Wird Trump Amerika zerstören? Die Wahrheit für Auswanderer (aus Texas)

Wird Amerika wirklich untergehen? Solltest du als potenzieller Auswanderer die USA meiden? Es gibt aktuell viele Stimmen, vor allem in den deutschsprachigen Medien, die ein drastisch negatives Bild der USA zeichnen. Doch entspricht dieses düstere Szenario tatsächlich der Realität – oder steckt dahinter mehr als bloße Schlagzeilen? In diesem Beitrag werfen wir einen ehrlichen Blick hinter die Kulissen, bringen persönliche Erfahrungen ein und hinterfragen, ob es wirklich Zeit für Abschiedsstimmung in Bezug auf den amerikanischen Traum ist.

Zwischen Untergangsstimmung und gelebtem Alltag – Was ist dran an den Schreckensmeldungen?

Die öffentliche Meinung, besonders im deutschsprachigen Raum, malt oft das Bild einer zerfallenden Weltmacht USA. Berühmte Stimmen wie die deutsche Anwältin Sandra Navidi betonen, dass die USA heute gefährlicher seien als je zuvor, soziale Mobilität kaum noch existiert und der amerikanische Traum verblasst. Doch wie viel Substanz steckt hinter diesen Aussagen?

Aus Sicht eines Auswanderers, der seit 2008 in Texas lebt, fühlt sich vieles hiervon weit übertrieben an. Gerade politische Debatten und Skandale um Persönlichkeiten wie Donald Trump scheinen das öffentliche Bild zu verzerren. Die Realität der meisten Einwanderer ist eine ganz andere: Es gibt tatsächlich weiterhin Gelegenheiten, aufzusteigen, sein eigenes Unternehmen zu gründen, und ein Leben mit wenig Bürokratie, viel Eigenverantwortung und neuen Chancen zu führen. Während Eliten in Machtzentren wie New York existieren, interessiert sich der durchschnittliche Amerikaner und Unternehmer kaum für das, was in Washington geschieht. Im oft so beschworenen Alltag der USA zählt vielmehr die eigene Leistung, Zuverlässigkeit und unternehmerischer Mut.

Erfahrungen aus erster Hand: Leben und Arbeiten in den USA jenseits der Klischees

Auch was angeblich härtere Einwanderungspolitik und Behörden wie ICE betrifft, ist die Perspektive aus dem Alltag wichtig. Gerade als rechtmäßig eingewanderte Person ins konservative Texas gab es keinerlei negative Erfahrungen mit Polizei oder Einwanderungsbehörden – im Gegenteil: Höflichkeit und Hilfsbereitschaft stehen an der Tagesordnung. Das Bild von einem gefährlichen Land, in dem Einwanderer um ihre Sicherheit fürchten müssen, ist für viele schlichtweg nicht nachvollziehbar. Lediglich für diejenigen, die illegal einwandern oder absichtlich Reglements umgehen, kann es kritisch werden – für den Großteil der Einwanderer jedoch nicht.

Ein echter Kontrapunkt zur Debatte ist das Thema soziale Mobilität und Lebensperspektiven. Während Europa für seine soziale Absicherung bekannt ist, herrscht in den USA eine "No-Limits"-Mentalität. Wer hart arbeitet und clevere Ideen hat, kann es enorm weit bringen – ob im Handwerk, als Unternehmer oder im boomenden Tech-Sektor. Gute Beziehungen sind zwar von Vorteil, entscheiden aber selten über den eigenen Erfolg, gerade außerhalb der Elitezirkel. Die Praxis zeigt: Zuverlässigkeit, Qualität und Kundennähe sind der Schlüssel.

Eigenverantwortung statt Abhängigkeit: Chancen und Unterschiede zu Europa

Ein häufiger Vorwurf an die USA ist die angebliche Verrohung durch radikalen Individualismus und einen Mangel an Solidarität. Doch tatsächlich zeigt sich hier ein völlig anderes soziales Verständnis als in Europa. Hilfe wird in den USA vor allem privat und durch Gemeinschaften organisiert: Spendenbereitschaft und Freiwilligenarbeit sind fest in der Kultur verankert. Wer erfolgreich sein will, übernimmt Verantwortung – für sich, die Familie, das Unternehmen.

Ein weiterer Aspekt: Die USA sind viel dezentraler aufgebaut als viele europäische Länder. Politik und Alltag werden primär lokal gestaltet – von Gemeinden über die Bundesstaaten bis hin zur nationalen Ebene. Das bedeutet, dass landesweite Entscheidungen und Persönlichkeiten wie Trump zwar mediale Aufmerksamkeit bekommen, aber für viele Menschen vor Ort eine eher geringe Rolle spielen. In vielen europäischen Ländern ist das zentrale Machtgefälle undurchlässiger, der Zugang zu Eliten schwerer. In Amerika liegt dagegen für alle vieles offen – jedenfalls, wenn man bereit ist, sich auf den ganz eigenen Mix aus Herausforderung, Wettbewerb und Freiraum einzulassen.

Sind die USA wirklich am Ende – oder ist jetzt die Chance größer als je zuvor?

Natürlich gibt es Herausforderungen: hohe Lebenshaltungskosten, wenig soziale Absicherung, politische Spannungen. Aber viele Argumente, die für den „Untergang“ der USA angeführt werden, lassen sich auch auf Europa übertragen: Überregulierung, Wachstumsschwäche, Kapitalflucht und Unsicherheiten bezüglich Steuern und digitalen Identitäten sind hier genauso präsent. Während in Europa der Ruf nach mehr Staat und Absicherung oft dominiert, setzen Amerikaner viel stärker auf Eigeninitiative. Nicht zuletzt bieten gerade Krisensituationen auch immer neue Chancen: schnellere Bearbeitung von Visa- und Einwanderungsanträgen zum Beispiel oder ein entspannter Immobilienmarkt in vielen Teilen des Landes.

Für wen die USA nach wie vor die richtige Wahl sein können

Wer ein sicherheitsorientiertes Leben plant, risikoavers ist und auf umfassende soziale Absicherung Wert legt, wird in den USA wahrscheinlich weniger glücklich. Aber wer unternehmerisch denkt, Lust auf Neues hat, bereit ist, sich anzupassen und Leistung zu zeigen, kann in den USA nach wie vor ein sehr erfülltes, freies und erfolgreiches Leben aufbauen. Die bestehenden Hürden sind real, aber sie sind für viele auch genau das: Herausforderungen, an denen du wachsen kannst. Entscheidend ist, dass du dir vor Ort ein eigenes Bild machst und nicht den medialen Übertreibungen Glauben schenkst.

Amerika ist mehr als Wall Street, Washington oder der nächste Präsident. Das wahre Leben spielt sich dazwischen ab – in Kleinstädten, Gründerunternehmen, Nachbarschaften und Musikbars. Vielleicht ist Amerika gerade jetzt das Land, in dem dein neuer Traum beginnen kann. Das Wichtigste: Sei offen, informiert und bereit für deinen eigenen Weg. Der amerikanische Traum lebt – aber er will jeden Tag neu gestaltet werden. Vielleicht ja auch bald von dir!

Wenn du ernsthaft darüber nachdenkst auszuwandern, solltest du die Fakten kennen und Chancen realistisch einschätzen. Und vielleicht ist genau jetzt ein besserer Zeitpunkt als je zuvor, deinen Traum vom Leben in den USA wahr werden zu lassen.

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