Steuern auf Malta: Der komplette Guide für Angestellte, Rentner & Selbstständige

Das Thema Steuern ist für die meisten Menschen kein Grund zur Freude – vor allem, wenn man vor kurzem nach Malta gezogen ist und plötzlich mit neuen Regeln und Formularen konfrontiert wird. Vielleicht fragst Du Dich: Muss ich in Malta überhaupt eine Steuererklärung abgeben? Wie läuft das Ganze ab und was unterscheidet sich im Vergleich zu Deutschland? Keine Sorge – in diesem Beitrag erfährst Du alles Wichtige rund um die Steuererklärung in Malta, ganz unkompliziert erklärt.

Wie funktioniert das Steuersystem in Malta?

Zunächst einmal: Malta hat ein eigenständiges Steuersystem, das sich in vielen Details von Deutschland unterscheidet. Die größte Rolle spielt dabei Deine persönliche Situation: Woher stammt Dein Einkommen und wie bist Du in Malta gemeldet? Wohnst Du hier als Angestellter, Selbständiger, Rentner oder lebst Du von Deinem eigenen Vermögen? Genau danach richtet sich auch Deine steuerliche Verpflichtung.

Angestellte in Malta: Meistens keine Steuererklärung nötig

Die gute Nachricht für Mitarbeiter: Als Angestellter in Malta musst Du in der Regel keine separate Steuererklärung ausfüllen. Dein Arbeitgeber zahlt monatlich Deine Lohnsteuer und Sozialabgaben und stellt Dir am Jahresende eine spezielle Bescheinigung, das sogenannte FS3-Formular, aus. Dieses Formular beinhaltet sämtliche Gehaltszahlungen, bereits gezahlte Steuern und Sozialversicherungsbeiträge.

Dieses FS3 wird direkt ans Finanzamt weitergeleitet, sodass die Behörden normalerweise alle relevanten Daten haben. Die allermeisten Angestellten gelten daher als sogenannte „Non-Filers“ – also Personen, die keine Steuererklärung einreichen müssen. Ob Du dazu gehörst, kannst Du ganz einfach bei den Steuerbehörden per E-Mail erfragen, indem Du Deinen Namen und Deine maltesische ID-Nummer angibst. Bist Du ein „Non-Filer“, ist für Dich alles erledigt – in der Regel bekommst Du im Herbst einen Steuerbescheid, der auflistet, was Du bezahlt hast und ob noch etwas offen ist.

Selbständige: Eigenverantwortung ist angesagt

Für Selbständige sieht die Lage anders aus. Wer in Malta auf eigene Rechnung arbeitet, muss in Eigeninitiative eine Steuererklärung abgeben. Wichtig: Die Steuerbehörde meldet sich nicht proaktiv, sondern verlässt sich auf Deine Eigenverantwortung! Deshalb solltest Du dem Finanzamt von Dir aus mitteilen, dass Du als Selbständiger tätig bist und eine Steuererklärung für das vergangene Jahr abgeben möchtest.

Du erhältst dann das Formular, das Du zusammen mit Deiner Gewinn- und Verlustrechnung beziehungsweise Deiner Bilanz einreichst. Tipp: Lass Dir gegebenenfalls von einem Steuerberater helfen – gerade wenn es ums korrekte Ausfüllen und um mögliche Steuervorteile geht.

Rentner und Selbstversorger: Pflicht zur Nullmeldung

Auch Rentner, die auf Malta leben, können zur Steuererklärung verpflichtet sein – unabhängig davon, ob sie eine staatliche oder private Rente beziehen. Sollte dabei kein zu versteuerndes Einkommen vorliegen, musst Du trotzdem eine Steuererklärung abgeben – dann eben als sogenannte „Nullmeldung“. Das Prozedere ist simpel: Überall Null eintragen, unterschreiben, abschicken, fertig. Wichtig ist aber, dass die Erklärung abgegeben wird, sonst drohen Bußgelder.

Selbstversorger (z. B. Menschen mit passivem Auslandsvermögen) müssen meist ebenfalls eine Steuererklärung einreichen. In den meisten Fällen gilt für diese Gruppe eine Mindeststeuer von 5.000 Euro pro Jahr, die direkt angegeben und gezahlt werden muss. Ein Vorteil: Es sind keine zusätzlichen Unterlagen wie Kontoauszüge oder Übersichten über Einnahmen notwendig.

So reichst Du Deine Steuererklärung in Malta ein

Papierformulare gehören auch in Malta noch nicht ganz der Vergangenheit an, aber die Digitalisierung ist auf dem Vormarsch. Die offizielle Abgabefrist für die Steuererklärung ist der 30. Juni jeden Jahres (bei Einreichung in Papierform). Wesentlich bequemer geht es aber online über das eID-System. Dafür benötigst Du eine maltesische ID-Karte und musst die eID online beantragen (dafür einfach in ein Regierungsbüro gehen). Wer die Steuererklärung online einreicht, hat sogar bis zum 31. Juli Zeit – also einen ganzen Monat länger.

Profi-Tipp: Es lohnt sich, die eID zu beantragen, denn darüber kannst Du nicht nur die Steuererklärung einreichen, sondern viele weitere Behördengänge bequem online erledigen.

Was tun bei Unsicherheit oder komplexeren Fällen?

Das maltesische Steuersystem ist zwar recht übersichtlich, aber in Einzelfällen kann es komplizierter werden, z.B. mit mehreren Einkommensquellen oder Auslandsbezügen. Hier empfiehlt es sich, Beratung bei einem erfahrenen Steuerexperten einzuholen. Das Team von Sebastian, wie im Video erwähnt, unterstützt besonders Unternehmer, Investoren und digitale Nomaden bei der legalen Steueroptimierung, Vermögensschutz und der Ausweitung der eigenen Freiheit.

Fazit: Steuern in Malta sind machbar – wenn Du die Regeln kennst

Auch wenn das Wort „Steuererklärung“ selten Begeisterung auslöst, zeigt das Beispiel Malta: Mit dem richtigen Wissen und ein bisschen Vorbereitung ist das Thema halb so wild. Wichtig ist, dass Du Deine eigene Situation prüfst – bist Du Angestellter, Selbständiger, Rentner oder Selbstversorger? Davon hängt ab, ob und wie Du die Steuererklärung abgeben musst. Halte Dich an die Fristen – und nutze die Vorteile der digitalen Einreichung! Und solltest Du unsicher sein, hole Dir frühzeitig Unterstützung. So kannst Du entspannt das mediterrane Leben auf Malta genießen und bist beim Thema Steuern auf der sicheren Seite.

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