Raus aus der EU: Depot bei Swissquote Schweiz eröffnen (NICHT Luxemburg!)

Swissquote ist ein beliebter Schweizer Online-Broker und eine vollwertige Bank. Viele unserer Mandanten haben dort ein Depot – und sind sehr zufrieden damit. Aber es gibt einen wichtigen Haken, den die meisten nicht kennen.

Warum überhaupt Swissquote?

Die Gründe sind vielfältig:

  • Unbehagen gegenüber dem Euro und der EU

  • Sorgen um Themen wie den digitalen Euro oder das EU-Kontenregister

  • Der Wunsch nach einem Schweizer Konto ohne hohe Mindesteinlage

  • Auswanderung: Wer Deutschland verlässt, kann viele deutsche Broker wie Scalable Capital nicht weiternutzen

Swissquote ist deshalb – neben Interactive Brokers und Saxo – eine der beliebtesten Alternativen bei unseren Mandanten.

Das große Problem: Schweiz oder Luxemburg?

Wenn du als in Deutschland ansässige Person versuchst, ein Konto bei Swissquote zu eröffnen, wirst du automatisch zur europäischen Tochtergesellschaft in Luxemburg weitergeleitet – egal ob du die Schweizer Website aufrufst oder nicht.

Das System erkennt deinen Wohnsitz und leitet dich entsprechend um. Am Ende hättest du ein EU-Konto – genau das, was die meisten vermeiden möchten.

Die gute Nachricht: Es gibt einen Weg, trotzdem direkt bei Swissquote in der Schweiz ein Konto zu eröffnen. Trag deine E-Mail auf unserer Website ein und wir schicken dir die genaue Anleitung zu.

Wird mein neues Wohnsitzland akzeptiert?

Die meisten Länder außerhalb der EU werden von Swissquote akzeptiert, darunter:

  • Thailand ✅

  • Philippinen ✅

  • Paraguay ✅

  • Panama ✅

  • Zypern ✅

  • USA ❌ (historisch bedingte Schwierigkeiten mit US-Kunden)

Wichtig: Depot übertragen, nicht verkaufen!

Wer auswandert und seinen Broker wechseln muss, macht oft einen teuren Fehler: Sie verkaufen alle Positionen und kaufen sie später neu. Das ist falsch.

Beim Verkauf von Aktien oder ETFs mit Gewinn zahlst du sofort Abgeltungssteuer plus Soli – also 26,375 % auf deinen Gewinn.

Die richtige Lösung ist ein Depotübertrag: Deine Wertpapiere werden direkt auf das neue Depot übertragen, ohne Verkauf, ohne Steuer. Plane das am besten mehrere Monate im Voraus, da manche Broker sich dabei leider quer stellen.

Was bekommst du mit einem Swissquote-Konto in der Schweiz?

  • Ein vollständiges Trading-Konto

  • Ein Multiwährungskonto mit Schweizer Debitkarte

  • Eine echte Schweizer IBAN

  • Zugang zu einem internationalen Depot außerhalb der EU

Was du steuerlich wissen musst

Die Schweiz nimmt am automatischen Informationsaustausch (OECD CRS) teil. Dein Finanzamt wird also informiert – plane deine Steuererklärung entsprechend.

Anders als bei deutschen Brokern zieht Swissquote keine Abgeltungssteuer automatisch ab. Gewinne aus Verkäufen musst du selbst in der Steuererklärung angeben und versteuern.

Swissquote oder Interactive Brokers?

  • Swissquote → ideal für Buy-and-Hold-Anleger, die ein echtes Schweizer Konto möchten

  • Interactive Brokers → besser für aktive Trader und Optionshandel, günstiger in den Gebühren

  • Charles Schwab → interessant für alle, die keinen automatischen Informationsaustausch wünschen, da US-Broker nicht am CRS teilnehmen

Fazit

Swissquote in der Schweiz ist eine hervorragende Option – vorausgesetzt, du eröffnest dein Konto wirklich beim Schweizer Hauptsitz und nicht bei der EU-Tochter in Luxemburg. Wer das weiß und richtig vorgeht, bekommt ein solides Schweizer Depot mit echtem Schweizer Bankkonto.

Möchtest du die genaue Anleitung zur Kontoeröffnung bei Swissquote Schweiz? Trag deine E-Mail auf unserer Website ein – wir schicken sie dir kostenlos zu.

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