienten, die ich jetzt auch hierher bringe, bin ich auch dabei, noch eine neue Community aufzubauen. Du hast vollkommen recht, das sind auch Fragen, die Klienten stellen, die herkommen wollen: Wie sieht es denn mit einer Community aus? Kann man sich vernetzen? Das Schöne ist, Mauritius ist relativ klein, also 60 Kilometer Nord bis Süd, 40 Kilometer West bis Ost, und man ist innerhalb von einer, maximal anderthalb Stunden von jedem Ort an jeden Ort der Insel gefahren. Das heißt, wir sind kein Flächenland, wo man weite Strecken zurücklegen muss und sich solch eine Community auch zersplittert, sondern wir sind konzentriert an einem Ort.

00:07:27 - Für wen Mauritius als Auswanderungsziel geeignet ist

Daniel: Verstehe! Die Deutschen, mit denen du sprichst, deine Klienten oder deine Kunden, die du dahingehend berätst, auch dahin zu kommen sind, was sind das für Deutsche, die nach Mauritius kommen? Sind das zum Beispiel Familien mit Kindern? Sind das digitale Nomaden? Sind das Unternehmer oder Selbständige, die von dort aus arbeiten wollen? Oder sind das Investoren, die vielleicht sogar Ambitionen zu China und Indien haben? Gibt es überhaupt den typischen Mauritius-Liebhaber?

Hartmut: Du hast jetzt eine ganze Bandbreite aufgezählt und ich muss sagen, die komplette Bandbreite kommt auch hierher. Es ist kürzlich eine Familie mit zwei kleinen Kindern hierher gekommen. Sie ist Online-Unternehmerin, er hat seinen Job in Deutschland nicht mehr ausgehalten und muss sich jetzt hier neu finden. Er geht auch in den Online-Bereich rein. Dann haben wir natürlich IT-Fachleute, Internet-Fachleute, die von der guten Zeitzone und von stabilen Internetverbindungen profitieren. Dann gibt es Investoren, die hier ganz gezielt nach Immobilien Ausschau halten, teilweise den Blick nach Afrika haben. Es gibt die Pensionäre, Ruheständler oder Privatiers, die sich einfach einen schönen Lebensabend hier in Mauritius gönnen wollen.

00:08:57 - Gute Internetverbindung und stabile Stromversorgung

Daniel: Das hast du gut aufgezählt. Die einzelnen Gruppen müssen wir dann unbedingt nochmal im Kopf behalten, wenn wir später noch über Steuern und Finanzen sprechen. Da gibt es bestimmt auch das ein oder andere, was man wissen muss, gerade wenn man zu der einen oder anderen Gruppe gehört. Jetzt hast du gerade schon erwähnt, es gibt vielleicht jemanden, der online arbeitet, als Freelancer oder wie auch immer. Wie kann man sich die technischen Voraussetzungen vorstellen auf Mauritius? Wie gut ist die Internetanbindung im Vergleich zu anderen Ländern? Wie sicher ist der Strom? Wir hatten ja vor einiger Zeit auch einen Podcast mit Südafrika. Auch Südafrika ist steuerlich sehr interessant für einige, dadurch, dass man dort bei richtiger Gestaltung die ersten 5 Jahre steuerfrei leben kann und auch wegen der Zeitzone. Mauritius hat welche Zeitzone?

Hartmut: Das ist UTC plus 4, das heißt, die Zeitverschiebung gegenüber Deutschland beträgt in der Sommerzeit zwei Stunden und in der Winterzeit drei Stunden.

Daniel: Also auch noch sehr interessant. Aber was uns zum Beispiel bei Südafrika passiert ist, war, dass mitten im Podcast-Gespräch bei einem unserer Gäste der Strom weg war und er sagte dann, das ist leider, damit müssen wir leben, das passiert möglicherweise jeden Tag oder zumindest jede Woche mehrmals. Was erwartet mich da auf Mauritius?

Hartmut: Ich vergleiche mal Mauritius mit Deutschland. Wir haben hier ein so gutes Internet und eine so gute Internetabdeckung, dass rund 95 % aller Haushalte, wenn man sich hier eine Wohnung mietet oder eine Immobilie kauft, Glasfaserverbindungen haben. Ich lebe hier im Zentrum, im zentralen Hochland. Ich lebe jetzt hier seit einem guten Jahr an meinem neuen Standort. Ich hatte vielleicht zwei oder drei Stromausfälle insgesamt, die vielleicht eine halbe Stunde gedauert haben. An einigen Orten gibt es alle zwei bis drei Monate sonntags mal tagsüber eine Komplettabschaltung für Wartungsarbeiten, aber das war's. Auf gut Deutsch: Stromversorgung ist hier sehr stabil und ich vermute mal, stabiler als in Deutschland in der nächsten Zeit. Ich drücke mich mal vorsichtig aus. Mauritius ist mit vier Tiefseekabeln mit der Welt verbunden. Das heißt, hier haben wir also auch eine Redundanz und eine gute Bandbreite.

Daniel: Klingt sehr gut. Ich habe deswegen auch gefragt, weil wir doch den einen oder anderen Mandanten oder Interessenten haben, der sich zum Beispiel wegen der, möglichen, drohenden Blackout-Gefahr umsieht und sagt: Ich gehe in ein anderes Land, nicht nur wegen dem Blackout, sondern wo Energie einfach bezahlbar und günstig ist und wo ich mir wenig Sorgen machen muss. Bei uns in Deutschland - ich wohne auch schon seit 14 Jahren nicht mehr in Deutschland - aber in unserer früheren Heimat Deutschland, gibt es durchaus die Befürchtung, dass sich durch die immense Abhängigkeit von Gas in der Stromproduktion und gleichzeitig durch die immense Investitionen in erneuerbare Energien die Abhängigkeit von anderen Energielieferanten vergrößert, denn ich muss ja immer mit einer sogenannten Dunkelflaute rechnen. Das heißt, wenn keine Sonne scheint, kein Wind weht, brauche ich immer ein Backup, also für jedes Windrad, was man baut, muss man in irgendeiner Art und Weise wissen, ich bekomme mindestens vom Nachbarn aus Polen oder Frankreich oder von wo auch immer, Strom oder ich muss selbst bei mir das Backup vorrätig halten. Das macht vielen Menschen sorgen und deswegen stellen wir die Frage immer wieder: Wo bekommt oder wie generiert Mauritius den Strom? Was gibt es? Solarenergie? Windenergie? Die Sonne wird ja mehr scheinen als in Deutschland. Oder wird Gas benutzt? Kohle wahrscheinlich eher nicht, kann ich mir vorstellen. Also, wie wird der Strom hergestellt in Mauritius, weißt du das?

Hartmut: Zunächst einmal wird Mauritius auch erneuerbare Energien aufbauen. Es gibt schon Solarfarmen. Es gibt auch das ein oder andere Windrad. Solarfarmen werden weiterhin aufgebaut. Wir sind ja auf 20 Grad südlicher Breite und Sonneneinstrahlung ist hier intensiv, im Durchschnitt sechs bis sieben Stunden am Tag, Sommer wie Winter.

Daniel: Damit kann man arbeiten.

Hartmut: Da kann man sehr gut mit arbeiten. Dann Primärenergie: fossile Brennstoffe. Die werden zu über 90 % aus den arabischen Emiraten importiert, also eines der Länder, die jetzt von der Lieferfähigkeit und Lieferbereitschaft her völlig unproblematisch sind. Und insofern bin ich hier ganz beruhigt.

Daniel: Gut! Dann werden auch unsere Zuschauer und Zuhörer jetzt beruhigt sein.

Hartmut: Was du noch eben gesagt hattest zum Thema Energiewende, da habe ich mich auch sehr intensiv mit beschäftigt. Jetzt soll ja die Windkraft soll weiter ausgebaut werden. Aber man kommt nicht dazu, diese redundanten Backup-Kraftwerke mit aufzubauen. Das heißt, je höher der Anteil der erneuerbaren Energien an der Energieerzeugung in Deutschland wird, desto instabiler wird das System und jeder Physiker, jeder Elektroingenieur weiß, dass die Energiewende, so wie sie jetzt geplant ist, nicht funktionieren kann. Sie wird auch nicht funktionieren.

Daniel: Es sei denn, die Nachbarländer investieren eben in andere, nicht erneuerbare Energien. Dann kann Deutschland damit natürlich auch durch Zukauf von Nachbarländern ganz gut wirtschaften. Aber das ist ein Thema, das bringt uns zu weit weg von Mauritius. Es ist aber auch ein spannendes Thema und wir haben darüber auch zwei Podcasts gemacht.

Hartmut: Mauritius hat insgesamt knapp 2.000 Quadratkilometer Fläche und es leben 1,3 Millionen Menschen hier, also eine relativ hohe Bevölkerungsdichte, aber wir leben hier sehr friedlich miteinander. Wir haben ja drei Weltreligionen, wenn ich das kurz einflechten darf. Die Hälfte sind Hindus, ein Drittel sind Christen, 17% sind Moslems und wir haben eine Kirche, dann kommt ein Tempel, dann kommt eine Moschee, relativ nah beieinander und seit Hunderten von Jahren leben diese drei Weltreligionen auf engstem Raum friedlich nebeneinander her.

00:16:00 - Die Verkehrsanbindung in und nach Mauritius

Daniel: Sehr gut! Auch das ist ein wichtiger Grund für die Attraktivität von Mauritius. Wie ist denn die Verkehrsanbindung? Gibt es eigentlich Direktflüge nach Frankfurt oder zu anderen deutschen Flughäfen?

Hartmut: Direktflüge gibt es nach Frankfurt. Nach München gab es sie mal. Nach Corona sind nicht sämtliche Flugverbindungen wieder etabliert, das muss man sagen. Aber vor Corona gab es auch Direktflüge nach München, nach Köln-Bonn, dann Paris, London, während der Hauptsaison auch Flüge nach Zürich und Wien und ansonsten Direktflüge nach Dubai. Zweimal pro Tag landet hier ein A380 von Dubai, meistens vollgepackt mit Leuten. Dann gibt es Direktflüge nach Indien, nach Ostasien, sogar nach Perth, nach Australien und in verschiedene afrikanische Länder.

00:17:03 Visum, Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitserlaubnis

Daniel: Klingt sehr gut! Gut, jetzt ist die Entscheidung getroffen, Mauritius ist auf der Shortlist. Jetzt ist ja für viele Auswanderer oder Unternehmer, die es ins Ausland zieht, die nächste Frage, wie einfach oder schwer es ist, ein Visum, eine Aufenthaltsgenehmigung und, falls es nötig ist, auch eine Arbeitserlaubnis zu bekommen. Darüber müssten wir mal sprechen.

Hartmut: OK, fangen wir mal mit dem Visum an. Vor anderthalb Jahren hat Mauritius ein neues Visum eingeführt. Das ist das sogenannte Premium-Visa. Das kann man online beantragen. Das geht über eine Web-Applikation. Man muss dann bestimmte Dokumente hochladen und dann bekommt man innerhalb relativ kurzer Zeit einen Approval in Principle. Das kann man dann ausdrucken, kann das hierher mitnehmen und nach dem Flug am Gate bei der Einwanderungsbehörde vorzeigen. Dann gibt es ein entsprechendes Visum und das ist zwischen 6 und 12 Monate gültig. Das kann man beantragen, wie man will. Das ist dann auch verlängerbar. Und mit dem kann man sich dann in Ruhe, wenn man schon hier in Mauritius ist, für ein längerfristiges Visum und auch für eine Arbeitserlaubnis bewerben. Man muss nicht mehr das Land verlassen, wenn das Visum dann wechselt. Das war früher mal so, ist aber jetzt nicht mehr so. Der Kunde, der am schnellsten sein Premium-Visum bekommen hat, der hatte gerade mal 14 Stunden darauf gewartet und hatte dann schon das Approval in Principle. Wenn es bei manchen Dokumenten Schwierigkeiten gibt, dann kann das auch mal 2 bis 3 Monate im Extremfall dauern, aber normalerweise geht das sehr schnell.

Daniel: Und für diese erste Stufe, dieses Premium, mit welchen Kosten muss man dabei rechnen?

Hartmut: Mit gar nichts.

Daniel: Gar nichts?

Hartmut: Mit staatlichen Kosten muss man nicht rechnen. Bei den anderen Visa gibt es dann beispielsweise Kosten in Höhe von $ 1.000 einmalig.

Daniel: Gut. Dann haben wir das Thema mit dem Visa. Jetzt hast du gesagt, später geht die Sache im Land weiter. Was gibt es denn für verschiedene Visa-Arten, die für mich als Auswanderer in Frage kämen? Oder was wäre mein Ziel? Gibt es auch so etwas wie eine unbefristete, also dauerhafte Residenz und so weiter? Da bieten ja gerade südamerikanische Länder sehr interessante Sachen an. Was gibt es für Optionen?

Hartmut: Ich fange mal mit dem hochwertigsten Visum an und gehe dann nach unten schrittweise weiter. Das höchstwertige bzw. Residence Permit ist, wenn man eine Immobilie kauft im Gegenwert von mindestens 375.000 US-Dollar. Dann bekommt man inklusive Lebenspartner oder Ehepartner und Kinder, die noch nicht verheiratet sind und kein eigenes Einkommen haben, eine unbegrenzte Aufenthaltserlaubnis, solange, wie man die Immobilie besitzt.

Daniel: Interessant! Jetzt hast du gerade gesagt, solange Kinder kein eigenes Einkommen haben. Ich komme nun zum Beispiel mit 15-jähriger Tochter dahin und dann irgendwann nach drei Jahren hat sie ein eigenes Einkommen. Dann fällt sie bei mir raus oder zählt sie dann weiter?

Hartmut: Wenn sie dann hier ein eigenes Einkommen hat, zum Beispiel weil sie einen Job hat, dann kann sie damit ein ganz normales Occupation Permit beantragen. Das ist also die klassische Arbeitserlaubnis, wenn man in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis steht. Das ist auch überhaupt kein Problem.

Daniel: Also generell würdest du jetzt sagen, dass Mauritius ein Einwanderer-freundliches Land ist? Das heißt, es gibt geringe Hürden. Nehmen wir an, ich möchte jetzt ein oder zwei Jahre bleiben in dem Land. Was brauche ich dann für Dokumente? Was muss ich nachweisen? In vielen Ländern muss man Einkommen, Krankenversicherung nachweisen und so weiter. Also, wie sind die Anforderungen für den nächsten Schritt?

Hartmut: Lass mich kurz auf die anderen Visa-Arten eingehen. Es gibt dann die Möglichkeit, als Investor eine Daueraufenthaltsgenehmigung zu bekommen. Da ist die einzige Bedingung, dass man 50.000 US-Dollar investiert, also von außen hierher nach Mauritius bringt. Man kann dabei das eigene Unternehmen mit Startkapital versorgen, man kann das Kapital auch aufbrauchen, das ist überhaupt kein Thema. Nur um einmal muss am Anfang eben eingezahlt werden. Mit der Aufenthaltsgenehmigung hat man auch das Recht, ein Unternehmen zu gründen. Ein vollwertiges Unternehmen mit Angestellten und allem drum herum. Dann gibt es noch eine abgespeckte Version, das nennt sich Self Employed Residence Permit und Self Employed Visa. Da muss man $ 35.000 einzahlen und hat dann die Möglichkeit, eine Ein-Mann- oder Eine-Frau-Firma zu gründen und darüber wirtschaftlich tätig zu sein.

Daniel: Und dieses Visum, was ich dann bekomme, ist jeweils wie lange gültig? Und wie funktioniert das mit der Verlängerung?

Hartmut: Das ist dann unterschiedlich. Normalerweise erstmal 3 Jahre und dann werden bestimmte Voraussetzungen geprüft, ob die erfüllt wurden, also ein bestimmter Mindestumsatz oder ein bestimmter Mindestgewinn und dann wird es auf 10 Jahre verlängert. Und man kann dann auch innerhalb dieser Zeit, wenn die Ziele erfüllt sind, schon auf 20 Jahre wechseln. Und diese Bedingungen sind in den letzten Jahren eigentlich von Jahr zu Jahr günstiger geworden. Also Mauritius wird Schritt für Schritt attraktiver. Das muss man ganz klar sagen. Jetzt mache ich einen kleinen Schwenker auf eine andere Visums-Art, nämlich die eines Retired Non Citizen, das heißt einer, der sich zur Ruhe setzen will. Das Interessante ist, das gilt schon für Leute ab 50 Jahren aufwärts, also ein Alter, in dem wir eigentlich noch voll im Saft sind.

Daniel: Dann könnte ich ja schon könnt ihr schon loslegen!

Hartmut: Genau! Das nennt sich eben Senioren Permit und das gilt dann gleich für 10 Jahre, wenn sie hierher kommen. Aber Sie dürfen dann nicht arbeiten. Wenn Sie das wollen, dann lieber eines der anderen Visumsarten.

Daniel: Also a weil du sagst wir dürfen nicht arbeiten, gilt das dann sowohl für inländische Arbeit als auch für Auslandseinkommen, zum Beispiel durch Arbeiten über Internet?

Hartmut: Das ist schon eingeschlossen, wenn man das im kleinen Rahmen macht, wenn man zum Beispiel sein persönliches Vermögen managt, dann ist das kein Problem, aber wenn ich mit ausländischen Kunden mit Erwerbstätigkeit Geld verdiene, dann brauche ich dann ein dazu passendes Unternehmen. Zu den Dokumenten, das ist ganz wichtig, wer sich für das Premium-Visum interessiert, der muss vor allem eine in Mauritius für die gesamte Dauer dieses beantragten Aufenthaltszeitraumes gültige Krankenversicherungsabdeckung nachweisen. Und da muss auch konkret erwähnt werden, dass COVID-19- Erkrankungen und alles, was damit zusammenhängt, mit abgedeckt ist. Ansonsten braucht man an Dokumenten, die man für alle möglichen Dinge braucht, auch für die Bankkonto Eröffnung: die Geburtsurkunde im Original, von einem vereidigten Übersetzer ins Englische oder Französische übersetzt, eine Verbrauchsabrechnung oder eine andere Dokumentation, wo die aktuelle physische Adresse hervorgeht, der sogenannte Proof of Address. Das darf nicht älter als 3 Monate sein, muss auch auf Englisch übersetzt sein.

Daniel: Muss nicht aus Deutschland sein, sondern kann aus dem beliebigen Ausland auch sein, oder?

Hartmut: Natürlich! Dann ein sogenannter Bank Reference Letter, ohne das wird man hier kein Bankkonto eröffnen können, das heißt, ein Brief von deiner Bank, dass du jetzt so und so viel Jahre dort Kunde bist und dass die Kontoverbindung zufriedenstellend ist. Das sind so die wesentlichen Dinge.

Daniel: Klingt übersichtlich erstmal vom Prinzip her.

Hartmut: Das ist übersichtlich, wenn man auf diese Kleinigkeiten achtet, also maximal 3 Monate, und zwar dann, wenn die Genehmigungsprozedur anfängt. Wenn dann irgendwie eine Verzögerung kommt und dann ein Dokument ist plötzlich älter als 3 Monate, dann musst du das nachreichen und das kann manchmal ein bisschen tricky sein.

Daniel: Und jetzt die Übersetzung von Dokumenten, die du erwähnt hast und auch die Krankenversicherung, könnte die auch in Mauritius erstellt und abgeschlossen werden oder muss das alles von meinem ursprünglichen Heimatland sein?

Hartmut: Nein, das muss eine internationale Krankenversicherung sein. Hier die Versicherungen, die kann man im Prinzip vergessen, denn erstens haben die lange Wartezeiten bis zu 2 Jahren, bevor dann der Versicherungsschutz gültig ist und dann gilt sie auch nur in Mauritius. Man kann dann damit nicht reisen, also damit ist man nicht gut bedient.

Daniel: Ok, verstehe. Gut. Ja, das war also ein schöner Überblick und hätte mich jetzt überzeugt, wenn bei mir Mauritius auf der Shortlist wäre. Ich als dein Klient oder Mandant würde jetzt zum nächsten Schritt übergehen. Eine Frage wäre dabei, wie ist es mit einer Arbeitserlaubnis oder Arbeitsgestaltung? Da gibt es ja verschiedene Dinge, die wir beleuchten müssen. Das eine ist die steuerlicher Sicht: Ist mir eine Tätigkeit, zum Beispiel in Mauritius für eine ausländische Firma gestattet, ohne dass das Lokal besteuert werden muss? Das ist die eine Sache, die viele Mandanten interessiert. Da spielt ein bisschen unser Steuerthema herein, was wir nachher noch besprechen wollen, aber vor allem auch generell. Also mir ist in vielen Ländern, wenn ich als Tourist einreise, eine Berufstätigkeit nicht gestattet, auch nicht eigentlich in diesem Land für meinen ausländischen Arbeitgeber. Das schließt in fast keinem Land des Touristen-Visum ein. Jetzt ist also die Frage, wie ist das, wenn ich eine der anderen Visa-Arten habe, ist dann das Arbeiten in Mauritius für mich für einen ausländischen Arbeitgeber gestattet, ? Und zweitens gibt es Mandanten, die zum Beispiel Arzt oder Rechtsanwalt sind und die fragen auch häufig mal nach. Also wenn ich Arzt wäre oder Krankenschwester zum Beispiel, wird in dem Land dann überhaupt mein Beruf anerkannt? Darf ich daran arbeiten? Vielleicht ist es auch so, dass ich deswegen auswandere, weil ich da jemanden gefunden habe, der mich braucht? Vielleicht irgendein Unternehmer, vielleicht auch ein Deutscher, der da ist und der sagt, hier ich bring dich jetzt dahin und ich mach dein Visum darüber, dass ich dich einstelle in meine Firma. Oder wenn noch jemand ein Unternehmen mit gründet, vielleicht noch jemanden aus der Familie mitbringt über diese Firma, die er gegründet hat und so weiter. Das ist ein relativ komplexes Thema und deswegen ist es wichtig, über das Thema Arbeitserlaubnis zu sprechen genau. Muss ich vor Ort eine Firma gründen? Kann ich zum Beispiel mit einer LTD in England arbeiten oder so etwas? Wie machen das die Leute typischerweise, die dahin auswandern?

Hartmut: Also, wer hier mit einem Premium-Visum herkommt, der darf seine deutschen Kunden oder ausländische Kunden von hier aus ohne Weiteres und ohne weitere Genehmigung betreuen und kann dafür auch Geld verdienen. Das ist schon mal sehr gut. Dann, wenn man jetzt abhängig beschäftigt wird in einer hier ansässigen Firma, dann braucht man ein sogenanntes Occupation Permit. Das gilt dann auch zunächst für 3 Jahre, später für 10 Jahre. Da muss man nur ein Mindestgehalt von 60.000 Rupien haben, das sind so ungefähr 1300 €. Im IT-Bereich ist es die Hälfte und ansonsten gibt es da keine Beschränkungen. Man muss da allerdings aufpassen. Das gibt manchmal dann so ein bisschen Konflikt, wenn man vielleicht mit der falschen Vorstellung gekommen ist. Wenn man eine eigene Firma gründet und da der größte Gesellschafter ist, also der Gesellschafter mit dem größten Anteil und am Ende noch Direktor ist, dann kriegt man dafür kein Occupation Permit. Wer hier mit dem Occupation Permit herkommt, der darf A) kein Direktor in seiner eigenen Gesellschaft sein ( es gibt es einen ganz einfachen Workaround, indem man dann als Chief Executive Officer bestimmt wird mit ähnlichen Rechten und Pflichten wie ein Direktor) und man darf auch nicht größter Anteils-Inhaber sein.

Daniel: Es sei denn, ich gründe eine Firma und zahle auf das Konto 50.000 US-Dollar ein, wie ich vorhin gelernt habe.

Hartmut: Ja, dann hast du alle Freiheiten.

Daniel: Dann habe ich die Freiheiten oder halt als Freelancer 35.000 US-Dollar.

Hartmut: Genau.

Daniel: Also dieses Premium-Visum noch mal? Ich weiß nicht, ob ich es überhört habe, muss ich dort eigentlich nachweisen, wie in vielen Ländern, dass ich in den letzten 6 oder 12 Monaten ein bestimmtes Mindesteinkommen hatte oder muss ich einen bestimmten Kontostand nachweisen?

Hartmut: Für das Premium Visum an sich nicht, wenn du da eine Bank vor Ort suchst, die dir ein Bankkonto eröffnet, dann kann es sein, dass danach gefragt wird. Das ist so mit das Komplizierteste hier, ein Bankkonto eröffnet zu bekommen. Das ist ja weltweit ein Trend. Die Banken werden immer bürokratischer. Das kommt von der OECD. Das kommt von der EU, das kommt von FATCA, diese ganzen Anforderungen. Antigeldwäschegesetz hin und her, das ist nervig, muss ich ganz ehrlich sagen und man braucht vor allem dann, auch wenn du zum Beispiel eine Immobilie kaufen willst, brauchst du einen Vermögensnachweis, also legalisiertes, erklärtes, darlegbares, beweisbares Vermögen.

00:32:58 Ist ein lokales Bankkonto erforderlich?

Daniel: Jetzt gibt ja einige, die sagen, ich komme erstmal für ein bis zwei Jahre, um mir erstmal das Land anzugucken, um zu sehen, ob ich dann für immer bleibe. Braucht man unbedingt ein lokales Bankkonto? Es gibt zum Beispiel Länder, selbst europäische Länder, wie zum Beispiel Griechenland, da kommt man ohne ein lokales Handy und ein lokales Bankkonto eigentlich nicht so sehr weit. Es ist dort schon vorteilhaft, wenn man das hat. Wie ist das in Mauritius? Würde ich dort auch mit einem internationalen, Schweizer oder europäischen oder ganz anderen, UK-Konto zum Beispiel, zurechtkommen oder braucht man ein lokales Bankkonto?

Hartmut: Wenn du zum Beispiel deine Wohnung mietest und dann kommen monatlich die Abbuchungen von der Miete und du musst dann Strom bezahlen, du musst Wasser bezahlen, da ist es einfach extrem günstig, hier ein lokales Konto zu haben. Das lässt sich dann alles automatisieren. Du hast Geldautomaten bald in jedem Supermarkt, wo du das Geld abholen kannst. Also nur mit einem ausländischen Bankkonto wird es schwierig und vor allem teuer.

Daniel: OK. Gut, dann haben wir auch darüber gesprochen. Dann denke ich, das Thema Arbeitserlaubnis und Selbständigkeit haben ganz gut besprochen. Oder habe vielleicht noch etwas vergessen. bei dem du sagst, das muss unbedingt erwähnt werden?

Hartmut: Also ich möchte sagen, dass hier die Behörden sehr professionell agieren, teilweise auch wirklich sehr schnell sind. Wenn ich zum Beispiel mal eine Frage an die Mauritius Revenue Authority hatte, das ist das Finanzamt, weil ich zum Beispiel mit einer Internet-Applikation nicht klargekommen bin, nicht wusste, wie ich die Steuererklärung machen soll, da kriege ich meistens noch am selben Tag einen Rückruf von einem freundlichen Mitarbeiter, der mir das dann erklärt, der sich die Zeit nimmt.

00:35:01 Firmengründung auf Mauritius - Diese Optionen gibt es

Daniel: Wir hatten schon mehrfach das Thema als Selbständiger arbeiten und auch eine lokale Firma gründen angesprochen, zum Beispiel in Verbindung mit dem Visum mit 50.000 US-Dollar als Investment. Zwei Fragen: Firmengründung vor Ort - Was gibt es für klassische Firmen, die man gründen kann? Wenn man das vergleicht mit dem, was wir in Deutschland kennen, also Einzelfirma, dann generell, man kann ja als Selbständige arbeiten, eine Einzelfirma gründen, eine GmbH gründen, eine Aktiengesellschaft gründen mit diversen Sonderformen, die es noch gibt. Was findet man denn auf Mauritius?

Hartmut: Also es gibt vor allem zwei Unternehmensformen. Das eine ist die Domestic Company, das ist eine lokale Gesellschaft, die kann man mit relativ geringen Kosten gründen, aber man muss tatsächlich dann hier sein, das ist keine Gesellschaft, die du vom Ausland aus machen kannst. Gibt es die Global Business Company. Das ist das, was die meisten Ausländer hier gründen. Das ist eine Firma, eine Limited, die dann hier Tax Resident ist. Das heißt, die hat hier eine Steuernummer, das ist auch ganz wichtig. Zu den Substanzerfordernissen kommen wir vielleicht später. Dann gibt es noch eine Sonderform, die gibt es in Mitteleuropa überhaupt nicht, das ist eine Protected Cell Company. Das gibt es zum Beispiel in Guernsey, das gibt es in verschiedenen anderen internationalen Steueroasen. Das ist eine schöne Gesellschaft mit verschiedenen Zellen, einer juristischen Person, aber mit abgeteilten Vermögensteilen, mit eigener Gesellschafterstruktur, eigener Bilanz, eigener G und V. Dann gibt es Variable Capital Companies. Das ist ähnlich wie eine Protected Cell Company, wo aber jede Zelle auch ein eigenes Unternehmen sein kann, also eine eigene Körperschaft. Dann gibt es noch die Authorized Company, die spielt aber keine große Rolle, weil es eigentlich eine Briefkastenfirma ist, die hier gar nicht ansässig ist, also die können wir vor allem als Deutsche gleich mal komplett streichen.

Daniel: Und das sind alles Kapitalgesellschaften? Also haben wir jetzt nichts dabei, was unserer typischen Einzelfirma entspricht? Oder einer KG?

Hartmut: Das ist hier sehr unüblich. Gut, es gibt jetzt noch so ein Pendant zur KG. Das sind dann also Limited Partnerships. Das gibt es auch, aber die allermeisten Unternehmer, die gründen hier entweder Domestic Company oder eine Global Business Company. Das hat auch den Vorteil, dass es hier kein Mindestkapital gibt, also man kann hier mit 500 oder 1000 US-Dollar Stammkapital eine Firma gründen ohne Probleme.

Daniel: Und ist es dann einfach, für die Firma ein Bankkonto zu eröffnen oder ist das dann genauso schwer wie für einen normalen Einwanderer. Oder wenn man eine Firma gegründet, wird es dann automatisch einfach mit einem Bankkonto?

Hartmut: Es ist so, bei den Global Business Companies ist hier zwingend erforderlich, dass eine lizenzierte Managementgesellschaft das Ganze für dich macht. Also, von der Anmeldung über die ganzen bürokratischen Geschichten, dann Buchführung, Steuererklärungen, Compliance, das alles komplett. Da gibt es auch Rundum-sorglos-Pakete und da ist die Eröffnung von einem Unternehmenskonto schon gleich mit drin. Das ist also kein Problem. Übrigens, das ist auch ganz wichtig, solch eine Global Business Company kann man immer noch aus der Entfernung gründen. Man muss nicht unbedingt nach Mauritius kommen, um hier eine Gründung hinzukriegen.

Daniel: Klasse! Und wie lange dauert das, bis die Firma ins Fliegen gekommen ist? Du bietest das ja als Dienstleistung an, Unternehmen zu helfen, solche Firmen zu gründen. Und bis wann ist meine Firma am Fliegen?

Hartmut: Also, bei einer Global Business Company kann man so mit etwa drei Wochen rechnen. Erst, wenn die Company dann im Unternehmensregister eingetragen ist, dann geht man in einem zweiten Schritt zur Bank und eröffnet das Bankkonto. Das kann dann nochmal dauern zwischen 2 Tagen und 6 Wochen, je nachdem.

Daniel: Das macht Sinn. Gut. Da haben wir schon viel dazu gelernt. Jetzt wüsste ich also, warum ich nach Mauritius gehe. Ich habe einen Überblick über das Thema Visum, wie ich das machen könnte, über die Arbeitserlaubnis haben wir auch schon gesprochen. Man kann sich jetzt Gedanken machen, will ich das als Selbständiger tun oder will ich eine Gesellschaft gründen? Das hat schon alles geholfen. Jetzt geht man zu seiner Familie, zumindest wer Familie hat, und versucht, seine Frau und seine Kinder zu begeistern, da auch umzuziehen. Da kommen plötzlich noch ganz andere Fragen. Das ist für uns Männer manchmal nicht die erste Frage, wenn man sowas ins Auge fasst, da geht man mehr nach anderen Prioritäten, aber spätestens, wenn ich mit meiner Frau sprechen würde, dann ging es darum: Wo werden wir denn da wohnen? Wie ist das da? Wie kann man sich das vorstellen? Wie lebt sich's da? Wie wohnt man da? Wie teuer ist das? Mit Kindern kommen automatisch Fragen, die die Schule betreffen, zum Beispiel. Wir haben viele Mandanten, die gerne ihre Kinder zum Beispiel auch in einem Online-Gymnasium oder vielleicht auch im Home Schooling unterrichten wollen, was in vielen Ländern einschließlich Deutschland nicht möglich ist. Auch das ist eine Frage, die sich dann automatisch stellt. Du hattest vorhin das Thema Krankenversicherung angesprochen. Auch das ist eine Frage, die dann kommt. Man hat Kinder und die brauchen eine Zahnspange, was haben wir denn da für Zahnärzte zum Beispiel im Land? Muss man da dann wieder nach Hause fliegen, um die Zahnspange zu machen? Ich vermute, ich kenne die Antworten alle schon, aber trotzdem, du bist ja der Experte und du müsstest uns jetzt dazu was sagen. Vielleicht fangen wir mit dem ersten Schritt an. Wenn man sich für eine neue Heimat entscheidet, dann fängt man ja auf typischen Immobilien-Seiten oder wo auch immer an zu gucken, wie könnte man wohnen?

00:41:55 Wie sicher ist Mauritius?

Hartmut: Lass uns mal mit den Fragen von den Frauen anfangen, denn das sind tatsächlich andere Fragen, die sie stellen, als wir Männer. Die Frage Nummer 1, die kommt: Wie sicher ist es auf Mauritius? Kann man hier frei rumlaufen, ohne von Kriminalität bedroht zu werden und da kann ich nur sagen "ja!" und zwar mit 3 Ausrufezeichen. Mauritius ist eine sehr, sehr sichere Insel. Es ist eine sichere Umwelt. Gut, in der Hauptstadt müsste man Aktentasche und Handtasche immer schön fest beieinander haben, also diese Taschendiebstähle, die gibt es halt so wie überall auf der Welt in den Großstädten. Dann sollte man im Auto nachts nicht unbedingt sichtbar Sachen liegen lassen, aber ansonsten gibt es kriminalitätsmäßig überhaupt keine Probleme. Das heißt, hier in Mauritius ist man sicherer als in jeder deutschen Großstadt.

Daniel: Klingt gut.

00:42:59 Bildung und Gesundheit - darauf müssen Auswanderer achten

Hartmut: Dann das Thema Schulen. Es gibt hier sehr gute internationale Schulen, verstreut über die Insel. Wir haben englischen Unterricht, teilweise Englisch und Französisch gemischt. Das heißt, die Kinder lernen hier mehrere Fremdsprachen, das finde ich toll. Einem Kind kann man nichts Besseres auf den Weg geben als mehrsprachig aufzuwachsen. Da gibt es teilweise Wartezeiten, man muss, wenn man sich hierher orientiert und sich anmeldet, ganz schnell das Thema Schule und Anmeldung der Kinder auf den Weg bringen. Zum Thema Krankenversicherung hatte ich schon gesagt, die internationale Krankenversicherung ist da am besten. Nicht solch eine zeitlich befristete Expat- Versicherung, die nur für 5 Jahre gilt, sondern eine richtige internationale Versicherung. Dann ist man hier gut abgedeckt. Übrigens, die Gesundheitskosten hier sind wesentlich niedriger als in Deutschland. Es gibt hier ein zweistufiges System, also es gibt staatliche Krankenhäuser, die sind umsonst. Da braucht man auch keine Versicherung, da kann man umsonst hingehen, auch als Ausländer. Aber die Ausstattung ist dann schon verbesserungsbedürftig, sehr basic. Dann geht es Privatkliniken, da zahlt man dann entweder Cash, meistens Cash und lässt sich das dann hinterher von der Versicherung erstatten, aber ein Arztbesuch kostet dann so zwischen 30 und 40 €. Es ist jetzt wirklich günstiger als in Deutschland. Und zum Thema Zahnarzt, ich kenne hier einen südafrikanischen Zahnarzt mit eigenem Zahnlabor. Das ist technisch sowas von überlegen gegenüber den deutschen Zahnärzten, die ich so kennengelernt habe. Das ist der helle Wahnsinn. Da fühle ich mich sehr gut aufgehoben, da gibt es keine Gründe, irgendwie ins Ausland zu gehen.

Daniel: OK, überzeugt. Trotzdem nochmal meine erste Frage zu dem Block war ja Wohnen und Leben. Du hast ja zum Thema "leben" eine ganze Menge erzählt. Aber gehen wir jetzt trotzdem nochmal zum Thema Wohnen zurück, denn zumindest als Deutscher definiert man seine Lebensqualität wirklich sehr durch die eigenen vier Wände. vielleicht auch das Stück Garten, das man davor hat usw. Das ist eigentlich das, was in Deutschland zumindest, für uns die Lebensqualität ausmacht und auch für viele andere Zuschauern, egal ob aus der Schweiz oder aus Österreich, ist das eigentlich das gleiche. Was erwartet mich da? Was erwarten mich für Kosten? Wie ist die Auswahl? Ist einfach, etwas zu finden, schwer etwas zu finden? Wie hilfst du zum Beispiel interessierten Zuhörern weiter? Das wäre ein paar Fragen.

00:46:03 Leben in der Villa - der Immobilienmarkt auf Mauritius macht es möglich

Hartmut: Also, der Immobilienmarkt ist sehr vielgestaltig. Es geht von Luxusvillen auf großen Grundstücken in traumhafter Lage bis hinzu kleinen Apartments, also die komplette Bandbreite. Dann gibt es bestimmte Regionen, das sind die Regionen, wo sich die meisten Expats aufhalten. Das ist im Westen der Insel und im Norden der Insel. Da gibt es auch ein reichhaltiges Angebot. Wenn man hierher kommt, findet man auf jeden Fall etwas zu mieten oder zu kaufen. Also, der Immobilienmarkt ist sehr vielgestaltig. Es geht von Luxusvillen auf großen Grundstücken in traumhafter Lage bis hinzu kleinen Apartments, also die komplette Bandbreite. Dann gibt es bestimmte Regionen, das sind die Regionen, wo sich die meisten Expats aufhalten. Das ist im Westen der Insel und im Norden der Insel. Da gibt es auch ein reichhaltiges Angebot. Wenn man hierher kommt, findet man auf jeden Fall etwas zu mieten oder zu kaufen. Ich arbeite mit verschiedenen Maklern zusammen und wenn ein Klient kommt und sucht sich eine Immobilie, dann kriege ich auch die Angebote, die noch nicht irgendwo im Web stehen. Dann hat man Zugang dazu und das sind meistens die interessantesten Objekte.

Daniel: Okay, das macht Sinn.

Hartmut: Was man jetzt hier bekommt, das ist ja auch immer die Frage, was muss ich denn für so eine Villa bezahlen? Ich habe jetzt hier eine Villa im zentralen Hochland gemietet, ein großes Grundstück. Das Bild im Hintergrund ist hier ist mein Garten. 10 Zimmer, 240 Quadratmeter oder so und ich zahle hier etwa 1.400 € Miete jeden Monat.

Daniel: Klingt gut.

Hartmut: Nun fragt man, sich kalt oder warm? Das spielt überhaupt keine Rolle, denn ich brauche hier weder Heizkosten noch eine Klimatisierung. Ich hab einfach sonst gar keine Energiekosten und Wasser kostet ungefähr 1 bis 2 € pro Monat. Das ist jetzt kein Scherz. Das ist wirklich so. Man kann hier sehr günstig leben. Vielleicht noch ein Thema, das für uns Deutsche in Deutschland völlig ungewohnt ist. Man kann sich hier auch Hausangestellte leisten, weil die Kosten günstig sind. Ich habe zum Beispiel einen Gärtner, der kommt zweimal die Woche für 2 Stunden, hält den großen Garten tiptop in Schuss und der kriegt pro Monat 55€.

Daniel: Klingt gut. Vielleicht auch ein Grund mehr für den ein oder anderen Zuschauer und Zuhörer, Mauritius auf die Shortlist zu setzen. Die Kosten hast du jetzt schon ungefähr genannt. Nun für die typischen, digitalen Nomaden, die eher in der Expat-Gegend, die du erwähnt hast, wäre es dann entsprechend wahrscheinlich noch günstiger, oder? Du bist nicht direkt am Strand, oder? Wie ist das, wenn man am Strand wohnen will?

Hartmut: Wenn man am Strand wohnen will, dann ist das teurer. Dann kann man locker 40 bis 50% draufrechnen, aber auch am Strand oder in Küstennähe, direkt am Strand gibt es nur sehr wenig Angebote, und das ist dann auch extrem teuer, würde ich auch gar nicht empfehlen, aber in Küstennähe, das heißt, so dass man innerhalb von 5 Minuten an den Strand gelaufen ist, da kriegt man, wenn man eine schöne Villa haben will in einem Resort, das fängt so zwischen 800.000 und 1 Mio. an und bei 1,5 Mio. Dollar kriegt man schon eine alleinstehende Villa in einem der Top-Resorts der Insel. Das heißt, man bekommt deutlich mehr hier für sein Geld als in Deutschland. Was man hier allerdings nicht bekommt, sind kleine Wohnungen oder kleine Häuser, denn die gibt es einfach nicht. Die Baukosten sind hier so niedrig, dass es keinen großen Unterschied macht, ob ich ein 100 Quadratmeter oder 150 Quadratmeter Haus baue.

00:50:15 Steuersätze für Unternehmen und Privatleute

Daniel: Verstehe. Dann müssen wir trotzdem noch auf ein ernstes Thema zu sprechen kommen, und zwar Steuern und Finanzen. Das ja immer noch ein Block, der auch sehr interessant ist. Was erwartet mich an Steuern? Wie hoch sind Steuern auf Mauritius? Vielleicht weniger für die Einheimischen, die kannst du vielleicht kurz mit erwähnen, aber wichtig ist ja vor allem, wenn ich jetzt dahin komme, ich hab jetzt eines dieser Visa-Arten, die du vorhin schon erwähnt hast, was passiert jetzt, wenn ich Auslandseinkommen habe? Und zwar kann man das vielleicht nochmal getrennt betrachten, wenn das zumindest bei der Insel Sinn macht? Einmal hab ich vielleicht passives Einkommen, wie Dividenden zum Beispiel, oder eben aktives Einkommen. Das heißt, ich sitze auf meiner Terrasse mit meinem Notebook und arbeite und werde dafür halt bezahlt. Oder ich manage und leite mein Unternehmen, das irgendwo im Ausland ist, habe aber mein Direktoren-Zimmer auf Mauritius.

Hartmut: Zunächst mal sind die Steuersätze hier sehr niedrig. Es gibt einen Flat-Steuersatz, sowohl bei der Körperschaftsteuer als auch bei der individuellen Steuer. Der liegt bei 15%. Dann gibt es auf der Unternehmerseite bestimmte Tätigkeiten, vor allem im Finanzdienstleistungsbereich, da gibt es dann noch eine 80-prozentige Steuergutschrift, Tax Credit, und das reduziert dann die effektive Körperschaftsteuerlast von 15% auf 3%. Das gilt übrigens auch für Export Business inklusive Drop Shipping, also sehr interessant für Leute, die im physischen Trading beheimatet sind. Auf der individuellen Seite ebenfalls 15%. Jetzt hat Mauritius ein sogenanntes Remittance Based Steuersystem. Das heißt, eigentlich ist das Welteinkommen steuerpflichtig, aber nur das Einkommen, was in Mauritius oder von Mauritius aus erwirtschaftet wird, ist in Mauritius steuerpflichtig. Das heißt, wenn ich jetzt von hier aus mein Unternehmen irgendwo auf der manage und dafür Geld bekomme, dann muss ich das hier in Mauritius versteuern. Wenn ich hingegen passives Einkommen habe, wo ich aktiv nichts dazu beitrage und das ist im Ausland und bleibt im Ausland, wird also nicht nach Mauritius überwiesen, dann muss ich das hier noch nicht mal bei der Steuer angeben.

Daniel: In dem Moment, in dem ich das zum Beispiel überweisen würde, dann würde der Betrag, den ich überweise, versteuert werden müssen oder muss dann plötzlich das komplette der Unternehmensgewinn der Auslandsfirma zum Beispiel versteuert werden?

Hartmut: Das ist nur das, was hierher kommt. Da gibt es aber auch einen Workaround. Manche meiner Klienten haben zum Beispiel große Vermögenswerte im Ausland. Wenn sie jetzt hier diese Aufenthaltsgenehmigung beantragen, dann wird auch immer danach gefragt, was für ein Vermögen hast du denn? Und das sollte man auch genau angeben, denn, wenn man in Zukunft, wenn man hier schon steuerlich ansässig ist, aus dem vorhandenen Vermögen schrittweise was nach Mauritius überweist, dann muss dieses Vermögen nicht versteuert werden, was ja schon vorhanden war. Man muss allerdings klar beweisen können, dass das nicht aus Erwerbstätigkeit kommt. Das heißt, am besten dann getrennte Konten im Ausland haben. Aber das heißt, man würde jetzt, das passive Einkommen im Ausland belassen, und das, was hier nach Mauritius liest, aus vorhandenem Vermögen deklarieren.

Daniel: Macht Sinn, wobei, so wie ich das verstanden habe, passives Einkommen ja auch nicht normal besteuert wird, sondern nur das, was durch meine Leistung erbracht wird?

Hartmut: Also passives Einkommen sind ja bei vielen Erträge zum Beispiel Erträge aus Trading, wenn man Börsengeschäfte macht. Da muss ich dazu sagen, eine Kapitalgewinnsteuer gibt es hier auf Mauritius überhaupt nicht. Also sämtliche Trading-Gewinne in privaten Vermögen müssen nicht besteuert werden und deswegen ist Mauritius ein Paradies für private Trader. Und ich kenne auch den einen oder anderen, der genießt hier voll sein Leben und halt seine privaten Aktien- und ETF-Geschäfte oder was auch immer. Das gilt übrigens auch für Immobilien, also auch Immobilien-Gewinne sind nicht steuerpflichtig. Es gibt übrigens auch gar keine Grundsteuer.

Daniel: Ich fasse nochmal zusammen: Immobiliensteuer, Trading-Steuer fällt weg. Und wie sieht es mit Dividenden, aus einer Unternehmensbeteiligung zum Beispiel, aus?

Hartmut: Wenn du zum Beispiel dein mauritisches Unternehmen als Investment-Holding aufziehst und unter dieser Investment-Holding Beteiligungen im Ausland hast und die ausländische Gesellschaft zahlt eine Dividende an die mauritische Holding, die ist zu 15% zu versteuern, abzüglich 80% Tax Credit, das heißt effektiv sind das nur 3%. So, jetzt wird es besonders interessant. Eine Dividende, die ich als steuerlich in Mauritius ansässige Privatperson aus einem in Mauritius ansässigen Unternehmen bekomme, sind komplett steuerfrei. Das heißt, wenn ich jetzt aus meiner Holding, die die ausländische Dividende mit 3% versteuert hat, wiederum eine Dividende in meinem Privatvermögen rausziehe, muss ich das nicht nochmal versteuern.

Daniel: Ja, spannend! Es gibt nicht viele Länder, in denen das so geregelt ist, muss man einfach mal so sagen. Und, zum Beispiel, wenn ich nach Mauritius ziehe und eine Unternehmensbeteiligung in irgendeinem anderen Land im Ausland habe, also es ist kein Unternehmen, das ich in Mauritius gegründet habe und auch keins, was ich unter einer mauritischen Holding gegründet habe, sondern es ist einfach so, ich bin Gesellschafter in irgendeiner ausländischen Firma und bekomme dort am Jahresende eine Gewinnausschüttung. Steuerfrei oder nicht?

Hartmut: Ist es ein passives Einkommen?

Daniel: Ich bin Gesellschafter, bin nur Anteilseigner.

Hartmut: Du bist nur Anteilseigner, aber nicht Geschäftsführer oder hast sonst keine Funktion?

Daniel: Die habe ich abgegeben, meine Geschäftsführertätigkeit.

Hartmut: Ja, dann ist es wieder ein passives Einkommen und wenn es nach Mauritius überwiesen wird, dann 15%, wenn es im Ausland verbleibt, nichts.

Daniel: OK. Und, das wollte ich gerne nochmal wiederholen, damit es auch nochmal besonders auftaucht: Du hast gesagt, Drop-Shipping ist auch noch ein sehr interessanter Punkt, weil die Drop-Shipper nur noch eine verkürzte Steuer von 3% Körperschaftsteuer bezahlen müssen.

Hartmut: Ja. Da ist es sogar in diesem Bereich, also Export-Business und Drop-Shipping, der hat einen speziellen Steuersatz, der liegt eben bei 3 %. Das heißt, ich kann über meine mauritische Gesellschaft zum Beispiel Waren in China einkaufen, direkt nach Frankreich oder Belgien oder sonst wohin liefern lassen, ohne dass die Ware Mauritius auch nur berührt, dann ist das auch dadurch mit abgedeckt durch diesen günstigen Steuersatz.

Daniel: Also, das ist wirklich eine tolle Lösung, was da auf die Beine gestellt worden ist. Wir haben über das Bankensystem ja schon gesprochen, das taucht ja immer wieder auch bei der Frage Steuern und Finanzen, Unternehmensgründungen etc. auf. Wie ist denn jetzt Mauritius zum Thema Kryptowährung eingestellt?

Hartmut: Ja, das ist natürlich ein sehr diffiziles Thema, da gibt es zwei Blöcke, einmal die Regierung und das Economic Development Board, das ist der One Stop Shop für ausländische Investitionen und Investoren. Die wollen Mauritius zum Blockchain Hub Nummer 1 in Afrika machen. Die sind also daran interessiert, dass die ganzen Fintechs hierherkommen und ihre Geschäfte machen können? Da wurde dann auch schon zum Beispiel eine wirklich sehr gute Sandbox Licence ins Leben gerufen, wo man sämtliche regulatorischen Risiken an die Regierung abgeben kann, auch in sehr frühen Phasen einer neuen Technologie und dann einfach frei operieren kann. Dann gibt es auf der anderen Seite die Banken, die wollen mit Kryptowährungen nichts zu tun haben. Das geht soweit, dass, wenn man einen Businessplan einreicht und ein Bankkonto eröffnen will und irgendwo in dem Businessplan steht das Wort Krypto drin, und wenn es nur in einem Satz heißt; Wir engagieren uns nicht in Kryptowährungen", dann wird das rausgefiltert, steht Krypto drin, lehnen wir ab. Der Kampf ist noch nicht entschieden. Ich bin natürlich für Flexibilität, gerade auch im Finanzwesen, für alternative Börsenplätze, für alternative Zahlungsarten, Zahlungssysteme und so weiter. Ich spreche auch öfters mit dem EDB und auch mit Banken und sage das auch immer wieder: Leute, wenn wenn ihr als Regierung von Mauritius diesen Bereich fördern wollt und die eigenen Banken torpedieren das Ganze, dann funktioniert es auf lange Sicht nicht. Ich schätze mal, dass es Schritt für Schritt Krypto-freundlicher wird, das Umfeld. Aber im Moment ist es eben noch nicht so der Fall.

Daniel: Okay. Schön. Dann sind wir eigentlich fast durch, durch das Thema. Außer vielleicht noch mal ganz kurz beim Thema Steuern und Finanzen. Wir hatten ja schon ein-, zweimal das Thema Immobilien, zum Beispiel bei der Visa-Beantragung, später beim Wohnen und Leben auf Mauritius besprochen. Gibt es beim Thema Steuern und Finanzen noch irgendwas, was vielleicht interessant wäre, in Bezug auf Immobilien in Mauritius?

Hartmut: Ja, da gibt es jetzt noch ein spezielles Incentive für sogenannte Property Development Schemes for Senior Living. Das heißt, das sind jetzt bestimmte Immobilien-Objekte, die von einem Property Developer entwickelt werden, die speziell für die über 50-Jährigen gemacht werden. Da kann man sich dann auch zum Beispiel ein lebenslanges Wohnrecht sichern, sich für spätere Pflegebedürftigkeit absichern, diese ganzen Geschichten. Zum einen wird ein solcher Property Developer für 5 Jahre von der Körperschaftsteuer freigestellt. Und jeder, der jetzt als Privatperson eine solche Immobilie, meistens ist es ein Apartment, manchmal auch Villen, kauft oder sich solch ein lebenslanges Wohnrecht erwirbt, der wird dann auch für 5 Jahre von der individuellen Steuerpflicht befreit.

Daniel: Das ist interessant. Warum machen die das? Wollen die den Immobilienbau fördern oder was steckt dahinter, dass die Regierung solch ein Programm aufsetzt?

Hartmut: Also, die mauritische Regierung musste jetzt in den letzten 200 Jahren immer wieder extreme Verwerfungen managen. Da ist dann irgendwann mal die Haupteinnahmequelle Zuckerrohr weggebrochen, weil der Zuckerpreis kollabiert ist, dann ging das später mit den Textilien weiter. Es gab da eine ähnliche Entwicklung. Mauritius musste sich also immer wieder neu erfinden, war aber sehr erfolgreich und da komme ich auf eine Frage vom Anfang des Interviews zurück: "Wie war das mit der wirtschaftlichen Entwicklung?" Und da muss ich sagen, bis COVID war Mauritius eines der ganz wenigen Länder auf der Welt, das in den letzten 40 Jahren keine Rezession hatte. 40 Jahre lang ununterbrochenes Wirtschaftswachstum. In Corona ging es natürlich brutal in die Knie, aber wir erholen uns jetzt wieder sehr deutlich. Im letzten Jahr hatten wir ein Wirtschaftswachstum von 7,8%, also können wir in Europa nur von träumen. Und hat Mauritius, vermutlich bedingt durch die COVID-Krise und die wegbleibenden Touristen gesagt, wir machen jetzt auch einen kleinen Strategiewechsel, wir öffnen uns in Richtung Silver Economy. Mit anderen Worten: Rentner aus aller Welt kommt hierher nach Mauritius und verbringt euren Lebensabend hier. Deswegen werden diese Incentives ausgesprochen. Wir haben hier eine rege Bautätigkeit. Also hier stehen alle Zeichen auf Expansion. Und wenn ich mit Unternehmern hier rede, die reden von Wachstum, die reden nicht von Rückgang. Das ist also ein völlig anderes Umfeld. Und ich muss sagen, da fühle ich mich richtig wohl und werde zurück erinnert an deutsche Verhältnisse vor 20 Jahren.

Daniel: Klingt gut. Schön, wenn sich jetzt jemand Mauritius mal angucken will, gibt es da irgendwelche Tipps von dir noch oder generell, hast du Tipps als Experte von Mauritius, wie man das jetzt angeht, wenn man Mauritius auf der Shortlist hat?

Hartmut: Ich habe eine sehr ausführliche Website konzipiert, die ist jetzt auch schon Zeitlang online. Die nennt pro-mauritius.com. Da sind eigentlich alle Dinge, über die wir gesprochen haben, detailliert aufgeführt. Wer sich speziell für Immobilien interessiert, kann auch ein kostenloses Spezial-Dossier abfordern. Das ist das ein. Und ich jetzt gerade noch eine weitere Webseite auf: auswandern-mit-plan.com. Da werde ich in Kürze ein kostenloses Planungshandbuch Auswanderung auch zur Verfügung stellen, sodass Interessenten alle Informationen bekommen.

Daniel: Klasse, wir blenden das natürlich wie immer unten ein und werden auch die Websites, die du genannt hast, in die Video-Beschreibung mit einfügen für unsere Zuschauer und Zuhörer. Schön!

Hartmut: Vielen Dank, ich freu mich auf jeden der anfragt und jeden, der hierher kommt.

01:06:29 Die Zukunft von Mauritius - langfristiges Wirtschaftswachstum zu erwarten

Daniel: Na klar! Dann lass uns mal in die Zukunft blicken! In 10, 20 Jahren, wie siehst du die Zukunft von Mauritius als Auswanderungsziel oder als Ziel, um von dort aus zu arbeiten?

Hartmut: Also es ist so, wir sehen gesamtwirtschaftlich weltweit vermutlich eine Zweiteilung zwischen Europa und Nordamerika, also sagen wir, der westliche Teil und einer eher multipolaren Weltordnung im übrigen Teil. Das heißt, in den nächsten 10 bis 15 Jahren sehe ich hier in im Bereich Asien, Afrika, Naher Osten sehr viel mehr wirtschaftliches Potenzial. Ich sehe da ein langfristiges Wirtschaftswachstum und wenn ich jetzt mal 10 Jahre in die Zukunft schaue, dann sehe ich Mauritius als Tor nach Afrika weiter unangefochten an der Nummer 1 stehen, aber mit sehr viel mehr Geschäft, was in Afrika stattfindet und wo ein wahrscheinlich nicht unwesentlicher Teil auch über Mauritius laufen wird. Hinzu kommt dann der Ort an der Schaltstelle zwischen Indien, China und Afrika. Und auch da sitzt Mauritius sehr gut. Das heißt, die Ampel steht auf Grün, ganz klar.

01:07:53 Drei Schlussfragen zu Mauritius

Daniel: Das war ein schönes Schlusswort. Ich habe allerdings noch 2 bis 3 kurze Schlussfragen. Die eine ist: Wenn ich jetzt nur mal eine kurze Stippvisite in Mauritius machen würde, eine Woche, ein verlängertes Wochenende, wie auch immer. Was muss ich unbedingt gesehen haben? Ein Tipp? Nur einen!

Hartmut: Du meinst an Sehenswürdigkeiten?

Daniel: Was muss ich unbedingt mal gesehen haben?

Hartmut: Also, es gibt hier den Nationalpark im Südwesten. Da gehen die Berge direkt bis ans Meer ran, das muss man einfach gesehen haben. Die Le Monde Halbinsel im Südwesten, dann gibt es natürlich viele wunderschöne Strände, fantastische Golfplätze, darunter den höchstdekorierten im ganzen Indischen Ozean.

Daniel: Das war doch schon mal was.

Hartmut: Genau. Dann gibt es im Zentrum noch so ein paar wunderschöne Wasserfälle, siebenfarbige Erden, es gibt einen Canyon, der ist fast unberührt, unglaublich schöne, vielgestaltige Sachen gibt es hier.

Daniel: Toll! Wenn ich jetzt im Restaurant bin, gibt es irgendwas in der lokalen Küche, was ich unbedingt mal probiert haben muss.

Hartmut: Guter Tipp! Es gibt hier sehr vielgestaltige Küchen, einfach bedingt durch die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen. Wer gerne indisch essen will, kommt hier voll auf seine Kosten. Die kreolische Küche, die ist ans Indische angelehnt, gibt es auch in allen Variationen. Es gibt chinesische Küche, es gibt gute Pizzerias. Was ich noch vermisse ist ein wirklich guter Grieche. Aber ansonsten hat man hier die volle Auswahl und Essen gehen ist günstiger als in Deutschland.

Daniel: Ja, ich vermisse ja überall immer den deutschen Bäcker. Ich backe dann in der Regel selbst mein eigenes Brot, aber das hab ich glaube ich schon hundertmal im Podcast erzählt, alle Zuschauer und Zuhörer wissen das schon, ich komme eigentlich egal, wo ich wohne, und ich war schon in vielen Ländern unterwegs, ohne mein deutsches Brot eigentlich nicht lange zurecht.

Hartmut: Ich habe meine eigene Brotbackmaschine hier importiert, back mir mein Brot auch selbst, aber du wirst lachen, es gibt hier zwei deutsche Bäckereien oder sagen wir mal, die Brot backen, das so gut schmeckt wie in Deutschland auch. Es ist zwar relativ teuer, aber es schmeckt wirklich sehr gut. Man kommt hier auf seine Kosten.

Daniel: Klasse! Eine letzte Frage noch: Gibt es irgendeinen Fehler, den man unbedingt vermeiden muss, wenn man auf Mauritius wohnt, also ein Fettnäppchen, was man unbedingt umgehen muss als Ausländer?

Hartmut: Lärmquellen. Sich die Immobilie genau angucken, wenn ich eine Immobilie kaufen würde. Ich bin jetzt sehr lärmempfindlich. Ich würde mir dann im Zweifel aus Deutschland Schallschutzfenster vor allem fürs Schlafzimmer einbauen lassen, denn bellende Hunde nachts, das ist an vielen Stellen ein Problem.

Daniel: OK, dann haben wir auch darüber noch gesprochen. Aber das hat man in vielen Ländern, das Thema. Vielen, vielen herzlichen Dank, Hartmut. Das war wirklich ein schönes Gespräch. Wir haben viel dazu gelernt.

Hartmut: Gerne, Daniel.

Daniel: Du hast ja schon gesagt, wie man dich am besten erreichen kann. Die Frage brauche ich zum Schluss nicht nochmal stellen. Wir blenden das wie gesagt am Ende des Videos und auch in der schriftlichen Form auf der Website Perspektive Ausland mit ein, wie interessierte Zuschauer direkt mit dir Kontakt aufnehmen können. Es hat mir sehr gut gefallen, das Gespräch. Hat mir viel Freude gemacht.

Hartmut: Danke!

Daniel: Bleib fröhlich und man sieht sich immer zweimal im Leben. Warum soll das zweite Mal nicht auf Mauritius sein?

Hartmut: Fröhlich und entspannt, wie das ganze Leben hier auf Mauritius.

Daniel: Vielen Dank, Ciao Ciao!

Hartmut: Bis dann, tschüss!

Perspektive Ausland: Bis zur nächsten Folge von Perspektive Ausland, der Podcast für alle Unternehmer, die es ins Ausland zieht. Übrigens, wenn ihr keines unserer interessanten Videos mehr verpassen wollt, dann klickt doch jetzt gleich auf den Abonnieren-Button und auf die Glocke. Auch über Kommentare, Fragen oder einen Daumen hoch freuen wir uns sehr!

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Was steckt hinter den 16 Fragen, die das Finanzamt Auswanderern stellt?

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Nach Mexiko auswandern: Diese Dinge sind gut zu wissen