Joschka Fischer: Vom Barrikadenkämpfer zum Amerika-Experten?
Wieder einmal hat Baden-Württemberg gewählt – und alles bleibt beim Alten. Die Grünen und die CDU haben die Nase vorn, während andere Parteien an Boden verlieren oder gleich ganz aus dem Spiel ausscheiden. Für mich, der vor 26 Jahren Baden-Württemberg, Deutschland und die EU verlassen hat, ist dieses Wahlergebnis eine erneute Bestätigung: Es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Warum das so ist, erfährst du hier.
Was das Wahlergebnis über den Zustand Baden-Württembergs verrät
Wenn du die politische Landschaft in Baden-Württemberg und Deutschland verfolgst, wird dir schnell klar: Große Veränderungen gibt es selten. Die etablierten Parteien behalten ihre Macht, ganz gleich wie stark die Wirtschaft schwächelt oder wie viele Menschen ihren Job verlieren. Das letzte Wahlergebnis zeigt, dass die Grünen und die CDU weiterhin das Sagen haben. Die SPD fällt ins Bodenlose, die AfD gewinnt dazu, und die FDP ist ganz raus aus dem Landtag.
Viele fragen sich: Wie kann das sein, dass Parteien, die seit Jahren am Ruder sind und für viele der aktuellen Probleme verantwortlich gemacht werden, immer wieder gewählt werden? Besonders in Baden-Württemberg trifft dies einen Nerv: Die Automobilindustrie, einst das Herzstück der Region, erlebt massive Jobverluste. Bosch baut 13.000 Stellen ab, ZF in Friedrichshafen bis zu 14.000, bei Daimler Truck sind es 5.500 und Mercedes streicht 10 % der Belegschaft. In der gesamten Branche brechen bis zu 50.000 Arbeitsplätze weg – und das ist nur die Spitze des Eisbergs.
Ein Abwärtstrend, der sich durch viele Branchen zieht
Nicht nur die Autoindustrie ist betroffen. Auch in der Metallproduktion, bei der Elektronik, der Plastikindustrie und der Herstellung von Metallprodukten werden Tausende Stellen abgebaut. Seit 2018 sind viele Industriezweige in Deutschland zweistellig geschrumpft. Besonders hart trifft das Baden-Württemberg, das wesentlich vom produzierenden Gewerbe lebt. Während Deutschland insgesamt unter der längsten Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg leidet und Länder wie Spanien oder die USA besser dastehen, führen genau die Parteien, die dafür verantwortlich sind, weiterhin die Regierung.
Hier stellt sich die ganz zentrale Frage: Warum akzeptieren Wähler immer wieder das „kleinere Übel“ und geben etablierten Parteien erneut ihre Stimme? Viele Menschen wie ich haben deshalb entschieden, nicht mehr mitzuspielen – sprich: nicht zu wählen. Nicht aus Desinteresse an der Demokratie, sondern aus Überzeugung, dass keine Partei die eigenen Interessen oder echten Reformwillen vertritt.
Energiewende – Gut gemeint, schlecht gemacht
Ein besonders streitbares Thema ist die Energiewende. Nach der Katastrophe in Fukushima 2011 hat die damalige Bundesregierung unter Angela Merkel den Ausstieg aus der Kernkraft beschlossen – ohne tragfähiges Konzept und mit fatalen Folgen. Die Konsequenz: Hohe Energiepreise, die gerade dem Mittelstand und der Industrie in Baden-Württemberg zusetzen. Während Texas in den USA bereits heute fast die Hälfte seines Stroms aus erneuerbaren Energien produziert (bei einem Preis von nur 16 Cent pro Kilowattstunde für Verbraucher), zahlen Baden-Württemberger fast das Dreifache. Warum? In den USA regelt der Markt und Unternehmergeist den Ausbau, während Deutschland in einer Mischung aus Subventionen und Bürokratie gefangen bleibt.
Deutschland und Baden-Württemberg setzen bei wichtigen Weichenstellungen zu oft auf Ideologie statt auf Vernunft. Andere Länder wie China kombinieren strategisch Atomkraft mit erneuerbaren Energien – mit durchschlagendem Erfolg für die Versorgungssicherheit und günstige Preise. Hierzulande fehlt nicht nur ein Speicher- und Nutzungskonzept für Ökostrom, sondern auch der Mut zu echten Innovationen, die über Parteigrenzen hinweg denken.
Was bleibt den Bürgern?
Viele, die ihre Steuern zahlen, hart arbeiten oder Unternehmen führen, sehen sich zunehmend als Verlierer eines Systems, das die Hand aufhält, aber wenig zurückgibt. Die Steuereinnahmen in Deutschland klettern auf Rekordwerte von einer Billion Euro – und dennoch reicht es nie, Steuern und Abgaben steigen kontinuierlich, während zugleich neues „Sondervermögen“ (lies: Schulden) aufgebaut wird. Die Bürger dürfen am Ende zusehen, wie ineffizient das System mit ihren hart erarbeiteten Beiträgen umgeht.
Auswanderung als echte Option?
Vor diesem Hintergrund ist es kein Wunder, dass immer mehr Menschen und vor allem Leistungsträger über einen Neustart im Ausland nachdenken. Die Schweiz ist seit jeher ein Magnet für Baden-Württemberger, und viele Experten raten: Wer kann, sollte rechtzeitig handeln, bevor es am deutschen Standort noch schwerer wird. Wer unternehmerisch denkt, ein Freiberufler oder Investor ist, findet andernorts häufig bessere Bedingungen, mehr Sicherheit für sein Vermögen und mehr persönliche Freiheit.
Natürlich ist der Schritt aus Deutschland heraus eine große Entscheidung, die mit Ängsten und Unsicherheiten verbunden ist. Aber wie mein eigener Weg zeigt: Es lohnt sich. Und es gibt zahlreiche Anlaufstellen, Communities und Experten, die Interessierten dabei helfen, einen Neustart im Ausland gelingt.
Alternativen und Hoffnungsschimmer
Klar ist: Der aktuelle Zustand muss nicht das Ende sein. Deutschlands und Baden-Württembergs Bürger sind innovativ, fleißig und zielorientiert. Trotz düsterer Prognosen, gerade auch angesichts der demografischen Entwicklung, gibt es langfristig immer noch Hoffnung. Die Frage ist nur: Wer ergreift die Initiative und verlässt ausgetretene Pfade?
Wer unzufrieden ist, sollte nicht nur wählen gehen, sondern auch mit seinen Füßen abstimmen. Ob es ein Umzug ins Ausland, eine Diversifikation des Vermögens oder neue unternehmerische Abenteuer sind – Möglichkeiten gibt es viele. Lass dich inspirieren, informiere dich und wage den Schritt in die Unabhängigkeit! Denn das Wichtigste ist, dass du am Ende nicht nur zusehen, sondern aktiv gestalten kannst, wie deine Zukunft aussehen soll.
Fazit: Mehr Mut zur Veränderung
Das Wahlergebnis in Baden-Württemberg mag kaum Überraschungen bieten, doch es verdeutlicht, wie wichtig es ist, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen. Wer auf ein politisches Wunder wartet, wird vermutlich enttäuscht. Wer aber bereit ist, Veränderungen anzustoßen, seinen Weg zu gehen und persönliche Freiheit aktiv zu suchen, der findet – ob in Baden-Württemberg oder anderswo – neue Perspektiven.
Nutze Communities und Expertennetzwerke, werde Teil einer neuen Bewegung und informiere dich über alle Möglichkeiten, die das Leben jenseits von alten Strukturen bereithält. Der erste Schritt ist immer der schwerste – aber er lohnt sich. Lass uns gemeinsam den Blick nach vorn richten! ich freue mich, dich in der Community willkommen zu heißen, wenn du dich auf deinen eigenen Weg machst.